Neues Dach-PV-Mieterstrom-Projekt in Berlin

Wohnungsbaugesellschaft-Gewobag hat Wohnhaus Photovoltaik-tauglich errichtet

Die Berliner Stadtwerke haben – trotz widriger Bedingungen im rechtlichen Umfeld – gemeinsam mit der Berliner Wohnungsbaugesellschaft Gewobag ein neues Mieterstrom-Projekt verwirklicht, mit dem 317 Haushalte in Lichtenberg künftig vom günstigeren Ökostrom vom eigenen Dach profitieren können. Die 100 kWp leistende Anlage ist seit Juli auf einem neuen, achtgeschossigen Karree an der Lichtenberger Rhinstraße installiert worden. Die baulichen Voraussetzungen für dieses Projekt waren ideal, weil die Gewobag die Solaranlage bereits bei der Planung des Gebäudes berücksichtigt hatte. So konnten Kosten für die nachträgliche Ertüchtigung vermieden werden. (Foto: Berliner-Stadtwerke Mieterstrom-Projekt Rhinstraße – m. frdl. Genehmigung © Berliner Stadtwerke, Sven Bock) weiterlesen…

PV-Zubau für 2023 auf 8,5 GW geschätzt

Übertragungsnetzbetreiber berechneten EEG-geförderten Photovoltaik-Neubau

Der Überschuss aus dem EEG-Fördersystem wird 2023 nach Angaben der Übertragungsnetzbetreiber laut einer Medienmitteilung der Bundesnetzagentur vom 14.10.2022 etwa 3,6 Milliarden Euro betragen. Auch für das kommende Jahr rechnen sie mit höheren Einnahmen aus der Stromvermarktung als Auszahlungen für die Betreiber der Photovoltaik- und anderen EEG-Anlagen anfallen werden, schreibt Sandra Enkhardt am 14.10.2022 auf pv magazine. weiterlesen…

Greta Thunberg: Deutsche AKW sollen statt Kohle weiterlaufen – merkwürdige Reaktionen

Abschalten wäre „Fehler“

Die Klima-Aktivistin Greta Thunberg hat bei Maischberger kritisiert, dass die Bundesregierung deutsche Kohlekraftwerke wieder hochfahrern und nicht die verbliebenen drei Atomkraftwerke weiter laufen lassen will – über die AKW sagt die 19-Jährige:  „Wenn sie schon laufen, glaube ich, dass es ein Fehler wäre, sie abzuschalten und sich der Kohle zuzuwenden“, so die Gründerin der Bewegung „Fridays for Future“ am 12.10.2022 in einem bereits Anfang Oktober in Stockholm geführten Interview mit der ARD-Moderatorin. Die Reaktionen darauf sind vielfältig und kennzeichnend – vor allem ie der Gegner von FfF. weiterlesen…

Startschuss für EU-PV-Industrie-Allianz

Unterstützung der EU-Kommission soll Bemühungen der Industrie ankurbeln, bis 2025 30 GW/Jahr zu erreichen

Die EU will die Kapazität der europäischen Solarindustrie massiv ausbauen. Ein wichtiger Baustein ist die neue europäische Allianz der Solar-Photovoltaik-Industrie, der die EU-Kommission offiziell zugestimmt hat, so die EU-Vertretung in Deutschland am 11.10.2022. Damit kann der Aufruf zur Mitgliedschaft in der Allianz im November veröffentlicht werden. Die Allianz soll die Herstellungstechnologien für innovative Solar-Photovoltaik-Produkte und -Komponenten verbessern und so den Einsatz von Solarenergie in der EU beschleunigen. weiterlesen…

Leuphana setzt auf Klimaschutzfonds für mehr Nachhaltigkeit

Lüneburger Uni optimiert Umweltbilanz

Die Leuphana Universität Lüneburg – eben erst von der „Times Higher Education“ unter den 400 besten Universitäten weltweit gelistet –  untermauert ihre Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit. Mit der Einführung eines Klimaschutzfonds und neuen Regeln für Dienstreisen verstärkt sie laut einer Medienmitteilung vom 05.10.2022 ihr Engagement für die Umwelt. Für unvermeidbare Dienstreisen mit Auto oder Flugzeug werden die dadurch verursachten CO2-Emissionen künftig über einen internen Klimaschutzfonds der Leuphana kompensiert. weiterlesen…

Zu­kunft der Ar­ten­viel­falt im Meer un­ter glo­ba­ler Er­wär­mung

Veränderungen in 24.000 Jahren untersucht

Der vom Men­schen ver­ur­sach­te Kli­ma­wan­del hat die Ar­ten­viel­falt der Erde be­reits stark be­ein­flusst. Der Le­bens­raum vie­ler Ar­ten – auch in den Ozea­nen – ver­schwin­det, in­va­si­ve Ar­ten er­obern neue Re­gio­nen. Eine Untersuchung vom 11.10.2022 zeigt nun, wie Plank­ton­ge­mein­schaf­ten ge­wan­dert sind und sich seit der letz­ten Eis­zeit ge­wan­delt ha­ben. In ei­ner um­fas­sen­den Da­ten­aus­wer­tung hat ein Team von For­schen­den aus Bre­men und Ol­den­burg un­ter­sucht, wie sich die Ar­ten­ge­mein­schaf­ten im Nord­at­lan­tik über ei­nen Zeit­raum von 24.000 Jah­ren – seit der letz­ten Eis­zeit – ver­än­dert ha­ben. Er­war­tungs­ge­mäß sind Ar­ten nach Nor­den mi­griert, aber es ha­ben sich auch neue Ge­mein­schaf­ten ge­bil­det – und zwar auch, nach­dem sich die Tem­pe­ra­tu­ren sta­bi­li­siert ha­ben. Die Er­geb­nis­se sind open access in Nature Ecology & Evolution er­schie­nen. weiterlesen…

Lesehinweis: Standardisierung als Hebel zur Umsetzung von Klimaschutz

Beisheim-Impulspapier – Die wichtigsten Erkenntnisse für Unternehmen

Die Relevanz der ökologischen Nachhaltigkeit sowie der grünen Transformation nimmt weiterhin zu. Viele Unternehmen und insbesondere Familienunternehmen sehen die Entwicklung zu einem nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmen als eine ihrer höchsten Prioritäten an und erkunden kontinuierlich Wege und Mittel, wie sie dieses Ziel erreichen können. Ein Hilfsmittel, das ein wichtiges, strategisches Instrument und einen wertvollen Hebel hierfür bieten kann, sind Normen und Standards. Diese schaffen unter anderem Transparenz entlang von Lieferketten sowie die Kompatibilität technischer Lösungen („Interoperabilität“), wodurch u. a. eine höhere Effizienz und Ressourcenschonung realisiert werden kann. Ein Impulspapier der WHU – Otto Beisheim School of Management. weiterlesen…

So viele Dächer wie möglich…

Öko-Institut: Empfehlungen für eine ambitioniertere EU-Solardach-Pflicht

Möglichst rasch – schon ab Ende 2024 – und auf möglichst vielen Gebäudetypen sowie Parkplätzen sollte die gegenwärtig dirkutierte Solarpflicht gestaffelt innerhalb der EU eingeführt werden. Zudem sollen alle Mitgliedsstaaten verpflichtet werden, möglichst günstige Bedingungen im eigenen Land zu schaffen, damit das gesamte geeignete Dachpotenzial für die Energieerzeugung mit Sonne genutzt werden kann. Das hat Öko-Institut in einer Empfehlung im Auftrag des Climate Action Network (CAN) Europe in einem Policy Brief am 11.10.2022 veröffentlicht. weiterlesen…

Esa will im Weltall Solarstrom erzeugen

Als ergänzende Energiequelle auf Weg zur Dekarbonisierung von großem Nutzen

Die europäische Weltraumorganisation Esa erwägt derzeit, im Weltall Solarstrom zu erzeugen und in Form von Mikrowellen zur Erde zu übertragen (siehe: solarify.eu/2022/09/12/997-lesehinweis-koennten-wir-solarenergie-aus-dem-weltall-beziehen). Im November will der ESA-Ministerrat entscheiden, ob intensiver an einer Technik geforscht werden soll, mit der sich im Weltraum Solarenergie gewinnen lässt. Die ESA hat Anfang 2022 zwei unabhängige Kosten-Nutzen-Studien zur weltraumgestützten Solarenergie für den terrestrischen Energiebedarf bei Frazer-Nash in Großbritannien und Roland Berger in Deutschland in Auftrag gegeben. (Symbolbild: Deutscher Umweltsatellit EnMAP – Grafik © DLR CC BY-NC-ND 3.0) weiterlesen…

WWF: Klimakrise und Artensterben schaukeln einander hoch

14. Living Planet Report belegt: 69 Prozent aller Lebewesen bereits vernichtet

Seit 1998 veröffentlicht der WWF alle zwei Jahre den Living Planet Report und den dazugehörigen Living Planet Index. Wie ein Aktienindex beschreibt dieser den Zustand der Natur. Jedes Mal müssen wir neue Besorgnis erregende Tiefstände melden. Der am 13.10.2022 veröffentlichte 14. Living Planet Report belegt, dass die Menschen seit 1970 69 Prozent aller überwachten Bestände von Säugetieren, Vögeln, Fischen, Reptilien und Amphibien vernichtet haben.Besonders in den noch artenreichsten Regionen der Welt, wie der Karibik oder Südamerika, leidet die Natur. Industrieländer wie Deutschland sind maßgeblich für den Naturverlust mitverantwortlich. (Cover-Foto: Living Planet Report 2022 – © Paul Robinson / WWF Deutschland) weiterlesen…