Projekt „Lade-PV“ gestartet

Fahrzeugintegrierte PV für Elektro-Nutzfahrzeuge

Der Schwerlastverkehr verursacht 6 Prozent der CO2-Emissionen in der EU. Direkt am Fahrzeug produzierter Solarstrom kann diese Bilanz um 5 bis 7 Prozent deutlich verbessern. Im Projekt „Lade-PV“ wollen vier Industrieunternehmen und zwei Fraunhofer-Institute unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE die Marktfähigkeit von PV-Anwendungen im Lastenverkehr demonstrieren. Dafür soll laut einer Medienmitteilung vom 03.04.2020 ein Gesamtkonzept entwickelt werden, das den flächendeckenden Einsatz von integrierten PV-Modulen an Elektro- und anderen Nutzfahrzeugen (über 3,5 Tonnen Nutzlast) ermöglicht. weiterlesen…

Spuren eines Regenwaldes in der Westantarktis

90 Millionen Jahre alter Waldboden belegt unerwartet warmes Südpol-Klima in der Kreidezeit

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Geowissenschaftlern des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, hat ein neues und bislang einzigartiges Fenster in die Klimageschichte der Antarktis aufgestoßen. In einem Sedimentbohrkern, den die Forschenden im Februar 2017 im westantarktischen Amundsenmeer geborgen haben, fanden sie nahezu ursprünglich erhaltenen Waldboden aus der Kreidezeit, einschließlich vieler Pflanzenpollen und -sporen sowie eines dichten Wurzelnetzwerkes. Die Studie, welche die südlichsten direkt verwertbaren Klima- und Umweltdaten aus der Kreidezeit liefert und Klimamodellierer auf der ganzen Welt vor neue Herausforderungen stellt, erschien am 01.04.2020 im Fachmagazin NATURE. weiterlesen…

Folgen der Corona-Pandemie und Klimaschutz

Diskussionspapier des Wuppertal Instituts plädiert dafür die langfristige Zukunftsgestaltung im Blick zu halten

Autowerke stellen ihre Produktion ein, die Börse stürzt ab, überall sieht man leere Straßen und Cafés und plötzlich ist Homeoffice für einen Großteil der arbeitenden Bevölkerung in Deutschland die Empfehlung oder gar eine Vorgabe. Die Corona-Pandemie bestimmt unseren derzeitigen Alltag und trifft Deutschland, Europa und die Welt zu einer Zeit, in der es ohnehin eine Vielzahl an gewaltigen Herausforderungen zu lösen gilt. Die Vorbereitungen dazu müssten jetzt schon getroffen werden, sagen die beiden wissenschaftlichen Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick und Prof. Dr. Uwe Schneidewind. Welche Kriterien und Maßnahmen es dafür braucht, zeigt ihr Diskussionspapier vom 20.03.2020. weiterlesen…

Nicht für die Ewigkeit

Das EEG hat Solar-und Windkraft voran gebracht – doch es braucht einen Systemwechsel

Zwanzig Jahre – Zeit, Bilanz zu ziehen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, hat ohne Zweifel einiges bewirkt und dabei weltweit ausgestrahlt. Zum Beispiel hat es die Photovoltaik billig gemacht, indem es die Massenfertigung von Solartechnik vorantrieb. So werden heute in diversen Ländern Solarstromanlagen aufgebaut, die keiner Förderung mehr bedürfen. Wenn 2020 weltweit zwischen 110 und 130 Gigawatt Photovoltaik neu installiert werden – so die aktuellen Schätzungen –, ist das auch ein Erfolg des EEG. So Bernward Janzing in der taz zum Jubiläum. weiterlesen…

Bakterien fressen Polyurethan-Plastik

Mikrobe zersetzt und ernährt sich von schwer recycelbarem Kunststoff

Mehr als 300 Millionen Tonnen Kunststoff werden jährlich weltweit produziert. Einen großen Teil dieser Plastikflut macht Polyurethan aus – in Kleidung, Schuhen, Möbel, Surfbrettern, Autos und Kühlschränken verarbeitet. Es ist zwar extrem leicht, isoliert und fixiert am Bau, ist aber besonders schlecht zu recyceln und enthält giftige Stoffe. Weil die Wiederaufbereitung bisher energieintensiv und teuer war, landete das PU in Massen auf Mülldeponien, in der Natur oder im Meer, wo es giftige Chemikalien freisetzt. Der dem Erdboden entnommene Bakterienstamm Pseudomonas sp. TDA1 greift Polyurethan-Plastik an und könnten den schwer recycelbaren Kunststoff biologisch abbauen. weiterlesen…

COP26 im November verschoben

Kommentare zur Verschiebung der 26. Weltklimakonferenz in Glasgow

Das Klimasekretariat der Vereinten Nationen UNFCCC und die Regierung von Großbritannien verschieben aufgrund der COVID-19-Pandemie die für 09. bis 20.11.2020 in Glasgow geplante 26. Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen COP26. Der neue Termin soll zu einem späteren Zeitpunkt und in Absprache mit den Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen bekannt gegeben werden, teilten die britische Regierung und die finnische Umwelt- und Klimaministerin Krista Mikkonen am Mittwochabend auf Twitter mit. weiterlesen…

Power-2-X könnte gleich mehrere Probleme lösen

Hoffnungen auf Wasserstoff gewachsen

H2 grün - SymbolWasserstoff könnten ein Schlüssel zu neuen, erfolgversprechenden Geschäftsmodellen für Energieversorger werden. Das Vertrauen in die positive Entwicklung durch Power-to-Gas in den vergangenen zwei Jahren habe sich verdoppelt, aktuell rechneten rund 60 Prozent der Versorgungsunternehmen mittel- und langfristig mit hohen bis sehr hohen Margen. Das ist ein Ergebnis der Studie „Strategieentwicklung von Energieversorgern“ der Managementberatung Horváth & Partners. weiterlesen…

EE-Anteil wegen großer Sondereffekte erstmals bei 52 Prozent

ZSW und BDEW legen aktuelle Berechnungen vor

Im ersten Quartal 2020 haben die Erneuerbaren Energien aufgrund einer Kombination von Sondereffekten erstmals rund 52 Prozent des Bruttoinlandstromverbrauchs gedeckt. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Auf den „Wind-Rekord“ im Februar folgte der März mit außergewöhnlich vielen Sonnenstunden. Hinzu kam ein Rückgang des Stromverbrauchs um ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. weiterlesen…

„Der Kaukasus ohne Mütze“ – die Gletscher schmelzen

Warum das Eis in den Bergen schmilzt und was dadurch geschehen kann

Infolge der Klimaerwärmung ist die Fläche der Kaukasus-Gletscher zwischen 1986 und 2014 um etwa 16% zurückgegangen, so ein internationales Forschungsteam mit Levan Tielidze von der Staatsuniversität Tbilissi und Stanislav Kutuzov, Geograph der HSE-Universität Moskau. Gletscher, die nicht mit Gesteinsschutt bedeckt sind, haben demnach stärker abgenommen als bedeckte und damit eher geschützte Gletscher. Die von den Kaukasus-Gletschern bedeckte Fläche nimmt jährlich um etwa 0,5% ab – ein auffälliger Verlust, wie die Forscher im Fachmagazin The Cryosphere berichten. weiterlesen…

15 Fakten zum Klimawandel

Vier Wissenschafts-Institutionen veröffentlichen gemeinsames Papier

„In der Fachwelt besteht Konsens, dass der Mensch die Haupt-Ursache des gegenwärtigen Klimawandels ist. Verlässliche Informationen zum Klimawandel liegen vor. Gegenstimmen sind nicht wissenschaftlich fundiert. Klima-Modelle geben verlässlich Auskunft über künftige Entwicklungen“. Dies sind drei Hauptaussagen aus einem neunseitigen Hintergrundpapier, in dem klimafakten.de gemeinsam mit dem Deutschen Klima-Konsortium, der Klima-Initiative der Helmholtz-Gemeinschaft und der Organisation „Scientists for Future“ den aktuellen Stand der Forschung, wichtige Fragen rund um Klimawandel und Klimaschutz zusammengefasst und am 26.03.2020 veröffentlicht hat. weiterlesen…