Warum die Energiewende in vielen Ländern ausbleibt

Vom MCC geleitete Studie schärft das Verständnis für „politische Ökonomie der Kohle“. Indien, Indonesien und Vietnam als Beispiele

Die besonders klimaschädliche Kohle-Energie ist im globalen Maßstab immer noch auf dem Vormarsch. Über die Gründe dafür gibt es schon etliche Fallstudien zu einzelnen Ländern – doch bislang fehlte ein generelles Analysekonzept, das aus nationalen Befunden typische Muster erkennen lässt und so die Grundlage für Gegenstrategien schafft. Eine Studie unter Federführung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) schließt jetzt diese Lücke. Sie wurde in der Fachzeitschrift Energy Research & Social Science veröffentlicht. weiterlesen…

Wasserstoff – sauber, einfach, dezentral

An der Frankfurt UAS wird ein kellertaugliches „Smartes Tankgerät für Wasserstoff“ entwickelt

„Sauber, einfach, dezentral – so kann die Wasserstoffspeicherung der Zukunft aussehen“ (heißt es in einer Medienmitteilung der Frankfurt University of Applied Sciences), wenn es nach Enno Wagner geht, Professor für Mechatronische Konstruktion und Technische Mechanik an der Frankfurt UAS. Zusammen mit seinen Studierenden entwickelt er ein „Smartes Tankgerät für Wasserstoff“. Die Idee besteht darin, Herstellung und Lagerung von Wasserstoff so zu vereinfachen, damit ein Einsatz auch in Privathäusern gelingt. weiterlesen…

Besseres Anodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien

2,3 Mio. Euro für Projekt von UDE und Evonik

Spätestens im Jahr 2023 soll es marktreif sein: Anodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien, das zu leistungsfähigeren Energiespeichern führt. Das Material ist in den Laboren des Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg Essen (UDE) bereits erprobt worden. Seit dem 01.09.2020 fördert das Bundeswirtschaftsministerium die UDE mit fast 1,7 Mio. Euro, um den Herstellungsprozess in einem gemeinsamen Projekt mit Evonik weiterzuentwickeln und auf den Industriemaßstab zu übertragen. weiterlesen…

Ladesäulencheck 2020: Strom tanken bleibt Abenteuer

LichtBlick: Systemwechsel hin zu verbraucherfreundlichem Laden einfach möglich

Unterwegs Strom laden bleibt auch 2020 für die Mehrzahl der E-Auto-Fahrer eine Zumutung: Die Tarife sind undurchsichtig. Es gibt eine Vielzahl an Abrechnungsverfahren. Und der Zugang zu den rund 30.000 öffentlichen Strom-Zapfsäulen in Deutschland ist kompliziert. Das geht aus dem vierten Ladesäulencheck des Klimaschutz-Unternehmens LichtBlick hervor.
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EU muss Anteil erneuerbarer Kraftstoffe erhöhen

„Starker Anstoß durch Politik nötig“

Weil Elektrifizierung im Verkehr „nicht immer möglich oder sinnvoll“ sei, würden „erneuerbare und kohlenstoffarme Energien eine wichtige Rolle spielen“, sagte EU-EnergieKommissarin Kadri Simson in einem Interview mit der in mehreren deutschen Tageszeitungen (SZ, FAZ, Tagesspiegel) erschienenen Anzeige-Sonderveröffentlichung „Klimaschutz braucht Vielfalt“ von IWO Institut für Wärme und Mobilität e. V. und Mineralölwirtschaftsverband. weiterlesen…

„Klima-Krisenzeit“

„Es geht um Geld und Macht“

In den 50 Jahren seit dem ersten Earth Day ist die Umweltbewegung gereift und hat hoch entwickelte Methoden entwickelt, um Veränderungen voranzutreiben. Aber angesichts des beispiellosen Ausmaßes der Klimakrise stellt sich nicht die Frage, ob Aktivismus wirksam ist, sondern ob wir noch Zeit haben, uns selbst zu retten. Elmira Bayrasli fragte am 08.07.2020 für Project Syndicate Bill McKibben über Klimaaktivismus während der COVID-19-Pandemie (publiziert am 29.09.2020). weiterlesen…

Wasserstoff aus Plastikmüll

Forscher der Universität Oxford finden Weg für Kunststoff-Recycling

Die ständig zunehmende Produktion und Verwendung von Kunststoffen hat ein riesiges Umweltproblem für die Welt geschaffen. Gegenwärtig wird der größte Teil der bisher produzierten 4,9 Milliarden Tonnen Kunststoffe, auf Deponien oder in der natürlichen Umwelt entsorgt. Schätzungen zufolge soll der Plastikmüllberg bis 2050 auf etwa 12 Milliarden Tonnen anwachsen. Jetzt haben Chemiker der Universität Oxford ein Verfahren entwickelt, bei dem Kunststoff in Wasserstoff und festen Kohlenstoff umgewandelt wird. weiterlesen…

Erderwärmung graphisch

Kartierung der globalen Temperaturänderung, Spirale, Streifen von Ed Hawkins

Die Visualisierungstechnik der ‚kleinen Vielfachen‘ (‘small multiples’) wird oft verwendet, um einfache Botschaften zu vermitteln. Das Beispiel des britischen Klimaforschers Ed Hawkins, Professor für Klimawissenschaft im National Centre for Atmospheric Science (NCAS) an der University of Reading, IPCC AR5-Ko-Autor und IPPCC AR6-Lead-Autor, zeigt Karten der Temperaturänderung von 1850-2017 – der allgemeine Erwärmungstrend ist offensichtlich, auch wenn die Details unscharf sind. Schon früher hat Hawkins den Anstieg der Erdmitteltemperatur als Spiale visualiert – bekannt sind auch seine „Warming Stripes“. weiterlesen…

Reaktionen auf die FFF-Wupertalstudie „Einhaltung der 1,5 Grad-Celsius-Grenze“

Nur mit massivem Ausbau Erneuerbarer Energien

Die Untersuchung beleuchte Möglichkeiten, die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C einzuhalten und damit Risiken und Auswirkungen der Klimakrise gegenüber einer stärkeren Erwärmung erheblich zu verringern – so das Fazit des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE). Ein „’Chapeau‘ an Fridays for Future kam vom : Als politische Kraft haben sie gestern gezeigt, dass sie die Spielregeln bestens beherrschen.“ Die dena erkennt in der FFF-Arbeit „Eckpunkte, die ein Erreichen der von dieser Studie anvisierten Ziele eher als unerreichbar erscheinen lässt“. Soweit das Spektrum der Reaktionen (allein mindestens 55 Zeitungen und Zeitschriften gingen darauf ein) – Solarify dokumentiert einige in Ausschnitten. weiterlesen…

Photovoltaik 2021 alleiniger Motor der Energiewende?

Solarwirtschaft warnt vor Markteinbruch bei Solardächern und fordert Nachbesserungen am vorliegenden EEG-Entwurf

Photovoltaik wird 2021 voraussichtlich alleiniger Motor der Energiewende in Deutschland sein. Dies geht aus jüngsten Prognosen der Übertragungsnetzbetreiber hervor. Demnach erwarten die Netzbetreiber einen Nettozuwachs bei der installierten Photovoltaik-Kapazität in Höhe von rund 5,4 GW bei der Photovoltaik nach 4,2 GW in 2020. Bei der Windkraft und der Bioenergie wird hingegen im kommenden Jahr ein Rückgang der installierten Kapazitäten erwartet. Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW) warnt unterdessen vor einem zu geringen Ausbautempo bei der Solartechnik und vor einem Markteinbruch auch bei Solardächern im kommenden Jahr. weiterlesen…