Steine sollen Windstrom speichern

Lavabrocken zur Stabilisierung des Stromnetzes

Das Industriegebiet in Hamburg-Altenwerder ist kein Ort, an dem man irgendetwas Buntes erwarten würde. Bis man plötzlich vor einer Betonfassade mit poppigem Wandgemälde steht, von dem ein lilafarbenes Mammut-Jungtier grüßt: »Welcome to the new stone age.« Hinter ihm ein gemalter Steinhaufen, der symbolisiert, was ein großer Schritt für die Energiewende werden soll: Steine als Energiespeicher. Sie sollen die schwankende Erzeugung ausgleichen und das Netz stabil halten, wie die Hamburger Biologin und Wissenschaftsjournalistin Monika Rößiger am 09.04.2020 in SPEKTRUM.de berichtete. weiterlesen…

Für mehr Investitionen in Sektorenkopplung und Innovationen

Eckpunkte für eine Gesetzesinitiative zur Systemintegration Erneuerbarer Energien

Zeitlich passend zum 20-jährigen Bestehen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) präsentiert der Berliner Think-and-Do Tank Energy Watch Group (EWG) einen Gesetzesvorschlag zur Anreizung der Systemintegration Erneuerbarer Energien. Mit einer sogenannten Kombikraftwerksvergütung sollen systemdienliche Investitionen angeregt werden, um den Erneuerbaren Energien zu ermöglichen, die Verantwortung für die Systemsicherheit der Stromversorgung zu liefern – also zu jeder Stunde des Jahres den benötigten Energiebedarf zu decken, auch in Zeiten der Dunkelflaute. Ausreichen würde laut Berechnungen der EWG ein fester Vergütungssatz von 8 Cent/kWh mit Hilfe einer marktwirtschaftlichen gleitenden Marktprämie. weiterlesen…

Coronakrise senkt Stromverbrauch nur kurzfristig

Ökostromlücke von 100 TWh bis 2030 durch schnelleren Ausbau EE vermeiden

„Bedingt durch die Coronakrise sinken der industrielle Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen in Deutschland. Diese kurzfristigen Effekte dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Energiebedarf mittel- und langfristig deutlich steigen wird. Um einerseits wettbewerbsfähig zu bleiben und andererseits die Klimaziele zu erfüllen, müssen Industrieunternehmen, die Wärmeversorgung und der Verkehrssektor klimafreundlich modernisiert und die Sektorenkopplung vorangebracht werden. Nach allen Expertisen braucht es perspektivisch deutlich mehr Strom für den wachsenden Bedarf an klimafreundlichen Wärmepumpen, Elektromobilität und Power-to-X-Anwendungen. Für ein nachhaltiges und widerstandsfähiges Energiesystem sind Erneuerbare Energien in ihrer ganzen Kraft und Vielfalt nötig, sonst droht 2030 eine gewaltige Ökostromlücke in Höhe von 100 TWh. Anstatt drängende Entscheidungen bei der Energiewende weiter auszusitzen, muss die Bundesregierung rasch bestehende Barrieren beseitigen und den längst überfälligen Fahrplan für den Ausbau der Erneuerbaren bis 2030 vorlegen“, so Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE). weiterlesen…

Bilanz 2019: CO2-Emissionen pro Kilowattstunde Strom sinken weiter

Deutschland verkauft mehr Strom ins Ausland als es importiert

In Deutschland geht der spezifische CO2-Emissionsfaktor im deutschen Strommix weiter nach unten. Das zeigen aktuelle Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) bezogen auf das Jahr 2019. Vor allem mehr Strom aus Erneuerbaren Energien und weniger Strom aus Kohleverbrennung sowie die Preise im Emissionshandel trugen dazu bei. Deutschland verkauft weiterhin mehr Strom ins Ausland als es importiert. weiterlesen…

H2Share-Projekt mit Demo-Lkw in den Niederlanden unterwegs

27-Tonnen-Wasserstofftruck wirbt für H2-Schwerlast-Antrieb

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyEben ist – einzig in den Benelux-Ländern – in den Niederlanden ein Vorführ-Lkw mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb in seinen ersten Praxiseinsatz im Rahmen des EU-finanzierten Projekts „H2Share“ gestartet. Wystrach hat für das Projekt eine mobile Wasserstofftankstelle mit niedrigem Energieverbrauch entwickelt; zum ersten Mal wird ein Lkw in diesem Rahmen und in Kombination mit einer mobilen Tankstelle getestet. Der Start der Vorführungen ist ein großer Schritt voran für die Entwicklung einer emissionsfreien Schwerlast-Lkw-Industrie in Nord-Europa und liefert praktische Erfahrungen mit einem Brennstoffzellen-Truck. weiterlesen…

Hoffnung für die Ozeane

„Wir haben Wissen und Werkzeuge, um unseren Enkelkindern gesunde Meere zu hinterlassen“

Von wenigen hundert Exemplaren im Jahr 1968 auf 40.000 ist die weltweite Population der Buckelwale inzwischen gestiegen. Vom nördlichen Seeelefanten gab es im Jahr 1880 gerade einmal 20. Inzwischen wird deren Population auf 200.000 geschätzt. Fangverbote und sich erholende Lebensräume für die Arten zeigen ihre Wirkung. Auch nachhaltiges Fischereimanagement findet weltweit vermehrt Anwendung. Die Fischbestände in diesen Gebieten erholen sich. Diese positiven Nachrichten sind Teil einer neuen Studie eines internationalen Forscherteams. Manuel Först hat sich für energiezukunft die Studie näher angeschaut. weiterlesen…

Europas größte netzgekoppelte Wasserstoffanlage

Grundstein für H2-Blockheizkraftwerk in Rostock gelegt

Die APEX Energy Teterow GmbH hat laut eigenen Angaben mit der Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks (BHKW) der Firma 2G den Grundstein für ein im Bau befindliches Wasserstoffkraftwerk gelegt. Das innovative H2-BHKW ermöglicht einen Betrieb mit reinem Wasserstoff und dient als Herzstück der Zwei-Megawatt-Anlage. Die Eröffnung von Europas größter netzgekoppelter Wasserstoffanlage ist für den 12.06.2020 geplant. Das H2-BHKW soll den kompletten Standort mit CO2-neutraler Energie versorgen. weiterlesen…

Wasserstoff aus photokatalytischen optischen Fasern

Bahnbrechende Technologie erzeugt Ökosprit

Forscher der Universität Southampton haben optische Fasern in photokatalytische „Mikroreaktoren“ umgewandelt, die Wasserstoff mit Hilfe von Sonnenenergie aus Wasser gewinnen. Die bahnbrechende Technologie beschichtet das Innere von mikrostrukturierten Glasfaserstäben (MOFCs) mit einem Photokatalysator, der – mit Licht – Wasserstoff erzeugt, der eine breite Palette nachhaltiger Anwendungen antreiben könnte, wie die Universität Southampton am 27.03.2020 mitteilte. weiterlesen…

Vom Pflanzenrest zum Biosprit

Verfahren wird bereits eingesetzt

Sägespäne, Stroh oder Getreidespelzen mit nur einem Mikroorganismus möglichst effizient in nachhaltigen Treibstoff umsetzen: Dazu haben UDE-Forscher einen wichtigen Beitrag geleistet. Ihr in Nature Communications veröffentlichter Ansatz aus Experiment und theoretischer Simulation unterstützt laut einer Medienmitteilung vom 02.04.2020 biotechnologisch Ansätze und führt zu einem Verfahren, das vom Industriepartner bereits in der Produktion eingesetzt wird. weiterlesen…

„Tutu für den Katalysator“

Mittels Mangan gelingt Hydrierung von Chinolin bei Raumtemperatur

Einmal nicht Erneuerbare Energien, sondern Arzneimittel – für deren Produktion sind Chinoline unverzichtbar, cyclische Kohlenstoffverbindungen, deren charakteristische Ringstruktur ein Stickstoffatom enthält. In katalytischen Verfahren werden sie hydriert – und damit in pharmazeutische Wirkstoffe verwandelt. Üblicherweise verwendet die Pharmaindustrie dabei teure Edelmetall-Katalysatoren. Am gelang diese Reaktion jetzt erstmals mit dem Nicht-Edelmetall Mangan. Und zwar bei Raumtemperatur und unter Normaldruck – so eine Medienmitteilung (samt ungewöhnlicher Überschrift) des Rostocker Likat-Instituts. Das Paper der Doktorandin Veronica Papa erschien in Nature Catalsys. (Foto: Chemisches Labor © Magnus Manske – Eig. Werk, CC BY 1.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…