Einblicke in Struktur eines rätselhaften Katalysators

Mit einzigartiger selbst gebauten Forschungsapparatur Cu/ZnO/Al2O3 aufgeklärt

Methanol ist eine der wichtigsten Basischemikalien, etwa um Kunststoffe oder Baumaterialien herzustellen. Um den Produktionsprozess noch effizienter gestalten zu können, wäre es hilfreich, mehr über den Kupfer/Zinkoxid/Aluminiumoxid-Katalysator (Cu/ZnO/Al2O3) zu wissen, der bei der Methanolherstellung im Einsatz ist. Bislang war es jedoch nicht möglich, seine Oberfläche unter Reaktionsbedingungen mit strukturaufklärenden Methoden zu untersuchen. Einem Team der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) ist es dennoch gelungen, Einblicke in den Aufbau seines aktiven Zentrums zu gewinnen. Diese beschreiben die Wissenschaftler in der Zeitschrift Nature Communications vom 04.08.2020.
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Industrie zahlt CO2-Abgabe erst mal doppelt

Zwei Milliarden Euro Mehrbelastung in den ersten 18 Monaten

Die im Klimapaket der Bundesregierung beschlossene CO2-Abgabe auf Energieträger wie Erdgas und Benzin trifft auch Betriebe, die im EU-Emissionshandel schon für CO2 zahlen. Die versprochene Kompensation gibt es erst mit 18 Monaten Verspätung – schreibt am 11.08.2020 in der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Vom 01.01.2021 an müssen Importeure, Großhändler und Raffinieren für die von ihnen in Verkehr gebrachte Menge an fossilen Treib- und Brennstoffen Emissionszertifikate kaufen. Der Preisaufschlag soll an die Endverbraucher weitergereicht werden, das klimaschädliche Heizen mit Öl oder Tanken mit Benzin und Diesel verteuern – und im Idealfall eine Lenkungswirkung hin zu erneuerbaren Technologien entfalten. weiterlesen…

Integrierte WärmeWende Wilhelmsburg IW3

Startschuss für nächstes Reallabor der Energiewende

Mit dem Reallabor „Integrierte WärmeWende Wilhelmsburg IW3 “ zeigt Hamburg-Wilhelmsburg neue Lösungen für eine sichere und günstige Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Energien im urbanen Raum. Die Kopplung der Bereiche Wärme, Strom und Mobilität ermöglicht eine energieeffiziente und CO2-neutrale Versorgung des stark wachsenden Stadtteils. Mit der feierlichen Übergabe des Zuwendungsbescheids durch den zuständigen Staatssekretär für Energiepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Andreas Feicht, ist nun der offizielle Startschuss für das Reallabor der Energiewende gefallen.
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1912: „Kohleverbrennung beeinflusst Klima“

Vor 108 Jahren sagte eine neuseeländische Zeitung den Klimawandel durch CO2 vorher

Wir wussten es schon mehr als 124 Jahre – oder hätten es wissen können: Wissenschaftliche Analysen, die auf eine menschliche Rolle bei der Erwärmung des Klimas durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe hinwiesen, gehen auf das Jahr 1896 zurück, mit Svante Arrhenius‘ bemerkenswertem Aufsatz „Über den Einfluss der Kohlensäure [Kohlendioxid] in der Luft auf die Temperatur des Bodens“. Bald darauf – so die New York Times – erschienen populärwissenschaftliche Texte zum Thema menschengemachter Klimawandel, so hieß er aber erst später. weiterlesen…

Offener Brief „zur Unzeit“

vbw und DGB Bayern schreiben an Staatsregierung wg. Energiewende

„Zur Unzeit“, so die Süddeutsche Zeitung am 06.08.2020, kam ein gemeinsamer Offener Brief der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) und des DGB Bayern an Staatsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler): In dem Schreiben fordert die ungleiche Allianz unter anderem die geplanten HGÜ-Leitungen SuedLink und SuedOstLink schnell zu realisieren sowie international wettbewerbsfähige Strompreise. Sonst drohe eine „schleichende Deindustrialisierung Bayerns“. weiterlesen…

„Nasser als nass“

Forscher der Tokyo Metropolitan University belegen, dass die Erderwärmung mehr Regen für asiatische Monsunregionen bedeutet

Forscher der Tokyo Metropolitan University untersuchten mit Hilfe einer hochauflösenden Klimasimulation (NICAN), wie sich das Wetter mit der globalen Erwärmung in asiatischen Monsunregionen verändern wird. Die Region ist bevölkerungsreich, und der Monsun ist eine wichtige Triebkraft des globalen Wasserkreislaufs. Das Team unter der Leitung von Assistenzprofessor Hiroshi Takahashi simulierte explizit die Bildung und Auflösung von Wolken und stellten deutlich erhöhte Niederschläge über dem Monsun-„Trog“ fest, wobei tropische Störungen wie Taifune und konzentrierter Wasserdampf eine Schlüsselrolle spielen. weiterlesen…

BSW: Boom bei Solarheizungen

Dreimal mehr Förderanträge

Die zu Jahresbeginn deutlich verbesserten Förderkonditionen für Solarwärme-Anlagen im Rahmen des neu aufgelegten Marktanreizprogramms (MAP) greifen einer Medienmitteilung des Bundesverbandes Solarwirtschaft vom zufolge: Im ersten Halbjahr 2020 sind über 200 Prozent mehr (also mehr als das Dreifache) Solarthermie-Förderanträge gestellt worden als im Vorjahr. Dies geht aus jetzt vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) veröffentlichten Zahlen hervor. So wurden im ersten Halbjahr 2020 insgesamt 26.991 Anträge gestellt, gegenüber 8.700 Anträgen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Solarkollektorabsatz ist um 11 Prozent gestiegen. Solarheizungen werden seit Anfang 2020 im Förderprogramm „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ mit bis zu 35 Prozent – beim Austausch einer Ölheizung sogar mit bis zu 45 Prozent – bezuschusst. weiterlesen…

Fünf aktuelle Katastrophen, die mit erneuerbaren Energien nicht passiert wären

Corona verdrängt Aufmerksamkeit

„Naturkatastrophen häufen sich derzeit in einem bisher nicht erreichten Ausmaß, dabei müsste es nicht so sein“, schreibt Nicole Weinhold in Erneuerbare Energien. Die Medien sind zwar voller Berichte über Naturkatastrophen. Aber oft finden diese nur noch auf zweiten oder dritten Seiten der Zeitungen Platz, weil die Corona-Pandemie die Menschen derzeit stärker beschäftigt. Dabei hat auch Bill Gates (siehe: solarify.eu/klimakrise-schlimmer-als-corona) gerade erkannt, dass der Klimawandel durchaus schlimmer sein könnte als Covid-19. Der Microsoft-Gründer hatte allerdings bisher nicht die erneuerbare Energie als Lösung unseres Klimaproblems im Visier, sondern Geoengineering, was wiederum unkalkulierbare Veränderungen auf den Planeten bringt, auf die besser verzichtet werden sollte. weiterlesen…

Energieintensive NRW-Unternehmen setzen auf EE – und auf weitere Ausnahmen

Beschleunigter Ausbau von PV und Wind gefordert

Die energieintensiven Unternehmen in Nordrhein-Westfalen haben sich in der Initiative IN4CLIMATE der NRW-Landesregierung zusammengeschlossen und fordern mehr Solar- und Windstrom. Sie verlangen von der Regierung einen schnelleren Ausbau von Photovoltaik und Windkraft sowie Importe von Strom und strombasierten Energieträgern. Zudem müssten Versorgungssicherheit und Systemstabilität durch Ausbau von Netzen, Speichern und Sektorenkopplung, Flexibilisierung der Stromnachfrage und Abbau von Flexibilitätshemmnissen gewährleistet werden. Dass es ihnen dabei vor allem um billigen Strom geht, zeigt die Forderung, die Entlastung für energieintensive Unternehmen fortzusetzen. weiterlesen…

„Klimakrise schlimmer als Corona“

Bill Gates warnt und macht Vorschläge

Der US-Milliardär und Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat in seinem Blog GatesNotes vor „einer weltweiten Krise“ namens „Klimawandel“ gewarnt, deren Folgen für die Menschheit gravierender ausfallen könnten als die der Corona-Pandemie. „So schrecklich diese Pandemie auch ist, der Klimawandel könnte schlimmer sein“, schrieb Gates in dem am 04.08.2020 veröffentlichten Beitrag. Gates zufolge kann die neue Katastrophe in nur wenigen Jahrzehnten die Menschen treffen. 2060 könnte der Klimawandel genauso tödlich sein wie Covid-19 heute – bis 2100 gar fünfmal mehr. Solarify dokumentiert den Text. weiterlesen…