US-Bürgermeister contra Trump

Setzen Engagement zur Verringerung der Treibhausgasemissionen fort – gemeinsame Erklärung

William Peduto, Bürgermeister von Pittsburgh, reagierte empört auf Präsident Trumps Satz, er sei gegen das Weltklimaabkommen, denn er stehe für Pittsburgh und nicht für Paris – und er konterte öffentlich: „Ich bin entsetzt, dass der Präsident meine Stadt dazu benutzt hat, um seine unannehmbare Entscheidung zu rechtfertigen, genau so wie es die meisten Bürger von Pittsburgh sind. Ich war einer der Bürgermeister, die in Paris dabei waren, um für die Vereinbarungen zu kämpfen, und meine Stadt, die endlich nach Jahrzehnten von Problemen durch industriellen Niedergang wieder saubere Luft hat, wird alles tun, um ihre eigenen Umweltstandards zu befördern.“ weiterlesen…

Trumps Entscheidung ein Non-Event

Erneuerbarer Sektor wird Trump übertrumpfen
Bridge-to-India zur Entscheidung des US-Präsidenten

Der Erneuerbare-Energien-Bereich werde Trump übertrumpfen („trump“), überschreibt das Internet-Portal Bridge-to-India einen Text, der auch für andere Länder stehen könnte: Trumps Entscheidung, aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten, ist demnach überbewertet worden – zumindest international, für Indien auf jeden Fall. Innerhalb der USA gebe es bereits genug (positiv zu wertenden) Widerstand. weiterlesen…

5. Juni: Weltumwelttag

Daten zur Umwelt 2017: Mehr Engagement für den Klimaschutz nötig

Stau auf A9 - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyZum Weltumwelttag am 05.06.2017 zeigte das Umweltbundesamt (UBA) mit den „Daten zur Umwelt 2017“ eine Gesamtschau auf alle Umweltbereiche und plädierte für ein noch stärkeres Engagement Deutschlands für den Klimaschutz. In allen Sektoren müssten die Emissionen sinken, wenn das Klima nachhaltig geschützt werden solle, so das UBA. weiterlesen…

VW will DUH kleinkriegen

Abgas-Poker: Volkswagen nutzt immer noch Abschaltsoftware – Streitwert eine Million

Es hat absurde Züge und erinnert an die Klagepraktiken eines Donald Trump: Der hat in seinen 3.500 Prozessen den Streitwert jeweils so hochtreiben lassen, dass die Anwaltsgebühren die Gegner überforderten. So jetzt auch die Volkswagen AG: Deren Anwälte haben den Streitwert in einem Verfahren gegen einer DUH-Medienmitteilung über die betrügerischen Abschalteinrichtungen auf eine Million Euro getrieben und bringen die Deutsche Umwelthilfe damit in Existenznot: Bereits jetzt liegen die Anwaltskosten bei mehr als 100.000 Euro. Dabei legte das Klageverfahren unfreiwillig offen, dass VW in seinen Betrugs-Dieseln selbst nach den Software-Updates weiterhin Abschalteinrichtungen nutzt. weiterlesen…

Originalmeldung aus dem Weißen Haus samt Faktencheck

Präsident Trump kündigt Rückzug aus Pariser Klimaabkommen an
(01.06.2017, 17:51 Uhr Eastern Time)

Sofort nach Trumps Ansprache im Rosengarten des Weißen Hauses vor handverlesenen Claqueuren fingen die Faktenchecker an und nahmen seine Äußerungen unter die Lupe – sie wurden fündig. Fast keine seiner Behauptungen hält einer Nachprüfung stand. Solarify dokumentiert die Trump-Erklärung in Übersetzung und Original, samt Propaganda auf der Internetseite des Weißen Hauses plus Faktenchek. (Übersetzung: Gerhard Hofmann) weiterlesen…

„Macron hat Fortune“

Hat Frankreichs Astronaut gesehen, wie sich die Sterne ausrichteten?
Von Georgi Gotev, EurActiv

Frankreich spielte seine Karten gut. Donald Trumps Ankündigung, dass er die Pariser Klimavereinbarung abservieren werde, kam nicht unerwartet. Und Emmanuel Macron ergriff die Gelegenheit, sich als neue globale Führungspersönlichkeit zu positionieren. weiterlesen…

Abgasskandal – Audi am Pranger

CEO Stadler im Zwielicht

Bereits am 27.09.2016 veröffentlichte Solarify einen Bericht über Audi unter dem Titel „Audi Mutter des Abgas-Betrugs“ (solarify.eu/audi-mutter-des-abgas-betrugs). Danach hat der Ingolstädter Autoriese entgegen bisherigen Angaben offenbar über Jahre hinweg bei eigenen Dieselfahrzeugen gezielt eine Manipulationssoftware eingesetzt, um die Abgas-Grenzwerte in den USA einhalten zu können, schreibt der Rechercheverbund aus Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR laut n-tv. Die betrügerische Software sei in den Dreiliter-Motoren eingesetzt worden. Nun – ganze neun Monate später – hat sich der Verkehrsminister von Audi abgewandt, und Audi-Chef Stadler reagierte unangemessen. weiterlesen…

Die Welt einig im Klimaschutz

Reaktionen und Pressestimmen nach Trump-Ausstieg – Braungart: „Ich kann dem durchaus Gutes abgewinnen“

Einhellige Enttäuschung und Ablehnung sind die Reaktionen weltweit auf Trumps Klima-Ausstieg. Nur wenige sehen auch Chancen – der Chemiker Michael Braungart etwa. Die größte Sorge ist die globale Verunsicherung, welche Abkommen nun noch verlässlich sind, und welche Nachahmer, bzw. Trittbrettfahrer Trump finden wird. weiterlesen…

Unions-Rechte gegen deutsche Klimaziele

Sogenannter „Berliner Kreis“ attackiert Merkels Klimakurs

Kampfansage aus der eigenen Partei von rechts an Merkel: Kaum hat sie sich mit dem Oberbayern Seehofer öffentlich geeinigt, fordert jetzt der sogenannte „Berliner Kreis“ zwei Tage nach Trumps Klimaausstieg die „moralische Erpressung“ durch die Klimaforschung zu beenden und sich „von deutschen Sonderzielen“ bei der Bekämpfung der Treibhausgase zu verabschieden. Die Unions-Rechten bestreiten laut ARD-Hauptstadtstudio eine „solitäre Rolle des Treibhauseffektes“ bei der Erderwärmung – und fordern eine Klima- Kehrtwende von der Kanzlerin – schreibt ARD-Korrespondent Arnd Henze. weiterlesen…

Donald allein zu Haus


Trump schadet den USA

Noch nie habe ein US-Präsident so mit sich umspringen lassen müssen, bemerkte jüngst ein Kommentator, und es mutet grotesk an, dass die laut Umfragen meistgewählte Titulierung des US-Präsidenten „Idiot“ sei; das wäre nicht so schlimm, wenn er nicht genau so handelte. Denn der Immobilienmilliardär fügt nicht nur seinem Land Schaden zu (Amerika wird Experten zufolge nicht „great“ werden, eher das Gegenteil), sondern der ganzen Welt, wenn auch der amerikanische „Beitrag“ zur Klimaerwärmung ganze 0,3 Grad ausmacht. Denn es geht nicht nur ums Klima, sondern um die komplette internationale Umwelt- und Entwicklungs-Zusammenarbeit, um die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) etwa, um den Kampf gegen Hunger, Armut und Krankheiten, gegen den Verlust der Böden und der Regenwälder – oder gegen die Plastiktüten-Überflutung der Weltmeere.
Die Klimaskepsis vieler Amerikaner ist in Europa oft unterschätzt worden, ebenso wie der antidarwinistische Kreationismus (Trumps Vize Pence glaubt, dass Gott in sieben Tagen die Welt erschaffen hat und lehnt die Evolution ab). Viele Amerikaner glauben fest daran, sie seien auserwählt (ein Viertel ist überzeugt, einmal ein Erleuchtungserlebnis gehabt zu haben), das bedeutet für sie, wir könnten uns sorglos die Erde „untertan“ machen, denn der liebe Gott habe sie so erschaffen, dass wir sie gar nicht kaputt machen könnten.
Der lediglich von einem Viertel der Amerikaner gewählte Trump will verhindern, dass die Welt über Amerika lacht. Das ist ihm gelungen – allerdings lacht die Welt über ihn – wenn auch ein eher irres Lachen (Franz Alt: „moralisch bankrott“). Die ständig zitierte Floskel „Entscheidung der USA“ ist unzutreffend: Es war und müsste heißen „die Entscheidung Trumps“. Die hat ihn allerdings einsam gemacht. Damit ihm das nicht bewusst wird, halten seine Speichellecker ihm Augen und Ohren zu – seine Aufnahmefähigkeit gilt ohnehin als stark begrenzt. Falls Prozesshansel Trump (er war laut USA Today in 30 Jahren in 3.500 Prozesse verwickelt) sich in seiner Dreier-Koalition (mit Syrien und Nicaragua, letzterem ging COP21 nicht weit genug) einmal umschaut, ist sein Amerika lediglich im Vergleich mit den anderen beiden Zwergen „great again“… weiterlesen…