pv magazine: Photovoltaik überholt Wind

PV-Zubau 2021 in Deutschland bei 5263,2 Megawatt brutto

Auch in den kommenden Monaten sinkt die Solarförderung für neue PV-Anlagen um jeweils 1,4 Prozent. Im Dezember sind PV-Anlagen mit insgesamt etwas mehr als 421 MW neu bei der Bundesnetzagentur gemeldet worden. Die PV hat damit „die Windkraft bei der kumuliert installierten Leistung in Deutschland im vergangenen Jahr überholt“, schreibt Sandra Enkhardt am 31.01.2022 im Portal pv magazine. (Grafik: Zubau Photovoltaik Windkraft Biomasse in Deutschland 2021 – © energy-charts.info) weiterlesen…

Technologie wandelt CO2 sofort in festen Kohlenstoff um

Defossilisierung bestehender Industrieprozesse mittels Durchleitung durch Flüssig-Metall

Forscher des australischen Royal Melbourne Institute of Technology (RMIT) haben eine intelligente und hocheffiziente neue Methode zur Abscheidung von Kohlendioxid und dessen Umwandlung in festen Kohlenstoff entwickelt, um die Dekarbonisierung der Schwerindustrie voranzutreiben. Die Technologie der RMIT-Forscher zur CO2-Nutzung ist so konzipiert, dass sie problemlos in bestehende Industrieprozesse integriert werden kann. Denn die Dekarbonisierung ist eine große technische Herausforderung für Zement und Stahl. Die neue Technologie bietet eine Möglichkeit, CO2 umzuwandeln, sobald es produziert wird, und es dauerhaft in einem festen Zustand zu halten, damit es nicht in die Atmosphäre gelangt. Die Forschungsergebnisse wurden in Energy & Environmental Science veröffentlicht. weiterlesen…

Lösung für KfW-Gebäudeförderung

Alle bis 24. Januar eingereichten Anträge werden bewilligt

Der überraschende Stopp der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) hatte vor wenigen Tagen für Unruhe unter Bauwilligen gesorgt. Jetzt haben sich – wie Pera Hannen am 01.02.2022 auf pv magazine schreibt – die beteiligten Ministerien darauf geeinigt, dass alle bis zum Förderstopp am 24.01.2022 bei der KfW gestellten Anträge – etwa 24.000 – noch nach den alten Kriterien bearbeitet werden. Darauf haben sich die Bundesministerien für Wirtschaft und Klimaschutz sowie für Finanzen laut Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen)verständigt. weiterlesen…

Lesehinweis: „Einmal grünwaschen, bitte“

Kraemer in IPG: EU-Taxonomie untergräbt Glaubwürdigkeit

„Auch wenn die EU-Kommission Atomstrom fortan als ’nachhaltig‘ bezeichnet: Er rechnet sich nicht“, schreibt R. Andreas Kraemer, Direktor der Fundação Oceano Azul in Lissabon und Gründer des Ecologic Institute in Berlin im Journal für Internationale Politik und Gesellschaft (IPG). Amory Lovins*), der Vordenker der Energiewende, habe die Argumente aktuell noch einmal zusammengetragen, und das Ergebnis sei eindeutig: „Atomstrom ist schlecht fürs Klima und fürs Portemonnaie.“ Die EU-Taxonomie soll ein Wegweiser für Investoren und Kreditgeber sein. Unternehmen und Projekte, die nicht den Nachhaltigkeitskriterien entsprechen, bergen gewisse Risiken. weiterlesen…

Proteste und Kritik an der EU-Taxonomie

„Einordnung von Atomenergie als nachhaltig ist abzulehnen“ – von Gas nicht?

Mit ihrem Beschluss, mittels dem ergänzenden Rechtsakt der neuen Taxonomie Erdgas und Kernkraft als nachhaltig und klimafreundlich einzustufen, stellt sich die EU-Kommission sowohl gegen Forderungen aus einigen Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, als auch den Rat von Experten. Die hatten sich mehrheitlich klar gegen eine Aufnahme der Atomenergie ausgesprochen und Nachschärfungen für Gaskraftwerke gefordert. Nun hagelt es (nicht nur) in Deutschland Kritik und Proteste von von vielen Seiten – vor allem von SPD, Grünen und Linken, vor allem aber von einschlägigen NGOs. Solarify fasst – willkürlich und zufällig, nicht repräsentativ – zusammen. (Bild: EU-Kommissarin Mairead McGuinness, Screenshot © EU-Kommission – audiovisual.ec.europa.eu-copyright) weiterlesen…

Experten schlagen Alarm wegen des abbrechenden antarktischen Schelfeises

Thwaites-Gletscher schmilzt schneller als erwartet

Die Nachricht über den schnell schmelzenden Thwaites-Gletscher in der Westantarktis hat sich in den vergangenen Wochen schnell verbreitet. Der Gletscher ist einer der wichtigsten der Westantarktis, etwa halb so groß wie Deutschland. Ein Drittel seiner Oberfläche besteht aus einer Eisplatte, dem so genannten Schelfeis. Es schwimmt auf dem Meer und dient als natürliche Barriere für den Gletscher. Doch hier macht sich die globale Erwärmung bemerkbar: Das wärmere Meerwasser unter dem schwimmenden Schelfeis lässt es schmelzen – viel schneller als erwartet. weiterlesen…

Energiewende erfordert Innovation der Stromnetzplanung

Zunehmender Anteil variabler erneuerbarer Energien wird mehr Flexibilität von den Stromsysteme erfordern

Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Länder zugenommen, die sich verpflichtet haben, in den kommenden Jahrzehnten Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Auch viele Länder, die keine Netto-Null-Emissionen anstreben, verfolgen zunehmend ehrgeizige Dekarbonisierungspläne. Die Verwirklichung dieser Ziele wird den Energiesektor in den kommenden Jahrzehnten umgestalten. Die Internationale Energieagentur (IEA) und die Europäische Union sind im Rahmen des Programms Clean Energy Transitions in Emerging Economies am 24.01.2022 der Frage nachgegangen, wie sich das Verhältnis zwischen Stromangebot und Nachfrageänderungen in kohlenstoffarmen Systemen auswirkt. weiterlesen…

Weit über 300 TWh, bzw. 70 GW installierte Leistung, bzw.ca. 25 % des Gesamtwärmebedarfs

Roadmap Tiefe Geothermie: Erfolgreiche Wärmewende gestalten

Die Hälfte der kommunalen Wärme soll bis 2030 aus klimaneutralen Quellen kommen. Zu diesem Ziel der Bundesregierung kann die Tiefe Geothermie einen großen Beitrag leisten, weil sie beständig und witterungsunabhängig lokal Energie liefert und wenig Fläche in Siedlungen belegt. Eine gemeinsame Roadmap („Tiefe Geothermie in Deutschland – Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft für eine erfolgreiche Wärmewende“) der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG in Cottbus und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung UFZ in Leipzig vom 02.02.2022 zeigt auf, dass Tiefe Geothermie mehr als ein Viertel des jährlichen deutschen Wärmebedarfes (über 300 TWh, bzw. 70 GW installierte Leistung) abdecken könnte, und gibt Handlungsempfehlungen, um dieses Ziel zu erreichen. weiterlesen…

Globale SUV-Verkäufe stellten 2021 neuen Rekord auf

Bemühungen zur Emissionsreduzierung zurückgeworfen

Porsche Cayenne - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDa sich die Weltwirtschaft 2021 wieder stark erholt hat, haben auch die Autoverkäufe wieder angezogen. Laut dem Autoindustrie-Tracker MarkLines werden sie 2021 weltweit um 4 % zunehmen und damit fast 80 Millionen erreichen und einen Teil des massiven Rückgangs ausgleichen, den sie 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie erlitten. Insbesondere die Verkäufe von Elektroautos haben weiterhin gezeigt, dass sie der Volatilität des Automarktes im Allgemeinen standhalten. Doch der Verkauf von SUVs übertraf die E-Autos um das Fünffache. Das stellen die Energiemodellierer Laura Cozzi und Apostolos Petropoulos am 21.12.2021 auf der Internetseite der Internationalen Energieagentur (IEA) fest. weiterlesen…

UNSDSN-Empehlungen für Dakarbonisierung Paraguays

Beispiel, wie Paraguay seine Klimaverpflichtungen von COP21 erfüllen kann

Die paraguayische Regierung bereitet sich derzeit auf die anstehende Revision von Anhang C des Itaipú-Vertrags vor, dem rechtsverbindlichen Abkommen zwischen Paraguay und Brasilien über die Nutzung des Wasserkraftpotenzials des Paraná-Flusses, das 2023 überprüft werden soll. Das Sustainable Development Solutions Network (UNSDSN) der UN hat dazu Vorschläge erarbeitet. Im Namen der paraguayischen Regierung beauftragte das paraguayische Finanzministerium Professor Jeffrey Sachs und sein Team, den Bericht „Leveraging Paraguay’s Hydropower for Sustainable Economic Development“ aus dem Jahr 2013 mit Unterstützung der Entwicklungsbank Lateinamerikas (CAF) und in Partnerschaft mit dem UNSDSN. weiterlesen…