EE machen Deutschland krisenfest

BEE legt Vorschläge für nachhaltiges Konjunkturprogramm vor

„Deutschland kann gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgehen, wenn wir für unsere Volkswirtschaft den zukunftsfähigen Neustart organisieren. Erneuerbare Energien spielen dafür die entscheidende Rolle, denn sie sorgen einerseits für Innovation, zukunftsfähige Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit und sind andererseits das effizienteste Instrument gegen die Klimakrise, deren Folgen wir zunehmend spüren. Wenn die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien in allen Sektoren beschleunigt, können diese ihr volles Potenzial in einem gekoppelten Energiesystem entfalten. Anstatt fossile Technologien der Vergangenheit weiter zu befördern, müssen wir jetzt den innovationsstarken Aufbruch in die moderne CO2-freie Energiewirtschaft sichern. Dafür besteht jetzt die Chance. Die Bundesregierung muss anpacken“, fordert Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V.. „Es ist erfreulich, dass auch aus der Bundesregierung Stimmen kommen, die auf eine nachhaltige Ausrichtung staatlicher Investitionen pochen. Dabei darf es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben.“ weiterlesen…

Nur mit gezieltem Zuschuss aus dem Bundeshaushalt …

… kann Bundesregierung Rekordanstieg der EEG-Umlage 2021 noch verhindern

Ohne aktives politisches Handeln dürfte die Ökostromumlage im nächsten Jahr auf 8,6 Cent je Kilowattstunde steigen und damit Haushalte zusätzlich belasten. Ein Zuschuss aus dem Bundeshaushalt von fünf Cent je Kilowattstunde als Teil des Corona-Konjunkturpakets könnte die EEG-Umlage hingegen in etwa halbieren und somit die Haushalte bei der Bewältigung der Corona-Krise entlasten. Das ist ein Vorschlag von Agora Energiewende. weiterlesen…

„Ewiges Eis“ ergrünt

…oder errötet

Wegen der steigenden Temperaturen breiten sich am Südpol Algen aus, die das „ewige Eis“ grün (oder rot) einfärben. Eine neue Studie in nature zeigt, dass die Algenflächen trotz Schneeschmelze größer werden und eine wichtige Rolle als Kohlenstoffspeicher spielen. Grüne Algen wachsen sowohl unter als auch auf dem Schnee. Sie sind mikroskopisch klein, wenn sie aber in großer Zahl auftreten, verfärben sie die Schneelandschaft. „Diese Farbteppiche erstrecken sich teilweise über Hunderte Quadratmeter und sind sogar vom Weltall aus sichtbar. Bereits seit Langem bekannt sind außerdem rote Algenblüten in der Antarktis“ (DER SPIEGEL). weiterlesen…

Zementherstellung endlich CO2-reduziert?

Viele Bemühungen

Hoffmann Green Cement Technologies (HGCT), ein seit kurzem an der Börse Euronext notiertes französisches Cleantech-Unternehmen, hat rund 65 Millionen Euro eingesammelt, und seinen Aktionären versprochen, seine Zement-Produktion zu steigern und gleichzeitig die CO2-Emissionen um den Faktor 5 zu reduzieren. Allein China verbaut 2,4 Milliarden Tonnen Zement pro Jahr. Die deutsche Zementindustrie produziert dagegen nur einen Bruchteil: 27,5 Millionen Tonnen. Aber: Zementhersteller sind für sieben Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Wäre die Welt-Zement-Industrie ein Land, läge sie bei den CO2-Emissionen hinter China und den USA an dritter Stelle. weiterlesen…

Neues Klimaschutz-Projekt „Constrain“

Über „Beschränken“ – nur noch 985 Gt CO2 – oder weniger

Das Pariser Abkommen von 2015 legt einen Welt-Aktionsplan zur Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2°C fest und fordert gleichzeitig, die Bemühungen zur Begrenzung auf 1,5°C fortzusetzen. Die Vorhersage, wie sich das Klima in den nächsten 20-50 Jahren verändern wird, sowie die Festlegung der Emissionspfade, welche die Welt auf den richtigen Weg bringen und auf Kurs halten werden, erfordert jedoch ein besseres Verständnis dafür, wie verschiedene menschliche und natürliche Faktoren das Klima beeinflussen. Das von der EU finanzierte CONSTRAIN(=“Beschränken“, „Zwingen“)-Projekt, ein Konsortium von 14 europäischen Partnern, entwickelt ein besseres Verständnis dieser Variablen, speist sie in Klimamodelle ein, um die Unsicherheiten zu verringern, und erstellt verbesserte Klimaprojektionen für die nächsten 20-50 Jahre auf regionaler und globaler Ebene. weiterlesen…

Meereis-Schmelze ermöglicht früheren LNG-Transport über Arktis-Route

Klimawandel-Folgen

Weil das normalerweise die Route blockierende arktische Meereis taut, verschifft Russlands größter Flüssiggasförderer Jamal seinen Brennstoff mehr als einen Monat früher als bisher üblich über die Arktis nach China – zitiert Climatewire einen Artikel von und auf Bloomberg Green vom 19.05.2020. Die „Christophe de Margerie“, ein Schiff der Atomeisbrecherklasse, welches das von Novatek PJSC geführte Jamal-LNG-Projekt bedient, verließ am 18.05.2020 die Förderanlage im nordrussischen Sabetta und fährt nun über den sogenannten Nördlichen Seeweg nach Osten, wie aus den Schiffsverfolgungsdaten auf Bloomberg hervorgeht. (Foto: Eisbären auf dem arktischen Meereis – © Dirk Notz) weiterlesen…

Initiative GET H2: Energiewende mit Wasserstoff

36 Unternehmen und Institutionen als Partner

Den Kern für eine bundesweite Wasserstoffinfrastruktur etablieren, um eine effiziente Umsetzung der Energiewende möglich zu machen will die im März gegründete Initiative GET H2. Dahinter stehen Unternehmen und Institutionen, die sich aktiv für die Schaffung eines wettbewerbsorientierten Wasserstoffmarktes und für die dazu notwendigen Anpassungen der gesetzlichen und regulatorischen Grundlagen einsetzen. In mehreren Projekten treiben die Partner der Initiative die Entwicklung der Technologien und ihre Markteinführung voran und planen die Realisierung von Infrastrukturen zu Produktion, Abnahme, Transport und Speicherung von grünem Wasserstoff. weiterlesen…

Klimaschutz JA – Persönlich einschränken NEIN

TechnikRadar 2020 zeigt: Biokunststoff und Biosprit aus Reststoffen finden Zuspruch, Laborfleisch und grüne Gentechnik werden abgelehnt

70,2 Prozent der Deutschen finden, Deutschland sollte beim Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen. Dass der Umweltschutz eine Einschränkung des Konsums erfordert, meinen sogar 74,4 Prozent der Befragten. Das zeigt das „TechnikRadar 2020“ von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und Körber-Stiftung. Neben allgemeinen Einstellungen zu Technik, fragt die repräsentative Studie 2020 ab, was die Deutschen über „Bioökonomie“, also ökologisch nachhaltige Innovationen, denken. Während allgemeine Ziele zum Umwelt- oder Klimaschutz in Deutschland Zuspruch finden, sind persönliche Einschränkungen und Verbote unter den Befragten wenig populär: Höhere Steuern auf fossile Brennstoffe würde nur ein Drittel begrüßen (35 Prozent). Ähnlich wenige befürworten die Einschränkung des privaten Autoverkehrs (33,4 Prozent) – und fast genauso viele Deutsche (29,5 Prozent) lehnen dies ab. weiterlesen…

„Hinwendung der Politik zur Wirklichkeit“

Der Kohleausstieg geht billiger, besser und klimafreundlicher

Die Corona-Krise macht es möglich, dass der Kohleausstieg früher kommen und viel billiger werden könnte als ursprünglich gedacht. Die neue Realität bietet der Politik eine Riesenschance. „Noch wäre also in der Klimapolitik möglich, was Corona an vielen anderen Stellen bereits ermöglicht hat: politische Flexibilität, ein Neujustieren der Gesetze auf neue Gegebenheiten“. Der Bundestag müsse es nur wollen, schreibt Petra Pinzler in ihrer ZEIT-ONLINE-Kolumne vom weiterlesen…

EWI für H2-Technologieneutralität

Ausblick auf nationale Wasserstoffstrategie

Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln schlägt vor, nicht nur auf grünen, sondern auch auf blauen und türkisen Wasserstoff zu setzen. Denn der stockende Ausbau der Erneuerbaren Energien hemme den Aufbau einer rein grünen Wasserstoffwirtschaft. Die Bundesregierung plant einerseits, Wasserstoff großskalig in der deutschen Energieversorgung einzusetzen, anderseits möchte sie Wasserstofftechnologien als neues Standbein der deutschen Exportwirtschaft etablieren. Welche Erzeugung (grün, blau oder türkis – s.u.) gefördert werden soll, wird kontrovers diskutiert. Eine Gegenüberstellung der drei Arten macht deutlich, dass alle Verfahren zur Herstellung von CO2-neutralem Wasserstoff in der Strategie berücksichtigt werden sollten. Das ist die wichtigste Erkenntnis aus dem neuen EWI Policy Brief von David Schlund und Simon Schulte zur Nationalen Wasserstoffstrategie, die in Kürze vom Kabinett verabschiedet werden soll. weiterlesen…