IEA-WEO mit großen Brüchen im Energiesystem

Internationale Energieagentur stellt World Energy Outlook 2019 vor

„Tiefe Ungleichgewichte prägen die heutige Energiewelt“, so der World Energy Outlook 2019. Das „Flaggschiff“ der einst als Antwort auf die Ölkrise 1974 gegründeten Internationalen Energieagentur untersucht diese sich verbreiternden Gräben im Detail. Er erklärt die Auswirkungen der heutigen Entscheidungen auf die Energiesysteme von morgen und beschreibt einen Weg, der es der Welt ermöglicht, Klima-, Energiezugangs- und Luftqualitätsziele zu erreichen und gleichzeitig einen starken Fokus auf die Zuverlässigkeit und Erschwinglichkeit von Energie für eine wachsende Weltbevölkerung zu legen (s.a. Randnotiz re.). weiterlesen…

Tesla kommt

Heilsbringer Musk? Eine Presseschau

„Tesla greift deutsche Autobauer an“, titelte bizz-energy seine Meldung: Der amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla will vor den Toren Berlins, in Grünheide in Brandenburg eine neue Fabrik bauen – gleich in der Nähe des Flughafens BER. Experten spechen von einer Kampfansage Musks an die verschlafenen deutschen Autoschmiede. Die Kommentare sind überwiegend positiv. Doch ist auch von schwierigen Arbeitsbedingungen die Rede. Eine Presseschau. weiterlesen…

Startschuss für internationales Stellarator-Projekt

Deutsch-amerikanisches Gemeinschaftsprojekt von Helmholtz-Gemeinschaft gefördert

Ein gemeinsames Forschungsprojekt zur Untersuchung der Leistungsauskopplung aus einem heißen Stellarator-Plasma haben das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald und die US-amerikanische Universität von Wisconsin-Madison gegründet, sagt eine IPP-Medienmitteilung vom 25.10.2019. Das „Helmholtz International Lab for Optimized Advanced Divertors in Stellarators“ (HILOADS), an dem sich auch das Forschungszentrum Jülich sowie die Auburn-Universität in Alabama beteiligen, wird von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren finanziell unterstützt. (Foto: Der Stellarator Wendelstein 7-X in Greifswald– © IPP, Volker Steger weiterlesen…

BMWi: Grüner Wasserstoff im Praxistest

Projekt „Metha-Cycle“ jetzt mit neuem System

Grüner Wasserstoff, Hoffnungsträger der Energiewende, könnte zwar manche Herausforderungen klimaschonender Energiebereitstellung lösen. Doch der Umgang mit ihm ist nicht einfach. Ein Forscherteam des Projekts „Metha-Cycle“ hat dafür jetzt ein nach eigenen Angaben „neues“ System entwickelt, so eine Medienmitteilung aus dem BMWi: „Strom aus erneuerbaren Energien in Form von grünem Wasserstoff speichern, bis er benötigt wird: das klingt einfach, ist es aber nicht. Denn noch fehlt die Infrastruktur, um den Wasserstoff auch als Flüssigkeit ungefährlich in großem Maßstab über einen langen Zeitraum zu speichern, über weite Strecken zu transportieren und zu verteilen.“ weiterlesen…

„Eiserner Klimaschutz“

Industrie und Wissenschaft können metallische Werkstoffe klimafreundlicher machen

Sechs Prozent der weltweiten CO2-Emissionen gehen derzeit auf das Konto der Stahl- und Aluminiumindustrie – das sind jährlich 4,4 Milliarden Tonnen. Wie sich der immense CO2-Fußabdruck bei der Metallherstellung und -verwendung reduzieren lässt, skizzieren – laut einer Medienmitteilung vom 07.11.2019 aus dem Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE) in Düsseldorf – MPIE-Direktor Dierk Raabe und Wissenschaftler des MIT in Cambridge in einem Übersichtsartikel für das Fachmagazin Nature. Sie schlagen dabei zum einen Maßnahmen vor, die sich rasch und mit vergleichsweise wenig Aufwand verwirklichen lassen, formulieren aber zum anderen langfristige Ziele, die nur mithilfe umfassender Grundlagenforschung zu erreichen sind. weiterlesen…

Wakes machen Offshore-Windturbinen zu schaffen

IWES-Projekt: Wie beeinflussen Windparks den Wind auf See?

Das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES startete am 01.11.2019 ein neues Forschungsprojekt zur Frage: Wie verändert der Ausbau der Windenergie die Bedingungen in der deutschen Bucht? Offshore-Windparks liefern einen immer größeren Anteil unserer Stromverbrauchs: Fast 17 Milliarden Kilowattstunden waren es in den ersten neun Monaten 2019 – bei einer installierten Leistung von knapp 6,7 GW – berichtet erneuerbareenergien.de. Und es sollen mehr werden. (Foto: Forschungsflugzeug in geringer Flughöhe liefert hochaufgelöste meteorologische Daten – © Mark Bitter, TU Braunschweig) weiterlesen…

Mülheimer MPI verleihen Ernst Haage-Preis 2019

Mülheimer Max-Planck-Institute veranstalten hochkarätig besetztes Symposium und vergeben Wissenschaftspreis an Nachwuchstalente

Am 12.11.2019 zeichneten das MPI für Chemische Energiekonversion und das MPI für Kohlenforschung gemeinsam mit der Ernst Haage-Stiftung im Gedenken an den Mülheimer Unternehmer Nachwuchs-Wissenschaftler mit dem Ernst Haage-Preis für Chemie aus. Mit diesem Wissenschaft-Preis, der mit insgesamt 10.000€ dotiert ist und in drei Kategorien verliehen wird, werden seit 2006 junge Wissenschaftler für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Chemie ausgezeichnet und Nachwuchswissenschaftler gefördert. weiterlesen…

Über Ressourcenschutz und CO2-Vermeidung

„Die Metallbranche wird eine der gewaltigsten Umwälzungen erleben“

Metallische Werkstoffe bilden das Rückgrat moderner Volkswirtschaften. Allerdings entstehen bei ihrer Herstellung und Verarbeitung große Mengen an CO2. Die Metallindustrie muss daher künftig klimafreundlicher produzieren. Darüber hinaus muss sich die CO2-Bilanz von Legierungen und ihren Bauteilen über ihre gesamte Lebensdauer verbessern. Dierk Raabe, Direktor am Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf, erklärte am 06.11.2019 in einem Gespräch mit Peter Hergersberg, welche Möglichkeiten Industrieunternehmen in dieser Hinsicht heute schon haben und welche Aufgaben Metallurgen lösen müssen, um das Ziel einer nachhaltigen Metallwirtschaft zu erreichen. weiterlesen…

Schon wieder ein Effizienz-Weltrekord

…diesmal für organische Solarmodule

Ein Forscherteam aus Nürnberg und Erlangen hat eine neue Bestmarke für die Umwandlungseffizienz von organischen Photovoltaikmodulen (OPV) gesetzt. Die Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), des Bayerischen Zentrums für Angewandte Energieforschung (ZAE) und des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien (HI ERN), einer Außenstelle des Forschungszentrums Jülich, konstruierten in Zusammenarbeit mit der South China University of Technology (SCUT) ein OPV-Modul, das auf einer Fläche von 26 cm2 einen Wirkungsgrad von 12,6 Prozent erzielt. Der neue Weltrekord übertrifft den bisherigen Höchstwert, der bei 9,7 Prozent lag, um 30 Prozent. (Foto: Andreas Distler (ZAE Bayern) mit dem organischen Rekord-Solarmodul in der Solarfabrik der Zukunft. Im Hintergrund die Pilotlinie für gedruckte Dünnschicht-Photovoltaik. – © ZAE, Kurt Fuchs) weiterlesen…

Metallorganische Verknüpfungen (Linker) für O2-Evolution

Effiziente Elektrokatalysatoren

Die Entwicklung von aktiven, stabilen und kostengünstigen Elektrokatalysatoren für die Sauerstoffevolutionsreaktion (OER) ist der Schlüssel, um elektrische Energie mittels Wasserelektrolyse effizient in die chemische Energie von molekularem Wasser- und Sauerstoff umzuwandeln. Chinesische und japanische Forscher haben nun eine neue Perspektive für die Entwicklung effizienter MOF-basierter Elektrokatalysatoren durch die Einführung fehlender Linker entwickelt und in der Zeitschrift Nature Communications publiziert. Effiziente Elektrokatalysatoren können eine wesentliche Rolle in vielen Energieumwandlungs-Ttechnologien spielen, die Metall-Luft-Batterien, Wasserspaltung und CO2-Reduktion umfassen.
weiterlesen…