Jährlich 17 Millionen Tonnen Verpackungsmüll

DUH und SumOfUs: Supermärkte und Discounter für europäische Abfallberge verantwortlich

Wilde Müllkippe in Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft0Fairtrade, Regionalität und Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau: Damit schmückt sich der deutsche Discounter Lidl. Dass Nachhaltigkeit und Umweltschutz aber weit darüber hinausgehen, kritisieren die Deutsche Umwelthilfe und die international tätige Verbraucherbewegung SumOfUs. Mit dem Kampagnen-Spot „Cut the Crap“ (deutsch: „Lass den Scheiß, Lidl!“) und einem gleichnamigen Report basierend auf Analysen von Changing Markets, Wuppertal Institut und Rank a Brand kritisiert die Organisation das Angebot unnötiger Verpackungen. weiterlesen…

Hallo, wo sind wir eigentlich?

Kommentar zur Studie: „Black Swans (Risiken) in der Energiewende – Risikomanagement für die Energiewende“ von Prognos, EWI und GWS. Von Christfried Lenz – mit freundlicher Genehmigung des pv magazine.

Die Bundesregierung tut alles politisch Machbare, um die Energiewende zu stoppen: Statt den Ausbau der Erneuerbaren angesichts immer prekärer werdender Prognosen zur Klimaerwärmung maximal zu beschleunigen, wird er gedeckelt. Bei der Photovoltaik wurde die Obergrenze 2015 nicht einmal erreicht, sondern um ein Drittel verfehlt. Aus dem PV-Ausbau im 1. Halbjahr 2016 ergibt sich, dass sie in diesem Jahr wohl um die Hälfte verfehlt wird. Durch das Ausschreibungsverfahren ist ab 2017 eine ähnlich desaströse Entwicklung auch bei der Windkraft zu erwarten. weiterlesen…

Wirtschaftswachstum und Klimaschäden

Machtlos bei Hurrikanen

Bei Da Nang 2009 durch den Taifun Ketsana an den Strand geschwemmtes Schiff - Foto © Gerhard Hofmann_Agentur ZukunftWenn Hurrikane wie Katrina 2005 oder Sandy (s. Foto) 2012 auf dichtbesiedelte Regionen treffen, können sie großen Schaden anrichten. Mehr als 50 Prozent aller wetterbedingten Schäden weltweit werden von tropischen Wirbelstürmen verursacht. Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) haben nun das Ausmaß möglicher zukünftiger Hurrikanschäden im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum analysiert (s. PIK-Pressemitteilung). Am Beispiel der USA fanden sie heraus, dass eine Verdreifachung dieser relativen Schäden bei unvermindertem Klimawandel bis zum Ende des Jahrhunderts möglich ist und die akkumulierten jährlichen Schäden durchschnittlich sogar um das Achtfache ansteigen können. Im Gegensatz zur verbreiteten Ansicht zeigt ihre Studie, dass vermehrte Schäden zumindest in den USA nicht durch Wirtschaftswachstum ausgeglichen werden können. weiterlesen…

Kohlekonsens befördern

Transformative Nachhaltigkeitsforschung

Mit der beschlossenen Treibhausgassenkung und dem Ausbau der erneuerbaren Energien hat die Bundesregierung zugleich das Ende der Kohleverstromung beschlossen. Doch die Frage, wie und bis wann der Ausstieg aus dem fossilen Energieträger organisiert werden soll, ist derzeit eine der konfliktreichsten Großbaustellen der Energiewende. Denn die starke Verankerung der Kohleverstromung erschwert das zügige Erreichen des Klimaschutzziels. In einem Artikel in der Zeitschrift GAIA zeigen Daniela Setton und Sebastian Helgenberger vom IASS, wie transformative Nachhaltigkeitsforschung hier hilfreiche Impulse setzen kann. weiterlesen…

KBA gibt Umrüstung der Schummel-Diesel frei

Umsetzung der „technischen Lösung“ für 460.000 Fahrzeuge der Modelle mit 1,2l-TDI-Motor des Typs EA189 beginnt

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat Lösungen für das Update der Abgas-Schummel-Software in 460.000 Fahrzeugen mit 1,2l-TDI des Motortyps EA 189 freigegeben. Die KBA-Freigabe gilt unter anderem für Volkswagen Polo und Seat Ibiza. In Deutschland erfolge die Information der Kunden in einem zweistufigen Verfahren, so eine Mitteilung aus dem VW-Konzern. weiterlesen…

Anleger-Klagen gegen VW: LG-Vorlagebeschluss

170 Schadensersatzklagen von Anlegern anhängig

VW-Kraftwerk, Wolfsburg - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftZurzeit sind beim Landgericht Braunschweig 170 Schadensersatzklagen von Anlegern anhängig – so eine Mitteilung. Überwiegend klagen private Anleger. Eine Klage wird von 277 institutionellen Anlegern aus dem In- und Ausland, geführt. Der Streitwert dieser Klage beläuft sich auf fast 3,3 Milliarden (genau 3.255.002.361,66) Euro. Eine weitere Klage von überwiegend institutionellen Anlegern hat einen Streitwert von 679.740.713,43 Euro. weiterlesen…

VCD-Umweltcheck ohne Sieger

2016 kein Umweltranking

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) forderte die Bundesregierung auf, sie solle klare Vorgaben für den Abgasausstoß machen und intensiv kontrollieren. Angesichts des Abgasskandals veröffentlichte der VCD in diesem Jahr seine jährliche Umweltliste ohne Platzierzungen – „mitten im Abgasskandal fehlt es einfach an der seriösen Datengrundlage, um ein Ranking der umweltverträglichsten Autos vorzunehmen,“ so eine Pressemitteilung am 16.08.2016. weiterlesen…

Kein Anschluss unter…


…dieser Säule: Ladesäulen Mangelware

E-Mobility -Mitsubishi-Ladestation in Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftDeutschlands Autoschmieden entdecken endlich die Elektromobilität – doch es fehlt an der Infrastruktur: Es gibt deutlich zu wenige Ladestationen. Dabei hatte die Bundesregierung zugesagt, bis 2020 rund 15.000 Ladesäulen mit insgesamt 300 Millionen Euro zu fördern. 70.000 Ladestationen sollen insgesamt in vier Jahren stehen – bis dahin ist es noch weit. Doch es scheint sich allmählich etwas zu bewegen. weiterlesen…

AGEB: 13% Erneuerbare am Primärenergieverbrauch

Doppelt so hoch wie Beitrag der Atomkraft – Energieverbrauch zieht merklich an – Verbrauchssteigernde Faktoren überwiegen – Erdgas mit stärkstem Zuwachs

Der Energieverbrauch in Deutschland hat sich in den ersten sechs Monaten um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöht. Insgesamt wurden 6.821 Petajoule (PJ) beziehungsweise 232,6 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) verbraucht. Zum Verbrauchsanstieg trugen die kühlere Witterung zum Jahresbeginn, der diesjährige Schalttag, das anhaltende Wirtschaftswachstum sowie der Bevölkerungszuwachs bei, teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) am 15.08.2016 mit. Gedämpft wurde der Anstieg durch zusätzliche Verbesserungen bei der Energieeffizienz. Zunahmen beim Öl- und Erdgasverbrauch sowie bei den erneuerbaren Energien standen Rückgänge bei der Stein- und Braunkohle sowie bei der Kernkraft gegenüber. weiterlesen…