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Ultraschneller Akku mit organischer Kathode entwickelt

Forscher am Moskauer Skolkovo Institute of Science and Technology und der D.I. Mendeleev Russian University of Chemical Technology haben mittels einer Kathode aus Polyphenylamin, einem leitenden Kunststoff, die Kapazität und Ladegeschwindikeit von Metall-Ionen-Batterien deutlich erhöht. Da die Moleküle des Polyphenylamin Kohlenstoff enthalten, zählt es zu den organischen Werkstoffen. Die Anode kann aus einer Lithium-, Natrium- oder Kaliumverbindung bestehen. Die Forschungsergebnisse wurden im Journal of Material Chemistry A veröffentlicht. weiterlesen…

Wissenschaftsplattform „Nachhaltigkeit 2030“ setzt Online-Konsultation auf

Jetzt online: Wissenschaftliche Konsultation zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik

Ab sofort haben Forschende aus allen Fachrichtungen eine neue Möglichkeit, sich an der Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie zu beteiligen. Dafür hat die Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 (wpn2030) die Online-Konsultation „Eine Frage der Wissenschaft: Die Nachhaltigkeitsstrategie auf dem Prüfstand“ aufgesetzt. Bis zum 31.07.2019 können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Erkenntnisse, Vorschläge und Ideen einspeisen. Sieben Leitfragen setzen sich mit der für 2020 anstehenden Weiterentwicklung der Strategie auseinander. weiterlesen…

War Alexander von Humboldt der erste Ökologe?

Der Universalgelehrte warnte bereits im 19. Jahrhundert vor der Abholzung der Wälder. Manchen gilt er als Vordenker der Klimaforschung.

Der Mensch, schrieb Alexander von Humboldt 1843, verändere das Klima „durch Fällen der Wälder, durch Veränderung in der Verteilung der Gewässer und durch die Entwicklung großer Dampf- und Gasmassen an den Mittelpunkten der Industrie.“ Diese Feststellung findet sich in seinem Buch „Central-Asien. Untersuchungen über die Gebirgsketten und die vergleichende Klimatologie“. Es erschien zunächst auf Französisch und ein Jahr darauf dann auf Deutsch. Ein Gastbeitrag von Frank Holl im Tagesspiegel vom 04.06.2019. (Foto: Luftverschmutzung in Mainz im Jahr 2019 – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

Kohleausstieg: Nur mit CO2-Preis hilft er dem Klima

„Emissionshandel, so wie er heute ist, kann nicht garantieren, dass der Kohleausstieg wirklich zusätzliche Emissionsreduktionen bringt“

Der Plan für den deutschen Kohleausstieg bis 2038 bietet keine Sicherheit, dass der Ausstoß des Treibhausgases CO2 unter dem Strich wirklich sinkt. Im Gegenteil könnte der Ausstieg die Emissionen durch die komplizierten Mechanismen im Europäischen Emissionshandel sogar noch steigen lassen, wie ein Team von Forschern in einer neuen Analyse zeigt. Damit der Kohleausstieg wirklich etwas bringe für die Stabilisierung unseres Klimas, müsse er kombiniert werden mit einem Mindestpreis auf CO2 oder der Löschung von Emissionszertifikaten, so eine Pressemitteilung des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am 04.06.2019. (Foto: Kohlekraftwerk Niederaußem, RWE – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

Emissionshandel 2018: Deutsche Anlagen mindern um 3,5 Prozent

Jahresbericht zeigt: Minderungen gehen auf rückläufigen Emissionen der Energiewirtschaft zurück

Im Jahr 2018 emittierten die rund 1.870 im Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) erfassten stationären Anlagen in Deutschland etwa 422 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2-Äquivalente). Dies entspricht einem Rückgang um 3,5 Prozent gegenüber 2017. Das berichtet die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt detailliert in ihrem diesjährigen Bericht über die Treibhausgasemissionen der emissionshandelspflichtigen stationären Anlagen und im Luftverkehr für Deutschland im Jahr 2018 (VET-Bericht 2018). Der Rückgang der Emissionen geht maßgeblich auf Minderungen in der Energiewirtschaft zurück. Die Emissionen der energieintensiven Industrie stagnieren dagegen weiter auf dem hohen Niveau der Vorjahre, wie das UBA am 04.06.2019 mitteilte. weiterlesen…

„Die Strategie muss liefern!“

Nachhaltigkeitsrat empfiehlt Bundesregierung kreative Konsequenz Vorbemerkung

Die Bundesregierung kündigt an, die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie weiterzuentwickeln. Der Arbeitsprozess soll im Herbst 2019 starten. Die Weiterentwicklung ist erforderlich. Es steht zu befürchten, dass wichtige Ziele nicht erreicht werden, wenn die Bundesregierung hier nicht konsequent nachsteuert. Auch neue Themen aus der Digitalisierung, der Wirtschaftsentwicklung und den Umweltschäden erfordern diese Weiterentwicklung. Neue Anforderungen stellen sich auch im europäischen und globalen Kontext. Es ist dringlich, die regionalen Akteure und Entscheidungsträger in das Handeln einzubeziehen. Hier gibt es neue, noch zu wenig genutzte Möglichkeiten für die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat diese neuen Möglichkeiten in Empfehlungen gegossen. Solarify dokumentiert sie. weiterlesen…

Bislang wandert Industrie nicht ab – trotz Klimaschutzauflagen

MCC analysiert Investitionsverlagerungen deutscher Firmen, die vom EU-Emissionshandel erfasst sind. Erste Untersuchung dieser Art auf Basis der hochwertigen Mikrodaten der Bundesbank

Die oftmals geäußerte Befürchtung, dass der Klimaschutz Industrie aus dem Land treibt, wird durch eine Auswertung der vertraulichen „Mikrodatenbank Direktinvestitionen“ der Deutschen Bundesbank entkräftet: Es gibt bislang kaum Belege dafür, dass deutsche Unternehmen, deren CO2-Ausstoß über den EU-Emissionshandel limitiert wird, darauf mit dem Aufbau von Produktion außerhalb der EU reagieren. Die Studie wurde unter Federführung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) erstellt und jetzt in der Fachzeitschrift Energy Economics veröffentlicht. Es ist das erste Mal, dass das Thema nicht auf der Basis aggregierter Sektor- oder Länderdaten analysiert wird, sondern anhand von Mikrodaten zu den Aktivitäten der regulierten Unternehmen und ihrer Anlagen, wie das MCC mitteilt. weiterlesen…

Kernfusion: 90.000 kWh Wärmeenergie aus 1 Gramm Helium­-Tritium­-Gemisch

„Funken in der Sternenmaschine“

Die Kernfusion soll die Kraft der Sonne auf die Erde holen und wäre, wenn sie gelingt, eine völlig neue Energiequelle. Einen Weg zu dieser Form der Energieerzeugung verfolgen Forscher um Thomas Klinger, Direktor am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald, mit der Anlage Wendelstein 7-X, der weltweit größten Fusionsanlage vom Typ Stellarator, schrieb Roland Wengenmayr am 29.05.2019 in einer Reportage auf der Internetseite der Max-Planck-Gesellschaft. weiterlesen…

Kernkraftwerke retten nicht Klima, sondern Atomwaffenindustrie

IPPNW-Antwort auf IEA-Studie

Die Internationale Energieagentur warnt in einer am 28.05.2019 veröffentlichten Studie, dass die Stromerzeugung durch Atomkraftwerke weltweit stark fallen könnte, da immer mehr Meiler aus Alters- und Sicherheitsgründen vom Netz gehen müssen. Ohne einen Politikwechsel würden die Industrieländer in Europa, die USA, Kanada und Japan bis 2025 25% ihrer atomaren Energiekapazität verlieren. Die Ärzteorganisation IPPNW kritisiert in ihrer Pressemitteilung vom selben Tag die präsentierte Lösung durch eine Laufzeitverlängerung und Subventionen der Atomenergie und fordert stattdessen den weltweiten Ausstieg aus der Atomenergie und eine Energiewende durch einen Mix aus Energieeinsparung, Ausbau von Erneuerbaren Energien und Speichertechnologien. weiterlesen…