Jodsäuren beeinflussen Bildung atmosphärischer Aerosole massiv

Jod aus den Meeren verstärkt Wolkenbildung in der Arktis und Eisschmelze

Im Großexperiment CLOUD (Cosmics Leaving Outdoor Droplets) am Kernforschungszentrum CERN in Genf untersuchen 104 Wissenschaftler aus 13 Ländern, wie sich unter kontrollierten Bedingungen aus reaktiven Gasen Aerosolpartikel bilden. In einer am 05.02.2021 in Science veröffentlichten Arbeit zeigen Xu-ChEng He et. al., dass sich Aerosolpartikel aus Jodsäure extrem schnell in der marinen Grenzschicht bilden – dem Teil der Atmosphäre, der in direktem Kontakt mit dem Ozean steht. Aerosolpartikel in der Atmosphäre beeinflussen Klima und Wolkenbildung und tragen zu städtischem Smog bei, wie sich aber neue Aerosolpartikel bilden, ist noch relativ gering untersucht. Die Ergebnisse deuten auf einen neuen Mechanismus hin, der den Verlust des arktischen Meereises beschleunigen könnte.
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Europäische Luftfahrtindustrie will bis 2050 klimaneutral sein

CO2-Emissionen sollen ausgeglichen werden können

Die europäische Luftfahrtindustrie hat einen Nachhaltigkeitsplan ins Leben gerufen, um bis zum Jahr 2050 Kohlenstoffneutralität zu erreichen, schreibt Sean Goulding Carroll auf EURACTIV.com. Dieser Fahrplan soll den derzeit unter einem gewaltigen pandemiebedingten Abschwung leidenden, notorisch kohlenstoffintensiven Sektor mit den EU-Klimazielen in Einklang bringen. Der am 11.02.2021 vorgestellte Plan sieht vor, die CO2-Emissionen aller Flüge innerhalb und außerhalb der EU bis 2030 um 45% zu reduzieren und bis 2050 netto null zu erreichen. weiterlesen…

Wasserstoff aus Biomasse – regional, sauber und effizient

Ausgründung der Hochschule Hof

An der Hochschule Hof machte am 18.11.2020 eine Unternehmensgründung auf sich aufmerksam, die wichtige Lösungen für die Energiewende liefern könnte: Die BtX energy GmbH bietet unterschiedliche Verfahren, um aus Biomasse hochwertigen Wasserstoff herzustellen. Neben dem Vertrieb schlüsselfertiger Anlagen zur Dampfreformierung von Biogas möchte die junge Firma zunächst für die Region Hof ein Gesamtkonzept zur regionalen Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff erstellen – ein wegweisendes Unterfangen. (Foto: Opel-Kadett mit Holzvergaser – © Daniel Hagen, 2017 selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0 de, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Superkondensatoren statt Batterien

Leistungsfähige Graphen-Verbindungen für hocheffiziente Superkondensatoren

Einem Team um Roland Fischer, Professor für Anorganische und Metallorganische Chemie an der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, einen hocheffizienten Superkondensator zu entwickeln. Basis des Energiespeichers ist ein neuartiges, leistungsfähiges und dabei nachhaltiges Graphen-Hybridmaterial, das vergleichbare Leistungsdaten aufweist wie aktuell verwendete Batterien und Akkus. (Grafik: Superkondensatoren erreichen ähnliche Energiedichte wie Nickel-Metallhydrid-Akkus – © © Jayaramulu Kolleboyina/IITJ; CRC, TUM) weiterlesen…

Haug stellt Arbeit der Leopoldina vor

Akademie-Präsident vor Bundestagsausschuss

Die Arbeit und Ausrichtung der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaft war am 10.02.2021- so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – Thema im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Gerald Haug, seit 2020 Präsident der Akademie mit Sitz in Halle, machte deutlich, dass die 1652 gegründete Akademie einerseits eine klassische Gelehrtenakademie sei und zum anderen eine Institution, die vor allem Gesellschaft und Politik unabhängig von wirtschaftlichen oder politischen Interessen berate und wichtige gesellschaftliche Zukunftsthemen aus wissenschaftlicher Sicht darstelle. weiterlesen…

Die helle Seite der Macht

Mit Laserlicht vom Halbleiter zum Metall

Eine Gruppe von Forschern des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft und der Humboldt-Universität zu Berlin hat herausgefunden, dass sich Halbleiter leichter und schneller als bisher angenommen in Metalle und zurückverwandeln lassen. Diese Entdeckung könnte die Rechenleistung vieler technischer Geräte erhöhen und ihr Design vereinfachen. (Foto: Ultrakurze Lichtblitze verwandeln einen Halbleiter in ein Metall – in nur 0,00000000000002 Sekunden – © Samuel Palato) weiterlesen…

Lithium in Zellen „überraschend“ ungleich verteilt

Kapazitätsverluste von Lithium-Ionen-Zellen mit Alterung erklärt

Lithium-Ionen-Batterien verlieren im Laufe der Zeit an Kapazität. Ein deutsch-amerikanisches Forschungsteam untersuchte nun mit Neutronenbeugung Aufbau und Funktionsweise dieser Akkus. Dabei fanden sie einer Medienmitteilung der Technischen Universität München folgend heraus, dass Zersetzungsprodukte der Elektrolytflüssigkeit das bewegliche Lithium im Akku abfangen und dass Lithium in der Zelle „überraschend“ ungleich verteilt ist. Nach Meinung der Wissenschaftler können die Ergebnisse Effizienz, Lebensdauer und Leistung der Batterien stärken helfen (Foto: Messung einer Lithium-Ionen-Zelle – © Andreas Heddergott/TUM) weiterlesen…

Batteriepreise sinken auf Rekordtief

E-Autos können preislich mit Verbrennern mithalten

um ersten Mal in der noch jungen Geschichte der Elektromobilität haben die Preise für die Schwelle von 100 US-Dollar pro Kilowattstunde unterschritten. Das geht aus der jährlich erscheinenden Umfrage zu den weltweiten Batteriepreisen von Bloomberg NEF hervor, berichtete Joschua Katz auf energiezukunft. Im Durchschnitt fielen die Preise auf 137 US-Dollar pro Kilowattstunde – gegenüber dem Jahr 2019 eine Senkung um 13 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 betrug der Preis noch mehr als 1.100 US-Dollar. (Foto: Nissan LEAF-Batterie – © Norsk Elbilforening flickr.com_CC BY 2.0) weiterlesen…

CO2 verteuern wirksamer als EE-Förderung

Ökonom hat berechnet, welche Strategie CO2-Ausstoß am effizientesten reduziert

Bis 2030 will Deutschland 55 Prozent weniger klimaschädliche Treibhausgase ausstoßen und bis 2050 sogar weitgehend treibhausgasneutral sein. Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, setzt die Bundesregierung vorrangig auf die Förderung regenerativer Energiequellen, vor allem Wind und Sonne. Energiemarktforscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg (FAU), der Wirtschaftsuniversität Wien und der Fachhochschule Graubünden haben untersucht, mit welchen Maßnahmen der Ausstoß von Kohlendioxid bei der Stromproduktion am effizientesten gesenkt werden kann. (Grafik © FAU – CO2-Bepreisung) weiterlesen…

Estland plant Europas erstes Mini-AKW

Rekord-Emissionen reduzieren

Estland will dem estnischen Rundfunk ERR folgend innerhalb von etwa zehn Jahren – etwa 100 Kilometer östlich von Tallinn, an der Küste des Finnischen Meerbusens – das erste Mini-Atomkraftwerk, einen kleinen modularen Reaktor, fertig stellen, um seine Energieerzeugung abzusichern – und die Klimaziele zu erreichen, schreibt Pekka Väntinnen auf EURACTIV.com Estlands Emissionen durch Stromerzeugung sind die höchsten in Europa. Erst kürzlich hat die Regierung beschlossen, Kraftwerke, die bisher mit Ölschiefer befeuert werden, bis 2035 vom Netz zu nehmen. (Foto: Eesti Ölschieferkraftwerk in Narva – © Narva69 at ru.wikipedia, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…