Das „Eis-Ungleichgewicht“ der Erde

Globaler Eisverlust steigt mit Rekordrate: 28 Billionen Tonnen Eis seit 1994 verloren

Satellitenbeobachtungen sind die beste Methode, um den Eisverlust zu verfolgen, denn die Kryosphäre ist riesig und weit entfernt. Unter Verwendung dieser und einiger numerischer Modelle zeigen die Autoren einer am 25.01.2021 in The Cryosphere publizierten Untersuchung der Universität Leeds, dass die Erde seit 1994 28 Billionen Tonnen (Tt) Eis verloren hat – vom arktischen Meereis (7,6 Tt), von Schelfeis (6,5 Tt), von Gebirgsgletschern (6,1 Tt), vom grönländischen (3,8 Tt) und antarktischen Eisschild (2,5 Tt) sowie vom antarktischen Meereis (0,9 Tt). (Foto: Perito Moreno am Lago Argentino – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

Effiziente Wohnraumnutzung schützt das Klima

Wohnen auf kleiner Fläche schont die Umwelt

Mit einer speziell konzipierten Orientierungsberatung können Kommunen eine Wohnraummobilisierung anstoßen. Indem Menschen beispielsweise ihre zu groß gewordenen Häuser in der Nachfamilienphase in mehrere Wohnungen umbauen oder in eine kleinere Wohnung ziehen, können vorhandene Wohnflächen nachhaltiger genutzt werden, wie das Öko-Institut am 21.01.2021 mitteilte. weiterlesen…

2020 grünstes Stromjahr aller Zeiten

Erneuerbare Energien überholen Gas und Kohle in der EU-Stromerzeugung

Europa konnte 2020 das grünste Stromjahr aller Zeiten verzeichnen: Zum ersten Mal übertraf die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien jene aus fossilen Brennstoffen. Erneuerbare Energien hatten 2020 einen Anteil von 38 Prozent am europäischen Strommix, wohingegen fossile Energieträger nur auf 37 Prozent kamen. Das zeigt eine gemeinsame Analyse von Agora Energiewende und dem britischen Thinktank Ember (vormals Sandbag) . weiterlesen…

Supraleiter-Kühlung in neuartigem Windkraft-Generator

Hightech für Windkraft: Internationales Forschungsprojekt

Wegen des schnell voranschreitenden Klimawandels reagiert die EU seit einigen Jahren mit entsprechenden Maßnahmen – wie etwa dem 2014 aufgelegten Programm „Horizon 2020“ zur Förderung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien – so Nicole Weinhold in Erneuerbare Energien. Eines davon ist „EcoSwing“: Insgesamt neun Partner aus fünf Ländern hatten sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2019 einen auf Supraleitern basierenden Generator für Windkraftanlagen zu konstruieren, der leichter und kosteneffizienter als vergleichbare Modelle mit Permanentmagneten sein sollte. weiterlesen…

Wie Katalysatoren aktiver werden

Schlüssel zur effizienteren Produktion von grünem Wasserstoff

Eine Schicht, dünn wie ein einziges Atom, macht einen gewaltigen Unterschied: Auf der Oberfläche einer Elektrode verdoppelt sie die Menge des Wassers, die in einer Elektrolyse-Anlage gespalten wird – ohne dass sich dabei der Energiebedarf erhöht. Damit verdoppelt die ultradünne Schicht auch die Menge des produzierten Wasserstoffs, ohne dass die Kosten steigen. Das berichten Forschende aus Jülich, Aachen, Stanford und Berkeley in Nature Materials. weiterlesen…

2050 verursachen E-Fuels 76 Mio. Tonnen CO2

Biokraftstoffe auch künftig umweltfreundlicher als E-Fuels

„Der durch E-Fuels hervorgerufene CO2-Ausstoß wird in Deutschland 2050 rund 76 Mio. Tonnen betragen. Dies entspräche mehr als 40 Prozent des derzeitigen Ausstoßes der heimischen Industrie“, schreibt Nils Eckardt auf energate messenger. Quelle für diese Prophezeiung sind auf aktuellen politischen Rahmendaten basierende Berechnungen – Ilkka Hannula vom „VTT Technical Research Centre of Finland“ hat sie im Rahmen der Branchenkonferenz „Fuels of the Future“ über erneuerbare Mobilität am 19.01.2021 in Berlin vorgestellt. Strombasierte Kraftstoffe sind ihm zufolge nur als Lückenschluss zwischen fortbestehender Nachfrage nach fossilen Kraftstoffen und Nullemissionszielen anzusehen. weiterlesen…

Grüne Energie: Wie Solarzellen leistungsfähiger werden

Wirkungsgrad erhöhen

Wie kann der Anteil grüner Energie in industriellen Prozessen gesteigert werden? Wie kann man etwa den Wirkungsgrad von Solarzellen erhöhen und damit den Weg für höhere Nutzung regenerativer Energie ebnen? Torsten Schwarz aus der Gruppe „Nanoanalytik und Grenzflächen“ am Düsseldorfer Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE) , beschäftigt sich zwei Medienmitteilungen (deutschenglisch) zufolge mit der Effizienzsteigerung von Solarzellen. Er untersuchte gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam aus Luxemburg und Portugal die Beziehung zwischen der Oberflächenbehandlung und der Defektkonzentration von Chalkogenid-Halbleitern, die in Solarzellen verwendet werden. Die Defektkonzentration beeinflusst nämlich maßgeblich die Leistungsfähigkeit von Solarzellen. Die Ergebnisse wurden in Nature Communications und Nano Energy veröffentlicht. weiterlesen…

Auf dem Weg zur Wasserstoff-Luftfahrt

Pro­jekt BA­LIS – DLR: Megawatt-Brenn­stoff­zel­len für Luft­fahrt

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt im Projekt BALIS den weltweit ersten Brennstoffzellen-Antriebsstrang für Flugzeuge – mit einer Leistung im Megawattbereich. Damit geht das DLR einen weiteren Schritt, um emissionsfreies Fliegen mit Wasserstoff zu ermöglichen. Den Förderbescheid für das BALIS-Projekt in Höhe von 26 Millionen Euro überreichte BMVI-Staatssekretär Steffen Bilger am 21.01.2021 im Rahmen einer digitalen Veranstaltung an das DLR-Institut für Technische Thermodynamik in Stuttgart. weiterlesen…

Mit Enzymreaktionen verwandtes Katalyse-Verfahren entwickelt

Methode der Universität Bonn ermöglicht nachhaltige Oxidationen

Acetale sind wichtige chemische Verbindungen, die etwa bei der Herstellung bestimmter medizinischer Wirkstoffe eingesetzt werden. Mit einer neuen Methode lassen sie sich – einer Medienmitteilung der Universität Bonn vom 18.01.2021 zufolge – künftig einfacher und umweltschonender synthetisieren. Chemiker der Universität Bonn haben das nachhaltige Katalyse-Verfahren u.a. mittels modernster Computersimulationen entwickelt und optimiert. Die Reaktion basiert auf einem Mechanismus, der auch in der Natur vorkommt, aber bislang in der chemischen Synthese selten genutzt wurde. Die Ergebnisse erschienen in Angewandte Chemie (Open Access – Bild: Computergenerierte Struktur des Katalysator-Komplexes mit dem reduzierten Titan im aktiven Zentrum – © AG Prof. Grimme, Fabian Bohle, Universität Bonn) weiterlesen…

Energy-Harvesting mit Origami

Gedruckte thermoelektrische Generatoren für die Energiegewinnung

Thermoelektrische Generatoren (TEGs) wandeln Umgebungswärme in elektrische Energie um. Sie bieten eine wartungsfreie, umweltfreundliche und autarke Stromversorgung der stetig wachsenden Zahl von Sensoren und Geräten für das Internet der Dinge (IoT) und eine Möglichkeit zur Rückgewinnung von Abwärme. Forschende des KIT entwickelten einer Medienmitteilung vom 20.01.2021 zufolge Druckverfahren für kostengünstige, dreidimensionale thermoelektrische Generatoren. (Mit Origami-Technik kostengünstig thermoelektrische Generatoren herstellen – Foto © Andres Rösch, KIT) weiterlesen…