Bis 2060 doppelter Rohstoffverbrauch

OECD: Global Material Resources Outlook to 2060: Economic Drivers and Environmental Consequences

Der globale Verbrauch von Rohstoffen wird sich aufgrund der expandierenden Weltwirtschaft und steigender Lebensstandards bis zum Jahr 2060 nahezu verdoppeln – von heute 90 auf 167 Gigatonnen im Jahr 2060. Diese projizierte Zunahme bei der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen wie Biomasse, fossilen Brennstoffen, Metallen und nichtmetallischen Mineralien würde Luft, Wasser und Boden sehr viel stärker verschmutzen und so erheblich zum Klimawandel beitragen. Der OECD-Bericht „Global Material Resources Outlook to 2060: Economic Drivers and Environmental Consequences“ präsentiert globale Prognosen zur Materialnutzung und ihren Umweltauswirkungen, und zwar auf globaler, sektoraler und regionaler Ebene für 61 verschiedene Materialien (Biomasse-Ressourcen, fossile Brennstoffe, Metalle und nichtmetallische Mineralien). Er erläutert die wirtschaftlichen Faktoren, welche die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Materialverbrauch bestimmen, und bewertet, wie sich die prognostizierten Verschiebungen der Wirtschaftstätigkeit auf den Einsatz verschiedener Materialien auswirken. weiterlesen…

Altmaier: „Stromautobahnen Lebensadern der Energiewende“

Dritte Netzausbaureise

Am 08.02.2019 führte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier seine dritte Netzausbaureise durch. Vor Antritt zeigte er sich überzeugt: „Die großen Stromautobahnen werden die Lebensadern der Energiewende. Wir brauchen hier die Unterstützung aller – Bund, Länder, Kommunen. Aber besonders auch der Bürgerinnen und Bürger vor Ort.“ weiterlesen…

Verbände: Biomasse-Stromerzeugung jetzt stabilisieren

Stabilisierungspfad gefordert

Um das Ziel von 65 % Erneuerbare Energien bis 2030 zu erreichen, fordern vier Bioenergieverbände von der seit Januar beratenden Bundestags-Arbeitsgruppe „Akzeptanz/Energiewende“ einen „Stabilisierungspfad, der die Ausbauvolumina so bestimmt, dass die Stromerzeugung aus Biomasse auf heutigem Niveau bewahrt und der bestehende Anlagenpark optimiert wird.“ Die Stromerzeugung aus Biomasse sei mit 8,5% (50 TWh) des deutschen Brutto-Stromverbrauchs nach der Windenergie an Land (14,6%) und noch vor der Photovoltaik (6,6%) immerhin eine der bedeutendsten Ökostrom-Technologien. Sie trage zudem im Zusammenspiel mit den anderen volatilen Erneuerbaren Energien zur Dämpfung der Gesamtkosten eines Stromsystems mit hohen EE-Anteilen bei. weiterlesen…

Umstrittenes Staatsziel Klimaschutz

Auch Atomausstieg in Verfassung?

Die Forderung der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, mit einer Änderung des Grundgesetzes eine verfassungsrechtliche Stärkung des Klimaschutzes zu erreichen, trifft bei Experten auf unterschiedliches Echo. Das wurde – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – während einer öffentlichen Anhörung des Innenausschusses am 11.02.2019 deutlich. Laut einem von den Grünen vorgelegten Gesetzentwurf (19/4522) soll in den Artikel 20a des Grundgesetzes „konkretisierend und mit klarstellender Wirkung“ eingefügt werden, „dass die internationalen Zielvorgaben und Verpflichtungen bei der Erfüllung der Schutzpflicht verbindlich sind“. Zugleich soll „der bestehende Konsens zum Ausstieg aus der Atomenergie auf Ebene der Verfassung festgeschrieben“ werden. weiterlesen…

Enel verdiente 2018 dank EE-Geschäft

Erneuerbare sichern Gewinn

Der italienische Energiekonzern Enel hat 2018 von einem starken Geschäft mit Erneuerbaren Energien profitiert. Laut einer Enel-Medienmitteilung glich die Stärke der Erneuerbare-Energien-Geschäfte negative Wechselkurseffekte im Ausland aus. Wie die Enel SpA mitteilte, stieg das EBITDA auf 16,3 Milliarden Euro von 15,7 Milliarden im Jahr 2017. Der Umsatz legte auf 75,6 von 74,6 Milliarden Euro (2017) zu. Analysten hatten allerdings 76,64 Milliarden Euro prognostiziert. Laut Enel glich die Stärke der Erneuerbare-Energien-Geschäfte in Italien, Spanien und Südamerika negative Wechselkurseffekte mehr als aus. weiterlesen…

Ab 1492 Erdabkühlung statt Erderwärmung

Auswirkungen der europäischen Ankunft und des Großen Sterbens in Amerika nach 1492

Nicht ohne Grund hat der Aphoristiker Georg Christoph Lichtenberg gesagt: „Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte, machte eine böse Entdeckung.“ (Sudelbuch G, 183) Nun ist die „Entdeckung“ des Kolumbus sogar noch für einen – negativen – Klimawandel verantwortlich. Forscher des University College London (European Arrival in the Americas – in Quaternay Science Reviews) haben nämlich herausgefunden, dass infolge der spanisch-portugiesischen Invasion Lateinamerikas ab 1492 etwa 90 Prozent der Ureinwohner starben – eine Entvölkerung durch Sklaverei und Krankheiten und damit Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass menschliches Handeln zwischen 1492 und 1600 zu einer durchschnittlichen Temperatursenkung von 0,15°C geführt und somit einen Beitrag zur Kleinen Eiszeit geleistet hat. weiterlesen…

Klimawandel befördert Konflikte und Migration

Neue Studie bestätigt Zusammenhang

In den vergangenen Jahrzehnten wurden klimatische Bedingungen nicht selten für politische Unruhen, Bürgerkrieg und Migrationsbewegungen verantwortlich gemacht – bis dato allerdings ohne wissenschaftliche Evidenz. Eine aktuelle – in Global Environmental Change publizierte – Studie von Professor Jesus Crespo Cuaresma von der Wirtschaftsuniversität Wien gemeinsam mit KollegInnen von IIASA (International Institute for Applied Systems Analysis), der University of East Anglia, der Shanghai University und der JKU Linz bestätigt nun erstmals den Zusammenhang zwischen klimatischen Bedingungen, Konflikten und Migration. weiterlesen…

EU-Offshore plus 18 Prozent – D-Onshore bricht ein

Ausbauzahlen 2018 in Deutschland – Mittel- und Langfristperspektive jetzt gesetzlich fixieren!

Im vergangenen Jahr wurden in Europa 2,6 Gigawatt neue Offshore-Windenergiekapazität installiert, 15 neue Windparks – wie der europäische Windenergieverband WindEurope am 07.02.2019 bekannt gab. Währenddessen lag der Brutto-Zubau der Windenergie an Land (2.402 MW bzw. 743 Anlagen im Gesamtjahr 2018) „unter den ohnehin niedrigen Erwartungen“ – so der Bundesverband WindEnergie in einer Medienmitteilung. Die kurzfristige Zubauperspektive für 2019-20 bleibe schwach; erst ab 2021 gäben Sonderausschreibungen Zuversicht auf Erholung. weiterlesen…

Piezokristalle aus dem 3D-Drucker

Maschinenbauer entwickeln neue Materialien

Forscher am Virginia Polytechnic Institute and State University haben piezoelektrisches Material mittels 3D-Druck hergestellt. Die gedruckten Kristalle wandeln Bewegungen, Stöße und Druck aus beliebigen Richtungen in elektrische Energie um. Xiaoyu „Rayne“ Zheng, Assistenzprofessor für Mechanik, hat den Durchbruch gemeinsam mit seinem Team erzielt. Die Ergebnisse wurden in Nature Materials veröffentlicht. (Foto: Bedruckte flexible Folie aus piezoelektrischem intelligentem Material – © H. Cui, Zheng Lab) weiterlesen…

18,4 Millionen Lichtblitze pro Sekunde

Ultrakurzzeit-Experimente im Schnelldurchlauf – Messdauer zur Beobachtung von Elektronenbewegungen um Faktor 1.000 verkürzt

Wer den Mikrokosmos erforschen will, braucht Ausdauer. Experimente mit Ultrakurzzeit-Untersuchungen von Elektronendynamiken dauern oft mehrere Wochen. Wenn man die Bewegungen der Elementarteilchen mit Lichtblitzen mit Attosekunden-Dimensionen erkunden will, werden in der Regel aufwendige Messreihen erstellt und riesige Datensätze generiert. Jetzt haben Laserphysiker des Labors für Attosekundenphysik (LAP) am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ), der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Fraunhofer-Institute für Ange­wandte Optik und Feinmechanik IOF und für Lasertechnik ILT im Projekt MEGAS eine Technologie entwickelt, welche die Dauer von Experimentierzeiten für Ultrakurzzeit-Messkampagnen deutlich verkürzt. (Foto: Herzstück der Technik ist ein Überhöhungsresonator. In ihm werden Laserpulse so konfiguriert, dass sie rund 18,4 Millionen Mal pro Sekunde genug Energie zur Verfügung stellen, um aus ihnen wiederum Attosekunden-Lichtblitze zu erzeugen, die für Ultrakurzzeit-Experimente geeignet sind – © Thorsten Naeser) weiterlesen…