Energieeffizientes Bauen stärker gefördert

Neuerungen im KfW-Programm zum 1. April 2016

Am 01.04.2016 erneuert die KfW das Programm „Energieeffizient Bauen“ und stockt den Förderhöchstbetrag für Bauherren auf, teilt das BMWi mit. Zudem wird ein neuer KfW-Effizienzhausstandard eingeführt. Dieses Programm ist Teil des durch das BMWi geförderten CO2-Gebäudesanierungsprogramms. Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) wurden die Mittel für das Programm bis 2018 auf jährlich 2 Mrd. Euro aufgestockt.
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„Kein vorauseilender Gehorsam!“

Was bedeutet das BGH-Urteil zum Anlagenbegriff für die Betreiber?

Interview mit Rechtsanwältin Magarete von Oppen – mit freundlicher Genehmigung von Solarpraxis

Am 04.12.2015 hat der Bundesgerichtshof (BGH) anlässlich einer Entscheidung über eine „mobile Inbetriebnahme“ (Inbetriebnahme auf provisorischen Gestellen in einer Halle mittels Glühlampentest) den Anlagenbegriff zum Entsetzen der Branche neu definiert. Anlage sei die nach der Konzeption eines vernünftigen Anlagenbetreibers errichtete Gesamtinstallation an dem dafür vorgesehenen Standort, einschließlich der Gestelltechnik. weiterlesen…

Energiewende – Geschichte

Mehrere Väter: Amory Lovins und die „sanfte Energie“ – Peter Hennicke und Stefan Kohler

Es war der am 17.03.2016 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrte amerikanische Physiker Amory B. Lovins, der 1976 nachwies, dass regenerative Energiequellen tatsächlich in der Lage wären, ganze Industrienationen mit Energie versorgen konnten – mit dem Aufsatz „Energy Strategy: The Road not Taken?“ in Foreign Affairs (Oktober 1976). 1980 erschien die Studie des Freiburger Öko-Instituts Energiewende. Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran (S. Fischer Verlag 1980), sie zeigte, dass auch in Deutschland mit verbesserter Energieeffizienz der Verbrauch gesenkt werden, und dass dieser geringere Verbrauch durch heimische Kohle (noch war keine Rede vom Klimawandel) und Erneuerbare Energien gedeckt werden könnte. Die Autoren waren Florentin Krause, Hartmut Bossel und Karl-Friedrich Müller-Reißmann – sie hatten den 1977 von Lovins für die USA vorgestellten „sanften“ Enrgieversorgungs-Pfad übersetzt, auf Deutschland übertragen – „Energiewende“. weiterlesen…

„Alice, der Klimawandel und die Katze Zeta“

Ein Märchen über die Wahrheit – von Margret Boysen

PIK-Potsdam Foto © pik-potsdam.de_instituteBeim Schulausflug auf den Potsdamer Telegrafenberg läuft Alice einem weißen Kaninchen hinterher – und rutscht in den Lüftungsschacht des Supercomputers eines Klimaforschungs-Instituts. Es folgt eine Reise durch die virtuelle Welt der Rechenmodelle, vom tropischen Regenwald bis ins stille Eis der Antarktis. So ungewöhnlich beginnt eine neue Veröffentlichung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, frei nach Lewis Carrolls philosophischem Kinderbuchklassiker „Alice im Wunderland“. Mehr als 50 Wissenschaftler des Hauses lieferten Hintergründe und Expertisen für das jetzt auf der Buchmesse Leipzig vorgestellte und im Buchhandel erhältliche Werk von Margret Boysen.
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Englischer Reiseführer durch deutsche Energiewende

„Germany – Experience Re-newable Energy“

Die deutsche Energiewende auf Englisch erleben und verstehen: Dafür gibt es jetzt den Reiseführer „Germany – Experience Renewable Energy“. Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) bringt den Reiseführer mit Förderung des Auswärtigen Amtes pünktlich zur am 17.03.2016 beginnenden Konferenz Berlin Energy Transition Dialogue heraus. weiterlesen…

acatech: Problemfeld Technik und Öffentlichkeit

Beispiel Künstliche Fotosynthese: Wie kommen neue Technologien frühzeitig in die öffentliche Diskussion?

Die Künstliche Fotosynthese könnte zu einer der wichtigsten regenerativen Energiequellen werden. Doch wie reagiert die Bevölkerung darauf und auf den möglichen Einsatz von Schwermetall-Katalysatoren und Gentechnik? Eine Publikation der Reihe „IMPULS“ von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften beschreibt jetzt mögliche Zukunftsszenarien und Methoden der Technikkommunikation. weiterlesen…

INDC

Die Intended Nationally Determined Contributions (INDCs), die „angestrebten nationalen Beiträge“, sind die Ziele der einzelnen Staaten zur Treibhausgas-Emissionsminderung, die in der internationalen Klimadiplomatie eine Hauptrolle spielen. Im Gegensatz zu vertraglich per Beschluss einer COP festgelegten Klimaschutzvorgaben bestimmen die Länder ihre INDCs selbst und melden sie dem UN-Klimasekretariat UNFCCC . Dieses prüft die Anzeigen und ermittelt weiterlesen…

„Mehr Markt zu fordern, ist naiv“

Uwe Leprich im Solarify-Selbst-Gespräch

Prof. Uwe Leprich, Leiter des Instituts für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) an der Hochschule für Wirtschaft und Technik des Saarlandes, sieht im Solarify-Selbst-Gespräch die Kohlewirtschaft als eindeutige Verliererin der Energiewende – das Zögern der Bundesregierung bei ihrer Durchsetzung bedeutet allerdings „nur eine kleine Verschnaufpause“. Er entlarvt die verharmlosende und verräterische Sprache, die einmal von der „friedlichen Nutzung der Kernenergie“ sprach und jetzt in den Erneuerbaren Energien unreife Heranwachsende sieht. Wer in diesem Zusammenhang immer noch von „Subventionierung“ spreche, habe nicht gemerkt, dass es sich um schlichte Finanzierungen handelt. Er fordert, sich endlich von der „geradezu religiösen Verehrung von Märkten zu verabschieden“. weiterlesen…

Auf geht’s nach COP21!

„Der Klimawandel bedroht die globale menschliche Entwicklung und internationale Stabilität“, sagt Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE). Die Verhandler des COP21-Accords schienen das verstanden zu haben. Nachdem aber der Jubel abgeebbt ist, wird im Streit um die Konsequenzen aus dem Pariser Klima-Abkommen deutlich, dass die oft strapazierten „Mühen der Ebene“ umformuliert werden müssten: Das zu durchquerende Terrain ist alles andere als eben. Messner sieht vier Krisenverstärker: Armut, Ungleichheit und Ausgrenzung – die Notwendigkeit, Entwicklung von Ressourcenverbrauch und Emissionen zu entkoppeln – den islamistischen Terror – und die „‚Internationale‘ autoritärer Nationalisten, Xenophoben, Zäunebauer und Vereinfacher“. Gegen sich abschottende Staaten hofft Messner auf die Zivilgesellschaft – also auf uns: „Grenzüberschreitende und globale Netzwerke von zivilgesellschaftlichen Akteuren, Wissenschaftlern, Kulturschaffenden und Städten … bilden den vielschichtigen Humus, aus dem eine globale Kooperationskultur entstehen kann.“ Zivilgesellschaft und Wirtschaft – also wir! – müssen Dekarbonisierung und Divestment weiter treiben (helfen), müssen zumindest die Botschaften verteilen, müssen den Regierenden Beine machen, damit sie nicht nur wie die Kaninchen Machtverlust witternd auf die Schlange starren, die drohend von rechtsaußen herankriecht. Damit sie ohne ängstlich auf den nächsten Wahltermin zu schielen, den Weltklimavertrag von Paris nutzen, um Klimaziele, Erneuerbare Energien und Energie-Effizienz entschlossen zu fördern und weiter zu entwickeln. Damit sie aufhören, aus Sorge vor weglaufenden Wählern und ausbleibenden Parteispenden „noch ein bisschen“ bei den Fossilen zu bleiben – „Klima dann später…!“ Damit sie endlich tun, was sie längst eingesehen – und noch länger versprochen – haben: die Hilfen in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit endlich von aktuell kläglichen 0,42 % des Bruttosozialprodukts auf 0,7 % (besser: mehr!) zu erhöhen – egal, ob Ungarn oder Polen mitmachen. Denn wenn wir das nicht schaffen, werden die klimabedingten Migrationsströme die gegenwärtige Flüchtlingswelle bei weitem in den Schatten stellen. Messner schließt seine Kolumne optimistisch: „Europa – wir schaffen das!“ Hoffentlich hat er Recht.
-Gerhard Hofmann- weiterlesen…

Makler müssen Energieverbrauchsangaben machen

Deutsche Umwelthilfe siegt vor Gericht

Das Oberlandesgericht Bamberg hat die Rechte von Wohnungssuchenden in Deutschland gestärkt und einen bereits 2015 von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) erstrittenen Rechtsspruch in zweiter Instanz bestätigt. Nach Auffassung des Obergerichts sind Immobilienmakler dazu verpflichtet, bei der Bewerbung von Wohnimmobilien in kommerziellen Medien, Informationen zur energetischen Qualität der Immobilie nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu nennen (Az. 3 U 198/15), wenn ein Energieausweis vorliegt. weiterlesen…