Auch 10 Jahre nach Fukushima: AKW bleiben störanfällig und unzuverlässig

DIW-Studie zu Störfällen und Ausfallzeiten in Atommeilern

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW-Berlin) hat in einer Untersuchung von Störfällen und Ausfallzeiten in Atommeilern ermittelt, dass die Sicherheitsrisiken enorm hoch bleiben – so eine DIW-Medienmitteilung vom 24.02.2021. Auch in Deutschland seien Zwischenfälle an der Tagesordnung. Dabei werde die weltweite Kraftwerkskapazität nur zu rund zwei Dritteln genutzt. In den Energiemodellen werde die Bedeutung von Atomenergie überschätzt. weiterlesen…

Nachhaltiges Kunsttoffrecycling

Plastik als neuer Rohstoff für die Chemie

Kunststoffe sind allgegenwärtig, sie zählen zu den verbreitetsten Werkstoffen überhaupt. Eine effiziente Wiederverwertung dieser wichtigen Materialien erfolgt bislang allerdings nur bedingt. Um hierfür neue Lösungen zu bieten, entwickelten Chemiker der Universität Konstanz um Prof. Stefan Mecking ein nachhaltigeres Verfahren für das chemische Recycling von polyethylenartigen Kunststoffen. weiterlesen…

Tunnelbauten sollen CO2-neutrale Energielieferanten werden

Brenner Basistunnel als Leuchtturmprojekt

Ein Forschungsverbund unter Leitung der TU Graz möchte die Wärme im abgeleiteten Tunnelwasser des Brenner Basistunnels für die Energieversorgung ganzer Stadtteile nutzen. Im Rahmen des Programms „Stadt der Zukunft“ der Österreichischen Förderungsgesellschaft (FFG) wird ein nachhaltiges Konzept für Innsbruck erarbeitet. (Foto: Das Drainagewasser des Brennerbasistunnels könnte Innsbrucker Stadtviertel zukünftig mit Energie versorgen. Ein Forschungsverbund unter Leitung der TU Graz lotet die Möglichkeiten aus – © BBT SE) weiterlesen…

„HydrOB“ H2-Campus Oberhausen gestartet

Projekt will Wasserstofftechnologien zügig in Industrie, Handwerk und Haushalten zur Anwendung bringen

Grüner Wasserstoff ist eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg zur Klimaneutralität. CO2-frei erzeugter Wasserstoff ist vieles: Energieträger, Speichermedium für Strom, Rohstoff für die Industrie und emissionsfreier Treibstoff. Doch seine großflächige Anwendung steht noch aus. Der Wasserstoff-Campus „HydrOB“ will einer Medienmitteilung aus dem Fraunhofer UMSICHT vom 23.02.2021 folgend Wasserstofftechnologien in Großindustrie, Handwerk sogar bis in private Haushalte bringen. Die Projektpartner sind breit aufgestellt. Sie stammen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommune. weiterlesen…

Neuartiges Getriebe macht E-Autos leistungsfähiger, effizienter und billiger

Erfindung eines Doktoranden

Der Anteil der Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen nimmt zu, von kleineren Stadtfahrzeugen bis hin zu größeren Limousinen und SUVs. Allerdings steht die E-Mobilität noch vor einer Reihe von Herausforderungen: ob es sich um Fahrzeuge handelt, die auf steilen Straßen fahren, um Sportwagen, die schnell Höchstgeschwindigkeiten erreichen müssen, oder um Fahrzeuge, die einen Anhänger oder Wohnwagen ziehen müssen. Gemeinsam mit dem deutschen Hightech-Konzern Bosch hat der Doktorand Caiyang Wei ein automatisches Getriebesystem für Elektroautos entwickelt, das eine optimale Balance zwischen Effizienz und Leistung gewährleistet und gleichzeitig die Gesamtkosten für Hersteller und Nutzer senken kann. Wei verteidigte kürzlich seine Dissertation an der Technischen Universität Eindhoven (TU/e) (Grafik: Erklärung des neuen Getriebes „CVT4EV“ – © tue.nl). weiterlesen…

Ozon in Troposphäre nimmt ab

Positive Folge von Corona-Lockdowns

Das für den Menschen schädliche Ozon in der bodennahen Schicht ist im Frühjahr und Sommer des vergangenen Jahres als Folge der ersten Corona-Lockdowns zurückgegangen. Das hat eine Studie ergeben, an der auch Wissenschaftler aus dem Institut für Umweltphysik der Universität Bremen mitgewirkt haben. (Foto: Auch hier forschen Bremer Umweltphysiker: Die NDACC (Network for Detection of Atmospheric Composition Change)-Station in Ny-Aalesund/Spitzbergen. Auf dem Dach ist das FTIR-Spektrometer aufgebaut. – © Institut für Umweltphysik) weiterlesen…

Quan­ten­com­pu­ter steigern Leistung von Brenn­stoff­zel­len und Bat­te­ri­en

Ma­te­ri­al­de­sign mit Quan­ten­tech­no­lo­gie

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) simuliert elektrochemische Vorgänge in Batterien und Brennstoffzellen mit einem Quantencomputer. Durch gezieltes Design der Elektrodenmaterialien und -strukturen wollen die Forschenden höhere Leistungen und Energiedichten erzielen. Das Projekt QuESt bündelt interdisziplinäre Kompetenzen der Quantentechnologie und der Energiespeicherforschung am Helmholtz-Institut Ulm (HIU). (Foto: Materialdesign mit Quantentechnologie – © IBM) weiterlesen…

Online und Home-Office treiben ökologischen Fußabdruck in die Höhe

Öfter mal Laptop-Kamera abstellen!

Online-Lehre kann weniger klimafreundlich sein als erhofft; das ergab eine Untersuchung an der englischen Bournemouth University. Digital indirekt durch Fernlehre und Fernarbeit verursachte Emissionen glichen die des Pendelns auf den Campus aus. Anders der VDC: der kam mit dem Borderstep Institut in einer Studie zu dem Ergebnis, dass schon ab fünf Kilometer Anfahrtsweg mit dem Auto der Umstieg auf den PC einen Sinn habe. Und das Umweltbundesamt rechnete vor, dass ein Videostream in HD-Qualität per Glasfaserkabel mit gerade eben mal zwei Gramm CO2 pro Stunde zu Buche schlage und 45mal klimafreundlicherer sei als eine Übertragung über das G3-Datennetz. weiterlesen…

Röntgen-Doppelblitze von 10-21 Sekunden treiben Atomkerne an

Exakte Kontrolle von Kernanregungen eröffnet Wege zu ultrapräzisen Atomuhren und leistungsstarken Kernbatterien

Erstmals (laut Medienmitteilung am 17.02.2020 und einer Publikation in Nature) ist einem Forscherteam des Heidelberger Max-Planck-Instituts für Kernphysik mit geeignet geformtem Röntgenlicht die kohärente Kontrolle von Kernanregungen gelungen. In dem am Europäischen Synchrotron ESRF durchgeführten Experiment wurde eine zeitliche Stabilität von wenigen Zeptosekunden erreicht (eine Zeptosekunde ist der billionste Teil einer Milliardstel Sekunde – 10-21 Sekunden). Zukünftige Experimente basierend auf der Kontrolle der Kerndynamik versprechen genauere Zeitstandards und neue Möglichkeiten auf dem Weg zu Kernbatterien. (Grafik: Schema des Expriments – © mpi-hd.mpg.de). weiterlesen…

2022 industrielle Power-to-Liquid Pionieranlage in Deutschland

Zweiprozentige PtL-Quote für Kerosin ab 2030

Die Power-to-Liquid-(PTL-)Quote für den Luftverkehr soll zum Ende des Jahrzehnts kommen. Um das Ziel zu erreichen, muss aber massiv in Produktionskapazitäten investiert werden, denn auch der übrige Verkehr soll deutlich grüner werden. So will das Karlsruher Unternehmen Ineratec 2022 im Industriepark Höchst bei Frankfurt „die weltweit erste PTL-Anlage mit einer Produktionskapazität bis 3.500 Tonnen, also 4,6 Millionen Liter Kraftstoff pro Jahr“, in Betrieb nehmen. Weitere und noch größere Produktionstellen müssten aber zügig folgen, um bis 2030 zwei Prozent zu erreichen. weiterlesen…