8,3 Milliarden Tonnen Plastik


Forscher errechneten, wie viel Plastik jemals produziert wurde – Science Advances-Artikel über Produktion, Gebrauch und Schicksal aller Kunststoffe, die je hergestellt wurden

Eine Welt ohne Kunststoffe oder synthetische organische Polymere scheint heute unvorstellbar, doch ihre Großproduktion und ihr Gebrauch begann erst 1950. Obwohl die ersten synthetischen Kunststoffe, wie Bakelit, im frühen 20. Jahrhundert aufkamen, kam es erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer weit verbreiteten Verwendung von Kunststoffen außerhalb des Militärs. 1953 schuf die Polymerisation von Ethylen unter niedrigem Druck die Voraussetzung für die industrielle Herstellung von Polyethylen. Bis heute sind 8,3 Mrd t produziert worden – 80 Prozent davon landeten im Müll oder der Umwelt. Das haben US-Forscher jetzt in Science Advances veröffentlicht. weiterlesen…

LED-Farbe einstellbar

„Das präzise Leuchten“

So überschreibt eine Medienmitteilung der Münchner Universität eine neue Methode für die Farbe von LEDs. Welche Farbe nämlich eine LED hat, lässt sich einstellen – unter anderem über die Größe ihrer Halbleiter-Kristalle. Wie das auf den Nanometer genau preisgünstig und industrietauglich möglich ist, zeigt ein Forscherteam der Ludwigs-Maximilians-Universität München und der Johannes-Kepler-Universität Linz. Der Artikel wurde in Science Advances veröffentlicht. weiterlesen…

Elektromobilität: Masterplan für Schnelllade-Tankstellen

Tool für bedarfsgerechten Ausbau der Schnelllade-Infrastruktur

Ein bedarfsgerechtes Netz an Ladesäulen ist ein wichtiger Schlüssel für die Akzeptanz von Elektromobilität. Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI haben für die Region Stuttgart ein Geoinformations-Tool für die Analyse von Standorten für Schnellladestationen entwickelt. Wie das KIT mit Pressemitteilung 110/2017 mitteilt, berücksichtigt das Planungswerkzeug unter anderem die Erreichbarkeit der Stationen, prognostiziert den Ladebedarf und lässt sich an unterschiedliche Rahmenbedingungen anpassen. weiterlesen…

Erdwärme – Vorräte und Fündigkeit

Wärmewende braucht Geothermie

Die Energiewende bringt naturgemäß die Wärme-Wende mit sich, denn etwa die Hälfte des deutschen Energiebedarfs betrifft die Heizung von Gebäuden oder Prozesswärme. Das ist Grund genug, sich auch zukünftig der tiefen Erdwärme zuzuwenden. Das Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik (LIAG) hat mit seinem Forschungsprojekt „Play Type“ ein international ausgerichtetes, anwendungsnahes Vorhaben gestartet, mit dem erstmalig eine Typisierung geothermischer Ressourcen nach dem Konzept „Fündigkeitstyp“ (Play Type) erfolgen soll. weiterlesen…

EEG-Konto 4,23 Mrd. plus


Wie erwartet, leicht gefallen

Im Juli überstiegen die Ausgaben zwar die Einnahmen um knapp 647 Millionen Euro. Dennoch lagen auf dem von den vier deutschen Übertragungsnetz-Betreibern geführten EEG-Umlagenkonto am 31.07.2017 rund 4,23 Milliarden Euro (Juni 4,87, Mai 5,13 Mrd.). Damit ist der Überschuss zum dritten Mal in Folge gesunken, wie aus der am Montag aktualisierten Statistik der Übertragungsnetzbetreiber hervorgeht – aus der Sandra Enkhardt in pv magazine zitiert. weiterlesen…

95 Prozent der Deutschen wollen mehr Erneuerbare Energien

Wichtigste Gründe: Zukunftssicherheit und Klimaschutz

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist für eine überwältigende Mehrheit der Deutschen ein wichtiges Anliegen. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). So bewerteten 95 Prozent der Befragten den Ausbau der Erneuerbaren als wichtig bis außerordentlich wichtig, wie die Presseabteilung der AEE am 08.07.2017 mitteilte. weiterlesen…

Lässt Trump unbequemen Klimareport verschwinden?

Regierungsbericht sieht drastische Auswirkungen des Klimawandels auf USA

Der New York Times-Autorin Lisa Friedman folgend kommt ein Berichtsentwurf von Regierungswissenschaftlern zu dem Schluss, dass die Amerikaner die Auswirkungen des Klimawandels bereits jetzt zu spüren bekommen. Demnach ist die die durchschnittliche Temperatur in den Vereinigten Staaten seit 1980 rasch und drastisch gestiegen, und die vergangenen Jahrzehnte waren die wärmsten der letzten 1.500 Jahre, so der ausführliche Klimawandelbericht des Bundes, der auf die Genehmigung durch die Trump-Regierung wartet. Viele Forscher fürchten jedoch, Trump werde den Bericht unterdrücken (lassen). Jeffrey Sachs: „Dummheit, Kurzsichtigkeit und Korruption der Regierung“. weiterlesen…

CO2-Emissionen legen im ersten Halbjahr 2017 zu

Ohne „Sofortprogramm Klimaschutz“ wird das Klimaschutzziel 2020 deutlich verfehlt

Im ersten Halbjahr 2017 sind die energiebedingten CO2-Emissionen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um knapp 5 Millionen Tonnen auf 428 Millionen Tonnen gestiegen (plus 1,2 Prozent). Das haben die beiden Think Tanks Agora Energiewende und Agora Verkehrswende auf der Grundlage der Halbjahresstatistik der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen zur Entwicklung des Energieverbrauchs in Deutschland ermittelt. Auch für das Gesamtjahr 2017 erwarten die beiden Denkfabriken – laut gemeinsemer Pressemitteilung vom 07.08.2017 – einen Emissionsanstieg. weiterlesen…

Regenwald schon vor 45.000 Jahren brandgerodet

Schon immer „bewohnt“

Entgegen den bisherigen Vorstellungen von Tropenwäldern als „grünen Wüsten”, die sich als Lebensraum für den Menschen nicht eignen, weiß man heute, dass die Besiedlung und Veränderungen dieses Lebensraumes mindestens 45.000 Jahre zurückreicht. Die erste umfassende Studie über die globalen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Tropenwälder zeigt, dass menschliche Eingriffe diese Wälder schon so lange verändern. Das ist das Ergebnis einer gemeinsam mit drei europäischen Partner-Instituten von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte (SHH-MPG) verfassten Studie. weiterlesen…