Altmaiers Endlager-Bürgerforum umstritten

Altmaier: Sehr gute Beteiligung am Bürgerforum

Bundesumweltminister Altmaier hat ein dreitägiges Bürgerforum einberufen, um mit Bürgern über die bevorstehende Suche nach einem Endlager für Atomabfälle zu diskutieren. Erwartet wurden Anregungen zum einschlägigen Gesetzesentwurf, der erst vor zwei Wochen im Bundestag eingebracht worden war und Mitte Juni soll endgültig beschlossen werden soll. Viele Umweltverbände nannten das Bürgerforum eine Alibiveranstaltung und sagten ihre Teilnahme ab. Altmaier zeigte sich dagegen mit dem Echo zufrieden. weiterlesen…

VKU zu einem Jahr Kreislaufwirtschaftsgesetz

„Es war richtig und wichtig, die kommunale Überlassungspflicht beizubehalten“

Am 01.06.2013 vor einem Jahr ist das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) in Kraft getreten. Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), zieht eine positive Bilanz: „Der Gesetzgeber hat mit der Novelle eine solide Grundlage für eine nachhaltige Abfallwirtschaft geschaffen. weiterlesen…

Fracking entbehrlich für Energiewende

„Gavierende Wissenslücken über Umweltauswirkungen“ – BDI: „Problematisch“

In seiner am 31.05.2013 veröffentlichten Stellungnahme „Fracking zur Schiefergasgewinnung – Ein Beitrag zur energie- und umweltpolitischen Bewertung“ plädiert der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) für einen nüchternen Umgang mit den Chancen und Risiken von Fracking. Die Gewinnung von Erdgas durch Fracking sei für die Energiewende entbehrlich. Die Technologie sollte wegen gravierender Wissenslücken über die Umweltauswirkungen vorläufig noch nicht kommerziell eingesetzt werden. Fracking wrde erst dann verantwortbar sein, wenn Pilotprojekte zu positiven Erkenntnissen führen. weiterlesen…

Grünstromwerbung der DB umstritten

Offener Brief von Solarförderungsverein und Bund der Energieverbraucher

Die Deutsche Bahn wirbt für die Benutzung ihrer Fernzüge mit dem Argument, alle Fahrten mit BahnCards, Streckenzeitkarten und im Rahmen des Firmenkundenprogramms bahn.corporate würden mit 100% Ökostrom in den Zügen des Fernverkehrs durchgeführt. Für alle anderen Fahrten gibt es die Möglichkeit mit dem Angebot „Umwelt-Plus“ gegen einen Aufpreis von einem Euro pro Fahrt ebenfalls mit 100% Ökostrom unterwegs zu sein. Laut Pressemitteilung der DB sind das rund 75% aller Fahrten in ICE, IC und EC. Der Solarförderungsverein hat zusammen mit dem Bund der Energieverbraucher einen Offenen Brief an die Bahn geschrieben.
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Viel Handlungsspielraum beim Ausbau Erneuerbarer Energien

Neue Studie für Agora Energiewende

Unter Kostengesichtspunkten spielt es kaum eine Rolle, ob Windkraft- und Solaranlagen künftig eher dort errichtet werden, wo die Stromerzeugung besonders günstig ist oder aber dort, wo der Strom verbraucht wird. Das ist das Ergebnis einer Studie renommierter Wissenschaftler im Auftrag von Agora Energiewende. „Unter Kostengesichtspunkten ist die regionale Verteilung der Anlagen beinahe unerheblich. Die  Politik  hat  damit einen  großen  Handlungsspielraum  beim  Ausbau  von  Onshore-Windkraft  und  Photovoltaik“, sagt Rainer Baake, Direktor des von der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation getragenen Denklabors. weiterlesen…

EEG-Befreiung auf EU-Prüfstand

Energie-Großverbraucher sparen 2013 ca. vier Mrd. €

Die EEG-Umlage sorgte Anfang 2012 für Diskussionen, nicht nur wegen der Erhöhung, sondern auch wegen der Befreiung der stromintensiven Industrie von der Umlage. Die EU-Kommission untersucht dies jetzt angeblich. Die Befreiung deutscher Unternehmen von der EEG-Umlage könnte bald Gegenstand eines offiziellen Beihilfeverfahrens der EU-Kommission werden, berichten etliche Medien.
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Schweiz: Keine Energiesteuer

Grünliberale hatten sie vorgeschlagen

Der vorgeschlagene Weg der eidgenössischen Grünliberalen Partei GLP  für eine ökologische Steuerreform ist aus Sicht des Schweizer Bundesrats der falsche: Die Regierung lehnt deren Initiative für eine Energiesteuer ab. Nachteile sieht sie vor allem in der Abschaffung der Mehrwertsteuer. weiterlesen…

Dreckschleuder Deutschland

CO2-Verringerung in EU verlangsamt

Der Rückgang des klimaschädlichen Kohlendioxidausstoßes in der EU hat sich im Vorjahr abgeschwächt. 2011 hatten die CO2-Emissionen noch um 4,1 Prozent abgenommen – das Statistikamt der EU Eurostat teilte nun in Luxemburg mit, dass der CO2-Ausstoß 2012 nur noch um 2,1 Prozent sank1. Die deutschen CO2-Emissionen sind dagegen wieder gestiegen, erstmals seit 1990 – um +0,9 Prozent. Verantwortlich ist die gestiegene Kohleverstromung.

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Energiewende als „Generationenvertrag“

Kann der Markt die Prozessverantwortung für die Energiewende übernehmen?
von Peter Hennicke (mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Die Energiewende ist eine Generationen übergreifende Jahrhundertaufgabe. Sie ist ein unausgesprochener „Generationenvertrag“, der seinen Namen verdient: Die heutige Generation schafft und finanziert für spätere Generationen mehr Zukunftssicherheit.

Die meisten mit fossilen und nuklearen Energien verbundenen ökologischen, ökonomischen und sozialen Risiken werden minimiert (Hennicke / Müller 2005). Die gesamtwirtschaftlichen Energiezusatzkosten (ohne externe Kosten) steigen durch die Energiewende zwar vorübergehend deutlich an, um dann aber im Vergleich zu einen Referenzpfad und abhängig vom Ölpreis (als Leitpreis) mit großer Wahrscheinlichkeit (etwa ab 2025/2030) erheblich zu sinken. Dieser durch Szenarien gut belegbare Trend (Nitsch et al. 2012; Hennicke / Welfens 2012) hängt von zwei wesentlichen Voraussetzungen ab: Der Primärenergieverbrauch muss drastisch reduziert werden (etwa um 50 Prozent bis 2050), um dann den verbleibenden „Restenergiebedarf“ weitgehend und – wenn möglich – zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien bereitzustellen. Dabei wird in allen repräsentativen Szenarien auch in Zukunft ein exponentielles Wirtschaftswachstum unterstellt (VDW 2011), wenn auch mit etwa 1 Prozent pro Jahr weniger als in der Vergangenheit. Dies wäre gleichbedeutend mit einem Prozess der absoluten Entkopplung von mehr Wirtschaftswachstum und sinkendem (erneuerbarem) Energieeinsatz, wie ihn einige Wachstumskritiker für unmöglich halten (Jackson 2009; Paech 2012). weiterlesen…