BAM baut europaweit neuartige Testplattform auf

Für sicheren Betrieb von Wasserstoff- Pipelines

Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) errichtet einer Medienmitteilung vom 07.04.2022 zufolge für 3,8 Millionen Euro eine Testplattform für den sicheren Betrieb von Wasserstoff- und Wasserstoff-Erdgas-Pipelines. Die Anlage soll Industrie und Gasnetzbetreibern die Möglichkeit bieten, technische Fragestellungen schnell und praxisnah zu lösen, und insgesamt den Markthochlauf von Wasserstoff in Deutschland deutlich beschleunigen. Erste Teile der aus verschiedenen Modulen bestehenden Testplattform, die ein in Europa bisher einzigartiges Spektrum an Prüfmöglichkeiten umfasst, sollen Anfang 2023 in Betrieb gehen. weiterlesen…

Holz ernten ist Klimaschutz – Widerspruch gegen EU-Naturschutzschutzziele

Auch außerhalb des Waldes kann Kohlenstoff langfristig in Holz gespeichert bleiben

Wie trägt der Wald am effektivsten zum Klimaschutz bei? fragt Stephanie Janssen am 07.04.2022 auf der Internetseite der Universität Hamburg: Die Forstwissenschaftler Leam Martes und Professor Michael Köhl vom Exzellenzcluster für Klimaforschung CLICCS der Universität Hamburg belegen, dass mehr Kohlenstoff gespeichert wird, wenn umfassend Holzprodukte produziert werden – und verstärkt Stoffe ersetzen, die bei der Herstellung viel CO2 erzeugen. Dies stehe im Widerspruch zu Naturschutzzielen der Europäischen Union, schreibt Stephanie Janssen am 07.04.2022 auf der Internetseite der Universität Hamburg. weiterlesen…

Wasserstoff in leitender Funktion

Extremtemperaturen für Supraleitung

Stoffe, die Verlustfrei Strom leitende, würden in vielen Bereichen die Energieeffizienz erhöhen. Dafür müssten allerdings die Temperaturen, bei denen diese Supraleitung auftritt, praxistauglicher werden. Mikhail Eremets und sein Team am Max-Planck-Institut für Chemie sind diesem Ziel mit einem neuen Ansatz deutlich näher gekommen – nicht zuletzt, indem sie ihre Materialien unter extremst starken Druck setzen – so Christian J. Meier am 31.03.2022 auf der Internetseite des Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. (Foto: Edelsteinpresse – © Jan Hosan für MPI für Chemie – mit frdl. Genehmigung) weiterlesen…

Neues Förderprogramm für Effizienzhaus-Neubauten geplant

Antwort auf Unionsanfrage nach dem Förderstopp Ende Januar

Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung für energetische Einzelmaßnahmen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Das geht – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – aus einer Antwort (20/1226) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (20/921) der Fraktion der CDU/CSU hervor. Mit der BEG werde die Sanierung von Gebäuden uterstützt, die dauerhaft Energiekosten einsparen und damit das Klima schützen. Die BEG stehe allerdings – wie andere Förderprogramme auch – unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln, heißt es weiter in der Antwort. weiterlesen…

Interesse an Solaranlagen wächst

Immer mehr Verbraucher wollen Energiekosten sparen und unabhängiger von Energieimporten werden

Der Bundesverband Solarwirtschaft registriert ein deutlich wachsendes Verbraucherinteresse an der Anschaffung eigener Solaranlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung und von Solarspeichern. Der Verband führt dieses auf die explodierenden Energiepreise und den wachsenden Wunsch vieler Bürger zurück, sich infolge des Ukraine-Krieges unabhängiger von russischen Energieimporten zu machen. weiterlesen…

Osterpaket „Beschleuniger für erneuerbare Energien“

Kabinett verabschiedet zentrale Gesetzesnovelle

Das Bundeskabinett hat am 06.04.2022 auf Vorschlag von Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck das sogenannte Osterpaket verabschiedet. Dabei handelt es sich um die größte energiepolitische Gesetzesnovelle seit Jahrzehnten. Mit dem Osterpaket werden einer Medienmitteilung aus dem BMWK zufolge verschiedene Energiegesetze umfassend novelliert, um so den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen und konsequent voranzutreiben. weiterlesen…

Klimaschutz darf nicht auf der Strecke bleiben

MCC-Untersuchung ordnet deutsche Klimapolitik in 1,5-Grad-Kontext ein

Auch wenn der Ukraine-Krieg derzeit die Welt schockiert: Der Klimaschutz darf nicht Pause machen. Das Ziel des Paris-Abkommens, die Erderhitzung deutlich unter 2 Grad und möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen, ist Richtschnur deutscher Politik. „Wir sind mit diesem Koalitionsvertrag auf dem 1,5-Grad-Pfad“, sagte Robert Habeck zum Start des „Ampel“-Bündnisses. Diese Aussage lässt sich zwar mit Fakten stützen – sie beruht aber auf drei impliziten Annahmen, wie eine Untersuchung unter Führung des Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) zeigt. weiterlesen…

Globale „Plastikflut“ erreicht Arktis

AWI: Plastikmüll verschmutzt Arktischen Ozean in bedenklichem Ausmaß

Vor der weltweiten Verschmutzung mit Plastikmüll bleibt auch der hohe Norden nicht verschont. Wie eine internationale Übersichtsstudie des Alfred-Wegener-Instituts zeigt, hat die Plastikflut längst alle Lebensräume der Arktis erreicht. So treiben auch im Arktischen Ozean große Mengen von Plastik, das über Flüsse, die Luft und Schiffe ins Meer gelangt. Hohe Konzentrationen von Mikroplastik finden sich im Wasser, am Meeresboden, an unbewohnten Stränden, in Flüssen und selbst in Eis und Schnee. Das Plastik belastet dabei nicht nur die Ökosysteme, sondern könnte sogar den Klimawandel befeuern. Die Untersuchung ist in Nature Reviews Earth & Environment erschienen. weiterlesen…

EE vorantreiben

Einigung bei naturverträglichem Ausbau der Windenergie

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 Prozent und bis 2035 auf 100 Prozent zu erhöhen. Klimaneutralität soll bis spätestens 2045 erreicht werden. Der Ausbau hat inzwischen eine doppelte Dringlichkeit: Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um die Klimakrise wirksam einzudämmen. Und: es ist angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine notwendig, Deutschland aus dem Klammergriff der russischen Energieimporte zu befreien. Entscheidender Schlüssel dafür ist der zügige Ausbau der erneuerbaren Energien – eine Frage der öffentlichen Sicherheit, der ökologischen Vernunft und auch der ökonomischen Zukunftsfähigkeit. Daher setzt die Bundesregierung alle Hebel in Bewegung, Planungs- und Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energien zu beschleunigen. Vor allem müssen – so eine Medienmitteilung aus Berlin – die notwendigen Flächen für den Windenergieausbau rechtzeitig bereitgestellt werden. Dazu wird die Bundesregierung ein Wind-an-Land-Gesetz vorlegen, das die Länder verpflichtet, zwei Prozent ihrer Fläche für die Windenergie an Land zur Verfügung zu stellen. weiterlesen…

Sechster IPCC-Sachstandsbericht (AR6): Beitrag der Arbeitsgruppe III: „Minderung des Klimawandels“

Hauptaussagen aus der Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger

Solarify dokumentiert die wichtigsten Aussagen der Zusammenfassung des 6. Sachstandsberichts des Weltklimarats für politische Entscheidungeträger. Der Bericht der Arbeitsgruppe III untersucht die Quellen der Emissionen und enthält eine aktualisierte globale Bewertung der Fortschritte und Zusagen bei der Eindämmung des Klimawandels. Er erläutert die Entwicklungen der Emissionsreduzierung und Klimaschutzbemühungen und bewertet die Auswirkungen der nationalen Klimazusagen in Bezug auf die langfristigen Emissionsziele. Die Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger (Summary for Policymakers, SPM) bietet eine „Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse des Berichts der Arbeitsgruppe III auf hohem Niveau und wird von den IPCC-Mitgliedsregierungen Zeile für Zeile genehmigt.“ weiterlesen…