Empa: biologisch abbaubare Batterie – ein ökologisches Wunder

Neuer Mini-Kondensator besteht lediglich aus Kohlenstoff, Zellulose, Glycerin und Kochsalz

Die Anzahl der Daten sendenden Mikrogeräte, etwa bei Verpackungen und Transportlogistik, nimmt stark zu. Alle diese Geräte brauchen Energie, die dafür notwendige Menge an Batterien würde die Umwelt enorm belasten. Xavier Aeby und Gustav Nyström von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben nun eine komplett gedruckte, biologisch abbaubare Batterie entwickelt, einen kompostierbaren Mini-Kondensator, der das Problem lösen kann. Er besteht lediglich aus Kohlenstoff, Zellulose, Glycerin und Kochsalz – und er funktioniert zuverlässig. (Foto: 3D-Drucker druckt Elekrolyt-Schicht auf – Screenshot © empa.ch (open access)) weiterlesen…

3x billige Katalysatoren

Chemiker der RUDN Universität fanden Ersatzweg

Chemiker der russischen Universität der Völkerfreundschaft RUDN haben einen neuen Weg zur Synthese von Katalysatoren für die Umwandlung von Ethylalkohol gefunden. Die erhaltenen Materialien sind vielversprechende Katalysatoren für die selektive Umwandlung von Ethanol. Die Ergebnisse der Studie sind in Catalysis Today veröffentlicht worden. Eine andere Gruppe synthetisierte zwei heterometallische Cluster mit fast 100 % Effizienz – mögliche Katalysatoren für Pharmazie, Herstellung von Polymeren und andere Zweige der chemischen Industrie. Eine dritte (internationale) Gruppe hatte bereits im vergangenen Oktober in amorphem Titanoxid einen weiteren Kat-Ersatz gefunden. (Grafik: Katalysator für Umwandlung in Acetaldehyd – © RUDN Universitäteurekalert.org, freie Verwendung) weiterlesen…

Was Erdgas wirklich kostet

Roadmap für den fossilen Gasausstieg im Wärmesektor

Eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag der Elektrizitätswerke Schönau (EWS) zeigt: Die Verbrennung von Erdgas zur Wärmeerzeugung ist weit klimaschädlicher als vielfach angenommen. Die regenerative Wärmewende ist möglich, braucht aber unterschiedliche Wege und Technologien. Das FÖS hat die Klimakosten des im Gebäudesektor verbrauchten Erdgases quantifizieren lassen – inklusive der Methanleckagen in den Lieferketten. Wie der fossile Gasausstieg im Gebäudesektor konkret gelingen kann, wird anhand einer Roadmap dargestellt. Diese sieht einen Mix aus Preisinstrumenten, Ordnungs- und Planungsrecht vor und kann bis spätestens 2026 umgesetzt werden. (Bild: Titel der Untersuchung „Was Erdgas wirklich kostet“ – © EWS_FOES) weiterlesen…

Wenig Aufbruch für Energiewende in Wahlprogrammen

Ein bisschen mehr bei Grünen und Linken – kaum etwas von FDP und SPD

Am 26. September stehen Bundestagswahlen an. Der Wahlkampf ist bereits in vollem Gange, auch wenn längst nicht alle Parteien dafür ein abschließendes Programm beschlossen oder veröffentlicht haben. Die Reiner-Lemoine-Stiftung (RLS) hat die bislang veröffentlichten Wahlkampfprogramme der Parteien auf ihre Tauglichkeit für den Aufbruch in ein erneuerbares Energiesystem analysiert. Bei Grünen und Linken finden sich einige viel versprechende Ansätze dafür, bei den restlichen Parteien eher weniger, vorbei die Union noch nicht einmal einen Entwurf veröffentlicht hat – so Sandra Enkhardt am 09.06.2021 auf pv magazine. (Bild: RLS-Analyse der Wahlprogramme – Titel – RLSCC-BY-4.0) weiterlesen…

Klimaschutzgesetz: Rede von Svenja Schulze

Novelle nach Karlsruher Urteil

Die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze, hat vor dem Plenum des Deutschen Bundestags am 10. Juni 2021 in Berlin eine Rede zur Einbringung des neuen Klimaschutzgesetzes gehalten. Die Novelle war nötig geworden, weil das Verfassungsgericht das Klimaschutzgesetz am 29.04.2021 gekippt hatte. Schulze nannte die Novelle „ein Angebot an die junge Generation“ – sie stehe „für mehr Klimaschutz, für mehr langfristige Planbarkeit und Verlässlichkeit, und vor allem ein Gesetz, das den sozialen Ausgleich organisiert“. Solarify dokumentiert. (Bild: Weltweite ‚Warming Stripes‘ – 1850-2020-MO – © Ed Hawkins, climate-lab-book.ac.uk, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…

Merkelrede zu 20 Jahre RNE

Wir leben weltweit auf Kosten jüngerer und künftiger Generationen.“

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hielt aus Anlass der 20. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 08.06.2021 eine Rede als Videobotschaft. Sie fragte, warum „wir zu sehr im Heute und für das Heute leben, warum die Menschheit so sehr von der Substanz zehrt und warum sie zu wenig auch an morgen denkt“. Wir müssten eigene Verhaltensweisen infrage stellen. Denn das stehe am Anfang aller Anstrengungen, wenn wir das Prinzip der Nachhaltigkeit wirklich ernst nähmen. Aber: „Was wir bisher tun, reicht schlichtweg nicht aus.“ Solarify dokumentiert und fügt Zwischentitel ein. weiterlesen…

RWE ausgezeichnet mit „Goldenem Geier 2021″ und als „Corporate Brand of the Year“

Einmal für „Dreisteste Umweltlüge des Jahres“ und für „Marke des Jahres“

Zwei ambivalente Auszeichnungen für den Energiegiganten: Der Markenauftritt des Unternehmens wurde mit dem Award „Best of Best“ in der Kategorie „Corporate Brand of the Year“ RWE hat beim German Brand Award 2021 die höchste Auszeichnung erhalten. ausgezeichnet. Von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bekam RWE als „dreistester Umweltlügner“ des Jahres den Schmähpreis „Goldener Geier“ zugedacht. RWE habe zu Unrecht behauptet, „schon heute ist der größte Teil unseres Kerngeschäfts grüner Strom“. (Fotos: RWE-Ladesäule © Gerhard Hofmann; RWE-Kohlekraftwerk Niederaußem (2016) – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

Hohe Ausbeuten, milde Reaktionsbedingungen, neue Produkteigenschaften

Grüne Chemie mit nachwachsenden Rohstoffen

Das BMEL hat über seinen Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) drei Vorhaben im Bereich „Grüne Chemie mit nachwachsenden Rohstoffen“ mit vielversprechenden Ergebnissen gefördert. In den Projekten wurden Verfahren zur Gewinnung von Fettnitrilen, Acrylnitrilen und Polyamiden entwickelt – drei Verbindungen, die als chemische Vorprodukte, als Textilfasern bzw. als Werkstoffe wirtschaftliche Bedeutung haben. weiterlesen…

Mit dem Mikroskop zur langlebigen Festkörperbatterie

Nanoskalige Schichten an Grenzflächen können zur Stabilisierung beitragen

Festkörperbatterien könnten künftig zur Alternative für Lithiumbatterien werden und Elektroautos zu längeren Reichweiten verhelfen. Doch derzeit sind sie noch nicht langlebig genug. Die Ionen in einer Festkörperbatterie müssen mehrere Materialgrenzen überwinden, was diverse Nachteile mit sich bringt. Ein Team des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft, der TU München und des Forschungszentrum Jülich veröffentlichte jedoch am 02.06.2021 auf der FHI-Webseite und in Advanced Energy Materials, dass bestimmte nanoskalige Schichten an den Grenzflächen sogar zur Stabilisierung der Batterien beitragen können. weiterlesen…

Wie sieht eine europäische Ladeinfrastruktur für E-Lkw aus?

30.000 aggregierte Haltestandorte und Logistikaktivitäten von rund 400.000 Lkw untersucht

Batterieelektrische Lkw können einen großen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Verkehr leisten – da sie jedoch meist lange Strecken zurücklegen, wird in ganz Europa ein dichtes Ladeinfrastrukturnetz gebraucht, um ihrer begrenzten Reichweite zu begegnen. In diesem Kontext analysiert eine am 09.06.2021 veröffentlichten Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI, die im Auftrag des europäischen Automobilherstellerverbandes erstellt wurde, mögliche Ladepunkte für E-Lkw in Europa. weiterlesen…