Zweifel an NO2-Grenzwerten „unseriös“ – DUH ruft zu Meldungen auf

Kinderpneumologen stellen sich hinter WHO-Vorgaben

Die Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (GPP – Vereinigung der Lungenfachärzte für Kinder und Jugendliche) stellt sich in einer am 30.01.2019 auf der Verbandswebseite veröffentlichten Stellungnahme klar hinter die Grenzwert-Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In Bezug auf sogenannte „Grenzwert-Skeptiker“ stellten die Ärzte fest: „Wissenschaftliche Aussagen pauschal in Frage zu stellen, ohne hierfür Belege anzuführen, ist unseriös. Wer öffentlichen Zweifel an dem gesundheitsschädlichen Potential von Luftschadstoffen sät, ohne hierfür wissenschaftliche Arbeiten zu zitieren, verletzt die Grundsätze ärztlichwissenschaftlichen Handelns.“ Ausdrücklich distanziert sich der GPP-Vorstand von „dieser Form der öffentlichen Meinungsäußerung“. Die GPP vertritt nach eigenen Angaben mehr als 900 Kinder-Lungenfachärzte in Deutschland, Österreich und der Schweiz – so die Ärzte Zeitung online. Derweil ruft die Deutsche Umwelthilfe zu Meldungen besonderer Luftbelastungen auf. weiterlesen…

Müssen Klimamodelle korrigiert werden?

Langzeitbeobachtungen von Tiefenwasserbildung und Meeresströmungen im Atlantik widersprechen bisherigen Auffassungen

Für die globale Ozeanzirkulation spielt der subpolare Nordatlantik eine entscheidende Rolle. Durch oberflächennahe Abkühlung wird warmes Wasser in kaltes und schweres Tiefenwasser umgewandelt, das in der Tiefe äquatorwärts strömt. Gestützt auf Modelldaten glaubte man bisher, der Hauptanteil der Tiefenwassertemperatur entstehe in der Labradorsee gebildet. Langzeitbeobachtungen eines internationalen Konsortiums mit Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, des University College London und der Duke University Durham zeigen nun erstmals, dass der wesentliche Beitrag zur Umwälzzirkulation im östlichen Nordatlantik stattfindet. Die Ergebnisse wurden 01.02.2019 in Science veröffentlicht. weiterlesen…

Wirtschaft stößt an Grenzen im Verkehrssektor

Machbarkeit des Klimaschutzes im Zweifel

Damit die Treibhausgase im Verkehrssektor bis 2030 gegenüber 1990 um 40 Prozent gesenkt werden könnten, müssten rund sieben bis zehn Millionen E-Fahrzeuge zugelassen werden. Auch müsse der Einsatz CO2-neutraler Kraftstoffe gegenüber dem Referenzjahr 2015 um das Vier- bis Fünffache erhöht werden, meint der BDI. Beide Bereiche könnten zusammen rund drei Viertel der erforderlichen Treibhausgas-Reduktionen ausmachen. Das Klimaschutzziel der Bundesregierung für den Verkehr ist 2030 “bei Ausreizung aller technischen Hebel” und mit Mehrinvestitionen zwischen 243 und 256 Milliarden Euro “theoretisch erreichbar”. weiterlesen…

Energiewende: Wie viel Strom braucht der Verkehrssektor?

Alle reden von E-Mobilität. Einige befürchten, dass es zu einer Stromlücke kommt. Wie kommen Energiewende und Verkehrswende zusammen?

In einem kürzlich erschienenen böll.brief hat Arepo Consult für die Heinrich-Böll-Stiftung drei Szenarien zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors verglichen: das Modell «Treibhausgasneutrales Deutschland 2050» des Umweltbundesamtes (UBA), den «95-Prozent-Klimapfad», den die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) und das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos für den Bundesverband der Deutschen Industrie skizziert haben, und das «Dekarbonisierungsszenario 2035» des Wuppertal Instituts für Greenpeace. Damit wurden bewusst Szenarien von drei Auftraggeberinnen respektive Forschungseinrichtungen verglichen, die eher unterschiedlichen politisch-gesellschaftlichen Milieus zugeordnet werden. Stefanie Groll hat die drei Szenarien für die Heinrich Böll Stiftung verglichen. weiterlesen…

Photovoltaik – vielseitig in Form und Farbe

Deutsche und griechische Forscher entwickeln mit Industriepartnern gedruckte Perowskit-Solarmodule

Digital gedruckte, hocheffiziente und stabile Solarmodule, die sich in Dächer, Fassaden und Fenster integrieren lassen, sllen von PRINTPERO entwickelt werden. In dem vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierten Projekt demonstrieren deutsche und griechische Wissenschaftler mit Industriepartnern die technische Machbarkeit von Solarmodulen auf Basis von Perowskitabsorbern. Sie arbeiten an Prototypen, die sich in Größe, Form und Farbe frei gestalten lassen. Das BMBF fördert das Projekt im Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA). (Foto: Gedruckte farbige Perowskit-Solarzellen in Form des Logos des KIT – © IMT/KIT) weiterlesen…

FVEE-Sprecher fordert verstärkte Anstrengungen

Bolt sieht Handlungsbedarf bei Mobilität und Wärme

„Im Stromsektor haben wir in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht und befinden uns auf dem Weg zu einer nachhaltigen Versorgung“, sagt Prof. Harald Bolt vom Forschungszentrum Jülich, der vom Direktorium des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE) zum neuen Sprecher gewählt worden ist, zuversichtlich. Doch Bolt fährt einschränkend fort: „In den Sektoren Mobilität und Wärme müssen jetzt erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um die Klimaziele noch zu erreichen.“ weiterlesen…

Digitalisierung der Energiewende in Kinderschuhen

Digitalisierungsgrad auf Skala von 1 bis 100 nur bei 22

Das BMWi hat die neuen Zahlen des „Barometer Digitalisierung der Energiewende“ veröffentlicht. Sie zeigten deutlich, wie weit Deutschland noch von seinem Ziel entfernt sei, auch wenn sich das aus der Medienmitteilung des Ministeriums nicht herauslesen lasse. Dort werde die erste Zertifizierung eines Smart-Meter-Gateways Ende Dezember 2018 als ein wichtiger Meilenstein gefeiert, berichtet Sandra Enkhardt in pv magazine. „Damit wurde Smart Metering in Deutschland neu definiert und ein zentrales Signal für ein zukunftstaugliches Smart Grid gesetzt“, heißt es vom Ministerium lediglich. weiterlesen…

Embatt-Batterie: kompakter, preiswerter, längerlebig

Gemeinsam für Industrialisierung von Bipolarbatterien mit Lithium-Ionen-Technologie

Bessere Batterien für höhere Reichweiten von Elektrofahrzeugen – ist das Ziel des vom BMWi geförderten Projekts „EMBATT-goes-FAB“. Die vier Projektpartner thyssenkrupp System Engineering GmbH, IAV GmbH, Daimler AG und das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS entwickeln dafür Bipolarbatterien und Verfahren zu ihrer Herstellung. Durch den gestapelten Aufbau der Bipolarbatterien wird in gleicher Größe eine höhere Speicherkapazität und letztlich eine höhere Reichweite des Fahrzeugs erzielt. Die innovative Batterietechnologie soll nun auf die nächste Reifestufe gehoben werden und damit der Industrialisierung einen Schritt näher kommen. weiterlesen…

Schweizer Forschungszentrum untersucht Einfluss von Wassermangel

Agroscope nimmt Wiesen und Grundwasserversorgung unter die Lupe

Heißer und trockener soll es werden. Die Landwirtschaft sei mehrfach herausgefordert. Deshalb führen Forscher von Agroscope, dem Schweizer Kompetenzzentrum für landwirtschaftliche Forschung, Versuche in verschiedensten Themenbereichen durch. Das Spektrum reiche von der Ökonomie über die Ernährung bis zur Ökologie. Die Anpassung der Produktionsmethoden an einen erhöhten Schädlingsdruck oder die Züchtung neuer, trockenheitsresistenter Nutzpflanzensorten nähmen dabei eine zentrale Rolle ein, erklärt der Schweizer Bundesrat in einer Mitteilung. weiterlesen…

Roadmap für intelligente Energienetze der Zukunft

Standardisierungsstrategie für sektorübergreifende Digitalisierung der Energiewende veröffentlicht

Die Digitalisierung der Energienetze sei zentrale Voraussetzung für die Netzintegration von Erneuerbaren Energien und Elektromobilität. Dazu veröffentlichten BMWi und BSI gemeinsam jetzt eine Standardisierungsstrategie zur sektorübergreifenden Digitalisierung der Energiewende. Diese Roadmap enthalte den Arbeitsplan für den Umbau der Energienetze zu sogenannten „Smart Grids“. Ziel sei die Vernetzung aller Akteure der Stromversorgung im intelligenten Energienetz der Zukunft. weiterlesen…