Neuer Dreh für Nano-Elektronik

HZDR-Forschern gelingt gezielte Steuerung extrem kurzwelliger Spinwellen

In den vergangenen Jahren kannte die Entwicklung in der elektronischen Datenverarbeitung nur eine Richtung: Die Industrie verkleinerte die Bauteile bis in den Nanometerbereich. Doch langsam stößt dieser Prozess an eine physikalische Grenze. Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) arbeiten deswegen an einer vielversprechenden Alternative, die den Informationstransport in kompakteren Mikrochips ermöglichen soll: Spinwellen. In einer internationalen Kooperation ist es ihnen gelungen, diese sogenannten Magnonen mit extrem kurzen Wellenlängen zu erzeugen und sie gezielt zu lenken. Wie die Physiker in der Zeitschrift Nature Nanotechnology erklären, nutzen sie dafür ein natürliches magnetisches Phänomen. (Foto: Eine Spinwelle breitet sich entlang einer magnetischen Domänenwand aus. – © HZDR / Juniks) weiterlesen…

10,7 Prozent Effizienzgrad für Grätzelzelle

Farbstoffsolarzelle liefert mehr Power – Forscher der Kyotoer Universität erreichen Rekord-Wirkungsgrad

Mit einem neuartigen molekularen Farbstoff ist es Forschern des Instituts für Integrierte Zell-Materialwissenschaften der Universität Kyoto gelungen, den Wirkungsgrad einer Farbstoffsolarzelle auf 10,7 Prozent zu erhöhen. Bisher liegt er deutlich unter zehn Prozent und reduziert sich während der Nutzung weiter. Die Forscher um Hiroshi Imahori und Tomohiro Higashino sind dabei, das Feld der sogenannten aromatisch kondensierten Porphyrin-Sensibilisatoren für farbstoffsensibilisierte Solarzellen, der derzeit effizientesten Solartechnologie, neu zu beleben. weiterlesen…

Wird EU Anspruch auf „Klimaführer“ einlösen können?

EU-Spitzen wollen Klimastrategie bis „Anfang 2020“ fertigstellen

Die Gespräche über eine europäische Klimastrategie bis 2050 sollten bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein, damit der Plan Anfang 2020 endgültig verabschiedet werden kann. So steht es im Entwurf der Schlussfolgerungen für den EU-Gipfel, der Ende kommender Woche in Brüssel stattfindet. Die Staats- und Regierungschefs der EU werden dem kommenden finnischen EU-Vorsitz auf dem Gipfel in der nächsten Woche ein Mandat erteilen, die Gespräche über einen ehrgeizigen Plan zur CO2-Neutralität des Blocks bis 2050 voranzutreiben. In dem von Sam Morgan am 13.06.2019 für EURACTIV eingesehenen Entwurf der Schlussfolgerungen werden die 28 nationalen Regierungen der EU und die Europäische Kommission ersucht, „die Arbeit an den Bedingungen, den Anreizen und dem Rahmen, der geschaffen werden kann, um den fairen Übergang zu einer klimaneutralen EU zu unterstützen, voranzutreiben“. weiterlesen…

Svenja Schulze: „Meilenstein für Klimaschutz im Straßengüterverkehr“

Deutschland stimmt EU-weiten CO2-Flottengrenzwerte für Lkw zu

Der Rat der EU-Mitgliedsstaaten hat am 13.06.2019 mit der Unterstützung Deutschlands erstmals eine EU-Verordnung zur Beschränkung für den CO2-Ausstoß von Sattelzugmaschinen und Lkw beschlossen. Demnach muss der CO2-Ausstoß schwerer Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen bis 2025 um 15 Prozent und bis 2030 um 30 Prozent fallen. Im April waren bereits neue Flottengrenzwerte für Autos und leichte Nutzfahrzeuge beschlossen worden, so das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit in einer Pressemitteilung vom 13.06.2019. weiterlesen…

Großer Fortschritt in solarer Kraftstofftechnologie

Solaranlage SUN-to-LIQUID produziert erstmals solares Kerosin aus Sonnenlicht, Wasser und CO2

Die Umstellung von fossilem auf erneuerbaren Kraftstoff ist eine der wichtigsten Herausforderungen der Zukunft. Das Projekt SUN-to-LIQUID nimmt sie an, indem es die Produktion von erneuerbarem Kerosin aus Wasser und CO2 durch konzentriertes Sonnenlicht ermöglicht: Innerhalb des von der Europäischen Union und der Schweiz geförderten Projekts gelang erstmals die Herstellung von solarem Kerosin, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt am 13.06.2019 mitteilte. weiterlesen…

„Schlimmster Anstieg des Meeresspiegels könnte bereits im Gange sein“

Beginnende Instabilität in der Westantarktis könnte die schnellste auf dem Kontinent sein

Entlang der antarktischen Küste gibt es vielfach Instabilitäten im Eis, die gleichsam darauf warten, ausgelöst zu werden. Wenn das geschieht, werden die Eismassen langsam und unaufhaltsam in den Ozean fließen und damit weltweit den Meeresspiegel ansteigen lassen. Dabei ist genau jene Region, in der die Instabilität durch eine Erwärmung des Ozeans wahrscheinlich bereits eingesetzt hat, auch die Region, die schneller kollabieren wird als jede andere, so Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Auch wenn der vergleichsweise schnelle Eisverlust sich nur über Jahrzehnte hinweg entfaltet und Jahrhunderte andauert, ist die Geschwindigkeit des Eisverlustes in der Antarktis bereits heute ein wichtiger Faktor für den weltweiten Anstieg des Meeresspiegels. Davon werden – laut Pressemitteilung des PIK vom 13.06.2019 – Hunderte von Millionen Menschen an den Küsten der Welt betroffen sein, von Miami bis Shanghai. weiterlesen…

EU-Kommission: Deutschland soll mehr in Klimaschutz investieren

Vor allem Luftqualität in Städten gebe Anlass zu „ernsthafter Sorge“

Deutschland muss in Sachen Klimaschutz mehr tun. In ihrer jüngsten Empfehlung fordert die EU-Kommission die Bundesregierung dazu auf, mehr umweltfreundliche Investitionen zu tätigen. „Um die Probleme bei Mobilität und Luftqualität in Angriff zu nehmen und den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel zu fördern, muss Deutschland mehr in die Verkehrsinfrastruktur und in saubere Mobilitätslösungen investieren“, teilte die Brüsseler Behörde in der vergangenen Woche mit. Joschua Katz hat für energiezukunft am 11.06.2019 die deutschen Probleme im Verkehrsbereich beleuchtet. weiterlesen…

Ethanol verringert Feinstaub

…und andere Gesundheitsrisiken aus dem Auspuff

Eine jüngst in der Zeitschrift „Science of the Total Environment“ veröffentlichte Studie hat festgestellt, dass Ethanolbeimischungen den aus dem Auspuff austretenden Feinstaub reduzieren, was wiederum die gesamten toxischen Emissionen senkt. Die Studie war von der Urban Air Initiative in Auftrag gegeben und von der University of California Riverside und der University of Wisconsin, Madison, durchgeführt worden. weiterlesen…

„Brennendes Eis“

Selbsterhaltung und Stabilität von Methanhydraten in Gegenwart von NaCl

Gashydrate, Feststoffe, der aus einem Ensemble von Wasser- und Gasmolekülen unter geeigneten thermodynamischen Bedingungen entstehen, sind in Meeres- und Permafrostschichten vorhanden. Die Fähigkeit von Methanhydraten, außerhalb ihrer Standard-Stabilitätszone zu existieren, ist in vielerlei Hinsicht von entscheidender Bedeutung, wie z.B. ihr Nutzen bei der Gasspeicherung und -beförderung, hydratbezogene Klimaänderungen und Gasspeicher auf dem Planeten. Eine systematische in scientific reports publizierte Studie der indischen Forscher Pinnelli S. R. Prasad und Burla Sai Kiran über die Stabilität von Methanhydraten zeigt, dass die Gasaufnahme um etwa 10% sinkt, wenn der Salzgehalt auf 5,0 Gewichtsprozente erhöht wird. weiterlesen…

Alle Verbraucher von EEG-Umlage befreien

dena-Chef Kuhlmann plädiert für CO2-Finanzreform

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena), plädiert in einem Gastbeitrag im Handelsblatt für eine CO2-Finanzreform, die eine große Dynamik für Energiewende und Klimaschutz auslösen kann. Als Ausgangspunkt schlägt Kuhlmann die Befreiung aller Verbraucher von der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) vor, weil diese den Energieträger Strom im Vergleich zu fossilen Kraft- und Brennstoffen verteuert. Dadurch fehle es an Anreizen für die Nutzung von Strom aus Erneuerbaren Energien in allen Sektoren. weiterlesen…