Regierung klagt gegen EU-Kommission wg. Beihilfeverfahren

Die Bundesregierung hat am 28.02.2014 beim Gericht der Europäischen Union Klage gegen die Eröffnung des EU-Beihilfeverfahrens zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eingereicht, teilte das BMWi in einer Erklärung mit. Sie sei “weiterhin der festen Überzeugung, dass das System des EEG, also auch die darin enthaltenen Entlastungsregeln für stromintensive Unternehmen, keine staatliche Beihilfe darstellt und mit EU-Recht vereinbar” sei. Die Klage müsse jetzt erhoben werden, da die Klagefrist am Montag auslaufe. Sie diene “aber allein der Wahrung der Rechtsposition Deutschlands, falls es wider Erwarten nicht gelingen sollte, zu einer zielführenden Lösung im Dialog mit der EU-Kommission zu gelangen”. weiterlesen…

Afrika holt auf

US-Energie-Unternehmen baut Solarparks bis 600 MW in Ghana

Die International Solar Utilities (ISU), ein multinationales Tochterunternehmen der US-amerikanischen Sustainable Equities Group, wurde laut offizieller Webseite der ghanaischen Regierung mit einer Machbarkeitsstudie für einen Solarpark und dessen Anschluss ans nationale Stromnetz mit insgesamt 600 MW beauftragt. weiterlesen…

IEA-Studie: PV- und Windenergie überall integrierbar

Wind- und Sonnenenergie (PV) sind unabdingbar, um den zukünftigen Energiebedarf zu decken und den Stromsektor zu dekarboniseren – sagt die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem Bericht The Power of Transformation. Der Einsatz der beiden Technologien ist in den letzten Jahren rasch ausgeweitet worden – einer der wenigen Lichtblicke in einem ansonsten düsteren Bild der Fortschritte im Bereich sauberer Energien. IEA-Szenarien zeigen, dass sich dieser Trend über Jahrzehnte fortsetzen wird. Jedoch nährt die inhärente Schwankungsbreite von Wind- und Sonnenenergie Bedenken: Können Energie-Systeme bei gleichzeitigem hohen Anteil der volatilen erneuerbaren Energien zuverlässig und kostengünstig bleiben? Und wenn ja, wie? weiterlesen…

Kritik am EFI-Gutachten geht weiter

In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben enorme technologische Innovationen die erneuerbaren Energien vorangebracht. Dies belegt der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) durch hohe Effizienzsteigerungen, massive Kostenreduzierungen und eine steigende Anzahl von Patenten. Die Impulse des EEG waren an der beschleunigten Erforschung und Entwicklung der Ökoenergien wesentlich beteiligt. Der FVEE widersprach damit dem jüngsten EFI-Gutachten, das den Eindruck fehlender Innovationsleistungen im Bereich der erneuerbaren Energien erweckt. Die Grünen-Vorsitzende Simone Peters nannte die Forderung im ARD-Morgenmagazin “vollkommen absurd”. Hans-Josef Fell: “Völlig daneben”. weiterlesen…

Neuartige Materialien zur Solar-Speicherung

Wissenschaftler derOtto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) wollen neuartige Werkstoffe zur Speicherung thermischer Energie entwickeln, so eine Aussendung der Magdeburger Uni. Die interdisziplinäre Nachwuchsforschergruppe NEOTHERM um die Chemikerin Alexandra Lieb aus der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik der OVGU will künftig durch die Entwicklung neuartiger Kompositwerkstoffe ungenutzte solare Wärmeenergie und Abwärme aus der Industrie rückgewinnen und speichern. weiterlesen…

45,5 Mrd. Euro Umsatz mit Klimaschutz

Die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereiches in Deutschland erwirtschafteten 2011 einen Umsatz von rund 45,5 Milliarden Euro mit Waren und Leistungen für den Klimaschutz. Damit lagen die Umsätze der Klimaschutzbranche höher als zum Beispiel die der Pharmaindustrie, deren Betriebe im gleichen Jahr mit der Herstellung pharmazeutischer Erzeugnisse 39,8 Milliarden Euro erwirtschafteten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteile, hat der Umsatz mit Klimaschutzgütern mit 68 % den größten Anteil an den 66,9 Milliarden Euro Gesamtumsatz mit Umweltschutzgütern. weiterlesen…

Climate Engineering: Geringes Potenzial, große Nebenwirkungen

Angesichts steigender Treibhausgasemissionen sind immer häufiger Vorschläge zu hören, die Auswirkungen des Klimawandels mit großtechnischen Eingriffen ins Erdsystem zu begrenzen. Forscher des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel haben jetzt mit Computersimulationen die globalen Langzeitfolgen von verschiedenen sogenannten „Climate weiterlesen…

Offshore-Parks als Orkan-Bremser?

Orkane verursachen weltweit immer häufiger Schäden an vielen Küstengebieten. Offshore-Wind-Turbinen können rund um die Uhr saubere Elektrizität zur Verfügung stellen, aber können sie auch Orkan-Schäden lindern und selbst unbeschädigt bleiben? Eine im Fachmagazin “Nature Climate Change” veröffentlichte Studie bejaht dies, indem sie hierzu ein fortgeschrittenes Klima-Wetter-Computermodell verwendet, das den Energieentzug von Windturbinen untersucht. weiterlesen…

Kontroverse um EEG-Abschaffungs-Forderung

Die vom BMBF zur Beratung der Bundesregierung berufene “Expertenkommission Forschung und Innovation” hat in ihrem Jahresgutachten 2014 eine vollständige Abschaffung des EEG gefordert. Denn das Gesetz sei weder kosteneffizientes Instrument für den Klimaschutz, noch entfalte es nachweisbare Innovationswirkung: “Eine Fortführung des EEG ist nach Ansicht der Expertenkommission daher weder aus Klimaschutzgründen noch durch positive Innovationswirkungen zu rechtfertigen.” Das Gutachten wurde am 26.02.2014 an Bundeskanzlerin Merkel übergeben. Solarify dokumentiert den Text und zitiert Lob und Tadel dafür. Schließlich zerpflückt Claudia Kemfert die Argumente des Jahresgutachtens. weiterlesen…

Weimarer Dreieck pro Klima

Deutschland, Frankreich und Polen wollen ihre Zusammenarbeit im Klimaschutz verstärken, damit es auf der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 zur Verabschiedung eines rechtlich verbindlichen Protokolls zum Schutz des Klimas kommt. Zu diesem Zweck wolle man gemeinsam sicherstellen, dass die Europäische Union rechtzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz für die Zeit nach 2020 vorlegt, der im Einklang mit dem globalen 2-Grad-Ziel stehe, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung zum Abschluss des Treffens der Umweltminister der drei Länder. Umweltministerin Barbara Hendricks hatte ihre Kollegen Martin (Frankreich) und Grabowski (Polen) zum zweiten Treffen im Rahmen des Formats „Weimarer Dreieck“ nach Berlin eingeladen. weiterlesen…