Starke Nachfrage wird Wasserstoffpreis verdoppeln

Aurora-Untersuchung: Für wettbewerbsfähige Kosten müssen Verkehrs- und Wärmesektor elektrifiziert und grüner Wasserstoff politisch gefördert werden

„Wärmemarkt und Verkehr verderben Wasserstoffpreis“ titelte der Energy Messenger am 01.09.2020: Eine neue Untersuchung des Londoner Thinktanks Aurora Energy Research warnt vor einem Wasserstoff-Hype, der den Preis hochtreiben könnte. Aurora bewertet in der Studie „Wasserstoff im nordwesteuropäischen Raum“ die Rolle von Wasserstoff in den Energiesystemen von Deutschland, Belgien und den Niederlanden sowie die sektorale Nachfrageaufnahme, den technologischen Fortschritt, die Kosten und liefert Marktentwicklungen in mehreren Szenarien. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der neuen Analyse. weiterlesen…

Elektroden schneller trocknen – Batterien kostengünstiger herstellen

KIT-Projekt EPIC zielt auf energetische, ökonomische und ökologische Optimierung der Produktion

Mit dem Ausbau der Elektromobilität steigt die Nachfrage nach geeigneten Batterien. Hochwertige Elektroden für Lithium-Ionen-Batterien schneller und energieeffizienter zu trocknen und damit kostengünstiger herzustellen – darauf zielt das am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierte neue Projekt EPIC. Ein innovatives Trocknungsmanagement in der Elektrodenherstellung senkt die Kosten der Batterieproduktion, verbessert die Umweltbilanz und stärkt den Standort Deutschland. Das Bundesforschungsministerium fördert EPIC mit drei Millionen Euro. weiterlesen…

Metallfreier Kohlenstoff-Katalysator könnte chemische Produktion umkrempeln

Anordnung von Stickstoff entscheidend

Wissenschaftler des Ames-Labors (US-Energieministerium) haben einen metallfreien, kohlenstoffbasierten Katalysator entdeckt, der das Potenzial hat, viele industrielle Verfahren, einschließlich der Herstellung von Bio- und fossilen Brennstoffen, Elektrokatalyse und Brennstoffzellen, wesentlich kostengünstiger und effizienter zu gestalten. Diese Industrieprozesse enthalten in ihren grundlegenden Formen die Aufspaltung starker chemischer Bindungen, wie Wasserstoff-Wasserstoff-, Kohlenstoff-Sauerstoff- und Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindungen. Traditionell wurde dies mit Katalysatoren bewerkstelligt, die Übergangs- oder Edelmetalle verwenden, von denen viele teuer und in geringem natürlichen Vorkommen vorhanden sind – wie Platin und Palladium. weiterlesen…

Noch eine Premiere mit grüner Stahlproduktion

HYBRIT-Technologie: „Erster in fossilfreiem Stahl“

H2 grün - SymbolAm 31.08.2020 machten die schwedischen Unternehmen SSAB, LKAB und Vattenfall eigenen Angaben zufolge mit der Inbetriebnahme der HYBRIT-Pilotanlage zur Herstellung von fossilfreiem Eisenschwamm einen entscheidenden Schritt in Richtung grüner Stahlerzeugung. Das Konsortium will bis 2026 eine vollständige Wertschöpfungskette für fossilfreien Stahl schaffen. Das Stahlunternehmen Dillinger und Saarstahl hatte am 21.08.2020 in einer Medienmitteilung die Inbetriebnahme der deutschlandweit ersten Anlage zur wasserstoffbasierten Stahlproduktion über die Hochofenroute verkündet. Mit der Investition in Höhe von 14 Millionen Euro sollen die CO2-Emissionen verringert und die Voraussetzung geschaffen werden, grünen Wasserstoff in der Praxis einzusetzen (siehe: solarify.eu/erster-deutscher-wasserstoff-stahl). weiterlesen…

Europas Weg mit dem Wasserstoff

„Schlüssel zu erfolgreicher Dekarbonisierung“

„Wasserstoff soll eine zentrale Säule der CO2-neutralen Zukunft werden. Auf dem Weg dorthin sind noch einige Hürden zu nehmen. Intensive Forschung soll dabei helfen“, schreibt Kai Dürfeld am 31.08.2020 auf helmholtz.de. Er beschreibt anhand von Forschern aus Jülich und vom Karlsruher Institut für Technologie die verschiedenen Aspekte und Aussichten von Wasserstoff. weiterlesen…

Forschungprojekt für Wärmewende startet

HTWK Leipzig, UFZ und Netzwerk Energie und Umwelt bauen Innovationscluster für Region Borna-Leipzig-Bitterfeld auf

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig), das und das Netzwerk Energie und Umwelt Leipzig (NEU) starten am 01.09.2020 das vom BMBF geförderte Projekt RegioZukunft: Wärme mit dem Ziel, eine gemeinsame Vision für die Wärmeversorgung der Zukunft auf der Basis Erneuerbarer Energien zu entwickeln. Die beteiligten Partner werden in der Region Borna-Leipzig-Bitterfeld ein Zukunftskonzept für Wärmewende und Sektorkopplung erarbeiten, das anschließend in einer zweiten Förderphase umgesetzt werden soll. Dazu wollen sie ein Innovationscluster bilden, das den Strukturwandel in der Region unterstützt. weiterlesen…

Schweizer Unternehmen will jährlich 4.000 Tonnen CO2 versteinern

Climeworks treibt auf Island „Direct Air Capture“ voran

Die Abscheidung von CO2 aus der Luft ist bisher zwar noch teuer, aber sie funktioniert. Immer mehr Klimaforscher sind überzeugt davon, dass sich die globale Erwärmung allein durch sinkende Emissionen nicht stoppen lassen wird. Sie fordern daher sogenannte negative Emissionen – etwa mit der Idee „Direct Air Capture“ (DAC): Kohlendioxid wird direkt der Luft entzogen oder in Produktionsprozessen, bzw. aus klimaneutralen Biomassekraftwerken abgeschieden – sogenannte negative Emissionen. Das Cleantech-Unternehmen Climeworks plant gemeinsam mit dem Carbfix-Projekt und dem Energieversorger ON Power auf Island die Skalierung der sogenannten Carbon Dioxide Removal-Technologie. Mit der neuen Technologie-Generation will Climeworks jährlich 4.000 Tonnen CO2 unterirdisch in Stein speichern. (Foto Direct-Air-Capture-Anlage © Climeworks, Julia Dunlop) weiterlesen…

E-Autos 50-80% besser als Diesel und Benziner

„Grüne“ Studie aus Eindhoven räumt auf

E-Mobilität - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyOliver Krischer, Verkehrs- und Energieexperte der Grünen im Bundestag, auf seiner Webseite: „Bisherige Studien waren nicht gerade schmeichelhaft, was die CO2-Bilanz von Elektroautos betrifft. Die Autoren Sinn/Buchal haben das ja auf die Spitze getrieben und ausgerechnet, dass der modernere Diesel 30% weniger CO2 emittiert. Studien vom ADAC oder dem ÖAC waren auch nicht viel besser und kommen auf einen ähnlichen CO2 Ausstoß bei Dieseln und Elektroautos.“ Eine Untersuchung der technischen Universität Eindhoven im Auftrag der grünen Bundestagsfraktion hat die erwähnten Vorgängerinnen einer Analyse unterzogen und kritisiert vor allem folgende Fehlannahmen: weiterlesen…

Klimaschutz braucht Wachstum, aber kein „Weiter so“

Eine MCC-Analyse für das Fachmagazin WIREs Climate Change

Über die „Grenzen des Wachstums“ streitet sich die Wissenschaft spätestens seit 1972, als der gleichnamige Klassiker der Umweltliteratur vom Expertenzirkel Club of Rome veröffentlicht wurde. Brauchen wir gar „Degrowth“, ein Schrumpfen der Wirtschaft, um den Planeten vor Überlastung zu schützen? Oder wäre das fatal, weil uns dann die Ressourcen zum Umbau fehlen? Wie sich vermeiden lässt, dass sich die Klimadebatte an dieser Gretchenfrage verhakt, das beleuchtet ein Autorenteam unter Leitung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Die Analyse wurde jetzt in der Fachzeitschrift WIREsClimate Change veröffentlicht. (Darstellung: Globale Gemeinschaftsgüter © mcc-berlin.net) weiterlesen…

Brennstoffzellen leben länger

Ohne Kohlenstoffträger deutlich stabiler

Einem internationalen Forschungsteam unter Leitung der Universität Bern ist es gelungen, einen dadurch deutlich stabileren Elektrokatalysator für Wasserstoff-Brennstoffzellen zu entwickeln, der im Gegensatz zu den heute üblichen Katalysatoren ohne Kohlenstoffträger auskommt. Das neue Verfahren ist industriell anwendbar und kann zur weiteren Optimierung von brennstoffzellenbetriebenen Fahrzeugen ohne CO2-Ausstoß genutzt werden.
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