Luftverschmutzung schuld an erhöhter Säuglingssterblichkeit

Bericht „State of Global Air 2020“ stellt fest: Fast 500.000 sterben im ersten Lebensmonat

Smog - Luftverschmutzung in Delhi - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyEine Untersuchung des Bostoner Health Effects Institute kommt zu dem Ergebnis, dass die Luftverschmutzung durch Feinstaub im Freien und im Haushalt zum Tod von fast 500.000 Kleinkindern im ersten Lebensmonat beigetragen hat. Nahezu zwei Drittel dieser Todesfälle standen im Zusammenhang mit der Verwendung fester Brennstoffe in Entwicklungsländern wie Holzkohle, Holz und Tierdung zum Kochen. Der neu erschienene Bericht State of Global Air 2020 berichtet über die erste umfassende Analyse der globalen Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Neugeborenensterblichkeit. weiterlesen…

„Klimaschutzprogramm muss nachgebessert werden“

BEE: Ebenso Referentenentwurf für Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote

Dichter Verkehr auf der Berliner Ringautobahn bei Nacht - Foto © Gerhard Hofmann für Solarify Die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung reichen nicht aus, um bis 2030 mindestens 55 Prozent Treibhausgas-Minderung zu erreichen. Das hat das Umweltbundesamt in einem Teilbericht zur “Abschätzung der Treibhausgasminderungswirkung des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung“ bestätigt – so eine Medienmitteilung des Bundesverbands Erneuerbare Energie vom 22.10.2020. weiterlesen…

1 Tonne CO2 richtet 180 Euro Schäden an

Bundesregierung beschließt Aktionsplan für klimafestes Deutschland – erstmals Förderung von Anpassungsmaßnahmen in sozialen Einrichtungen

Die Bundesregierung hat am 21.10.2020 den aktuellen (zweiten) Fortschrittsbericht zur Deutschen Anpassungsstrategie beschlossen. Neben einer Bilanz vergangener Aktivitäten hat das Bundesumweltministerium die Prioritäten für die künftige Arbeit gesetzt und in einer Online-Pressekonferenz dargestellt. Hierzu zählen bessere Grundlagen für die Finanzierung der Klimaanpassung. Das Bundesumweltministerium fördert zudem erstmals soziale Einrichtungen mit 150 Millionen Euro bei ihren speziellen Herausforderungen in der Klimaanpassung. Mit mehr als 180 weiteren Maßnahmen will die Bundesregierung Deutschland klimafest machen, gegen Risiken durch Hoch- und Niedrigwasser oder gestörte Infrastrukturen, Beeinträchtigungen der Landwirtschaft, Gesundheitsgefahren, Sicherheitsrisiken in der Wirtschaft sowie Herausforderungen des Bevölkerungsschutzes. weiterlesen…

Bundesregierung verfehlt EU-Ziele zum Ausbau des Ökolandbaus für Klima- und Artenschutz

Greenpeace-Studie belegt leere Versprechen und fehlende Förderung

Maisfeld bei Bretten - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie Fördergelder für die ökologische Landwirtschaft müssen in Deutschland bis zum Jahr 2030 auf mehr als eine Milliarde Euro jährlich anwachsen, wenn das Ziel der EU-Kommission erreicht werden soll, den Anteil des Ökolandbaus auf 25 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche zu steigern. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie des Kasseler Instituts für ländliche Entwicklung. weiterlesen…

„Business-as-usual vervielfältigt die Ursachen der Krisen“

economists4future: Verantwortung übernehmen für eine bessere Welt

Klimawandel-Folge bei Gülpe, Mark - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyHunderttausende Schüler beharren auf einer konsequente Klimapolitik. Eltern, Lehrer, Unternehmer und viele weitere Menschen solidarisieren sich mit ihnen, darunter über 26.000 scientists4future aus diversen Disziplinen. Nur die etablierten Wirtschaftswissenschaften schweigen. Das ist kein Zufall, denn ihr Denkstil hat wesentlich zu den Krisen der Gegenwart beigetragen“. Mit diesem Text kündigte der Murmann Verlag im August 2020 das Erscheinen des Buches economists4future an, in dem eine Gruppe von Weiterdenkenden sich zu der Notwendigkeit bekennt, Verantwortung für eine bessere Welt zu übernehmen. weiterlesen…

„Soft-Power-Konzept“ der deutschen Energieaußenpolitik

Mit internationalen Energiepartnerschaften will Deutschland als global vernetzter Staat die Energiewende anschieben

Energie-Mix - AKW Philippsburg, PV und Hochspannungsmasten - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyEine Studie vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) hat diese bilateralen Energiepartnerschaften analysiert. Ausgehend vom Ruf, eine Vorreiterin der Energiewende zu sein, verfolgt die Bundesrepublik eine Soft-Power-Strategie, um im Ausland Nachahmer des eigenen energiepolitischen Ansatzes zu gewinnen. Die bilateralen Energiepartnerschaften Deutschlands, so die Analyse, seien dabei das zentrale Politikinstrument. weiterlesen…

Klimaklagen als neue rechtliche Wege zum Klimaschutz

Trotz Niederlagen sind immer mehr Aktive optimistisch, dass Gerichte Abhilfe gegen den Klimawandel schaffen können

„Einfallsreich klagen, Klima schützen“ überschrieb Spektrum der Wissenschaft am 02.03.2020 einen übersetzten und angepassten Beitrag aus Nature von Giuliana Viglione („Climate lawsuits are breaking new legal ground to protect the planet“) vom 28.02.2020. Solarify dokumentiert und aktualisiert den Text. (Bild: Unser Planet braucht Hilfe –  © Gert Altmann auf Pixabay) weiterlesen…

Auf dem Weg zu einem geschlossenen Kohlenstoffkreislauf

Wie überkritisches Kohlendioxid die elektrochemische Reduktion von CO2 beeinflusst

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Industrie spielt die elektrochemische Reduktion von Kohlendioxid eine wichtige Rolle: Mit ihrer Hilfe lässt sich unter Einsatz erneuerbarer Energien CO2 in Brennstoffe oder Grundchemikalien umwandeln. Der Haken an der Sache: Bislang funktioniert diese Katalyse lediglich im Labor. Bei der Übertragung auf den industriellen Maßstab treten immer noch Schwierigkeiten auf – von der begrenzten Haltbarkeit der Katalysatorsysteme bis zur unerwünschten Entwicklung von Wasserstoff. Forschende der Ruhr-Universität Bochum, des Fritz-Haber-Instituts und des Fraunhofer UMSICHT haben sich auf die Suche nach Lösungen gemacht und dabei den Einfluss von überkritischem Kohlendioxid auf die elektrochemische Reduktion von CO2 untersucht. (Foto: Ein Blick auf den Hochdruckreaktor, der bei der elektrochemischen Reduktion zum Einsatz kam – © Fraunhofer UMSICHT) weiterlesen…

EZB muss dringend Klimakrise bei Neuausrichtung berücksichtigen

Greenpeace-Studie: Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank torpedieren Klimaschutz

Weit mehr als die Hälfte der von der Europäischen Zentralbank (EZB) erworbenen Unternehmensanleihen (63 Prozent) stammt aus wenigen Sektoren, die mit ihrem CO2-Ausstoß massiv zur Klimakrise beitragen. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie von Greenpeace, der New Economics Foundation (NEF), der SOAS University of London, der University of the West of England und der University of Greenwich. Ausgangspunkt für die Analyse sind die von der EZB im Rahmen ihres Ankaufprogramms CSPP erworbenen Bestände an Unternehmensanleihen mit einem Umfang von 242 Milliarden Euro Ende Juli. weiterlesen…

Ohne Masterplan für künftiges Stromsystem

Von grün bis liberal: Parteien im Ziel einig, aber…

Welche Parteien haben die ambitionierteste Klima- und Energiepolitik? Eine im IASS-Potsdam erstellte und eben auf Taylor and Francis Online – Energy Sources publizierte Untersuchung gibt eine überraschende Antwort: In Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien sind die Ziele über das politische Spektrum von grün bis wirtschaftsliberal hinweg von ähnlichem Ehrgeiz geprägt. Allerdings fanden die Forscher auch ein gewichtiges Manko, das die Energiewende bremst: Keine der untersuchten Parteien hat ein überzeugendes Konzept für einen Technologiemix, der bei wetterbedingten Schwankungen von Wind- und Solarenergie die Netzstabilität gewährleistet. Eine Medienmitteilung aus dem Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung. weiterlesen…