Investitionsumfeld entscheidend für Import von Wasserstoff und Synfuels

MENA-Fuels: Studie veröffentlicht wegweisende Ergebnisse für Nahen Osten und Nordafrika

Wo werden zukünftig grüner Strom und synthetische Kraftstoffe (Synfuels) produziert? Zu welchen Kosten können diese erzeugt werden? Und welcher Teil der Nachfrage kann heimisch erzeugt und wie viel muss importiert werden? Dies haben das Wuppertal Institut, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Institut für ZukunftsEnergie und Stoffstromsysteme (IZESgGmbH) innerhalb einer umfangreichen Studie am Beispiel des Nahen Ostens und Nordafrika untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass in dieser Region langfristig sehr große kostengünstige (Export-)Potenziale für grünen Strom, Wasserstoff und Synfuels bestehen. Die Berücksichtigung von Investitionsrisiken habe jedoch einen signifikanten Einfluss auf deren Kosten und damit auf die Wahl der potenziellen Exportländer, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung vom 07.12.2022. weiterlesen…

Elfmal Zukunft in Berlin

„…brauchen einen Mentalitätswechsel“

Keine geringere Forderung erhebt Thomas Loy am in Tagesspiegel Plus über „Berlins Mister Future“ Steffen Terberl, den „Mann aus Westfalen“, der Zukunftsorte der Stadt vernetzt und repräsentiert, in denen Wissenschaft und Wirtschaft zusammenarbeiten. Zukunft gibt es genau elf Mal in Berlin. Wobei die Idee der Zukunftsorte ist, dass sie unterwegs sind in ihre Zukunft, aber noch nicht angekommen. Also eher aufstrebende Nachwuchsorte, die das alte, seiner großen Vergangenheit nachtrauernde Berlin hinter sich lassen wollen. weiterlesen…

ARL-Kommentar zum „Wind-an-Land-Gesetz“

Stellungnahme zu den gesetzlichen Neuregelungen für die Windenergieplanung

Am 28.07.2022 ist das Gesetz zur Erhöhung und Beschleunigung des Ausbaus von Windenergieanlagen an Land („Wind-an-Land-Gesetz“) verkündet worden. Dessen Regelungen zur planerischen Ausweisung von Standorten für Windenergieanlagen verändern die Planungsverfahren grundsätzlich. Weil damit (auch über den engeren Anwendungsbereich hinaus) erhebliche Folgen für den Stellenwert der Raumordnung insgesamt verbunden sind, erreichen die Akademie für Raumentwicklungin der Leibniz-Gemeinschaft (ARL) aktuell zahlreiche Anfragen zum Wind-an-Land-Gesetz und den darin enthaltenen Änderungen bestehender Gesetze, insbesondere des Baugesetzbuchs. Einige am 07.12.2022 veröffentlichte Kommentare zu den umfangreichen Novellierungen, die zum Teil erst in den nächsten Jahren in vollem Umfang wirksam werden. weiterlesen…

Schon auf der frü­hen an­oxi­schen Erde ent­stan­den

Eine Mi­kro­be, die Stick­stoff auf­bricht, wäh­rend sie Me­than bil­det

Koh­len­stoff und Stick­stoff sind die Grund­bau­stei­ne des Le­bens. Man­che Or­ga­nis­men spie­len eine ent­schei­den­de Rol­le für den Kreis­lauf bei­der Ele­men­te. Ein­bli­cke in eine „hei­ße” Mi­kro­be, die Stick­stoff zum Wach­sen nutzt und wäh­rend­des­. sen Me­than er­zeugt, haben Forschende des Bremer Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie (MBio) am 21.11.2022 zufolge open access in ASM Journals/mBio publiziert; sie kultivierten erfolgreich einen Mikroorganismus, der gleichzeitig Stickstoff (N2) fixiert sowie Methan (CH4) und Ammoniak (NH3) produziert und deckten spannende Details seines Stoffwechsels auf. weiterlesen…

Klimafreundlich produzieren: Mit Kreislaufwirtschaft die Dekarbonisierung vorantreiben

Projekt der Uni Siegen mit regionalen Unternehmen stellt Weichen für die Zukunft

Die Klimastrategie der EU sieht eine Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 55% bis zum Jahr 2030 und eine vollständige Dekarbonisierung bis 2050 vor. Das stellt vor allem produzierende Unternehmen vor massive Herausforderungen, denn viele Vorprodukte und Rohmaterialien haben schon einen hohen CO2-Ausstoß, bevor sie überhaupt verarbeitet werden. Genau hier setzt ein Projekt der Universität Siegen an. Es sollen Strategien für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft entwickelt und durch den Aufbau zirkulärer Wertschöpfungsketten Ressourcen und Rohstoffe in die Mehrfachnutzung  überführt werden. weiterlesen…

Globale Ungleichheit erschwert effektiven Klimaschutz im Landbereich

Wirksame klimapolitische Maßnahmen sind möglicherweise nur in Ländern mit hohem Einkommen durchführbar

Landbasierter Klimaschutz im Einklang mit dem Pariser Abkommen kann nur mit der Überwindung der globalen Ungleichheit gelingen, so das Ergebnis einer neuen Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Dafür muss ein Wandel hin zu gesünderer Ernährung, weniger Lebensmittelverschwendung und einem geringeren Bevölkerungswachstum stattfinden. Außerdem ist eine Bepreisung von Treibhausgasemissionen aus der Land- und Forstwirtschaft auf globaler Ebene nötig. weiterlesen…

Auch in Deutschland wird das Wasser knapp

Übermäßiger Wasserverbrauch führt zu Nutzungskonfikten

Die Klimakrise gefährdet Trinkwasserressourcen weltweit. Deutschland ist zwar derzeit noch ein regen- und wasserreiches Land, doch auch hier muss vorgesorgt werden. Wie eine nachhaltige Wasserstrategie aussehen könnte, untersuchte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Julia Broich vom Portal energiezukunft hat sich den DIW-Wochenbericht näher angeschaut. weiterlesen…

TUM-Forschende legen Gutachten zum Masterplan Geothermie vor

Rechnerisch 40 Prozent des bayerischen Wärmebedarfs bedienbar

Forschende der Technischen Universität München (TUM) sehen großes Potenzial für den Ausbau der tiefen Geothermie in Bayern. In einer Analyse zum Masterplan Geothermie zeigt der Forschungsverbund Geothermie-Allianz Bayern Möglichkeiten auf, dass mithilfe von Wärmeverbundleitungen auch geologisch benachteiligte Regionen im Freistaat mit nachhaltiger Fernwärme versorgt werden können. Dabei wird erstmals das technische Potenzial der hydrothermalen Geothermie in Südbayern betrachtet. Auftraggeber der Studie ist das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, das den Bericht kürzlich veröffentlicht hat. weiterlesen…

Aufbau einer Infrastruktur für Kohlendioxid-Transport

Was gilt es zu berücksichtigen? – Ein Impuls von IN4climate.NRW

Selbst bei einer erfolgreichen Transformation der Industrie zur Klimaneutralität wird es noch Prozesse geben, bei denen unvermeidbare CO2-Mengen entstehen. Der Umgang mit diesen bildet daher einen wichtigen Baustein für die klimaneutrale Zukunft – der Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur für den Transport des CO2 ist entsprechend unumgänglich. Mit dem am 08.12.2022 veröffentlichten Diskussionspapier zeigt die unter dem Dach der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate arbeitende Initiative IN4climate.NRW die Herangehensweise für eine ökonomisch sinnvolle Infrastrukturentwicklung auf. weiterlesen…

Citizen-Science: Valide Daten aus der Bürgerforschung

Bewertung des ökologischen Zustands kleinerer Fließgewässer

Citizen-Science-Projekte etablieren sich mehr und mehr als wichtige Stütze für die Umweltforschung. Sie liefern Daten, öffnen die Wissenschaft für die Gesellschaft und geben Interessierten die Möglichkeit, sich für die Umwelt zu engagieren, um nur einige Vorzüge zu nennen. Allerdings gibt es auch Vorbehalte, etwa in punkto Datenqualität. Ein Forscher:innen-Team unter Leitung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig hat anhand der Zustandsbewertung von Kleingewässern festgestellt, dass Citizen-Science-Daten für die weitere Verwendung in Wissenschaft und Verwaltung durchaus geeignet sind – und das Ergebnis am 08.12.2022 unter einer Creative Commons Lizenz in Science of the Total Environment publiziert. weiterlesen…