Wald speichert weniger CO2 als gedacht

Globale Treibhausgasemissionen der Wald- und Weidewirtschaft viel größer und älter als bisher angenommen

Die menschliche Nutzung von Biomasse führt zu einer Halbierung der globalen Vegetationsbestände. Das ist mit massiven Emissionen von Treibhausgasen verbunden. Die weltweite pflanzliche Speicherkapazität für Kohlenstoff beträgt Berechnungen von Forschern der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt zwar 916 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Allerdings stecken gegenwärtig nur 450 Mrd. t CO2 in unserer Vegetation: Der größte Teil dieses fehlenden Kohlenstoffspeichers geht auf die Abholzung der Wälder und anderen Bodenveränderungen wie Siedlungs- und Straßenbau zurück. weiterlesen…

Schwimmender Elektrolyseur

Solar-Wasserstoff von Meeresplattformen – Innovativer und kostengünstiger für Einsatz auf Ozeanen

Wenn es gelingt, diese Geräte erfolgreich zu optimieren und zu skalieren, könnten sie zu einer bahnbrechenden Technologie für die Produktion von kostengünstigem H2. Denn membranlose Elektrolyseure stellen aufgrund ihres Potenzials für einfachen Aufbau und hohe Stromdichten einen vielversprechenden Ansatz dar, um die Kapitalkosten auf das Niveau zu senken, das die Wasserelektrolyse benötigt, um mit der Dampfmethanreformierung konkurrieren zu können. weiterlesen…

Gammablitz erklärungsbedürftig

Gravitationswellen zweier verschmelzender Neutronensterne stellen sich als schwierig heraus

„Ein gefeierter Gammablitz entpuppt sich als Sonderling“, schrieb Christian Speicher am 20.12.2017 in der Neuen Zürcher Zeitung – und: „Der kurze Gammastrahlenausbruch, der am 17.08.2017 simultan mit Gravitationswellen beobachtet wurde, bringt Astronomen ins Schwitzen. Denn das gängige Modell zur Erklärung dieser Blitze versagt.“ weiterlesen…

So stellen Landkreise auf erneuerbare Energien um

Fraunhofer UMSICHT-Forschungsprojekt EnAHRgie legt für Region Konzept vor

Exemplarisch für den Landkreis Ahrweiler zeigt ein Konzept, wie eine Region mit vielfältigen Flächennutzungskonkurrenzen bis 2030 die Stromversorgung vollständig und die Wärmeversorgung möglichst weitgehend auf erneuerbare Energien umstellen kann. Im BMBF-geförderten Projekt EnAHRgie wurden Praxisleitfäden für Geschäftsmodelle, Verfahrensvorschläge und Analysemethoden als praktische Lösungen für den Kreis Ahrweiler entwickelt, die deutschlandweit übertragen werden können. Dr. Annedore Kanngießer von Fraunhofer UMSICHT beantwortet drei Fragen zum Projekt. weiterlesen…

Mehrheit der SPD-Anhänger will raus aus der Kohle

Greenpeace-Umfrage zeigt: Klimaschutz soll größere Rolle spielen

Konkret will sogar eine klare Mehrheit der SPD-Anhänger (78 Prozent „Ja“ oder „eher ja“), dass die einstige Kohlepartei SPD in einer möglichen Großen Koalition die Energiegewinnung aus der Kohleverbrennung beendet. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen online-Meinungsumfrage der Forschungsgruppe Civey im Auftrag von Greenpeace vom 12. bis zum 16.12.2017. weiterlesen…

Wüstenstrom-Pionier starb in Hamburg

Nachruf auf Gerhard Knies (*10. Juni 1937, +11.12.2017)
von Friedrich Führ

Nach langer Krankheit und doch für viele Freunde überraschend, starb am 11.12.2017 der promovierte Physiker Gerhard Knies im Alter von 80 Jahren in Hamburg. Bis zuletzt widmete er seine Kraft auf unterschiedliche Weise den großen Menschheitsthemen Frieden, Wohlstand, Bildung und saubere Energieversorgung. weiterlesen…

Kresse als Schreibtischlampe

Ingenieure schaffen leuchtende Pflanzen – Straßenbeleuchtung?

Pflanzen, die Licht ausstrahlen, sollen Prof. Michael Streno vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) zufolge herkömmliche Decken-, Steh- und Wandlampen ablösen. Strenos Forschergruppe hat leuchtende Nanopartikel in die Blätter der Echten Brunnenkresse eingebaut. Die Blätter des ersten Modells spendeten vier Stunden lang genügend Licht zum Lesen eines Buches. Laut Strano sind in naher Zukunft Pflanzen möglich, die einen ganzen Tag lang einen Arbeitsplatz erhellen oder gar leuchtende Bäume als Straßenlaternen. weiterlesen…

Ein Planet, viele Klimapläne. Warum?

Janelle Knox-Hayes (MIT) untersucht kulturelle Hintergründe der Klimapolitik

Wir haben einen Planeten und viele Pläne, die verhindern sollen, dass er zu heiß wird – mehr als 60 unterschiedliche Systeme zur Preisgestaltung für Treibhausgasemissionen werden weltweit verwendet; alle zielen sie darauf ab, die Klimaschäden der Verbrennung fossiler Energieträger zu reduzieren. Abstrakt betrachtet könnte eine einheitlichere Politik einfacher sein, die den Emissionsverursachern Kosten auferlegt. Aber – das hat MIT Associate (W2-)Professorin Janelle Knox-Hayes beobachtet – Klimaregelungen werden nicht abstrakt entwickelt. Die spezifischen Politiken, welche die Länder verfolgen, ergeben sich aus den besonderen Bedingungen, mit denen sie konfrontiert sind. weiterlesen…

Extreme Wetteraussichten

Das deutsche Klima könnte sich radikal ändern

Eine Studie deutscher Forschungsinstitute warnt bei einem Weiter-wie-bisher-Szenario vor einer Erhöhung der Jahresmitteltemperatur um fast vier Grad. Extremwetterereignisse würden zum Normalfall werden. Manuel Först hat am 12.12.2017 für energiezukunft die Ergebnisse der Studie zusammengefasst. – Mit freundlicher Genehmigung von energiezukunft – weiterlesen…

Indirekter CO2-Ausstoß der EE behindert E-Wende nicht

Lebenszyklus-Emissionen von Wind und Sonnenenergie kein Hindernis für Dekarbonisierung des Energiesektors

Anders als manche Kritiker argumentieren, fanden die Forscher nicht nur heraus, dass Wind- und Solarenergie zu den Technologien mit der günstigsten indirekten Emissionsbilanz gehören. Sie zeigen auch, dass eine vollständige Dekarbonisierung des globalen Energiesektors durch den Ausbau dieser Technologien nur zu geringen indirekten Treibhausgasemissionen führen würde – und somit die Transformation hin zu einer klimafreundlichen Stromversorgung nicht maßgeblich behindern würde. weiterlesen…