NGO wollen Frankreich verklagen

Wegen Untätigkeit im Kampf gegen die Klimakrise

Vier Nichtregierungsorganisationen wollen den französischen Staat zum Klimaschutz zwingen: „Wir werden ganz einfach den französischen Staat wegen Untätigkeit angesichts des Klimawandels verklagen“, schreiben sie auf ihren Internetseiten. Die Aktion nennt sich „L’Affaire du Siècle“ („Jahrhundertprozess“). Die vier Kläger sind Oxfam und Greenpeace France, die Fondation pour la Nature et l’Homme von Macrons Ex-Umweltminister Nicolas Hulot und Notre Affaire à Tous. weiterlesen…

EU: Abgasreduzierung ohne Jobverlust

EU-Industriekommissarin Bienkowska widerspricht deutschen Autobauern

Sie glaube „nicht an diese Weltendszenarien für die Autoindustrie“, erwiderte Elzbieta Bienkowska in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe am 28.12.2018 auf Warnungen vor Arbeitsplatzverlusten durch die neuen europäischen Klimaschutzvorgaben aus der Autoindustrie. Die Europäische Kommission erwarte von dem vor Weihnachten beschlossenen CO2-Reduktionsziel sogar positive Arbeitsplatzeffekte. Eng mit dem Verbrennungsmotor verbundene Tätigkeiten würden zwar auslaufen, es würden Jobs „in anderen Sparten geschaffen“, etwa bei der elektrischen Mobilität oder Plug-in-Hybriden, „aber auch in anderen Maschinenbausektoren oder der Telekommunikation.“ weiterlesen…

Die Ärmsten trifft der Klimawandel am härtesten

Gefahr, Opfer des Klimawandels zu werden, ist extrem ungleich verteilt

Mehr Überschwemmungen, heftigere Unwetter und tödliche Dürren: Der Klimawandel wirkt sich bereits auf Millionen Menschen aus, zerstört ihre Lebensgrundlagen und erreicht traurige Rekorde. 2016 war das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, die mittlere Temperatur lag um ein ganzes Grad höher als in vorindustrieller Zeit. Die Folgen sind zum einen schleichende Veränderungen wie schmelzende Gletscher, der Anstieg des Meeresspiegels und die langsame Verschiebung von Klimazonen. Die Weltgemeinschaft hat die Verpflichtung – auf der Basis des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 – den von Klimakatastrophen am härtesten Betroffenen Ländern solidarisch zu helfen. Ein Weckruf von Brot für die Welt. weiterlesen…

Dicke Luft zum Jahreswechsel

In der Sylvesternacht steigt die Belastung mit gesundheitsschädlichem Feinstaub explosionsartig an

Am ersten Tag des neuen Jahres ist die Feinstaub-Konzentration vielerorts so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht. Zwischen 100 und 150 Millionen Euro jagen die Deutschen zum Jahreswechsel in die Luft. Dabei werden rund 4.500 Tonnen Feinstaub (PM10) frei gesetzt. Diese Menge entspricht in etwa 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge und circa 2,25 Prozent aller PM10-Emissionen (2016). Das Einatmen von Feinstaub gefährdet die menschliche Gesundheit. Die Wirkungen reichen von vorübergehenden Beeinträchtigungen der Atemwege über einen erhöhten Medikamentenbedarf bei Asthmatikern bis zu Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen. Zu den Beeinträchtigungen bzw. Gefahren durch Feuerwerkskörper hat das Umweltbundesamt am 27.12.2018 eine kleine Broschüre veröffentlicht. weiterlesen…

„Grüne Gemütlichkeit“

Heizen mit Erneuerbaren Energien

Fast die Hälfte des deutschen Endenergieverbrauchs für Wärme wird durch den Einsatz von Erdgas zur Verfügung gestellt. Öl und Kohle tragen 23 Prozent dazu bei, während die Erneuerbaren Energien 11,5 Prozent ausmachen. Vor allem die Bioenergie übernimmt bei grüner Wärmeversorgung eine tragende Rolle. Gemessen am gesamten Endenergieverbrauch der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr haben Wärme und Kälte einen Anteil von 49,6 Prozent (ohne Strom). Um die Treibhausgasemissionen langfristig zu senken, muss neben verstärkter Energieffizienz die erneuerbare Wärme deutlich ausgebaut werden, wie die Agentur für Erneuerbare Energien in ihrer Pressemitteilung vom 28.12.2018 – hier im Wortlaut – schrieb: weiterlesen…

Guterres: „Stresstest für die Welt“

Neujahrsbotschaft des UN-Generalsekretärs: „Grund zur Hoffnung“

Laut UN-Generalsekretär António Guterres durchläuft die Welt derzeit einen „Stresstest“. In seiner Neujahrsbotschaft sagte er am 29.12.2018 in New York: „Es sind nervöse Zeiten für viele, und unsere Welt geht durch einen Stresstest“. Als größte Herausforderung nannte er den Klimawandel, aber auch Konflikte, Flüchtlingsbewegungen, ungleiche Reichtumsverteilung, schließlich Intoleranz und abnehmendes Vertrauen. weiterlesen…

Auch eidgenössischer Verkehr muss Kohlendioxid-Ausstoß stärker belasten

Schweiz: CO2-Abgabe auf Privat- und Flugverkehr gefordert

Auch die Schweiz kämpft um wirksame CO2-Verringerungen. Auch in der Schweiz steht der Verkehr (auf der Straße und in der Luft) im Mittelpunkt. Auch in der Schweiz wird nur ein kleiner Teil (ein Drittel) der CO2-Emissionen mit einer Abgabe belastet. Folglich fordert ein White Paper von SCCER Crest (Competence Center for Research in Energy, Society and Transition – CREST) unter dem Titel „Zur schweizerischen Klimapolitik: Wie effizient ist die Bepreisung des fossilen Energieverbrauchs?“ weiterlesen…

Europa kann Energiewende bis 2050 vollenden

Neue Studie: 100% Erneuerbare Energie in ganz Europa ist kostengünstiger als derzeitiges Energiesystem – vor 2050 Emissionen auf Null

Bis 2050 soll Europa klimaneutral werden. Dass die vollständige Energiewende in der EU tatsächlich umsetzbar ist, haben Forscher mit dem Ergebnis untersucht, dass 100 Prozent Erneuerbare möglich und kostengünstig sind – und den Arbeitsmarkt ankurbeln. Ende November hatte Miguel Arias Cañete, Klimakommissar der Europäischen Union, die neue EU-Klimastrategie 2050 vorgestellt, am 12.12. Hans-Josef Fell bei der COP24 (siehe solarify.eu/100-ee-in-ganz-europa-kostenguenstiger-als-aktuelles-energiesystem). Joschua Katz listete am 28.12.2018 für energiezukunft die Ergebnisse der Studie noch einmal auf. weiterlesen…

Windkraft-Kahlschlag in Sachsen

Fast 40 Prozent der Windräder in Sachsen droht das Aus

Weil die Förderung ausläuft, könnten sich schon bald Hunderte Anlagen nicht mehr rechnen. Um die bisherigen Kapazitäten zu erhalten, müsste massiv ausgebaut werden. Doch das koste nicht nur Geld, schreibt Jürgen Becker am 28.12.2018 in der Freien Presse. Von den aktuell 921 Windenergieanlagen in Sachsen ständen in den nächsten drei Jahren insgesamt 356 vor dem Aus – bis 2031 sogar 730. Das geht aus einer Antwort des sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig (SPD) auf eine Kleine Anfrage des Grüne-Landtagsabgeordneten Gerd Lippold hervor. weiterlesen…

Dieselbetrug verjährt – VW stur – VZBV mit Sammelklage

Autobauer lehnen Garantien ab

Das Bundesverkehrsministerium hat die Bedingungen für die Hardware-Nachrüstung älterer Diesel-Autos fertiggestellt. Laut Medienberichten müssen die Hersteller der Systeme unter anderem garantieren, dass die nachgerüsteten Autos noch mindestens 100.000 Kilometer fahren können – die deutschen Autobauer lehnen solche Garantien aber ab. Marion Jungbluth vom Verbraucherzentrale-Bundesverband kritisierte im Berliner Inforadio und im Handelsblatt diese Haltung als „unsäglich“. weiterlesen…