Fast 9 Mrd. t mehr CO2 durch El Niño

Verstärkte Freisetzung erstmalig mit Satellitendaten quantifiziert – dürre-geschwächte Vegetation nahm weniger CO2 auf

Das Klimaphänomen El Niño sucht durchschnittlich alle vier Jahre den Pazifik heim. Dann wird die ohnehin schon ansteigende Menge an Treibhausgasen wie CO2 in der Atmosphäre zusätzlich erhöht. Wissenschaftler ermittelten nun laut einer gemeinsamen Pressemeldung der Max-Planck-Institute für Chemie und für Biogeochemie anhand von Satellitendaten und Bodenmessstationen, dass in den Jahren 2015/2016 durch den El Niño-Effekt 8,8 Mrd. t CO2 zusätzlich in die Atmosphäre gelangten. Diese Menge entspreche etwa einem Viertel aller jährlichen anthropogenen Kohlendioxidemissionen. Als ursächlich sehen die Forscher die durch El Niño ausgelöste Dürre auf der Südhalbkugel der Erde an, wodurch die Vegetation geschwächt werde und weniger CO2 aufnehmen könne als gewöhnlich. weiterlesen…

Irrweg Geoengineering

12.10.2017 – mit freundlicher Genehmigung von Barbara Unmüßig, project-syndicate.org

Während die Welt sich schwertut, die Emissionen klimaschädlicher Gase zu reduzieren und die Erderwärmung zu begrenzen, gewinnt derzeit eine neue technologische Wunderwaffe an Unterstützung. Geoengineering – die großmaßstäbliche Manipulation von Klima- und Erdsystemen – wird als Lösung propagiert, mit der man dem Klimawandel entgegentreten könne. Ein Kommentar auf project-syndicate.org weiterlesen…

Carbon Dioxide Removal (CDR)

Carbon Dioxide Removal (CDR) ist eine der Technologien zur Bekämpfung der Hauptursache des anthropogenen Klimawandels beim Climate Engineering (gezielte großskalige technische Maßnahmen, um unser Klimasystem zu beeinflussen). Damit soll die CO2-Konzentration in der Atmosphäre aktiv verringert werden. Durch biologische, chemische oder physikalische Prozesse würde CO2 der Atmosphäre entzogen und durch den Ozean oder die terrestrische Biosphäre aufgenommen bzw. direkt geologisch gespeichert werden. weiterlesen…

Munich Re steigt bei Elon Musks Rohrpost-Zug ein

Revolution der Mobilität? Rückversicherer investiert in Hyperloop-Technik

Von Berlin nach München in nur einer halben Stunde – Tesla-Chef und SpaceX-Mitgründer Elon Musk hat bereits vor drei Jahren (Solarify berichtete) seine Pläne für den Hyperloop enthüllt, ein schnelles, nachhaltiges und kostengünstiges elektrisches Bahn-System, ohne Schienen, mit Luftkissen-Technik und Sonnenkollektoren. Henning Peitsmeier dazu in der FAZ: „Die Investoren stehen Schlange. Jetzt hat sogar die Munich Re ein eigenes Hyperloop-Team aufgebaut.“ Ein Österreicher hatte kurz zuvor ein ganz ähnliches Transportsystem vorgestellt: TubeWay (s.a.: solarify.eu/tubeway). weiterlesen…

Neu­artiger topo­lo­gischer Phasen­über­gang

Elektrische Polarisation lässt sich durch äußeres Feld um­schalten

Physiker des HZB haben an BESSY II topologische Isolatoren untersucht – Materialien, die an ihren Ober­flächen sehr gut Strom leiten, während sie sich im Innern wie Iso­la­toren verhalten. Dabei entdeckten sie einer Medienmitteilung zufolge einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. weiterlesen…

Verbraucher wollen Strom sparen, um die Umwelt zu schützen

Greenpeace Energy startet neues Effizienzangebot

Drei von vier Deutschen möchten ihren Stromverbrauch senken und Energie einsparen. Dabei ist das Motiv, einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten, ebenso wichtig wie das Schonen der eigenen Haushaltskasse. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Online-Umfrage im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy. 78 Prozent der Befragten würden gerne Strom sparen, um Kosten zu senken. Fast ebenso viele (76 Prozent) denken gleichzeitig an das Klima und möchten ihren Stromverbrauch reduzieren, um die Umwelt zu schützen. weiterlesen…

Flüsse tragen Plastikmüll ins Meer

UFZ-Forscher zeigen: Große Flusssysteme sind hauptverantwortlich für Plastikverschmutzung der Ozeane

Jedes Jahr gelangen Millionen Tonnen Plastikmüll ins Meer – ein globales Umweltproblem mit nicht abzusehenden ökologischen Folgen. Um den Plastikeintrag reduzieren zu können, muss klar sein, über welchen Weg das Plastik ins Meer kommt. Bisher war darüber nur wenig bekannt. Dem ist nun ein interdisziplinäres Forscherteam unter Leitung des UFZ nachgegangen. Es konnte zeigen, dass Plastikmüll vor allem über große Flüsse ins Meer eingetragen wird. Publiziert sind die Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Environmental Science & Technology. weiterlesen…

COP23: Weltgemeinschaft auch nach US-Ankündigung engagiert

PreCOP erfolgreich abgeschlossen – Flasbarth: „Welt kann sich auf ambitionierte Weltklimakonferenz freuen“

Ab dem 06.11.2017 kommen Delegierte aus 197 Nationen in Bonn zusammen, um unter der Präsidentschaft der Republik Fidschi bei der 23. UN-Klimakonferenz (COP23), die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens zu verhandeln. Deutschland unterstützt den Inselstaat als technischer Gastgeber. Auf Einladung des Premierministers der Republik Fidschi, Frank Bainimarama, fand vom 17.-18.10.2017 die so genannte PreCOP statt, das Vorbereitungstreffen für die Weltklimakonferenz. Fast 300 Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 60 Ländern, Internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft kamen dazu in Nadi auf Viti Levu, der Hauptinsel der Fidschi, zusammen. weiterlesen…

Mittelstand braucht Zugang zur Spitzenforschung

acatech-Festveranstaltung 2017

Die acatech-Festveranstaltung 2017 im Berliner Konzerthaus war dem Mittelstand gewidmet. acatech-Präsident Henning Kagermann bot einen Ausblick auf kommende innovationspolitische Themen. Ein Leitgedanke: Der deutsche Mittelstand braucht mehr partnerschaftliche Kooperation von Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. Besonders kleine und mittlere Unternehmen müssten besseren Zugang zur Spitzenforschung bekommen. Diesen Gedanken von Ex-Forschungsminister Heinz Riesenhuber nahm Dieter Spath auf und forderte eine Innovationsoffensive für den Mittelstand. weiterlesen…

Vorschau auf COP23

Weltklimakonferenz in Bonn: Landesregierung und BMUB zeigen Klimaschutz-Lösungen „made in NRW“

Im November blickt die Welt nach Bonn. Unter der Präsidentschaft der Republik Fidschi und mit Unterstützung des Bundes und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen findet die Weltklimakonferenz COP23 in Bonn statt. Über 20.000 internationale Vertreterinnen und Vertreter aus Diplomatie, Politik und Zivilgesellschaft werden hierzu erwartet – so eine gemeinsame Pressemitteilung des BMUB mit der Landesregierung Nordrhein-Westfalen. weiterlesen…