Schritt für Schritt zu einer CO2-freien Industrie

3. Carbon2Chem®-Konferenz 2020 – zweiter Tag: Optionen und Rahmenbedingungen einer klimafreundlichen Stahlproduktion

Die Chancen, den industriellen CO2-Ausstoß bis 2030 zu reduzieren, stehen gut. Die technischen Voraussetzungen sind aufgrund von Projekten wie Carbon2Chem® geschaffen. Jetzt gilt es, ergänzend die entsprechenden Rahmenbedingungen in Form von Regularien, erneuerbaren Energien und grünem Wasserstoff auf den Weg zu bringen. So lautet – eine Medienmitteilung aus dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT zufolge – die Quintessenz der, coronabedingt virtuellen 3. Konferenz zur nachhaltigen chemischen Konversion am 27. und 28. Oktober 2020. weiterlesen…

Eis- und Warmzeiten in unregelmäßigem Wechsel

Abfolge der wechselnden Phasen kann besser nachvollzogen werden

Im Laufe der jüngeren Erdgeschichte der letzten 2,6 Millionen Jahre haben sich Eis- und Warmzeiten immer wieder abgewechselt. Dabei gab es wechselnde Phasen, in denen beide entweder regelmäßig oder unregelmäßig aufeinander folgten. Der AWI-Forscher Peter Köhler hat jetzt herausgefunden, dass unregelmäßige Wechsel offenbar häufiger auftraten, als bislang vermutet. Seine Arbeit trägt dazu bei, die grundlegenden Klimaänderungen der Erde besser zu verstehen. weiterlesen…

Steinmeier bei der DBU: Andere große Menschheitsaufgaben nicht aus den Augen verlieren

CO2-Preis-Vordenker preisgekrönt

Klima-Ökonom Prof. Ottmar Edenhofer und die Geschwister Annika und Hugo Sebastian Trappmann, Geschäftsführer der Blechwarenfabrik Limburg, erhielten am 25.10.2020 in Hannover den Deutschen Umweltpreis 2020 der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). „Damit wird herausragendes Engagement für den Klimaschutz doppelt ausgezeichnet“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Zudem gibt es einen Ehrenpreis für Martin Sorg, leitender Wissenschaftler beim Entomologischen Verein Krefeld, für seine wissenschaftlichen Untersuchungen über den Insektenrückgang. weiterlesen…

Auf dem Weg zu einem geschlossenen Kohlenstoffkreislauf

Wie überkritisches Kohlendioxid die elektrochemische Reduktion von CO2 beeinflusst

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Industrie spielt die elektrochemische Reduktion von Kohlendioxid eine wichtige Rolle: Mit ihrer Hilfe lässt sich unter Einsatz erneuerbarer Energien CO2 in Brennstoffe oder Grundchemikalien umwandeln. Der Haken an der Sache: Bislang funktioniert diese Katalyse lediglich im Labor. Bei der Übertragung auf den industriellen Maßstab treten immer noch Schwierigkeiten auf – von der begrenzten Haltbarkeit der Katalysatorsysteme bis zur unerwünschten Entwicklung von Wasserstoff. Forschende der Ruhr-Universität Bochum, des Fritz-Haber-Instituts und des Fraunhofer UMSICHT haben sich auf die Suche nach Lösungen gemacht und dabei den Einfluss von überkritischem Kohlendioxid auf die elektrochemische Reduktion von CO2 untersucht. (Foto: Ein Blick auf den Hochdruckreaktor, der bei der elektrochemischen Reduktion zum Einsatz kam – © Fraunhofer UMSICHT) weiterlesen…

Emissionsarmes Fliegen soll 2050 Realität sein

White Paper von DLR und BDLI zeigt Perspektiven auf

Eine Energiewende in der Luftfahrt mit dem Ziel Zero Emission ist bis zur Mitte des Jahrhunderts möglich und bedarf eines umfassenden Innovationsschubs. Das betonen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) bei der gemeinsamen Übergabe des White Paper „Zero Emission Aviation – Emissionsfreies Fliegen‘“ an das BMWi am 14.10.2020 in Berlin. weiterlesen…

Neue Elektrodenmaterialien für Wasseroxidation

„Eine Frage der Zusammenarbeit“

Durch die elektrochemische Spaltung von Wasser lässt sich grüner Wasserstoff herstellen, der als Treibstoff, als Energiespeicher und für chemische Reaktionen verwendet werden kann. Auf diese Weise kann die Abhängigkeit vom Erdöl eingeschränkt und die Emissionen von Treibhausgasen reduziert werden. Allerdings verbraucht die Elektrolyse von Wasser viel Energie. Vor allem die Oxidationsreaktion zu Sauerstoff an der Anode ist sehr energieintensiv. Um die Wasserspaltung besonders effizient zu gestalten, haben Forscher des in Zusammenarbeit mit Forschern der TU Berlin, der RWTH Aachen und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin neue Elektrodenmaterialien für die Oxidation von Wasser entwickelt. Sie wurden in ChemCatChem veröffentlicht. weiterlesen…

Kaskade von Methanol zu Wasserstoff

Metha-Cycle entkoppelt Windkraft vom Strombedarf

Windkraftanlagen in Brandenburg - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyForschende am Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) in Rostock können bei milden Bedingungen von unter hundert Grad Celsius und Umgebungsdruck aus Methanol Wasserstoff erzeugen – in der für Brennstoffzellen notwendigen Ausbeute und Reinheit. Dafür optimierten sie ein eigenes Verfahren, das sie seinerzeit in NATUR E veröffentlicht hatten. Die katalytische Reaktion ist Herzstück des BMWi-geförderten Projekts Metha-Cycle, eines Konzepts zur Speicherung und Nutzung regenerativer Energien. Erstmals wurden dabei Windkraft, Elektrolyse und CO2-basierte Methanolsynthese sowie die Rückverwandlung des Methanols in H2 direkt miteinander verbunden. weiterlesen…

„Zündstoff für die Energiewende“

Paderborner Chemiker erforscht Herstellung grünen Wasserstoffs aus Sonnenlicht

H2 grün - SymbolMit der Nationalen Wasserstoffstrategie hat die Bundesregierung den Rahmen für die Herstellung, Nutzung und Wiederverwendung des gasförmigen Hoffnungsträgers abgesteckt. „Der weltweite Bedarf an Energie und Mobilität muss gedeckt werden, ohne dabei klimaschädliche Stoffe zu produzieren. Anders kann es uns nicht gelingen, die gesetzten Klimaziele zu erreichen“, sagt Prof. Matthias Bauer von der Universität Paderborn in einer Medienmitteilung vom 29.09.2020. Der Chemiker erforscht in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt, wie Wasserstoff mithilfe von Sonnenlicht erzeugt werden kann. weiterlesen…

Graphit statt Gold

Innovative Beschichtung von Bipolarplatten in Brennstoffzellen für bessere Wasserstoff-Autos

Elektroautos, die binnen fünf Minuten „vollgetankt“ sind, auf Reichweiten wie ein Diesel kommen und doch „sauber“ fahren: Das schaffen mit Wasserstoff betankte Brennstoffzellen-Fahrzeuge bereits heute. Allerdings sind sie bisher noch selten und teuer. Neben Effizienzproblemen liegt das unter anderem an einer Kernkomponente: Goldbeschichtete Bipolarplatten (BiP) in Brennstoffzellen. Sie sind außerdem aufwändig in der Herstellung. Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden, der deutsche Automobilkonzern Daimler und das finnische Stahlunternehmen Outokumpu Nirosta haben einer Medienmitteilung vom 29.09.2020 folgend eine preiswerte Alternative für die schnelle Massenproduktion entwickelt.
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Ökologischer Stromspeicher aus Vanillin

„Hochskalierbar und für kontinuierliche Produktion geeignet“

Forschende der TU Graz haben einen Weg gefunden, den Aromastoff Vanillin in ein redoxaktives Elektrolytmaterial für Flüssigbatterien zu verwandeln. Die Technologie sei ein wichtiger Schritt in Richtung ökologisch nachhaltiger Energiespeicher, wie Christoph Pelzl von der TU Graz am 01.10.2020 beschreibt (Foto: TU Graz-Forscher Stefan Spirk hat einen Weg gefunden, flüssige Elektrolyte in Redox-Flow-Batterien durch Vanillin zu ersetzen – © Lunghammer, TU Graz). weiterlesen…