CO2-Emissionen im Verkehr sinken – aber nur relativ

Viele Autos emittieren viel

Dichter Verkehr auf der Berliner Ringautobahn bei Nacht - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyIm Schnitt belasten Pkw Umwelt und Klima heute zwar weniger als früher, aber ihre steigende Zahl macht technische Verbesserungen zunichte: Pro Kilometer emittieren sie zwar 15 Prozent weniger CO2 als 1995 – weil aber mehr Pkw auf den Straßen unterwegs sind, sind die Emissionen insgesamt um 0,5 Prozent angestiegen. Gleiches gilt für Lkw: Die kilometerbezogenen bzw. spezifischen CO2-Emissionen sanken bei Lkw im Schnitt zwar um 30 Prozent. Weil ihre Anzahl aber gestiegen ist, sind die absoluten CO2-Emissionen im Straßengüterverkehr heute um 20 Prozent höher als 1995. Das zeigen Grafiken von Statista und Daten des Umweltbundesamtes. weiterlesen…

„Ausfransende Grundlagen“: Global Risks Report 2020

Spätestens 2020 Klima-Notstand

CO2-Schleuder bis 2034: Uniper-Kohlekraftwerk Schkopau bei Leuna - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDer vom Weltwirtschaftsforum mit Unterstützung der Zurich Insurance Group und des nach eigenen Aussagen weltweit führenden Industrieversicherungsmaklers und Risikoberaters Marsh & McLennan (bereits Mitte Januar) veröffentlichte diesjährige Global Risks Report bietet umfassende Einblicke in die wichtigsten Faktoren, die den weltweiten Wohlstand im kommenden Jahrzehnt bedrohen werden. Ausgangsbasis für die 15. Ausgabe des Berichts ist der Input von knapp 800 internationalen Experten und Entscheidungsträgern, die gebeten wurden, ihre größten Sorgen nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Folgenschwere zu benennen. weiterlesen…

Uniper nimmt bis 2025 2.9 GW Kohlestromleistung vom Netz

Datteln 4 mit 1.1. GW geht aber in Betrieb – Braunkohlestandort Schkopau bleibt bis 2034

Uniper-Kohlekraftwerk Staudinger, Großkrotzenburg, Main - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify„Uniper beendet die eigene Steinkohleverstromung in Deutschland“, so der Titel einer Medienmitteilung vom 30.01.2020 – bis Ende 2022 sollen das Kraftwerk Wilhelmshaven sowie drei Steinkohle-Kraftwerksblöcke in Gelsenkirchen-Scholven mit einer Gesamtleistung von rund 1.500 Megawatt vom Netz gehen. In Scholven soll eine Gas-und-Dampfanlage (GuD) die bestehenden Anlagen perspektivisch ersetzen. Bis spätestens Ende 2025 sollen weitere 1.400 Megawatt an den Standorten Staudinger und Heyden abgeschaltet werden. An den Standorten sollen u.a. Anlagen zur industriellen Produktion von Wasserstoff entstehen. Das 1.1-GW-Kohlekraftwerk Datteln 4 geht aber in Betrieb. weiterlesen…

Erster Abschnitt der Suedlink-Trassenkorridore festgelegt

Medienmitteilung der Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur hat – so eine Medienmitteilung – die Trassenkorridore für den ersten Abschnitt der Gleichstromverbindung Suedlink festgelegt – neben Korridor A und Suedostlink, eine von drei Gleichstromverbindungen von Norddeutschland nach Süden. Die Festlegung der Trassenkorridore umfasst jeweils den Abschnitt A des Suedlink (Vorhaben Nr. 3 und Vorhaben Nr. 4 des Bundesbedarfsplans). Dieser nördlichste Abschnitt ist ca. 100 Kilometer lang. weiterlesen…

TÜV SÜD zertifiziert grünen Wasserstoff

Zukunft des Energiesystems

Wasserstoff-Tanklastzug an Multi-Energie-Tankstelle - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyIm Zusammenhang mit der Energiewende wird grüner Wasserstoff als Speicher- und Trägermedium eine zentrale Rolle spielen. Allerdings nur, wenn Wasserstoff mittels Erneuerbarer Energien gewonnen wird. Weil man es dem Wasserstoff aber (ebenso wenig wie dem Strom) ansieht, aus welchen Quellen er stammt, muss er zertifiziert werden. Den entsprechenden Nachweis ermöglicht TÜV SÜD laut eigenen Angaben jetzt mit der aktualisierten GreenHydrogen-Zertifizierung. weiterlesen…

Mehr Akku, mehr Energiewende

Einer künftigen Batteriengeneration auf der Spur

Li-Ionen-Batterie am Berliner Effizienzhaus Plus - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyBatterien mit einer Anode aus Kohlenstoff und Silizium speichern mehr Energie als Anoden aus reinem Kohlenstoff. Damit sind sie höchst interessant für die Energiewende. Um ihre Effizienz zukünftig zu steigern, untersuchte das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg Lithium-Ionen-Batterien mit Neutronen am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum (MLZ) und entdeckten einen neuen Alterungsmechanismus, der sie von reinen Graphitanoden unterscheidet. weiterlesen…

Strategische Partnerschaft zur Förderung einer europäischen Netzwerkplattform

BMZ Group und VDE Renewables arbeiten im Bereich Batterie-Technologie zusammen

Die BMZ Group und die VDE Renewables GmbH schließen eine Partnerschaft, die sich mit dem Bereich Batterie-Technologie beschäftigen soll. Ziel ist es infolge einer Medienmitteilung vom 06.02.2020, den internationalen Austausch innerhalb der Branche zu fördern. Als Plattform wird das von der BMZ Group veranstaltete international etablierte Battery Experts Forum dienen, bei dem man künftig gemeinsam die Themen rund um die Elektrifizierung vorantreiben wird. VDE Renewables ist eine 100prozentige VDE-Tochtergesellschaft, die sich unter anderem mit Themen rund um erneuerbare Energieerzeugung und -speicherung beschäftigt. weiterlesen…

Wissenschaftsjahr 2020 zur Bioökonomie

Große Herausforderungen angehen

BMBF in Berlin - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDas Wissenschaftsjahr 2020 steht laut einer Medienmitteilung aus dem BMBF im Zeichen der Bioökonomie. Denn: In Zeiten von menschengemachtem Klimawandel, begrenzter landwirtschaftlicher Nutzfläche bei einer gleichzeitig wachsenden Weltbevölkerung, einer stetig steigenden Umweltverschmutzung und einem erheblichen Rückgang der Artenvielfalt steht die Menschheit vor großen Herausforderungen. weiterlesen…

„Kontraproduktive und rechtswidrige Symbolpolitik“

Verbesserte Planung und Beteiligung statt Aushebelung des Rechtsschutzes nötig

Stau auf A8 kurz vor München - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDie Umweltorganisationen BUND, NABU, DUH, UVP-Gesellschaft, VCD und der Umweltdachverband DNR haben in einer gemeinsamen Presseerklärung vom 31.01.2020 die Verabschiedung des Gesetzes zur Genehmigungsbeschleunigung von Infrastrukturmaßnahmen im Verkehrsbereich durch den Deutschen Bundestag als „kontraproduktive und rechtswidrige Symbolpolitik“ kritisiert. Das so genannte Maßnahmengesetzvorbereitungsgesetz verstoße gegen die Vorgaben des Grundgesetzes und gegen EU-rechtlich verbriefte Klagerechte. Zudem sei es ungeeignet, um die Planungs- und Genehmigungsprozesse wirksam zu beschleunigen. „Das Gesetz hebelt Klagerechte aus, führt aber nicht zu einer beschleunigten und verbesserten Planung, sondern befördert nur Rechtsunsicherheit“, so die Überzeugung der Verbände. weiterlesen…

Floating PV-Anlagen entschärfen Landnutzungskonflikte

Fraunhofer ISE analysiert Potenzial für Solarkraftwerke auf Braunkohle-Tagebauseen

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat im Auftrag von BayWa r.e. eine Potenzialabschätzung für schwimmende PV-Kraftwerke auf Braunkohle-Tagebauseen in Deutschland durchgeführt. Sogenannte Floating PV- Anlagen auf künstlichen Seen können dazu beitragen, Landnutzungskonflikte für den PV-Ausbau in Deutschland zu entschärfen. Darüber hinaus weist die Technologie einige Vorteile gegenüber Freiflächenanlagen auf, wie beispielweise die erhöhte Stromproduktion aufgrund des Kühleffekts des Gewässers oder eine höhere Flächennutzungseffizienz. Das technische Potenzial auf Braunkohle-Tagebauseen in Deutschland wird in der Studie auf 56 GWp geschätzt. Nach Abzug der geschätzten, für Freizeitaktivitäten, Tourismus, Natur- und Landschaftsschutz relevanten Flächen verbleibt ein wirtschaftliches Potenzial von 2,74 GWp. weiterlesen…