Neuer Impuls für Open Access

Berlin-Konferenz zur Umstellung des Finanzierungsmodells von Fachpublikationen

Der freie Zugang zu wissenschaftlichen Fachzeitschriftenartikeln (Open Access) soll auf neue Weise vorangebracht werden. Das berichtet eine Pressemitteilung als Ergebnis einer internationalen Konferenz in Berlin, bei der ein Prozess eingeleitet wurde, um bisher nur per Subskription zugängliche Fachzeitschriften auf Open Access umzustellen. Den Schlüssel dazu haben die Wissenschaftseinrichtungen und ihre Förderer selbst in der Hand: Öffentliche Mittel, die aktuell für Abonnements von Subskriptionszeitschriften genutzt werden, müssten in Open-Access-Publikationsmittel umgewandelt werden. weiterlesen…

Nach zehn Jahren: Wendelstein springt an

Betrieb in Greifswalder Fusionsanlage – erstmals Helium-Plasma erzeugt

„Geduld und Mühe der Plasmaforscher haben sich gelohnt“, beginnt stolz eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald. Gut zehn Jahre nachdem die Montage der Fusionsanlage Wendelstein 7-X  begonnen hatte, haben Physiker darin am 10.12.2015 das erste Helium-Plasma erzeugt. Damit hat nach gut einem Jahr technischer Vorbereitungen und Tests planmäßig der Experimentierbetrieb begonnen. Anfang 2016 soll in der Anlage erstmals ein Wasserstoffplasma gezündet werden, wie es auch für eine Kernfusion benötigt wird – hofft das IPP. Mit Wendelstein 7-X, der weltweit größten Fusionsanlage vom Typ Stellarator, möchten Forscher belegen, dass sich dieser Bautyp als Kraftwerk eignet. weiterlesen…

Die Stromversorgung der Zukunft

ESYS: Akademien veröffentlichen Stellungnahme mit 130 Systemkonstellationen

2050 soll die Stromversorgung in Deutschland überwiegend auf Erneuerbare Energien umgestellt sein. Die Einspeisung aus Windkraft- und PV-Anlagen schwankt je nach Wetter und Tageszeit. Zahlreiche Flexibilitätstechnologien können die Stromversorgung im Zeitalter der Erneuerbaren Energien stabilisieren: von flexiblen Kraftwerken über Speicher bis hin zum Demand-Side-Management, das den Verbrauch mit dem Angebot in Einklang bringt. Fast keine Technologie ist alternativlos, fast jede lässt sich zu überschaubaren Mehrkosten ersetzen. Eine Ausnahme sind flexibel befeuerbare Gaskraftwerke. Sie sind das Rückgrat jedes stabilen Energiesystems der Zukunft. Doch welche Kombinationen verbinden Stabilität mit Nachhaltigkeit, Kosteneffizienz und gesellschaftlicher Akzeptanz? Eine Arbeitsgruppe des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, hat mithilfe eines eigens entwickelten Rechenmodells rund 130 Systemkonstellationen verglichen und die Stellungnahme „Flexibilitätskonzepte für die Stromversorgung 2050“ am 10.12.2015 veröffentlicht. weiterlesen…

BINE: Wärmeverteilung mit PCM-Slurries planen

Mit Paraffin-Wasser-Gemischen heizen und kühlen

Für den Wärmeträger Wasser in Fernwärmenetzen und gebäudetechnischen Anlagen gibt es eine Alternative: Fluide aus einem Paraffin-Wasser-Gemisch. Diese bieten in einem engen Temperaturbereich theoretisch höhere Wärmekapazitäten als Wasser. Bislang fehlen aber Berechnungen und Erfahrungen für einen Einsatz in der Praxis. Das BINE-Projektinfo „Wärmeverteilung mit Slurries planen“ (18/2015) präsentiert Ergebnisse von grundlegenden Messungen und Simulationen mit den neuen Wärmeträgern. Damit lassen sich die Gemische jetzt besser charakterisieren und mögliche Einsatzgebiete werden deutlicher. weiterlesen…

EEG-„Reformen“ hebeln Energiewende aus

BEE: EEG wird zum Erneuerbare-Energien-Begrenzungsgesetz

„Der Vorschlag des Bundeswirtschaftsministeriums macht aus dem Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien ein Gesetz, das den Ausbau de facto begrenzt.“ Mit diesen Worten kommentiert Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), das aktuell überarbeitete Eckpunktepapier des BMWi zur EEG-Novelle 2016. weiterlesen…

CCS ist am Ende…

 …wird trotzdem noch von Klimaschützern gefordert – von Hans-Josef Fell

Die Abscheidung von Kohlendioxid aus den Rauchgasen von Kohlekraftwerken mit anschließender Deponierung in aufgelassenen Bergwerken (Carbon-Capture-Sequestration, bzw. Carbon Capture & Storage – CCS) war vor mehr als 15 Jahren die wichtigste Antwort der fossilen Wirtschaft auf den fortschreitenden Klimawandel. Oftmals wurde damit auch suggeriert, dass die Kohlenutzung sauber werden könnte, so entstand die Propagandalüge der Clean Coal, der sauberen Kohle. weiterlesen…

Das Paris-Paradoxon

Mit freundlicher Genehmigung von Jessica Cheam, eco-business

Ein neues Projekt der Guerilla-Kunstgruppe Brandalism in Paris enthüllt einige unbequeme Wahrheiten und ein Paradoxon, das im Herzen der Pariser Gespräche liegt – dass nämlich Unternehmen und Regierungen beides gleichzeitig sind: Problem und Lösung. Besuchern und Delegierten, die in der vergangenen Woche für die Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen in Paris abgestiegen sind, könnten einige Anzeigen mit Denkanstößen auf Werbeflächen in der französischen Hauptstadt aufgefallen sein. Auf den ersten Blick sehen einige von ihnen ganz normal aus, mit Firmenlogos und kurzen, flotten Sprüchen. Bei näherem Hinschauen sind sie alles andere als das. weiterlesen…

Tsunami-Energie abhängig vom Meeresboden

Kleine Höhenschwankungen bündeln Tsunamiwellen

Göttinger Max-Planck-Forscher haben festgestellt, dass der Höhenverlauf des Meeresbodens für die Vorhersage der Wellenausbreitung von Bedeutung ist. Tsunamis gehören zu den verheerendsten Naturkatastrophen. Obwohl die Seebeben, von denen sie meist ausgelöst werden, bisher nicht vorhersehbar sind, vergeht zwischen der Entstehung von Tsunamis und ihrem zerstörerischen Auftreffen auf Küsten kostbare Zeit, die man für Frühwarnungen nutzen könnte. weiterlesen…

Atommüll: Bayern lenkt ein

Sieben Castoren kommen ins AKW Isar – Ärger in Ahaus

Als sei nichts gewesen: Bayern hat seinen Widerstand  aufgegeben und nimmt nun doch (eigenen) Atommüll zurück. Sieben Castoren mit radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufbereitung im Ausland sollen jetzt ins AKW ISAR bei Landshut kommen dürfen. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) hervor. weiterlesen…