Potenziale, Grenzen und Prioritäten. Grüner Wasserstoff für die Energiewende

Erste Veröffentlichung richtet den Blick auf den Wärmesektor

Grüner Wasserstoff wird in einem zukunftsfähigen Energiesystem eine wichtige Rolle spielen. Allerdings ist er derzeit noch eine knappe Ressource, weshalb die Potentiale und Grenzen seines Einsatzes in verschiedenen Einsatzfeldern fundiert bewertet werden müssen. Wo liegen die Anwendungsfälle, in denen grüner Wasserstoff alternativlos ist? Wo ist er verzichtbar, weil es effizientere Wege der Dekarbonisierung gibt? Diesen Fragen widmet sich eine mehrteilige Studienreihe des Energiewende-Verbundprojekts Norddeutsches Reallabor (NRL). weiterlesen…

Auch begrenzter Atomkrieg könnte Weltmeere verwüsten

Modellrechnungen von THE CONVERSATION

Die USA und Russland haben sich im vergangenen Herbst darauf geeinigt, Gespräche über den neuen START-Vertrag zu führen, das einzige Abkommen, das die beiden größten Atomwaffenarsenale der Welt regelt. Obwohl dies zweifellos eine gute Nachricht war, durften wir uns dadurch nicht in Selbstzufriedenheit wiegen lassen. Die weltweiten Ereignisse, vor allem in der Ukraine, haben die Angst vor einem Atomkonflikt auf ein seit dem Kalten Krieg nicht mehr erreichtes Niveau gehoben. Weltweit gibt es noch mehr als 10.000 nukleare Sprengköpfe, und die Äußerungen des Kremls über Massenvernichtungswaffen sind im Jahr 2022 immer bedrohlicher geworden – schreiben Tyler Rohr, Cheryl Harrison, Kim Scherrer und Ryan Heneghan in THE CONVERSATION. (Foto: Französischer Atombombentest auf dem Fangataufa-Atoll am 03.07.1970, 25 km südlich von Mururoa – © Pierre J., Französische Armee, CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

E-Mobilität benötigt keine Metalle aus der Tiefsee

Greenpeace Studie zum Beginn der UN-Konferenz zum Hochseeschutz 

Metalle aus der Tiefsee werden nicht für einen Wandel hin zu E-Mobilität und grünen Technologien benötigt. Das zeigt eine Studie, die Greenpeace am 20.02.2023 zum Beginn der UN-Konferenz in New York zum internationalen Meeresschutzabkommen (BBNJ) veröffentlichte. Die Studie entkräfte erstens das Hauptargument der Tiefseebergbau-Industrie, die auf eine Lizenz für den Beginn des Tiefseebergbaus noch in diesem Jahr dränge. Die Studie zeige 2.. dass zentrale Batterie-Rohstoffe wie Lithium und Graphit nicht aus den Manganknollen in der Tiefsee gewonnen werden könnten. Relevante Mengen seien nur für Mangan, Kobalt und Nickel möglich – aber erst nach 2030.  Der Trend für Batterien entwickle sich jedoch weg von Kobalt und Nickel. Für die Batterieherstellung sei im Bezug auf Mangan keine Knappheit zu erwarten, wie es in der Greenpeace-Pressemitteilung zum Thema heißt. weiterlesen…

Bittere Schokolade

Schokoladen-Scorecard: „Gute Eier“ und „schlechte Eier“

Möchten Sie Osterschokolade ohne schlechtes Gewissen kaufen? Wählen Sie aus unserer Liste der „guten Eier“, die am besten für die Umwelt und die Kinderarbeit geeignet sind, schlagen John Dumay, Macquarie University, Cristiana Bernardi, The Open University, und Stephanie Perkiss, University of Wollongong, in The Conversation vor. „Was haben Beyond Good, Alter Eco, Tony’s Chocolonely und Whittaker’s alle gemeinsam? Sie stellen nicht nur köstliche Schokolade her, sondern sind auch die ‚guten Eier‘ in der diesjährigen Schokoladen-Scorecard. weiterlesen…

Plattform Klimaneutrales Stromsystem startet

Habeck eröffnet Diskussionsprozess zum Strommarktdesign

Laut einer Medienmitteilung aus dem BMWK vom 20.02.2023 hat Bundesminister Robert Habeck die Plattform Klimaneutrales Stromsystem eröffnet. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wird im Rahmen der Plattform diskutiert, wie der Strommarkt fit gemacht werden kann für das Stromsystem der Zukunft, das weitgehend auf erneuerbaren Energien beruht. weiterlesen…

Klimafreundliche Energieversorgung dank Ammoniak-basierter Systeme

Künftig tragende Rolle

Bei der Umstellung von fossilen Brennstoffen auf klimafreundliche Energieträger kann Ammoniak künftig eine tragende Rolle übernehmen – sofern es zum Beispiel aus grünem Wasserstoff und unter Nutzung erneuerbarer Energiequellen hergestellt wird. Ammoniak ist leicht zu speichern und zu transportieren. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM entwickeln auf Ammoniak basierte Systeme zur mobilen und dezentralen Energieversorgung in den Bereichen Infrastruktur, Verkehr und Industrie. Erste Einblicke in die Forschungsprojekte gibt es auf der Hannover Messe Preview am 15. Februar 2023. (Foto: Modell eines AMMONPAKTOR-Reaktors – © Fraunhofer IMM) weiterlesen…

Globale Wasserstoffwirtschaft verändert Sicherheitspolitik

Deloitte-Studie zeigt Optionen für künftige Bündnisse

Die Sicherung der Versorgung mit Grünem Wasserstoff wird künftig zu einem Schlüsselfaktor für die Energieversorgung und den Wohlstand in den Industriestaaten. Geopolitisch wird Wasserstoff zum Rückgrat der industriellen Produktion und des Gütertransports. Dies sind die Ergebnisse der Studie von Deloitte „A Security Policy for the Global Hydrogen Economy“, die anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz vorgestellt wurde. Die USA werden in diesem Szenario die einflussreichste Nation bleiben, die nur von China herausgefordert wird, während Russland und der Nahe Osten für die Energiesicherheit an Bedeutung verlieren. Damit bieten sich der EU in Zukunft mehr Möglichkeiten als bisher, ihre Energiebasis zu sichern. weiterlesen…

Lithium-Metall-Batterien in einer Stunde aufladbar

Ingenieure der UC San Diego züchten gleichmäßige Lithiumkristalle

In einem Nature Energy-Artikel berichten kalifornische Ingenieure am 09.02,2023 über Fortschritte bei der Entwicklung von Lithium-Metall-Batterien, die sich schnell aufladen lassen – innerhalb von einer Stunde schreibt Daniel Kane auf der Internetseite der Universität von Kalifornien in San Diego. Das ist Lithiummetallkristallen zu verdanken, die schnell und gleichmäßig auf einer überraschenden Oberfläche gezüchtet werden können. Der Trick besteht darin, eine Oberfläche für die Kristallzüchtung zu verwenden, die Lithium offiziell nicht „mag“. Aus diesen Impfkristallen wachsen dann dichte Schichten aus einheitlichem Lithiummetall. weiterlesen…

Recycling von Li-Batterien: „Langfristig mehr als 30 Mio. Tonnen“

Trendstudie Lithium-Batterierecycling

Anfang 2023 befanden sich weltweit rund 110 Projekte für das Recycling von Lithium-Batterien (LIB) in unterschiedlichen Planungsstadien; rund 100 Anlagen waren in Betrieb. Langfristig wird mit mehr als 30 Mio. Tonnen recyclierter LIB gerechnet. Das ist das Ergebnis einer Trendstudie der ecoprog GmbH. Das Recycling von Lithium-Batterien (LIB) ist einer der zukunftsträchtigsten Recyclingmärkte. Vor allem die wachsende Anzahl an Elektroautos in Märkten wie der EU, China oder Nordamerika wird in den kommenden Jahren zu einem Boom großer LIB führen. weiterlesen…

Spar-Trick für PET-Recycling durch Bakterien

Einbau eines neu entdeckten Stoffwechselwegs macht  Bakterien CO2-effizienter

WissenschaftlerInnen des Max-Planck-Instituts für terrestrische Mikrobiologie, Marburg haben einen effizienteren, kohlenstoffdioxidsparenden Weg für die bakterielle Verwertung von Ethylenglykol, Bestandteil des Kunststoffs PET, entwickelt und am 08.02.2023 veröffentlicht. Sie rüsteten das Bakterium Pseudomonas putida mit einem neuen, in Meeresmikroben entdeckten Stoffwechselweg aus, was zu einem verbesserten Wachstum führte. Ihre Erkenntnisse bieten neue Chancen für den mikrobiellen Abbau von PET, aber auch die Weiterentwicklung nachhaltiger Materialkreisläufe. weiterlesen…