„Supercaps“ als dehnbare Mini-Stromspeicher

US-Wissenschaftler sehen neue Chancen für tragbare Elektronik und medizinische Sensoren

Hochleistungs-Kondensatoren zur Speicherung elektrischer Energie, sogenannte „Supercaps“, haben Forscher des Soft Machines & Electronics Laboratory der Michigan State University (SMC der MSU) entwickelt. Sie sind speziell für die Versorgung von Sensoren gedacht, die in der Medizin eingesetzt werden. Die Supercaps bestehen aus sogenannten „zerknäulten Kohlenstoff-Nanoröhrchen-Wäldern“ (Crumpled Carbon Nano Tube-Forests [CNT-Forests]). Sie sind äußerst flexibel. Selbst wenn man sie auf 800 Prozent ihrer Anfangsgröße dehnt, funktionieren sie noch. weiterlesen…

Billigflüge boomen

DLR-Low Cost Monitor Frühjahr 2019 – Trotz steigender Sprit- und Personalkosten fallen Flugpreise

„Wir haben im vergangenen Winterhalbjahr eine neue Rekordsaison der Low Cost Carrier ab Deutschland erlebt“, sagt Studienleiter Peter Berster vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr in Köln. „699 Ziele sind nun ab Deutschland per Low Cost-Flieger erreichbar, gegenüber 642 Strecken im Vorjahr.“ weiterlesen…

Neue Einblicke in Rekordmaterial Zinnselenid

Struktureller Phasenübergang verursacht starken thermoelektrischen Effekt

Bei den Thermoelektrika könnte einer Medienmitteilung des Berliner Helmholtz-Zentrums zufolge Zinnselenid die bisherigen Rekordhalter aus Wismuttellurid an Effizienz deutlich übertreffen. Allerdings ist der thermoelektrische Effekt in Zinnselenid nur bei Temperaturen oberhalb von 500 Grad so enorm. Nun zeigen Messungen an den Synchrotronquellen BESSY II und PETRA IV, dass sich Zinnselenid auch bei Raumtemperatur als Thermoelektrikum nutzen lässt – sofern man hohen Druck anlegt. weiterlesen…

Appell für eine europäische Energiewende

Buchtipp: „Die Energiewende in Europa“

Eine erfolgreiche Energiewende umfasst die Transformation zu einem vollständig dekarbonisierten, atomenergiefreien sowie sozial- und wirtschaftsverträglichen Energiesystem. Dass dies machbar ist, belegen Peter Hennicke, Jana Rasch und Judith Schröder vom Wuppertal Institut sowie Daniel Lorberg von der Bergischen Universität Wuppertal in ihrem am im Mai 2019 erschienenen Buch „Die Energiewende in Europa“. Das im Oekom-Verlag erschienene Buch basiert auf der Auswertung zahlreicher Studien und präsentiert Beispiele aus der Praxis, wie das Wuppertal Institut mitteilt. weiterlesen…

Naturschutz und Energiewende vereinbar

Studie: Die Energiewende kann naturverträglich gelingen

agroBundeskanzlerin Angela Merkel hat sich Anfang der Woche positiv zu Frankreichs Initiative zur Treibhausgasneutralität der EU bis 2050 geäußert. Deutschland kann dazu einen Beitrag leisten und bis Mitte des Jahrhunderts Treibausgasneutralität erreichen – und zwar naturverträglich! Zu diesem Ergebnis kommt die vom NABU beauftragte und am 17.05.2019 in Berlin vorgestellte Studie „Strategien für eine naturverträgliche Energiewende“. Die Meta-Studie zeigt, dass sowohl Klimaschutzziele erreicht werden können, als auch gleichzeitig ein hohes Naturschutzniveau erhalten bleiben kann, so der Naturschutzbund Deutschland in seiner Pressemeldung. weiterlesen…

„Handabdruck“ statt „Fußabdruck“

Ein Konzept für mehr Optimismus im Klimaschutz?

Inspiration statt Frustration, Handeln statt Lähmung – dies will das Konzept des „Carbon Handprint“ schaffen, indem es positive Auswirkungen von Klimaschutz sichtbar und erzählbar macht. Denn auch wenn Informationen über Klimasünden wichtig sind, wirken sie häufig eher demotivierend. Wer sich intensiver mit Klimaschutz beschäftigt, stößt rasch auf den sogenannten „CO2-Fußabdruck„. Dieses Anfang der 90er Jahre entwickelte Konzept (engl.: „carbon footprint“) soll die Treibhausgasemissionen eines Menschen anschaulich machen, die er oder sie etwa durch Ernährung, Wohnen oder Verkehr verursacht. Je höher die Emissionen desto größer der sinnbildliche Fußabdruck. Was eine umgekehrte Sichtweise nach dem Motto „Was haben wir schon alles geschafft!“ bringen könnte, analysierte Julia Schilly für klimafakten.de am 16.05.2019. weiterlesen…

Deutschland Drittletzter

EU-Studie: Platz 26 (von 28) für deutsche Energieeffizienzpolitik

In einer am 16.05.2019 veröffentlichten Studie landet Deutschland mit seinem Entwurf für den Nationalen Energie- und Klimaplan (NECP) auf dem 26. Platz unter den 28 EU-Staaten. Insbesondere bei der Energieeffizienz droht Deutschland den Anschluss zu verlieren, warnte die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF). Luxemburg und die Niederlande haben die ambitioniertesten Energieeffizienzziele an die EU gemeldet. Vor allem mangele es in Deutschland aber an politischen Maßnahmen zur Erreichung seiner nationalen Energieeffizienzziele, heißt es in der von der European Climate Foundation beauftragten Studie. Bei konkreten Energieeffizienzpolitiken liegt Deutschland auf Platz 26 von 28. weiterlesen…

Grüne: ITER keine Klimaschutz-Maßnahme

„2050 viel zu spät“

Das Budget für den Fusionsreaktor ITER soll nach Willen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen nicht als Klimaschutzmaßnahme angerechnet werden. In einem Antrag (19/10221) kritisieren die Grünen, dass die EU-Kommission plane, das Budget für das Projekt „zu 100 Prozent den Klimaschutzmaßnahmen der Europäischen Union zuzurechnen“. Das sei als Antwort auf die Klimakrise völlig verfehlt, denn das Projekt habe sich immer weiter verzögert und Prognosen von einer Stromerzeugung ab 2050 ausgehen. weiterlesen…

Brennstoffzellen für E-Flugzeuge

US-Forscher setzen auf Wasserstoff – NASA finanziert Forschung an neuem Treibstoffkonzept

H2 grün - SymbolForscher der University of Illinois entwickeln in einem von der NASA finanzierten Projekt einen neuartigen Ansatz für rein elektrische Flugzeuge. Obwohl Verbesserungen bei Karosserien und Motorsystemen die Flugeffizienz gesteigert haben, führt die anhaltende Abhängigkeit von Kohlenwasserstoff-Energieträgern nicht nur weiterhin zu schwankenden Betriebskosten, sondern die zivile Luftfahrt trägt auch nach wie vor erheblich zu den Treibhausgasemissionen bei. So soll z.B. der Flugverkehr in den USA und damit die Emissionen in den nächsten 20 Jahren um 90 Prozent steigen. Um diese Probleme anzugehen, schlägt diese Forschung einen grundlegenden Wandel weg vom Kerosin hin zu nachhaltigeren Energiequellen für die Luftfahrt und die Einführung neuer elektrisch angetriebener Antriebssysteme für kommerzielle Flugzeugsysteme vor, schreibt Debra Levey Larson am 13.05.2019 in den Nachrichten des College of Engineering der University of Illinois. weiterlesen…

Extremwetter kommen Europäer teuer zu stehen

Schon jetzt mehr Waldbrände als im ganzen Jahr 2018

Zwischen 1980 und 2017 sind rund 115.000 Menschen in der EU durch Waldbrände, Überschwemmungen und andere Extremwetter-Ereignisse getötet worden. In Europa haben Waldbrände in der ersten Jahreshälfte 2019 bereits mehr Landfläche verwüstet als im gesamten Jahr 2018, so die Daten der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Union. Sollte dieser Trend anhalten, könnte dieses Jahr der „Rekord“ von 2017 gebrochen werden. Damals hatten riesige Brände vor allem in Italien, Portugal und Spanien mehr als 800.000 Hektar Land vernichtet. Nach Angaben der GFS hat die diesjährige Brandsaison besonders früh begonnen und bereits 250.000 Hektar Land gekostet. Im Gesamtjahr 2018 waren es „nur“ 181.000 Hektar – und die Saison begann erst im Juni. Nachzulesen in EURACTIV.com – Autor: Sam Morgan – Übersetzung und Bearbeitung: Tim Steins und Zoran Radosavljevic. weiterlesen…