Untersuchung belegt 99 Prozent Methanreduktion

Bessere Luft durch Gülleansäuerung

Bei der Nutztierhaltung, besonders in der Schweinezucht, entstehen große Mengen Treibhausgase, vor allem das besonders klimaschädliche Methan (CH4). Es entweicht unter anderem bei der Lagerung der Tierexkremente, der Gülle. Eine Untersuchung der Universität Bonn zeigt nun, dass sich die Methan-Emission mit einfachen und kostengünstigen Mitteln um 99 Prozent reduzieren lässt. Die Methode könnte einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel leisten. Aber, kaum zu glauben: In Deutschland gilt ein „Reinheitsgebot“ für Gülle. Die Ergebnisse der Untersuchung sind jetzt in Waste Management erschienen. (Foto: Gülle nach bodennaher Ausbringung auf einer Weide – © Rasbak – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Die versteckte Eisschmelze – Himalaya-Gletscher verschwinden unsichtbar unter Wasser

Laut Untersuchung eines multinationalen Forschungsteams wurde der tatsächliche Masseverlust zahlreicher Gletscher im Himalaya – und nicht nur dort – bislang deutlich unterschätzt

Der Masseverlust von Gletschern im Himalaya, die in Seen münden, wurde in den vergangenen Jahr stark unterschätzt – er ist tatsächlich rund 6,5 Prozent größer als bisher angenommen. Das zeigt die in Nature Geoscience veröffentlichte Studie eines internationalen Forschungsteams. Das Ergebnis hat auch Auswirkungen auf die Vorhersagen des weiteren Gletscherschwundes und der Wasserressourcen in der Region, schreibt Falko Schoklitsch am 03.04.2023 auf der Internetseite der TU Graz. (Foto: Perito Moreno am Lago Argentino – © Franziska Vogt für Agentur Zukunft) weiterlesen…

Batterierecycling: 70 Prozent des Lithiums zurückgewinnen

Forschende des KIT entwickeln preisgünstiges und umweltverträgliches mechanochemisches Wiederverwertungsverfahren

Aus Batterieabfällen bis zu 70 Prozent des Lithiums zurückgewinnen, ohne dass korrosive Chemikalien, hohe Temperaturen oder eine vorherige Sortierung der Materialien erforderlich sind, ermöglicht ein am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickeltes Recyclingverfahren, das mechanische Prozesse und chemische Reaktionen verbindet. Die Methode erlaubt ein kostengünstiges, energieeffizientes und umweltverträgliches Recycling unterschiedlichster Lithium-Ionen-Batterien. Die Forschenden berichteten open access in Nature Communications Chemistry. (Foto: Batterierecycling 70 Prozent des Lithiums zurückgewonnen – © Amadeus Bramsiepe, KIT) weiterlesen…

Mehr als 65 % Wechselrichter halten länger als 15 Jahre

Laut einer Untersuchung keine relevanten Ausfälle

Die Berner Fachhochschule hat erste Ergebnisse einer Online-Umfrage über die „Time to Failure“ (TTF) bezüglich Haltbarkeit und Leistung von PV-Wechselrichtern und Leistungsoptimierern für Wohngebäude über einen Zeitraum von 15 Jahren veröffentlicht (letztes Datum: 02.03.2023), so Emiliano Bellini auf PV-magazine am 13.02.2023 – nur 34,3 Prozent der Geräte fielen im entsprechenden Zeitraum erstmals aus.s. weiterlesen…

Erstes grünes Labor an der TU Berlin

Fachgebiet Angewandte Biochemie will ein Drittel seiner Stromkosten einsparen

Das Fachgebiet Angewandte Biochemie lässt sich als erstes an der TU Berlin im Programm „Green Lab“ zertifizieren. Herausgeberin dieser Zertifizierung ist die gemeinnützige Organisation My Green Lab in den USA. Sie wurde von den Vereinten Nationen in ihrer Kampagne „Race to Zero“ als eine der Hauptakteurinnen benannt für das Ziel, medizinisch-pharmazeutische Firmen und Labore bis 2050 klimaneutral zu machen. Bereits drei Labore sind in Berlin von My Green Lab zertifiziert worden. Drei weitere – darunter das von TU-Professor Dr. Jens Kurreck – befinden sich im Zertifizierungsprozess. weiterlesen…

Ohne Lenkung durch Klimabilanz von Heizungen im Betrieb keine Klimaneutralität bis 2045

Studie: Geplante Heizungsvorgaben reichen nicht

Der Gebäudesektor ist in Deutschland einer der größten Verursacher klimaschädlicher Emissionen. Nur mit der Elektrifizierung des Wärmesektors sind die Pläne der Bundesregierung, Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen, überhaupt möglich. Die im Koalitionsausschuss beschlossenen Eckpunkte für das neue Gebäudeenergiegesetzes (GEG) reichen nicht aus, um den Gebäudebestand zu dekarbonisieren. Denn wie eine von LichtBlick in Auftrag gegebene Studie zeigt, spielt im GEG die Klimabilanz von Energieträgern als Steuerungselement gar keine Rolle – dies würde auch bei Umsetzung der vorgelegten Eckpunkte so bleiben. Diese sehen unter anderem vor, ab 2024 neue Heizungen möglichst mit mindestens 65 Prozent Erneuerbare zu betreiben. weiterlesen…

Digitalisierung der Kreislaufwirtschaft für mehr Nachhaltigkeit

TU Chemnitz bringt Kompetenzen auf dem Gebiet Augmented Reality in ein EU-Projekt ein, in dem es um das Recyceln von Elektroschrott im großen Stil geht

Laut Statista wurden 2019 in Europa 42,5 Prozent des Elektroschrotts recycelt, das von der Europäischen Union gesetzte Ziel liegt jedoch bei 65 Prozent. Diese Lücke weiter schließen wollen Forschende im EU-Projekt „Digitalised Value Management for Unlocking the potential of the Circular Manufacturing System with integrated digital solutions – DiCiM“, an dem die Professur Produktionssysteme und -prozesse (Leitung: Prof. Dr. Martin Dix) der Technischen Universität Chemnitz maßgeblich beteiligt ist. Das Projekt läuft seit Januar 2023 und ist mit einem Budget von sechs Millionen Euro ausgestattet, davon fließen rund 609.000 Euro an die TU Chemnitz. weiterlesen…

Biertreber als Energiespeicher

Aktivkohle für Batterieherstellung aus Brauereiabfällen

Moderne Energiespeicher sind wichtige Bausteine für eine klimafreundliche Energiewende – „modern“ bedeutet dabei nicht nur, dass ihre Leistungsfähigkeit den Ansprüchen einer hochtechnisierten Gesellschaft genügt, sondern auch, dass sie nachhaltig produziert und recycelt werden können. Dabei geraten überraschende Rohstoffe in den Blick – beispielsweise Brauereiabfälle. So haben ChemikerInnen der Friedrich-Schiller-Universität Jena nun gemeinsam mit spanischen Kolleginnen und Kollegen Biertreber als biologische Ressource für die Herstellung elektrochemischer Energiespeicher erprobt. weiterlesen…

Eine weltweite Datenbank zur Bewältigung von Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

Mehr als eine Milliarde naturkundlicher Objekte in wissenschaftlichen Sammlungen von 73 Museen in 28 Ländern

Wir wissen über die Erdoberfläche und die Ozeane weniger als über den Mond. Deshalb ist es an der Zeit, das Wissen in den naturkundlichen Sammlungen weltweit gemeinsam zu heben und allen Menschen als wissenschaftliche Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Erstmalig verbindet eine internationale Initiative mehr als eine Milliarde naturkundlicher Objekte in wissenschaftlichen Sammlungen von 73 Museen in 28 Ländern. Sie zeigt auch: Es gibt dramatische Lücken. Die Ergebnisse wurden aktuell in Science veröffentlicht. Das Museum für Naturkunde Berlin hat daran federführend mitgewirkt.(Foto: Naturkundemuseum Berlin: 12m lange Biodiversitätswand – © Axel Mauruszat – Eig. Werk, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Noch vor der finalen Beihilfeentscheidung der Europäischen Kommission

BMWK genehmigt: Erstes deutsches Projekt im IPCEI Industrial Cloud kann starten

Ein zentrales Projekt des europäischen IPCEI (Important Project of Common European Interest) Industrial Cloud kann jetzt die Arbeit aufnehmen: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am den vorzeitigen Beginn des Projekts von SAP genehmigt. Damit kann SAP jetzt noch vor der finalen Beihilfeentscheidung der Europäischen Kommission mit seinem Vorhaben beginnen. An dem IPCEI sind zwölf Mitgliedstaaten beteiligt. Das Projekt von SAP ist das erste der insgesamt 22 deutschen Projekte. weiterlesen…