Schulze berichtet im Umweltausschuss über UN-Klimakonferenz

COOP25 und New Deal

Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit haben – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – am 15.01.2020 mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) über die Ergebnisse der Klimakonferenz der Vereinten Nationen COP25 im Dezember 2019 in Madrid (COP25) und den Green New Deal der Europäischen Union diskutiert. weiterlesen…

Problemfall Dieselpartikelfilter

T&E-Tests: Feinstaub-Ausstoß neuer Diesel 1000mal über Normalbetrieb

Von Transport & Environment durchgeführte Tests an zwei der beliebtesten Mittelklassefahrzeuge haben gezeigt, dass die Feinstaub-Emissionen der neuesten Diesel-PKW auf mehr als das Tausendfache des Normalbetriebs hochschnellen können. Diese gesundheitsgefährlichen Emissionsspitzen entstehen durch Reinigung der Dieselpartikelfilter im Fahrbetrieb und können sich augenblicklich schädlich auf das Herz auswirken. Die Filterreinigung kann auch im Stadtverkehr auftreten und für eine bis 15 km lange Fahrstrecke andauern, wird jedoch von den offiziellen Emissionstests ausgeklammert. In Europa sind mehr als 45 Millionen Fahrzeuge mit Dieselpartikelfiltern ausgerüstet. Dementsprechend kommt es in der EU zu ca. 1,3 Milliarden Reinigungsvorgängen pro Jahr. weiterlesen…

„CO2 muss eingefangen und genutzt werden“

CCS – neue Auflage

Dänische Forscher entwickeln eine mobile Anlage, die CO2 abtrennen kann, bevor es in die Atmosphäre gelangt. Das unerwünschte Treibhausgas soll stattdessen für neue Produkte genutzt werden. In diesem Winter beginnen die Forscher der Dänischen Technischen Universität einer Medienmitteilung zufolge mit dem Bau einer solchen Anlage. Zunächst werde die Vorrichtung in Biogasanlagen getestet, sagt Associate Professor Philip L. Fosbøl von der DTU Chemical Engineering, der den Prozess der CO2-Abscheidung koordiniert. weiterlesen…

Reaktionen auf Kohleausstiegs-Einigung – negativ

„Ausstiegspfad passt nicht zu Klimazielen“

Braunkohle-Verstromung im KKW Schkopau, SAnh - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie am 16.01.2020 vorgestellte Bund-Länder-Einigung zum Braunkohleausstieg stößt bei Germanwatch und anderen Organisationen auf scharfe Kritik. „Diese Einigung entspricht nicht der Empfehlung der Kohlekommission. Der Ausstiegspfad bei der Braunkohle passt nicht zu den Klimazielen. In den kommenden Jahren passiert viel zu wenig. Der Großteil der notwendigen Reduktion wird bis zum Ende der 2020er Jahre hinausgeschoben und der Reduktionspfad verläuft noch nicht einmal stetig“, sagt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch. weiterlesen…

Bund/Länder-Einigung über Kohleausstieg

Durchbruch gelungen – für 14 Milliarden Euro Steuerzahlergeld

Auf dem Weg zum Kohleausstieg haben die vertreter der Bundesregierung (BKin Merkel, BM Scholz, BM Altmaier, BM’in Schulze, BM Braun) und der vier Kohleländer (MP Woidke, BB, MP Laschet, NW, MP Kretschmer, SN und MP Haseloff, ST) einen Durchbruch geschafft. Sie einigten sich in der Nacht zum 16.01.2020 im Berliner Kanzleramt auf einen Abschaltplan für die klimaschädlichen Braunkohle-Kraftwerke und viele weitere Details. Auch der genaue Zeitplan für das Abschalten wurde am 16.01.2020 bekanntgegeben – so das BMWi in einer Medienmitteilung. weiterlesen…

BMWi bestreitet Kürzungen der Energieforschung

„Dafür mehr Geld für Reallabore im Energie- und Klimafonds“

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat laut Dow Jones Newswire vom 14.01.2020 bestritten, dass die Forschungsgelder für Erneuerbare Energien gekürzt werden. Das 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung vom September 2018 (siehe solarify.eu/7-energieforschungsprogramm-der-bundesregierung) umfasse neben der bisherigen anwendungsnahen Energieforschung auch das Ministeriumsprojekt „Reallabore der Energiewende“, so eine Ministeriumssprecherin. Dieser Teil werde ab dem Haushalt 2020 im Energie- und Klimafonds ausgewiesen, den die Große Koalition im Rahmen des Klimaschutzprogramms aufgestockt hat. weiterlesen…

„Zentral und dezentral“ – Zu nachhaltiger Energieversorgung

ESYS-Stellungnahme zum Energiemix

Nur mit einem klugen Mix aus zentralen und dezentralen Technologien wird die Energieversorgung bis 2050 klimafreundlich, sicher und wettbewerbsfähig – kurz: wird die Energiewende gelingen. Die Herausforderung liegt darin, die einzelnen Elemente zu einem funktionierenden Gesamtsystem zu integrieren. Zu diesem Schluss kommt das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) in seiner am 16.01.2020 vorgestellten Stellungnahme „Zentrale und dezentrale Elemente im Energiesystem: Der richtige Mix für eine stabile und nachhaltige Versorgung“. Es gelte, so ESYS, alle Möglichkeiten für den Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen zu nutzen – vom PV-Modul auf dem Dach bis zum Windpark auf hoher See. Für eine erfolgreiche Energiewende fordern die deutschen Wissenschaftsakademien neben dem beschleunigten sozialverträglichen Ausbau der Erneuerbaren außerdem, das Netz schnellstmöglich auszubauen und eine sichere digitale Steuerung des Energiesystems zu gewährleisten. weiterlesen…

Sozialkassen subventionieren Straßenverkehr

Allianz-pro-Schiene: „Kfz-Haftplicht übernimmt nur Teil der Unfallkosten – Bundesregierung fehlt Überblick“

Die Bundesregierung hat keinen Überblick über die Kosten durch Unfälle im Straßenverkehr. Dies zeigt laut Allianz pro Schiene eine Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Dabei kommen die gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherten mit Milliardenbeträgen für Unfälle im Straßenverkehr auf. weiterlesen…

„Klimahysterie“ Unwort des Jahres

Knapp 400 Vorschläge

Eine unabhängige Jury aus vier Sprachwissenschaftlern der Technischen Universität Darmstadt und einem Journalisten hat „Klimahysterie“ zum Unwort des Jahres gewählt. Nach Angaben der sprachkritischen Aktion waren 671 Einsendungen mit 397 Vorschlägen eingereicht worden.Der Ausdruck „Klimahysterie“ wurde 9x eingesandt. Standen jahrelang Flüchtlingspolitik und Migration im Fokus, rücken nun Ökologie und Klimadebatte mehr in den Mittelpunkt, wie es hieß, so das Portal tagesschau.de. weiterlesen…

„Fundamentale Umgestaltung der Finanzwelt“

Von Topmanagern mehr Klimaschutz gefordert: „Nachhaltigkeit wird BlackRocks neuer Investmentstandard“

Wenn es noch eines Beweises für den Erfolg von „Fridays for Future“ bedurft hätte, schreibt der SPIEGEL am 14.01.2020, dann habe ihn Larry Fink, Chef der mächtigen US-Investmentfirma Blackrock, gerade erbracht. Fink habe einen Brandbrief an Topmanager weltweit führender Konzerne verschickt, auch in Deutschland. Die Botschaft: Die Firmen sollten sich gefälligst mehr um den Klimaschutz kümmern. Fink drängt die Konzernchefs in dem im Internet (blackrock.com/privatanleger/larry-fink-ceo-letter) veröffentlichten Schreiben zum Umbau ihrer Firmen. Zwar nähmen die Märkte das Risiko von Klimaveränderungen für Wirtschaftswachstum und Wohlstand nur zögerlich zur Kenntnis, „aber das Bewusstsein der Bürger ändert sich rasant, und ich bin überzeugt, dass wir vor einer fundamentalen Umgestaltung der Finanzwelt stehen“. Solarify dokumentiert den Brief. weiterlesen…