Nachhaltigkeit auf europäisch

Falkenberg im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung: Deutschland vorbildlich

Nachhaltigkeit sollte auch auf europäischer Ebene ein Entscheidungskriterium sein, das dann aber auf alle Fachbereiche angewendet werden müsse. Diese Forderung erhob Karl Falkenberg*), seit 01.09.2015 Sonderberater für nachhaltige Entwicklung beim Europäischen Zentrum für politische Strategie (EPSC) der EU-Kommission, am 13.01.2016 während der Sitzung des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung. Deutschland sei durch seine institutionelle Verankerung von Nachhaltigkeit vorbildlich, so Falkenberg: „Es gibt in Deutschland in dem Bereich vielfältige Möglichkeiten, die man nach Europa mitnehmen kann“. weiterlesen…

Nachhaltig im Rückstand

Parlamentarischer Beirat für nachhaltige Entwicklung mahnt mehr Anstrengungen an

Wesentliche Ziele der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie seien (noch) nicht erreicht – ihre Umsetzung bis 2020 sei vielmehr unsicher oder fast unmöglich. Zu dieser Einschätzung gelangt der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung unter Bezug auf den Indikatorenbericht 2014 des Statistischen Bundesamtes. Eine als Unterrichtung vorgelegten Stellungnahme zum Indikatorenbericht (18/7082) nennt die Gründe dafür vielfältig und sieht dringenden Handlungsbedarf. „Nur mit erhöhten Anstrengungen kann es gelingen, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen“, schreiben die Abgeordneten. weiterlesen…

Auftragsvergabe künftig ökologisch und sozial – „Bundesregierung verpasst Chance“

Neues Gesetz regelt Vergabekriterien öffentlicher Stellen – Kritik

Künftig sollen sich Entscheidungen über Einkäufe und Aufträge der öffentlichen Hand auch am Umweltschutz und an sozialen Standards ausrichten. Das steht in einem Gesetzentwurf, der eine EU-Richtlinie umsetzt; diese – mit dem Kürzel 2014/23 – 25/EU – erklärt die Einhaltung umwelt-, sozial- und arbeitsrechtlicher Standards zum allgemein gültigen Grundsatz der Auftragsvergabe. Als Produkteigenschaften sollen auch nicht-stoffliche Merkmale und der Produktionsprozess selbst gelten. Das Gesetz (VergRModG – Bundestagsdrucksache 18/6281)  ging am 14.08.2015 an den Bundesrat (dieser hat 17 Änderungsvorschläge gemacht), soll im Dezember vom Bundestag beschlossen werden und am 18.04.2016 in Kraft treten. Eine Anhörung im Wirtschaftsausschuss verlief aufgrund der Einladungspraxis einseitig. Stellungnahme von WEED: „Bundesregierung verpasst Chance“. weiterlesen…

„Unermüdlicher Kämpfer für Nachhaltigkeit“

Internationales Symposium  zu Ehren Klaus Töpfers

Mit einem „Honorary Symposium“ wurde der aus dem Amt des IASS-Gründungsdirektors geschiedene Prof. Klaus Töpfer am 11.11.2015 im Rahmen einer  feierlichen Abendveranstaltung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften mit rund 200  hochrangigen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sowie jahrelangen Wegbegleitern wie dem Nobelpreisträger Paul Crutzen offiziell verabschiedet. Der 77-jährige ehemalige Bundesumweltminister und frühere Exekutivdirektor des Umweltprogramms der UN (UNEP) hatte die Leitung des von ihm seit 2009 aufgebauten neuartigen Instituts mit transdisziplinärem Ansatz Ende September abgegeben. weiterlesen…

Verbraucherinteressen und nachhaltiger Konsum

Nachhaltiger Konsum in Deutschland – fair, ökologisch, gemeinschaftlich verantwortlich – eine Tagung in Berlin

„Um die Verbraucher besser zu informieren und die Entwicklung nachhaltiger Konsummuster zu fördern“, erarbeitet die Bundesregierung nach eigener Aussage unter der Federführung von BMUB und BMJV derzeit ressortübergreifend ein „Nationales Programm für Nachhaltigen Konsum“. Deshalb luden beide Ministerien am 05.11.2015 Stakeholder und interessierte Öffentlichkeit zu einer Konferenz nach Berlin ein. weiterlesen…

Der Standard „wirbt“ für Nespresso

Schöner Aluminium-Schein

Mit dem seltsamen Titel „Nespresso auf dem Weg zu vollständiger CO2-Effizienz: Agroforstwirtschaftsprogramm komplettiert die Wertschöpfungskette“ samt vom Kaffeekapsel-Konzern zur Verfügung gestellter Fotostrecke lobt der österreichische Standard den umstrittenen Kaffee-Großvermarkter. Der Hinweis „Promotion – entgeltliche Einschaltung“ ist darüber in kleinstmöglicher Schrift übersehbar angebracht. Solarify schaut hinter die schöne Fassade. weiterlesen…

Suffizienz nicht Verzicht sondern Gewinn

Gerhard Scherhorn: Wachstum oder Nachhaltigkeit

Das zentrale Menschheitsproblem neben dem Klimawandel und der Armut ist der Substanzverzehr, der Verbrauch der Gemeingüter, seine Ursachen die Fixierung auf Wirtschaftswachstum und kurzfristiges Denken. Die großen Krisen der Gegenwart, wie Lehman Brothers, Massenflucht, Klimakatastrophe sind Bankrotterklärungen der Kurzfristigkeit. Die Lösung liegt im Ende der Wachstumspolitik, in einer Politik der Nachhaltigen Entwicklung. Diese lässt die nachhaltige Produktion in den Grenzen des Substanzerhalts wachsen und die nicht nachhaltige schrumpfen. Sie wird erst gelingen, wenn langfristiges Denken das kurzfristige abgelöst hat, wenn nicht immer noch mehr Wachstum, sondern Nachhaltigkeit das Ziel der Wirtschaftspolitik ist. Das erfordert eine neue Verantwortlichkeit für die Gemeingüter. Und es ist durchsetzbar, wenn die im Grundgesetz festgelegte Sozialbindung des Eigentums auf das Kapitaleigentum ausgedehnt wird. weiterlesen…

Roadshow der Nachhaltigkeitsforschung

FONA3-BMBF lud nach Bonn ein

Das 12. BMBF-Forum für Nachhaltigkeit brachte in Bonn vom 14.-16.09.2015 mehr als 500 Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu Vorträgen und Diskussionen über Stand und aktuelle Ergebnisse der Nachhaltigkeitsforschung zusammen. Als Top-Redner sprachen der ehemalige Münchner Oberbürgermeister Christian Ude und die Professoren Robert Schlögl (Fritz-Haber-Institut und CEC-Mühlheim), Wolfgang Marquardt vom Forschungszentrum Jülich sowie Jörg Hacker (Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften). Für das BMBF ergriffen Karl Eugen Huthmacher und Wilfried Kraus das Wort. weiterlesen…

UN-Agenda für Nachhaltige Entwicklung

Staatengemeinschaft setzt sich neue Ziele bei Armut und Umweltschutz – Hendricks: „Historische Entscheidung!“

Eine Mitteilung aus dem BUMB: Die Weltgemeinschaft hat sich mit der Post 2015-Agenda erstmals eine umfassende Agenda für Nachhaltige Entwicklung gesetzt. Sie wurde am am 02.08.2015 nach einer zwölftägigen Verhandlungsphase per Akklamation von allen UN-Mitgliedsstaaten angenommen. Der erfolgreiche Ausgang der Verhandlungen bildet die Grundlage für den UNO-Nachhaltigkeitsgipfel aller Staats- und Regierungschefs in diesem September, bei dem die Agenda abschließend verabschiedet wird. Die Entscheidung verschafft auch der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember eine gute Ausgangslage. weiterlesen…

Atlas der Globalisierung

„Instandbesetzung der politischen Institutionen“

„Wie können – unter Bedingungen schrumpfender Wachstumsraten – Arbeitsplätze, Renten, Bildung, medizinische Versorgung gesichert werden? Wie können die Ess- und Mobilitätsgewohnheiten einer ganzen Bevölkerung verändert werden? Wie definiert man angesichts der kommenden Rationalisierungswellen „gute Arbeit“? Diese entscheidenden Fragen stellt Mathias Greffrath im Prolog des neuen Atlas für Globalisierung von Le Monde diplomatique. weiterlesen…