Albig zu EEG: „Bundesregierung läuft Gefahr, falsche Abzweigung zu nehmen“

Gabriel geht „von falschen Voraussetzungen aus“

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig bleibt auf kritischem Kurs zum Parteigenossen Gabriel: Im Solarify-Selbst-Gespräch warnt er die Bundesregierung: „Die bislang vorgesehene Deckelung des Ausbaus der Windenergie an Land würde bedeuten, dass wir nicht in der Lage sind, den Wegfall des Atomstroms bis 2022 vollständig zu kompensieren. Gabriel gehe „von falschen Voraussetzungen aus“. Albig hält es wie viele Kritiker für „falsch, die Erneuerbaren grundsätzlich als Preistreiber … zu sehen“. Ihm liegt verständlicherweise Wind-Onshore am Herzen – eine Deckelung sei hier: „geradezu ökonomisch unsinnig“. Die EEG-Vergütung für Windmüller „könnte abgesenkt werden, ohne dass Windkraftanlagen dadurch unrentabel würden“. Es gehe nicht „nicht um die Interessen einer Region oder einer Lobby, sondern um handfeste ökonomische und ökologische Argumente für den Industriestandort Deutschland“. Er werde gemeinsam mit seinen norddeutschen Kollegen „unser Gewicht im Bundesrat in die Waagschale werfen“. weiterlesen…

Wasserstoffkraftwerk auf vier Rädern

Toyotas neues Brennstoffzellen-Auto: für eine Woche Energie für ein Haus

„Es wird wohl das erste Serien-Auto, das Strom nicht nur schluckt, sondern auch spendet,“ schreibt die Berliner  BZ über den neuen Brennstoffzellen-Toyota FCV-R. Das so genannte FCV-R Konzept-Fahrzeug ist „der nächste Schritt von Toyota auf dem Weg zur Serienfertigung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen“, sagt der Hersteller auf seiner Webseite. Der Wasserstoff-getriebene Motor könnte eine Woche lang ein ganzes Haus versorgen.
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OECD: Environment at a Glance 2013

Druck auf die Umwelt wächst weiter

Mit der Weltbevölkerung wächst auch der Druck auf unsere natürlichen Ressourcen: In vielen Regionen der Erde ist die Luft verschmutzt oder sind Wasser und Boden knapp. Nicht immer können sich Pflanzen und Tiere an die veränderten Bedingungen anpassen. Mittelfristig muss es uns gelingen, die Wirtschaft wachsen, aber die Ressourcen dabei nicht schrumpfen zu lassen. Mithilfe vergleichbarer Umwelt-Indikatoren zeigt „Environment at a Glance”, was sich in unseren Ökosystemen seit den frühen 1990er Jahren verändert hat. Der Bericht verzeichnet die jüngsten Trends zu Themen wie Klimawandel, Luftverschmutzung, Biodiversität, Abfall oder Wassermanagement. weiterlesen…

Von Fukushima zur Privat-PV

Zur Jahreswende: Eine Bestandsaufnahme der Energiewende
von Thomas Kraneis

Nach dem atomaren Großunfall in Fukushima nahm die Bundesregierung die kurz zuvor durchgesetzte Restlaufzeitverlängerung der Atomkraftwerke wieder zurück und beschloss, bis 2022 endgültig aus der Kernenergie auszusteigen. Die Schwierigkeiten bei der Umsetzung dieses Ziels wurden bisher jedoch meist mehr oder weniger in Einzelaspekten dargestellt. Zur Jahreswende 2013-14 stellt sich die Situation wie folgt dar.
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Widerstand der Kohle

Die Energiewende kommt im Groß-Koalitionsvertrag schlecht weg. Obwohl längst jede Menge Studien, Untersuchungen und Szenarien für 100-Prozent-Erneuerbare, virtuelle Kraftwerke und Speichersysteme der Zukunft auf den Tischen liegen – es fehlt also nicht am Wissen – haben die Verfechter von fossilen Energieträgern, man könnte sie Lobby nennen, die regenerativen Energien erfolgreich schlecht geredet: Volatil seien sie, nicht grundlastfähig, unzuverlässig, daher schlicht unbrauchbar für eine der weltgrößten Volkswirtschaften wie die unsere. Darum geht es aber gar nicht. Worum es geht? Um Kohle, nicht die brennbare und CO2-emittierende, sondern die aufs Konto einzahlbare, den nackten Euro – Klimakatastrophe hin oder her.
Ohne Energiewende würden die Energiepreise weiter steigen, mit ihr auf Dauer sinken – die Gewinne natürlich auch. Denn die Energiewende, vernünftig und beherzt angegangen, wird zwar nicht zum Nulltarif zu bekommen sein, keine Frage, aber sie wird schnell zu einer volkswirtschaftlich vorteilhaften Stabilisierung der Energiekosten führen – später zu einer Senkung. Die Sonne schickt keine Rechnung, im krassen Gegensatz zu den Öl-, Gas-, Kohle-, und Uran-Lieferanten im Ausland – deren (schlicht durch die Schornsteine gejagten) Dollars fallen bei Vergleichen ebenso „gerne“ unter den Tisch wie die zigfach höheren Subventionen für die Fossilen. Die Hälfte der Kosten unseres gesamten Energiesystems überweisen wir ins Ausland – für den Brennstoff-Import. Nach der Energiewende werden wir lediglich noch Erhaltungskosten im Inland haben. An denen wird aber erneut weniger verdient. Ersteres sind aber Kosten, verlorene Ausgaben, zweiteres Investitionen in die Zukunft – auch das wird gerne von einschlägig interessierten Gruppen „vergessen“. Ganz abgesehen vom Export Erneuerbarer-Blaupausen, von zukunftsgewandten Energiewende-Technologien – schon lange ein Riesengeschäft: 2013 ca. 18 Mrd. Euro. weiterlesen…

Vom rechten Maß

Suffizienz als Schlüssel zu mehr Lebensglück und Umweltschutz – Nr. 135 von „Politische Ökologie“ erschienen

Die Kultur des „Weniger ist mehr“ ist noch nicht in der gesellschaftlichen Mitte angekommen, Appelle ans Maßhalten gelten als geschäftsschädigend. Deshalb setzt die Politik lieber auf umweltfreundliche Technologien und Energieeffizienz statt auf Suffizienz. Dennoch befreien sich immer mehr Menschen vom Materialismus, ignorieren das Steigerungsdogma und orientieren sich an Genügsamkeit und Ressourcenschonung. weiterlesen…

Hinrichs-Rahlwes: Energiewende nicht mehr aufhaltbar

EREC– und EREF-Präsident Rainer Hinrichs-Rahlwes hält im Solarify-Selbst-Gespräch die Energiewende für nicht mehr aufhaltbar. Denn weltweit würden immer mehr „Ziele und Politiken für Erneuerbare entwickelt“.

Das BEE-Vorstandsmitglied bestreitet, dass sich überall Widerstand rege, längst sei es „nicht mehr ernsthaft bestreitbar, dass eine vollständig auf Erneuerbaren Energien basierende nachhaltige und sichere Energieversorgung möglich“ sei – die Integration erneuerbarer Energien mache „große Fortschritte“. Allerdings gebe es in der EU dringenden Handlungsbedarf. Das Ziel von 45% Erneuerbaren bis 2030 in Europa sei längst überfällig – der neuen Bundesregierung komme hier große Bedeutung zu. weiterlesen…

Widerstand schlägt Wellen

Verständnis wächst, unter welchen Bedingungen Supraleitung entsteht und wie sie sich bei praxistauglichen Temperaturen realisieren lässt

Auch die Physik kann Hinweise zum Energiesparen geben. Eine internationale Zusammenarbeit im Rahmen des Zentrums für Quantenmaterialien, das die Max Planck Gesellschaft gemeinsam mit der University of British Columbia (Kanada) betreibt, kann Materialwissenschaftlern nun Tipps für die Entwicklung von Hochtemperatur-Supraleitern geben, damit diese den Namen auch verdienen. Derzeit firmieren unter diesem Titel etwa keramische Kuprate, die ihren elektrischen Widerstand zwar bei deutlich höheren Temperaturen verlieren als konventionelle Supraleiter, aber immer noch weit unter dem Gefrierpunkt von Wasser. weiterlesen…

Pilarsky-Grosch: „Weg der Energiewende mutig fortsetzen!“

Wind kein Kostentreiber

Sylvia Pilarsky-Grosch, Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie, fordert im Solarify-Selbst-Gespräch, dass Deutschland den Weg der Energiewende mutig fortsetzt. Die Strompreise seien nicht zu hoch – zumindest sei Wind kein Kostentreiber – auch im Binnenland nicht. Den Vowurf der „Verspargelung“ weist sie mit historischen Rückblenden zurück – und belegt die Wichtigkeit der Wind-Industrie mit 118.000 Arbeitsplätzen und einem Exportanteil von 67 Prozent. Deshalb, so die Wind-Präsidentin, „wollen wir, wie 93 Prozent der Menschen in Deutschland, fortsetzen“. weiterlesen…

Vom TÜV: Energiemarkt Deutschland – Jahrbuch 2014

Daten und Fakten zu konventionellen und erneuerbaren Energien

Das Jahrbuch „Energiemarkt Deutschland“ liefert allen Interessierten einen fundierten und aktuellen Überblick über die Struktur und Entwicklung des deutschen Energiemarktes und das Handeln seiner Teilnehmer. Es befasst sich eingehend mit den einzelnen Teilmärkten für Mineralöl, Braunkohle, Steinkohle, Elektrizität. Den erneuerbaren Energien ist ein eigenes Kapitel gewidmet. weiterlesen…