Bayern und Hessen wollen Solarpflicht einführen

Gewerbe und Industrie, landeseigene Bauten und Parkplätze

Insgesamt 1.300 Dächer von staatlicher Gebäude Bayerns sind schon als geeignet identifiziert worden und sollen laut Kabinettsbeschluss ab 2023 mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden; 10H wird gelockert. In Hessen sollen auf einem Prozent der Landesfläche Solaranlagen Strom erzeugen, landeseigene Gebäude müssen künftig mit Photovoltaik ausgestattet werden, und wer Landesförderung für Gebäude bekommt und bei der Wärmedämmung von Gebäuden über gesetzliche Mindeststandards hinausgeht, wird mit besonders hohen Förderquoten belohnt. Auch für neue Parkplätze mit mehr als 50 Stellplätzen sollen Photovoltaikanlagen vorgeschrieben werden – so am 28.04.2022 beschlossen) – berichtet Sandra Enkhardt am 12. und 14.07.2022 auf pv magazine. weiterlesen…

Grünes Licht für grünen Stahl

Produktionsstart bei Salzgitter ab Ende 2025 mit 723 Mio. € Eigenmittel

In seiner am 13.07.2022 Sitzung hat der Aufsichtsrat der Salzgitter AG einer Medienmitteilung vom 13.07.2022 folgend der vom Vorstand beantragten Freigabe von Eigenmitteln in Höhe von 723 Mio. € für die erste Ausbaustufe des SALCOS®-Programms (SAlzgitter Low CO2-Steelmaking) zugestimmt. Der damit realisierbare vorzeitige Maßnahmenbeginn ermögliche es, am ehrgeizigen Zeitplan für eine dekarbonisierte Stahlproduktion festzuhalten. Neben diesem Eigenanteil setze die Salzgitter AG auf eine substanzielle öffentliche Anschubfinanzierung, deren Prüfungs- und Genehmigungsprozess noch nicht vollständig abgeschlossen ist. (Foto: Salzgitter – Hochofen B bei Nacht – © Frank H. aus B. eigenes Werk, wikimedia.commons, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…

Öko-Institut: Kommunales Klimaschutzmanagement lohnt

Kommunen wichtige Akteure

Kommunen, die aktiv Klimaschutzmaßnahmen steuern, sparen bis zu neunmal mehr klimaschädliche Treibhausgase ein als solche ohne Klimaschutzmanagement. Vor allem kleinere Gemeinden setzen doppelt so viele Projekte um und nutzen fünfmal so viele Fördermittel wie vergleichbare Kommunen ohne eigene Zuständigkeit für den Klimaschutz. Auch der Umfang der geförderten Projekte ist je nach Größe der Kommune zwei- bzw. dreimal höher. Das zeigt eine am 15.07.2022 veröffentlichte Studie des Öko-Instituts im Auftrag des Umweltbundesamtes, die Städte, Gemeinden und Landkreise mit und ohne Klimaschutzmanagement vergleicht. (Titel: Klimaschutzmanagement (Untersuchung von Öko-Institut und UBA) – © umweltbundesamt.de) weiterlesen…

Kaputte AKW plus Dürre

Deutsche PV-Anlagen hängen Frankreichs Atommeiler ab

Am nördlichen Kühlturm das französischen Atomkraftwerks Cruas (Rhone) prangt ein merkwürdiges Gemälde: Der wallonisch-französische Maler Jean-Marie Pierret hat es 1991 auf Beschluss von EDF, Framatome und des Conseil général de l’Ardèche von neun Bergsteigern in drei Monaten malen lassen. Die 155 m hohe und 12.500 m² umfassende Lüftelmalerei mit dem Titel „Aquarius“ verschlang 4.000 Liter Farbe, etwa 8.000 Arbeitsstunden wurde gepinselt. Das Bild zum Thema „Ökologie“ zeigt ein Kind, das aus einer Muschel Wasser auf eine Glaspyramide gießt, und soll die Bedeutung von Luft und Wasser symbolisieren. Der Figaro kommentierte trocken: „Eine schöne Arbeit für das Image von EdF“ (siehe: spiegel.de/jean-marie-pierret). Die Imagepflege hat die EDF momentan dringend nötig: Die Hälfte der 56 französischen Akw ist vom Netz – Gründe: Wartungsarbeiten und technische Probleme. weiterlesen…

Metallhydride aus Industrieabfällen als Wasserstoffspeicher

Recycelte Metalllegierungen ermöglichen Kreislaufwirtschaft für Speicherung von Wasserstoff in fester Form

Nicht nur die Produktion von grünem Wasserstoff, sondern auch seine sichere und kompakte Speicherung sind große Herausforderungen für die Energiewende. Metallhydride könnten eine gute Lösung sein – sie speichern große Mengen an Wasserstoff auf kleinem Raum. Für ihre Produktion werden bisher noch hochreine Materialien benötigt. Diese zu gewinnen oder herzustellen setzt aber große Mengen an Kohlendioxid frei. Forschende des Helmholtz-Zentrums Hereon für Wasserstofftechnologie in Geesthacht haben nun bewiesen, dass sich die Wasserstoffspeicher auch aus recycelten Industrieabfällen herstellen lassen. Das Ergebnis: eine deutlich klimafreundlichere Herstellung der Metallhydride. weiterlesen…

Wärmepumpen-Revolution für Deutschland

Wärmepumpen als Schlüssel zur Klimaneutralität in Gebäuden

Ab 2024 soll jede neu eingebaute Heizung auf der Basis von 65 Prozent Erneuerbarer Energien betrieben werden – so hat es die Ampel-Koalition im März 2022 vereinbart. Was sind die drängendsten To-Dos der Bundesregierung, um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen? Wie der Markthochlauf gelingen kann, zeigen Alexandra Langenheld und Simon Müller in ihrem Blog von Agora-Energiewende auf. weiterlesen…

Auswirkungen des Ukrainekriegs auf Energiepreise und Versorgungssicherheit

Impulspapier von ESYS: Erneuerbare Energien mit hoher Priorität ausbauen

Die Energieversorgung in Deutschland und Europa steht vor einer Zeitenwende. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat gezeigt, wie gefährlich Abhängigkeiten von einzelnen Importländern für die Versorgungssicherheit sind – vor allem dann, wenn sie weder demokratisch noch rechtsstaatlich verfasst sind. Eine am 14.07.2022 vorgestellte ESYS-Untersuchung. (Titel: Auswirkungen des Ukrainekriegs – © acatech) weiterlesen…

Wasserstoff-Brennstoffzellen jetzt erschwinglich?

Neuer Eisenkatalysator könnte Durchbruch bedeuten

Seit Jahrzehnten sind Wissenschaftler auf der Suche nach einem Katalysator, der die Kosten für die Herstellung von Wasserstoffbrennstoffzellen drastisch senkt. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass ein kostengünstiger Eisenkatalysator eine brauchbare Alternative zu Platin sein kann; das teure Edelmetall bremst die Kommerzialisierung des umweltfreundlichen Brennstoffs seit Jahrzehnten. „Wir haben jahrelang an diesem Projekt gearbeitet. Wir glauben, dass dies ein bedeutender Durchbruch ist, der letztendlich dazu beitragen wird, das enorme Potenzial von Wasserstoffbrennstoffzellen freizusetzen“, sagt Gang Wu, Professor für Chemie- und Bioingenieurwesen an der School of Engineering and Applied Sciences der University von Buffalo. (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME, H2 und Solarstrom – © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

Adé, EEG-Umlage

Wirksames Instrument verabschiedet sich zur richtigen Zeit

Mit dem Wegfall der EEG-Umlage zum 01. Juli ging die Geschichte des Ausbaus der Erneuerbaren Energien in Deutschland in eine neue Phase. Die Streichung der Abgabe von 3,7 ct/kWh Strom (inkl. Mehrwertsteuer sind es sogar 4,4 ct/kWh), von der natürlich auch naturstrom-Kunden profitieren, und die entsprechende Entlastung der Bürger ist in Zeiten turbulenter Energiepreise zweifellos zu begrüßen. Doch ihr vorgezogenes Ende sollte nicht darüber hinwegtäuschen, welche Bedeutung der Umlage in den Jahren seit ihrer Einführung zugewachsen ist. Zeit für einen kurzen Rückblick auf ein oft kritisiertes, aber doch wegweisendes Stück deutscher Energiegesetzgebung – schreibt am 04.07.2022 auf dem naturstrom-Blog. weiterlesen…

Gaskrise contra Kohleausstieg

Verringerung der Abhängigkeit von russischen fossilen Brennstoffen verzögert Energiewendepläne

Die Bestrebungen der EU, infolge des Ukraine-Krieges ihre Abhängigkeit von russischen fossilen Brennstoffen zu verringern, haben die Pläne der EU-Mitglieder vorerst durchkreuzt, aus der Kohleverstromung auszusteigen, schreiben Aneta Zachová, Bartosz Sieniawski, Nikolaus J. Kurmayer, Sebastijan R. Maček und Sofia Stuart Leeson am 12.07.2022 auf EURACTIV.de. Vielmehr müssen sie nun als Reaktion auf den Anstieg der Gaspreise und die russischen Gaskürzungen vielmehr einen Anstieg der Produktion und der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen hinnehmen. weiterlesen…