BMWi kürzt Energieforschungsmittel empfindlich

„Wichtige Forschung droht auszutrocknen“

„In der vom Bund geförderten Energieforschung regiert der eiserne Besen“, schreibt Manfred Ronzheimer am 11.01.2020 in der taz. Das BMWi habe seine Programmplanung für die kommenden Jahre deutlich reduziert – das gehe aus dem bereits am 29.11.2019 beschlossenen Haushalt 2020 hervor, ohne dass es zunächst jemandem aufgefallen ist, so der Solarserver („Kahlschlag bei Energieforschung“) schon am 23.12.2019: „Der Bundestag hat die Mittel für die Bewilligung neuer Energieforschungsprojekte im Jahr 2020 radikal zusammengestrichen. Im kommenden Jahr wird die Bundesregierung kaum neue Forschungsprojekte in diesem Bereich bewilligen können.“ Ronzheimer: „Die Wissenschaftler fühlen sich überrumpelt“. weiterlesen…

Das feine Gesicht der Antarktis

Eine neue Karte zeigt die unter dem Eis verborgenen Geländeformen so genau wie nie zuvor. Das erlaubt bessere Prognosen über die Zukunft der Gletscher und den Anstieg des Meeresspiegels

Wenn der Klimawandel die Gletscher der Antarktis immer rascher Richtung Meer fließen lässt, ist das keine gute Nachricht. Denn dadurch verlieren die gefrorenen Giganten immer mehr Eis, das dann in geschmolzener Form den Meeresspiegel ansteigen lässt. Wie schnell und in welchem Umfang dies geschieht, hängt aber nicht nur vom Anstieg der Temperaturen ab. Auch der Untergrund unter dem Eis spielt eine entscheidende Rolle. Denn während manche Geländeformen den Eisschwund bremsen, können ihn andere beschleunigen. Allerdings war über die Topografie der Landschaft unter dem Eis bisher nicht genug bekannt, um diese Risiken richtig einschätzen zu können. Mehr Licht ins Dunkel bringt nun eine neue Karte, an der auch Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) mitgearbeitet haben. weiterlesen…

China am besten auf E-Mobilität vorbereitet

Unter den Automobilnationen vorn

Deutschland hat im Vergleich der sieben großen Automobilnationen in der Elektromobilität die Führungsrolle im Bereich Technologie von Frankreich übernommen und liegt im internationalen Vergleich der Automobilnationen (noch) auf Platz eins. Gleichzeitig wächst der finanzielle Druck auf die Hersteller durch die Umstellung auf Elektromobilität. Allerdings könnten neue Servicemodelle bei Batterien ihre Margen wieder steigern (Battery-as-a-Service). Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Ausgabe des „Index Elektromobilität“, einem von der Unternehmensberatung Roland Berger und der fka GmbH gemeinsam entwickelten Ländervergleich. weiterlesen…

Dreimal billiger und viel gerechter

EU-Kohlenstoff-Grenzsteuer viel effizienter als französische Klima-Energieabgabe

Der Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Kohlenstoff-Grenzsteuer hätte nur geringe Auswirkungen auf die französischen Haushalte, im Gegensatz zum eigenen Vorschlag des Landes, Energie zu besteuern, der die Entstehung der „Gelbwesten“-Bewegung auslöste. Ein Bericht vom 10.01.2020 von Aline Robert für EURACTIV France. weiterlesen…

Künstliche Gletscher züchten

Verlangsamung des Abschmelzens

Zu den weltweiten Folgen des Klimawandels, die bereits aktiv ablaufen und bedrohliche Ausmaße annehmen, gehört das Abschmelzen der Gletscher – einer der irreversiblen Kipppunkte. Die Folgen: Das einst festgefrorene Gestein lockert sich, Murenabgänge oder Bergstürze drohen. Auf mittlere Sicht ist die Wasserversorgung von Millionen Menschen gefährdet. In den Schweizer Alpen wurde eben eine Technik entwickelt, das die Lebensdauer von Gletschern verlängern soll: Ein spezielles Sprühsystem überzieht Gletscher im Frühjahr mit einer Eisschicht, die diesen vor der Sonne schützt. Der Glaziologe Felix Keller von der Höheren Fachschule für Tourismus (HFT) Graubünden hofft, so im Engadin künstliche Gletscher „züchten“ zu können und damit Gletscherrettungen möglich sind – so mehrere Medienveröffentlichungen, wie etwa das ZDF und Deutschlandfunk Kultur. weiterlesen…

Superladung von morgen

Australien testet als erstes weltweit effizienteste Lithium-Schwefel-Batterie

Forscher der Monash University in Melbourne, Australien, haben die weltweit effizienteste Lithium-Schwefel-Batterie entwickelt, die ein Smartphone fünf Tage lang ununterbrochen mit Strom versorgen kann. Die Prototypzellen wurden in Deutschland entwickelt – so eine Medienmitteilung vom 04.01.2020 der Universität. Weitere Tests in Autos und Solarnetzen sollen 2020 in Australien stattfinden. Das Herstellungsverfahren ist zum Patent angemeldet und wird einen großen Teil der australischen Lithiumkette erfassen. weiterlesen…

Durchbruch bei ionenleitenden Kompositmembranen

Chinesische Wissenschaftler erreichen Leistungssteigerung von Flow-Batterien

Forscher unter der Leitung der Professoren Xianfeng Li und Huamin Zhang vom Institut für Chemische Physik (DICP) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Dalian haben kürzlich eine ultradünne ionenleitende Membran mit hoher Selektivität und Leitfähigkeit entwickelt, die die Leistung von Flow-Batterien steigern kann. Die Studie wurde in Nature Communications veröffentlicht. weiterlesen…

Lesehinweis: Kanada setzt auf kleine Atomkraftwerke

Small Modular Reactors Program soll neuartige Kernreaktoren entwickeln

Während in Deutschland die längerfristige Abschaltung und Abwicklung der nur noch sieben AKW läuft, will Kanada Klein-Reaktoen entwickeln, schreibt am auf Technology Review. In drei Bundesstaaten des Landes sollen die Forschungsbemühungen ausgedehnt werden. Ziel ist weniger Kohlestrom. Und das, obwohl mit Ministerpräsident Justin Trudeau und der liberalen Partei eher progressive Kräfte an der Macht sind. weiterlesen…

Nanobläschen in Nanotröpfchen

Ultraschnelle Reaktion von laserangeregtem supraflüssigem Helium untersucht

Einem Team um Prof. Frank Stienkemeier vom Physikalischen Institut der Universität Freiburg und Marcel Mudrich von der Universität Aarhus/Dänemark, ist es gelungen, die ultraschnelle Reaktion von Nanotröpfchen aus Helium nach Anregung mit extremer ultravioletter Strahlung (XUV) durch einen so genannten Frei-Elektronen-Laser in Echtzeit zu verfolgen. Die Ergebnisse haben die Wissenschaftler einer Medienmitteilung der Albert-Ludwigs-Universität zufolge in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. weiterlesen…

Förderung synthetischer Kraftstoffe im Luftverkehr

Bundesregierung will Markthochlauf von E-Fuels ermöglichen

Die Förderung des Einsatzes synthetischer Kraftstoffe im Luftverkehr ist Gegenstand einer Antwort (19/15731) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/15198) – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Darin verweist sie unter anderem auf einen entsprechenden Titel „Antriebstechnologien und moderne Kraftstoffe für die Luftfahrt“ mit 200 Millionen Euro bis 2021 im Bundeshaushalt 2020, der im Rahmen der parlamentarischen Beratungen aufgenommen worden sei. Zur globalen Verwendung synthetischer Kraftstoffe liegen der Bundesregierung laut Antwort keine detaillierten Daten vor. In Deutschland würden synthetische Kraftstoffe aktuell fast nur als hydrierte Pflanzenöle (HVO/XTL) aus Palmöl beziehungsweise als Gas-to-Liquid (GTL) aus Erdgas in Verkehr gebracht, heißt es weiter. (hib/SCR) weiterlesen…