Bald Deich-PV?

Versuch mit Sonnenkollektoren auf dem Deich

Ein 5-MW-Solarprojekt wurde Ende Juli 2020 auf dem Innendeich des Spuikom bei Ritthem in Zeeland (bei Vlissingen) gestartet. Der Versuch ist Teil der „Zon op dijken“(Sonne auf Deichen)-Studie, die von einem Konsortium aus Behörden, Wissenschaftsinstituten (die TNO – niederländische Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung – Nederlandse Organisatie voor toegepast-natuurwetenschappelijk onderzoek) und Systembauer, darunter die STOWA (Stichting Toegepast Onderzoek Waterbeheer – Stiftung Angewandte Wasserwirtschafts-Forschung), durchgeführt wird. Die Forscher glauben, dass auf solchen Böschungen bis zu 2,9 GW PV realisiert werden könnten. (Foto: Ein Photovoltaik-Pilotprojekt auf einem niederländischen Deich – @ STOWA) weiterlesen…

TÜV-Verband fordert Vorfahrt für Elektromobilität

E-Fuels mit geringem Potenzial für Umweltverbesserungen

Der TÜV-Verband hat am 03.08.2020 in einer Medienmitteilung von der Bundesregierung zusätzliche Anstrengungen bei der Förderung der Elektromobilität gefordert. Stärkere Anreize für die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs, ein massiver Ausbau der Ladeinfrastruktur in Kombination mit einer besseren Aufklärung über die bereits heute möglichen Reichweiten sowie höhere Sicherheitsstandards sind notwendig, um der Elektromobilität den entscheidenden Schub zu geben und die Klimaschutzziele zu erreichen. In strombasierten Kraftstoffen (E-Fuels) sieht der TÜV-Verband für den Pkw-Sektor dagegen nur sehr geringes Potenzial für Umweltverbesserungen. weiterlesen…

Gesundheitsrisiko Hitzewelle

KLUG: Deutschland ist nicht vorbereitet!

Hitzewellen wie in diesen Tagen sind nicht bloß sommerliches „Rekordwetter“, sondern sie werden, angetrieben durch den Klimawandel, zunehmend zur Bedrohung von Gesundheit und Leben. Der Klimawandel bedroht Menschenleben: Die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG), die „Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen“ und das Aktionsbündnis „Health for Future“ kritisierten am 07.08.2020 in einer gemeinsamen Medienmitteilung mangelnden Hitzeschutz in Deutschland. weiterlesen…

Großbritannien: So sieht eine vernünftige Energiewende aus

Die Briten zahlen für ihre Energiewende nur halb so viel wie die Deutschen. Das hat einen einfachen Grund.

Die britische Energiewende und Klimapolitik ist ambitioniert und schon erstaunlich weit gekommen. Sie ist dabei günstiger und wirkungsvoller als die planwirtschaftliche Energie- und Klimapolitik der Deutschen, wie Philip Plickert, der Londoner Korrespondent der Frankurter Allgemeinen in seinem Kommentar vom 07.08.2020 erläutert. weiterlesen…

Bedrohte Immobilien

Milliardenwerte in Küstenregionen in Gefahr

Nach IPCC-Schätzungen von 2013 steigt der Meeresspiegel bis Ende des 21. Jahrhunderts um 26 bis 55 Zentimeter an – aber nur, wenn der Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduziert wird, was bisher nicht der Fall ist. Im ungünstigsten Szenario rechnet der Weltklimarat IPCC mit einem Anstieg um 45 bis 82 Zentimeter. Schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hielt es der IPCC aber für möglich, dass es auch deutlich mehr sein könnten. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen hatten zuletzt in der Tat ergeben, dass auch noch extremere Varianten denkbar seien. weiterlesen…

EE-Flächenbedarf kostensparend verringerbar

IASS: 100 % Grünstrom braucht Fläche Portugals

Weg von Kohle, Öl und Gas, hin zu Wind- und Solarenergie: Das ist machbar, aber Erneuerbare Energien benötigen mehr Platz als konventionelle Energieformen. Eine Studie des Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS) untersucht laut einer Medienmitteilung vom 07.08.2020, wie der Flächenbedarf eines vollständig auf Erneuerbaren Energien beruhenden Stromsystems in Europa verringert werden kann und wie sich dies auf die Kosten auswirkt. weiterlesen…

CO2-Grenzabgabe: Nur ein Fall für Bürokraten?

Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe zweifeln an der CO2-Grenzsteuer

Die Volkswirte des Sparkassenverbands DSGV haben die Einigung der Staats- und Regierungschefs Europas auf einen schuldenfinan­zierten Wiederaufbaufonds sowie die mittelfristige Finanzplanung als Meilenstein für die europäische Fiskalpolitik und vor allem die geplante Klimaabgabe auf Importprodukte untersucht. „Die Ergebnisse sind niederschmetternd“, schreibt Ruth Berschens am 05.08.2020 im Handelsblatt. weiterlesen…

CO2-Ausstoß des Industrie- und Energiesektors sinkt

1.851 stationäre Anlagen emittierten rund 363 Mio. t CO2-Äq – durchschnittlich € 22,12 pro Berechtigung

2019 waren in Deutschland 1.851 stationäre Anlagen vom Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) erfasst. Diese Anlagen emittierten rund 363 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2-Äq). Dies entspricht einem Rückgang um 14,2 Prozent gegenüber 2018 und ließ die Emissionen deutscher Anlagen erstmals seit dem Start des EU-ETS im Jahr 2005 unter die Marke von 400 Millionen Tonnen CO2-Äq fallen Damit verstärkt sich der Trend des Vorjahres noch einmal deutlich. 2018 betrug der Rückgang 3,5 Prozent. Die im Frühjahr 2020 einsetzenden volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben keinen Einfluss auf die in diesem Bericht dargestellte Emissionssituation in 2019. weiterlesen…

Regierung muss Klimaschutzpolitik endlich konkret machen

Verbände zum Eingeständnis von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie, nannte es einen „ersten Schritt, wenn der Bundeswirtschaftsminister nun Versäumnisse einräumt und zugleich ankündigt, den Weg zur Klimaneutralität unumkehrbar zu machen.“ Der BEE findet es zwar gut, dass ein akuter Handlungsbedarf nun klar benannt werde. Aber „warum die Energiewende in den letzten Jahren so wenig Priorität genoss, ist völlig unverständlich“, kommentierte BEE-Präsidentin Simone Peter. weiterlesen…

„Viel Zeit verloren“

Altmaier räumt Fehler beim Klimaschutz ein

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat Versäumnisse in der Klimaschutzpolitik eingeräumt. Es gebe „enormen Nachholbedarf“, sagte Altmaier am 05.08.2020 SPIEGEL Wirtschaft gegenüber. Der Weg zur CO2-Neutralität müsse innerhalb der nächsten Monate „unumkehrbar“ gemacht werden, wenn die EU klimaneutral werden wolle. weiterlesen…