Weniger Dünger reduziert Feinstaubbelastung


Senkung landwirtschaftlicher Ammoniakemissionen kann Sterblichkeit durch Luftverschmutzung erheblich reduzieren – 2010 weltweit 3,3 Millionen vorzeitige Sterbefälle

Für Feinstaub gibt es viele Quellen – nicht nur den Verkehr, der dafür derzeit besonders viel Aufmerksamkeit erfährt. Auch eine Reduktion landwirtschaftlicher Emissionen könnte die Menge an gesundheitsschädlichem Feinstaub erheblich senken, wie – einer Medienmitteilung folgend – eine Studie von Forschern des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz zeigt. Die Wissenschaftler berechneten, dass speziell in Europa und Nordamerika durch die Verringerung von Ammoniakemissionen (NH3) aus Düngung und Viehzucht die Konzentration an Feinstaubpartikeln in der Atmosphäre stark abnehmen würde weiterlesen…

DUH fordert Sofortmaßnahmen von Kanzlerin


EEA meldet Anstieg der Dieselabgas-Todesfälle in Deutschland um 20 Prozent

Die Europäische Umweltagentur hat einen alarmierenden Bericht zu den gesundheitlichen Folgen der Luftverschmutzung in Europa vorgelegt: Die darin enthaltenen, durch Stickstoffdioxid verursachten 12.860 vorzeitigen Todesfälle in Deutschland sind nahezu viermal mehr als die Anzahl der Verkehrstoten. Die Deutsche Umwelthilfe prangert erneut an: “Mit Segen des Kraftfahrt-Bundesamtes sollen Diesel-Pkw bei Temperaturen unterhalb von plus 10 Grad Celsius, also praktisch das gesamte Winterhalbjahr über, mit abgeschalteter Abgasreinigung die Innenstädte mit Stickstoffdioxid belasten”. weiterlesen…

ZDF-Doku: Dicke Luft in den Städten


Beitrag aus der Reihe “planet e”

Es herrscht dicke Luft in Deutschlands Städten (und darüber hinaus): Die zulässigen Grenzwerte werden teils dramatisch überschritten. Mit drastischen Folgen: Vor allem Stickoxide (NOx) und Feinstaub gefährden unsere Gesundheit. Ein Beitrag in der ZDF-Reihe “planet e”. weiterlesen…

Neues vom Diesel: Depression und Demenz


Feinstaub dringt bis ins Gehirn

Studien belegen, dass langfristiges Einatmen von Feinstaubpartikeln, wie sie etwa von Diesel-Motoren freigesetzt werden, zu sogenannten stillen Entzündungen mit schwerwiegenden Folgeerkrankungen, wie Schlaganfall und Diabetes führen. Und seit kurzem weiß man, dass stille Entzündungen auch das Gehirn befallen und psychische und Demenzerkrankungen wie Depression und Alzheimer begünstigen. Sport-Professor Karsten Krüger hat darüber ein Buch geschrieben, wie gefährlich Feinstaub für unsere gesamte Gesundheit auf Dauer ist: Der stille Feind in meinem Körper. Wie chronische Entzündungen uns krank machen und was wir dagegen tun können. weiterlesen…

Luftqualität 2016: Stickstoffdioxid weiter Schadstoff Nummer Eins


Geringere Belastung durch Feinstaub und Ozon – DUH: “Politikversagen!” – Greenpeace-Protest auf Berliner Siegessäule

Auch 2016 war die Luft in deutschen Städten zu stark mit Stickstoffdioxid belastet. Das zeigt die Auswertung der vorläufigen Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes (UBA). An gut 57 Prozent der verkehrsnahen Messstationen wurde der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) im Jahresmittel überschritten. Resümee laut UBA-Pressemitteilung vom 31.01.2017: “Dieselautos sind eine Hauptquelle für Stickstoffdioxid”. weiterlesen…

Neues Eichrecht bremst Elektrotaxis aus


Neuzulassung von Elektrotaxis wird seit Ende 2016 erheblich erschwert

Bundesverband eMobilität LogoAm 01.11.2016 endete eine Übergangsfrist einer neuen Eichverordnung für Taxameter. Vor diesem Hintergrund können nun bundesweit keine Fahrzeuge mehr als Taxi zugelassen werden, die nicht vom Hersteller selbst als Taxi angeboten werden. Damit fallen derzeit bis auf den Leaf und den eNV200 von Nissan alle Elektrofahrzeuge aus dem Angebot, wie der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) am 19.01.2017 mitteilt. »Hier muss dringend auf politischer Ebene nachgebessert werden«, betont BEM-Präsident Kurt Sigl und macht deutlich, welch wichtige Rolle das Taxigewerbe im Bereich Neue Mobilität spielen kann. weiterlesen…

Doch keine blaue Plakette für Diesel – vorerst


Trotz Umweltministerbeschlusses: Keine strengeren Umweltauflagen

Jochen Flasbarth - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftStrengere Umweltauflagen für Dieselfahrzeuge werden bundesweit vorerst doch nicht eingeführt. Die Einführung einer dafür vorgesehene blaue Umweltplakette werde verschoben, Blaue Umweltplakette - Foto © umweltplakette.orgteilte BMUB-Staatssekretär Flasbarth am 09.08.2016 mit. “Wir haben die blaue Plakette für niedrige Stickoxidemissionen jetzt erst einmal auf Eis gelegt”, sagte er den Zeitungen der Funke-Funke-Mediengruppe logoMediengruppe. Eine Verkehrsministerarbeitsgruppe werde bis zum Herbst Alternativvorschläge ausarbeiten. Diese warte man erst einmal ab. “Wir sind offen für Alternativen”, so Flasbarth. weiterlesen…

Luftverschmutzung fordert 5,5 Millionen Tote


Neue Forschungsergebnisse

Luftverschmutzung fordert ein Drittel mehr Tote, als bisher von Wissenschaftlern angenommen – jährlich sterben an ihren Folgen weltweit mehr als 5,5 Millionen Menschen. Das sagte Michael Brauer, University of British Columbia in Vancouver am 12.03.2016 im Rahmen der Jahreskonferenz der der weltgrößten Wissenschaftsvereinigung American Association for the Advancement Of Science (AAAS), in Washington. Bisher hieß es, 3,5 Millionen Todesopfer seien durch Luftverschmutzung verursacht. weiterlesen…

DUH klagte gegen Dieselstinker – erfolgreich


Dieselabgase: Deutsche Umwelthilfe startet bisher größte Klagewelle für „Saubere Luft in Deutschland“

Die DUH setzte in elf Großstädten Fahrverbote für schmutzige Dieselfahrzeuge auf dem Klageweg durch. Besonderer Fokus liegt auf dem Ausbau eines „sauberen“ ÖPNV. Schmutzige ÖPNV-Diesel-Busse müssen kurzfristig ersetzt oder nachgerüstet werden. In München, Darmstadt und Wiesbaden (Foto) leitet die DUH Zwangsvollstreckungsverfahren ein. weiterlesen…

Hendricks zieht beim Diesel Schrauben an


Neun Punkte für bessere Luft in Städten und Ballungszentren: Schärfere Kontrollen und Fahrverbote, niedrigere Grenzwerte und eine Kaufprämie für Elektroautos

Gastbeitrag von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks in der Süddeutschen Zeitung vom 14.10.2015 “Der Skandal um betrügerische Manipulationen im Abgassystem von VW-Dieselfahrzeugen rückt die Frage nach den Konsequenzen für die Luftreinhaltepolitik ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit.” So beginnt Umweltministerin Hendricks ihren Namensbeitrag mit neun Punkten, der inzwischen auch auf der Webseite das BMUB steht. Sie will mehr u. a. unabhängige Kontrollen bei Autoabgasen. Diese sollen jedoch von der Automobilindustrie bezahlt werden. weiterlesen…