Wie fair ist die Energiewende?

Verteilungswirkungen in der deutschen Energie- und Klimapolitik

Das ifo Institut hat die aktuelle Ausgabe seines Schnelldienstes (74, Nr. 06) Untersuchungen über die Auswirkungen und Verteilungseffekte der Energiewende gewidmet. Laut Handelsblatt kritisiert die 1949 gegründete Münchner Einrichtung das neue Klimaschutzgesetz „scharf“ als „teure Wachstumsbremse“. Zudem hätten CO2-Effizienzstandards ebenso wie Subventionen und Fahrverbote problematische Verteilungswirkungen. Durch CO2-Preise eingenommenes Geld sollte auf jeden Fall in Form von Pro-Kopf-Ausschüttung zur Entlastung einkommensschwacher Haushalte verwendet werden. weiterlesen…

Kritik am neuen Klimaschutzgesetz aus dem ifo Institut

Reformchance nicht genutzt

Das Münchner ifo Institut hat das neue Klimaschutzgesetz kritisiert. „Leider wurde die Chance zu einer umfassenderen Reform des Klimaschutzgesetzes im aktuell vorliegenden Entwurf nicht genutzt“, schreibt die Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen, Karen Pittel, in einem Aufsatz für den ifo Schnelldienst. Zu kurzfristig ausgelegte Beschlüsse verteuerten das Erreichen langfristiger Klimaziele erheblich. Jahresgenaue Emissionsziele zu formulieren könne sich negativ auf die Innovationstätigkeit von Unternehmen auswirken. Die Ziele für die Wirtschaftssektoren abzuschaffen hingegen könne die Kosten für das Erreichen der Klimaziele in der gesamten Volkswirtschaft verringern. weiterlesen…

Wie formbar ist das Energiesystem?

Vortrag von Jürgen Renn im Rahmen einer ESYS-Konferenz

Das virtuelle Treffen diskutierte am 17.06.2021 ein Papier mit zehn Empfehlungen an die neue Bundesregierung und den neuen Bundestag. Jürgen Renn, Direktor am Berliner Max-Planck-Instut für Wissenschaftsgeschichte und Mitglied im Direktorium des Projekts „Energiesysteme der Zukunft“ der Akademie der Technikwissenschaften acatech: „Das Papier an dem wir arbeiten, ist ein Papier im Fluss. Es geht dabei um die Formbarkeit des Energiesystems, gerade auch vor dem Hintergrund historischer Erfahrungen und Pfadabhängigkeiten.“ (Foto: Pferdefuhrwerk mit Ölfässern um 1890 – aus U-Bahnstation in Baku, mit freundlicher Genehmigung © Benjamin Steininger, MPIWG) weiterlesen…

CO2-Emissionen der Gebäude gesunken

Minderungsziel bis 2030: 67 Megatonnen CO2-Äquivalente

Die CO2-Emissionen im Gebäudebereich sind im vergangenen Jahr gesunken. Wie aus der Antwort (19/30298) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/29715) der FDP-Fraktion hervorgeht, gingen sie um 3,461 auf 120 Megatonnen CO2-Äquivalente zurück. Im Jahr davor waren sie noch angestiegen. In der Novelle des Klimaschutzgesetzes will die Bundesregierung ein Minderungsziel von 67 Megatonnen CO2-Äquivalente bis 2030 festschreiben. „Dieses Ziel soll über ein hohes Maß an Energieeffizienz sowie den Einsatz erneuerbarer Energien für die Wärmeerzeugung sowohl in Wohn- als auch Nichtwohngebäuden erreicht werden“, erklärt sie in der Vorlage. Die Bundesregierung rechnet dafür mit einem „bedeutenden Investitionsbedarf“. weiterlesen…

„Die letzten 100 Tage nutzen“

55 Organisationen legen Klimaschutz-Sofortprogramm vor

Die Bundesregierung muss das überarbeitete Klimaschutzgesetz noch vor der Sommerpause mit konkreten Maßnahmen zur CO2-Minderung unterfüttern. Das fordert der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) zusammen mit 54 Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen sowie weiteren Akteuren der Zivilgesellschaft in einem am 16.06.2021 veröffentlichten Klimaschutz-Sofortprogramm. weiterlesen…

Acht Milliarden Euro für Klimaschutz

Regierung einigt sich auf Sofortprogramm – CO2-Preis bleibt nebulös

Das Bundesregierung hat am 16.06.2021 festgelegt, welche Klimaschutz-relevanten Projekte in welcher Höhe finanziert werden. Die Liste umfasst laut SPIEGEL ein Gesamtvolumen von etwas mehr als acht Milliarden Euro. Darin enthalten sind Maßnahmen vom Verkehr über die Industrie, die Gebäude bis hin zur Landwirtschaft. Der BDI sieht das Programm kritisch. Zum umstrittenen Thema CO2-Preis steht im Sofortprogramm nun ein ziemlich allgemeiner Satz: CO2-Preise seien „ein wichtiges Instrument“ für den Klimaschutz. weiterlesen…

Sofortprogramm für klimafreundliche Häuser

Mehr Tempo für energetische Gebäudesanierung

Die neuen Klimaziele der Bundesregierung verlangen im Gebäudebereich deutlich mehr Tempo als bisher: 5,5 Millionen Tonnen CO2 muss die Bundesrepublik jedes Jahr laut der Novelle des Klimaschutzgesetzes in diesem Bereich einsparen. Damit der Treibhausgas­ausstoß von Häusern in Deutschland bis 2045 auf null sinkt, muss dieser bereits bis 2030 nahe­zu halbiert werden. Um den hierfür nötigen Umbau zu einem klimaneutralen Heiz- und Wärmesystem sozialverträg­lich sicherzustellen, schlagen Agora Energiewende und die Stiftung Klimaneutralität einer Agora-Medienmitteilung vom 10.06.2021 zufolge ein Sofort­programm vor. weiterlesen…

Lithium-Knappheit könnte Energiewende gefährden

Experte: „Wir stehen vor einem Lithium-Engpass für E-Autos“

Anfang Mai ist Ex-BMW-Vorstand Stefan Krause bei der kanadischen Lithium-Firma Rock Tech Lithium Inc. eingestiegen. Die Logik dahinter: Mit seinen Kontakten in die (deutsche) Autoindustrie soll er Rock Tech den Weg zu Abnahmeverträgen bereiten. Unterdessen hat Rock Tech Lithium Wave International mit technischen Vorarbeiten und Kostenschätzungen für seine geplanten Lithiumhydroxid-Operationen beauftragt. Rock Tech plant, eine deutsche Tochtergesellschaft zu gründen, und will entweder in Sachsen-Anhalt oder Brandenburg für 400 Millionen Euro ein Batteriewewrk aufbauen. Rock Tech-CEO Dirk Harbecke rechnet derweil mit einer Preisexplosion bei Lithium (Foto: Infolge Nitridbildung angelaufenes Lithium – Foto © Rrausch, 1974 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org). weiterlesen…

PIK-Potsdam: ISIpedia-Portal startet

Klimafolgenforschung der Öffentlichkeit besser zugänglich machen

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) bietet im Verein mit 11 Partner-Einrichtungen Entscheidungsträgern auf allen Ebenen ein neues Werkzeug zur Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels an. Einer PIK-Medienmitteilung vom 15.06.2021 zufolge sollen Erklärungen und Daten über die Auswirkungen der Erderwärmung – von Überschwemmungen bis hin zu Dürren – von einem Team aus 12 internationalen Forschungsinstituten der Öffentlichkeit besser zugänglich gemacht werden. Die Informationen werden in einem neuen Portal aufbereitet: ISIpedia (Inter-Sectoral Impacts Encyclopedia). Die Forschenden erklären selbst ihre Studien. (Bild: ISIpedia – Header der Webseite – © isipedia.org) weiterlesen…

Carbis Bay G7-Gipfel – das Kapitel Klima

Grundsätzliche Einigkeit beim Klimaschutz – das Kapitel aus dem Schlusskommuniqué

Alle Medien waren sich einig: Beim Klimaschutz fiel Trumps Abwesenheit am positivsten auf. Biden hatte dessen Austritt aus dem Pariser Klimaschutzabkommen wieder rückgängig gemacht. Dadurch konnten sich die Industriestaaten in englischen Carbis Bay wieder zu gemeinsamen Grundsätzen bekennen: Zum Beispiel die Verringerung der CO2-Emissionen bis 2030 um etwa die Hälfte gegenüber 2010 und Klimaneutralität bis spätestens 2050. Das bedeutet, dass dann kein Kohlendioxid mehr ausgestoßen werden soll oder CO2-Emissionen vollständig kompensiert werden müssen. Solarify dokumentiert das Kapitel „Klima und Umwelt“ aus dem Schlusskommuniqué von Carbis Bay. (Bild: Ausschnitt aus G7-Schlusskommunique von Corbis Bay – © g7uk.org) weiterlesen…