„Tutu für den Katalysator“

Mittels Mangan gelingt Hydrierung von Chinolin bei Raumtemperatur

Einmal nicht Erneuerbare Energien, sondern Arzneimittel – für deren Produktion sind Chinoline unverzichtbar, cyclische Kohlenstoffverbindungen, deren charakteristische Ringstruktur ein Stickstoffatom enthält. In katalytischen Verfahren werden sie hydriert – und damit in pharmazeutische Wirkstoffe verwandelt. Üblicherweise verwendet die Pharmaindustrie dabei teure Edelmetall-Katalysatoren. Am gelang diese Reaktion jetzt erstmals mit dem Nicht-Edelmetall Mangan. Und zwar bei Raumtemperatur und unter Normaldruck – so eine Medienmitteilung (samt ungewöhnlicher Überschrift) des Rostocker Likat-Instituts. Das Paper der Doktorandin Veronica Papa erschien in Nature Catalsys. (Foto: Chemisches Labor © Magnus Manske – Eig. Werk, CC BY 1.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Darum kriegen Länder es nicht hin, Emissionen zu senken

Staaten müssten an einem Strang ziehen – das ist kompliziert

Mit den steigenden Treibhausgasemissionen erwärmt sich die Erde. Wir wissen schon lange, dass unsere Umwelt und unsere Gesundheit dadurch gefährdet sind. Trotzdem ist der weltweite CO2-Ausstoß 2019 zum dritten Mal in Folge angestiegen – wenn auch langsamer als in den beiden Jahren zuvor. Das zeigen Ergebnisse einer Untersuchung der Stanford University. Um die Erwärmung zu stoppen, müssen die Länder dieser Erde an einem Strang ziehen und handeln. Denn für die Erderwärmung spielt es keine Rolle, wo genau Treibhausgase freigesetzt werden. Der Klimawandel ist also ein globales Problem. Das macht die Lösung leider so kompliziert. Mehr dazu in Quarks vom 07.04.2020. weiterlesen…

Regierung will Strafzahlungen für Windkraftprojekte nicht abschaffen

Bundesrat schlägt Erleichterungen für den Bau neuer Windkraftanlagen vor

Der Bundesrat wollte den Bau neuer Windkraftanlagen erleichtern, doch die Bundesregierung lehnt ab. Damit kommt die Debatte um den Bau erneuerbarer Energien in Deutschland kein Stück voran und verzögert sich noch mehr durch die Corona-Pandemie – schreibt Florence Schulz am 01.04.2020 auf EURACTIV.de. weiterlesen…

Zuwachs bei stationären Batteriespeichern

Anzahl „sprunghaft gestiegen“

Nicht nur die Zahl der Elektroautos und E-Bikes, auch die Menge der stationär verbauten Batteriespeicher ist in Deutschland in den vergangenen Jahren sprunghaft gestiegen. Das zeigt laut einer Medienmitteilung vom 06.04.2020 eine umfassende Analyse von JARA-ENERGY, des gemeinsamen Energieforschungsverbunds des Forschungszentrums Jülich und der RWTH Aachen. Die meisten stationären Batterien wurden demnach privat als Stromspeicher für PV-Anlagen angeschafft – zusammen etwa 930 MWh; das war im Jahr 2018 eine Kapazität, die der eines mittelgroßen Pumpspeicherkraftwerks entspricht. Ein deutliches Plus gab es auch bei stationären Großbatteriespeichern, deren Kapazität 2018 bei rund 550 MWh lag und die vorrangig zur Stabilisierung der Stromnetze eingesetzt werden. weiterlesen…

Aufrüttelnde neue Zahlen

Klimadesaster erhöhen das Risiko bewaffneter Konflikte: neue Belege

Nach Wetterextremen wie Dürren oder Überschwemmungen steigt in gefährdeten Ländern das Risiko für gewalttätige Zusammenstöße – hierfür hat ein Team aus internationalen Forschern und Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung neue Belege gefunden. Gefährdet sind Länder mit einer großen Bevölkerung, politischer Ausgrenzung bestimmter ethnischer Gruppen und einem niedrigen Entwicklungsstand. Die Studie kombiniert globale statistische Analysen, Beobachtungsdaten und regionale Fallstudien, um neue Erkenntnisse für politische Entscheidungsträger zu gewinnen. weiterlesen…

Konjunkturpakete für die Zeit nach Corona

Klimakabinett sollte entscheidende Rolle spielen

Laut Medienberichten plant Bundesfinanzminister Olaf Scholz für die Zeit nach der Corona-Pandemie ein milliardenschweres Konjunkturprogramm. Dieses soll sowohl Steuererleichterungen als auch Investitionsprogramme für Konsum und Produktion enthalten. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch betont, dass das Klimakabinett – bestehend aus Kanzleramt sowie Finanz-, Wirtschafts-, Landwirtschafts-, Bau-, Verkehrs- und Umweltministerium – bei diesen Planungen eine entscheidende Rolle spielen sollte. weiterlesen…

Solarstrom im Eigenheim auch 2020 profitabel

Installation im Frühling lohnt sich besonders

Wer sich 2020 eine Photovoltaikanlage zulegt, profitiert von einer weiterhin guten Rendite. Darauf weist das Solar Cluster Baden-Württemberg hin. Zwar sei die Einspeisevergütung für neue Anlagen im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Geringere Anlagekosten und ein profitabler Selbstverbrauch des Solarstroms machten den Einnahmeverlust aber teilweise wieder wett. weiterlesen…

Deutschland fehlt weiter….

Trotz Krise: Spanien reicht ambitionierten NECP bei EU-Kommission ein

Die spanische Regierung beweist einer BEE-Medienmitteilung vom 03.04.2020 zufolge, dass Klimapolitik auch in Krisenzeiten nicht stillstehen darf und hat ihren Nationalen Energie- und Klimaplan (NECP) 2030 bei der Europäischen Kommission eingereicht. Dieser sieht ambitionierte Ziele vor: So soll bis 2030 der Anteil Erneuerbarer Energien im Stromsektor auf 74 Prozent angehoben werden und 42 Prozent am Gesamtendenergieverbrauch einnehmen. weiterlesen…

Durchdachte Maßnahmen statt kurzfristiger Experimente

Kostenvorteil der Erneuerbaren an Endkunden weitergeben

„Für klein- und mittelständische Unternehmen braucht es echte Liquiditätshilfen und unterstützende Maßnahmen. Wir wollen, dass der Kostenvorteil der Erneuerbaren Energien endlich auch beim Endkunden ankommt. Denn Wind und Photovoltaik zählen heute zu den kostengünstigsten Energieträgern in Deutschland. Statt kurzfristiger Experimente sind konkrete Hilfsprogramme mit Hand und Fuß erforderlich. Schnell umsetzbar sind die Senkung der Stromsteuer auf die europarechtlich minimale Höhe und die Finanzierung der Industrieprivilegien aus dem Bundeshaushalt. Beides führt zu einer kurzfristigen Senkung der Stromkosten und zu einer Entlastung der Stromkunden. Insbesondere die Regelung der Industrieprivilegien über den Bundeshaushalt könnte es möglich machen, auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren.“ – Kommentar der Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), Simone Peter, zu den energiepolitischen Vorschlägen des DIHK angesichts der Coronakrise – weiterlesen…

Investieren für den Tag X

Einmaleffekte bringen keinen Klimaschutz

Er wird kommen, der Tag danach. Der Tag, an dem die Ausgangs- und Kontaktsperren aufgehoben werden, weil wir die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt haben. Wir werden uns über unsere wiedergewonnene Freiheit freuen, aus unseren Homeoffices nach draußen strömen, um in den Cafés gemeinsam die Sonne zu genießen oder zu feiern – selbstredend mit genügend Sicherheitsabstand. Doch wir werden dann eine heftige Wirtschaftskrise bewältigen müssen, schon jetzt werden Aufträge storniert, Investitionen verschoben, Handelspartnern fehlt die Liquidität. Wie es gelingen könnte, die auf die Corona-Krise folgende Wirtschaftskrise zu bewältigen, erläutert der Direktor der Denkfabrik Agora Energiewende, Patrick Graichen, in der Zeit vom 04.04.2020. weiterlesen…