COVID19 hat Klimawandel nicht aufgehalten

WMO et al.: Pandemie hält Krise kaum auf

Die Corona-Pandemie hat den Klimawandel einem Bericht mehrerer UN-Organisationen (u.a. WMO) zufolge nicht entscheidend gebremst. Zwar seien die weltweiten CO2-Emissionen im April angesichts der Corona-Beschränkungen um rund 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, hieß es in einem am 09.09.2020 in New York veröffentlichten Bericht United in Science 2020. Schon Anfang Juni hätten die täglichen CO2-Emissionen aber nur noch rund fünf Prozent unter denen von 2019 gelegen. Für das Gesamtjahr prognostizieren die Autoren des Berichts eine Minderung von lediglich vier bis sieben Prozent gegenüber den Vorjahreswerten. weiterlesen…

Chancen von Climate-Engineering vielfach übertrieben

Climate Engineering: Klimamodelle oft einseitig

Der Klimawandel gewinnt für Politik und Öffentlichkeit immer mehr an Bedeutung. Viele ambitionierte Klimapläne verlassen sich jedoch auf gezielte Eingriffe ins Klimageschehen, deren Risiken nur unzureichend verstanden werden. In einer am 07.09.2020 in Risk Analysis veröffentlichten neuen Publikation (vom 28.07.2020) beschreiben die IASS-Forscher Sean Low und Matthias Honegger, wie Klimamodelle zu „Best-Case-Szenarien“ tendieren. Sie warnen davor, dass eine verzerrte Wahrnehmung der Chancen von Climate-Engineering-Technologien (siehe: solarify.eu/climate-auch-geo-engineering) die Trägheit von Politik und Industrie beim Klimaschutz verstärken könnte. Um diesem Trend entgegenzuwirken, empfehlen sie eine stärkere Einbindung von Interessengruppen und eine klarere Kommunikation der Voraussetzungen und Grenzen von Klimamodellen. weiterlesen…

Climate (auch Geo-)Engineering

Geoengineering umfasst bewusste und zielgerichtete – meist in großem Maßstab durchgeführte – Eingriffe in das Klimasystem mit dem Ziel, die vom Menschen gemachte (anthropogene) Klimaerwärmung zu mildern (siehe Umweltbundesamt, 16.10.2019). Statt die Ursache – die anthropogenen Treibhausgasemissionen – des Klimawandels zu bekämpfen, könnte Geoengineering vielmehr nur die Auswirkungen beeinflussen und mindern. weiterlesen…

Methan kein Dekarbonisierungstreiber

Ausstieg aus fossilem Erdgas

In einem Diskussionspapier ziehen Claudia Kemfert, Christian von Hirschhausen und Fabian Praeger vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW-Berlin) das Narrativ in Zweifel, Methan könne die Dekarbonisierung vorantreiben, und fossiles Erdgas sei ein idealer Übergangsbrennstoff im Defossilisierungsprozess. Stattdessen entwickeln sie eine alternative Erzählung namens „Ausstieg aus fossilem Erdgas“, als logische Folge eines wirklich kohlenstofffreien Energiesystems. Wenn man die Herausforderung der Dekarbonisierung ernst nehme, sei Erdgas keine Lösung mehr, sondern werde zu einem Hauptproblem. Allerdings werde es innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte aus dem Brennstoffmix verschwinden. Solarify dokumentiert Ausschnitte aus dem 52seitigen Papier. weiterlesen…

Silizium-Perowskit-Tandemsolarzellen in einem Arbeitsgang beidseitig beschichten

Helmholtz: Neue Anlagen ebnen Weg zu industrienaher Produktion

Perowskite, zugleich kostengünstig herstellbar und sehr effizient, gelten als aussichtsreiche Materialien für Solarzellen. Sie eignen sich vor allem für Tandem-Solarzellen, die Zellen aus Silizium und Perowskit miteinander kombinieren. Dadurch wird das Sonnenlicht besonders umfassend zur Gewinnung von elektrischer Energie genutzt. Bislang lassen sich die Vorteile solcher Zellen nur in kleinem Maßstab im Labor nutzen. Mit zwei neuen hochinnovativen Fertigungsanlagen schaffen Forscher am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) nun die Grundlage für eine künftige Produktion im industriellen Maßstab.enid=1″ target=“_blank“ rel=“noopener noreferrer“>Maßstab im Labor nutzen. Mit zwei neuen hochinnovativen Fertigungsanlagen schaffen Forscher am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) nun die Grundlage für eine künftige Produktion im industriellen Maßstab. weiterlesen…

Zielpunkte tausender Heliostaten im Betrieb ermitteln und steuern

ISE – Projektabschluss HelioControl

Von den solarthermischen Kraftwerken werden Turmsystemen die größten Potenziale hinsichtlich Effizienz und Kostenreduktion zugesprochen. Insbesondere bei den Spiegeln (Heliostaten), die zwischen 30 und 40 Prozent der Investitionen ausmachen, können Kosten eingespart werden. Ein Ansatz dafür ist die häufige Kalibrierung oder Regelung der Heliostaten-Zielpunkte. Im Projekt „HelioControl“ entwickelte das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE ein Kalibrier- und Regelungssystem auf Basis digitaler Bildverarbeitung für Heliostatenfelder. Mit dieser Methode können die Zielpunkte vieler Heliostaten erstmals während des laufenden Betriebs zeit- und kosteneffizient ermittelt werden. weiterlesen…

Frost & Sullivan: Entscheidendes Jahrzehnt für globalen Energiesektor

„Bis 2030 weltweit fast drei Billionen Euro Investitionen in Erneuerbare Energien“

Die jüngste Analyse von Frost & Sullivan („Opportunities from Decarbonization in the Global Power Market, 2019-2030„) zeigt, dass die 2020er Jahre für alle Beteiligten in der Energiewirtschaft von entscheidender Bedeutung sein werden, da der Übergang zu Erneuerbaren Energien voraussichtlich zunehmen wird, während die Kohle in den meisten entwickelten Märkten einen Abschwung erlebt. Die Analysten sehen in Dezentralisierung, Dekarbonisierung und Digitalisierung die Hauptpfeiler der globalen Energiewende – dazu das Aufkommen neuer Geschäftsmodelle und einen wachsenden Flexibilitätsbedarf. Das werde vor allem bei Technologien wie Energiespeichersystemen und virtuellen Kraftwerken für Wachstum sorgen. weiterlesen…

Regelmäßige Klima-Infos im Fernsehen verlangt

„Klima° vor acht“ zielt auf „Börse vor acht“

Überraschendes Crowdfunding-Ergebnis: Schon nach 220 Minuten war die komplette Finanzierung des Projekts Klima° vor acht erreicht. Die Initiatoren waren ebenfalls überrascht: „Mit so einem Erfolg und solch einer Dynamik haben wir nicht gerechnet.“ Gegenstand ist eine Forderung an die ARD, statt den Börsennews vor 20 Uhr oder im Wechsel mit ihnen Informationen über den Klimawandel auszustrahlen. Die ARD erklärte, ein solches Format sei nicht geplant. Deshalb hat sich in engagiertes Team von Klimaschützern zusammengetan, um bis Ende 2020 ein Anschubformat zu finanzieren. weiterlesen…

Toyotas Mondmobil nimmt Formen an

Spitzname „Lunar Cruiser“: Brennstoffzellentechnik im All

„Mit der Zuverlässigkeit des Land Cruiser auf dem Mond unterwegs“ betitelte der japanische Autokonzern Toyota am 28.08.2020 sein neues Projekt mit der japanischen Weltraumagentur JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency), dessen Fertigstellung für die zweite Hälfte des Jahrzehnts geplant ist. Das bemannte Mondfahrzeug mit Druckausgleich trägt künftig den Namen „Lunar Cruiser“.
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Spatenstich für erste industrielle Power-to-Gas-Anlage der Schweiz

Vorzeigeprojekt bei Limeco in Dietikon

In Zusammenarbeit mit acht Schweizer Energieversorgern und der Stadtwerke-Allianz Swisspower realisiert das Limmattaler Regiowerk Limeco in Dietikon die erste industrielle Power-to-Gas-Anlage der Schweiz. Mit dem Spatenstich am 04.09.2020 haben die Projektpartner einen Meilenstein erreicht. Das Projekt soll aufzeigen, wie Power-to-Gas-Anlagen die erneuerbare Stromproduktion ergänzen und dabei wirtschaftlich betrieben werden können. weiterlesen…