Dieselverbrennung auf Rekordhoch

Täglich 121 Millionen Liter – Dieselprivileg überprüfen

2016 wurden in Deutschland täglich 121 Millionen Liter Dieselkraftstoff abgesetzt, dessen Verbrennung einen großen Teil zu den Belastungen durch Stickoxide beiträgt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der Energiesteuerstatistik weiter mitteilte, ist der Absatz von Dieselkraftstoff zwischen 1999 (93 Mio. l) und 2016 um 30 % angestiegen. Dagegen ging der tägliche Benzinabsatz seit 1999 von 112 Mio. l um 41 % auf 66 Mio. l zurück. Durch diese Entwicklung hat sich der Anteil von Diesel am Kraftstoffabsatz insgesamt zwischen 1999 und 2016 von 45 % auf den neuen Rekordwert von 65 % erhöht.

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Dauerregen in Deutschland: Wie können wir vorsorgen?

Überschwemmungen können durch Klimawandel häufiger auftreten.

Im Sommer 2017 lösten Dauerregen und Überschwemmungen in Ost- und Mitteldeutschland Katastrophenalarm aus. 2016 verursachte Starkregen in Süd- und Westdeutschland schwere Schäden und kostete sogar Menschenleben. Durch den Klimawandel können solche Niederschläge häufiger und heftiger werden. Die jüngsten Ereignisse zeigen, dass wir uns besser auf die Wassermassen vorbereiten müssen. Das Umweltbundesamt (UBA) macht Vorschläge zur Vorsorge bzw. für Anpassungsmaßnahmen – etwa z. B. „Schwammstadt“. weiterlesen…

Schienenpersonenverkehr – Schlüssel zum Erreichen des 2030-Emissionsziels im Verkehr

GERMANWATCH-Blog-Beitrag von Manfred Treber

„Die These: Die Schiene muss bei der Umsetzung der Ziele des Paris Klimaabkommens im Verkehr in Deutschland endlich eine Schlüsselrolle bekommen. Was Angebot bei und Nachfrage nach Schienenpersonenverkehr angeht, bewegt sich Deutschland lediglich im europäischen Mittelfeld. Andere Industriestaaten zeigen, was bereits jetzt möglich ist. weiterlesen…

Massen-H2-Produktion mit MX2-Katalysatoren

Billiger Wasserstoff

Wasserstoff-Gewinnung ist bislang energieaufwändig und daher teuer. Das veranlasste US-Wissenschaftler um Brandon Wood und Yuanyue Liu der kalifornischen Ex-Waffenschmiede Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL), auf Materialien aus der Gruppe der Übergangsmetall-Dichalkogenide (MX2) zu setzen. Sie entwickelten einen kostengünstigen Katalysator, der die Effektivität der Elektrolyse drastisch verbessert und verbilligt. Denn die bisher gebräuchlichen Katalysatoren mit Edelmetallen und sind auf Dauer zu teuer. Ein Artikel in nature energy. weiterlesen…

Schon wieder Kohlendioxid-Rekord

CO2-Konzentration steigt so schnell wie nie seit Messungs-Beginn

Die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre hat 2016 so schnell zugenommen wie seit 58 Jahren nicht. Im weltweiten Durchschnitt hat sie 402,9 ppm erreicht – und damit die Marke von 400 überschritten. Die Zunahme von 3,5 ppm im Vergleich zu 2015 ist ein Rekordwert seit Beginn der Aufzeichnungen. Die CO2-Konzentration ist damit so hoch wie noch nie seit 800.000 Jahren, wie der Vergleich mit Eisbohrkernen ergab. Das geht aus dem am 11.08.2017 veröffentlichten Jahresbericht der US-Klimabehörde NOAA (27th annual State of the Climate report) hervor. weiterlesen…

„Klimaschutz muss raus aus der Öko-Ecke“

Business-as-Usual in der Klimawandel-Kommunikation nicht zielführend
mit freundlicher Genehmigung von Lars Grotewold (aus Tagesspiegel Background)

Ich hatte vor kurzem die Freude, der Europapremiere von Al Gores neuem Film beiwohnen zu dürfen: „Immer noch eine unbequeme Wahrheit.“ In der Tat. Da stand er nun auf der Bühne, einer der großen Vorkämpfer für globalen Klimaschutz, und kündigte sein neues Werk an. Dann folgten gut zwei Stunden Film mit ganz vielen bedrückenden Szenen von schweren Stürmen, Überflutungen und Dürren – und ganz viel Al Gore. Ja, ein paar Lösungen wurden auch genannt, vor allem die ermutigenden Entwicklungen bei den Erneuerbaren Energien. weiterlesen…

NYT-Klimareport war gar nicht exklusiv

„Washington Post“ geht hart mit „New York Times“ ins Gericht

Zwei angesehene, Trump-kritische Groß-Zeitungen streiten – unnötig wie ein Kropf – und geben sich damit der Lächerlichkeit preis: Die altehrwürdige Washington Post (WP) wirft der ebenso renommierten New York Times (NYT) „Vollversagen bei Klimareport“ („large screw-up on climate-change story“) vor, weil das Blatt am 08.08. seinen Lesern den neuen Regierungs-Klimabericht (Solarify berichtete als erste) als bisher unveröffentlicht und exklusiv verkauft hatte. weiterlesen…

Auf dem Weg zu einer gerechten globalen Energietransformation?


Gestaltungsmacht von SDGs und Paris Agreement

Studie von Lukas Hermwille
Im Kampf gegen den Klimawandel müssen die Energiesysteme weltweit auf nachhaltige und emissionsarme Pfade gebracht werden. Mit dem Pariser Klimaabkommen und den SDGs existieren aktuell zwei globale Agenden, die einen positiven politischen Handlungsrahmen für die Umsetzung einer gerechten globalen Energietransformation bilden. Wie viel Gestaltungsmacht haben das COP21-Abkommen und die Agenda 2030 als internationaler Bezugsrahmen für die globale Energietransformation? Lukas Hermwille vom Wuppertal Institut analysiert die beiden Agenden und stellt ihre Komplementaritäten heraus. weiterlesen…

Langzeitspeicher mit Wasserstofftechnologie

Leistungszentrum Elektroniksysteme mit neuem System

Ein weltweit einmaliges System zur kompakten Speicherung großer Energiemengen wird derzeit am Fraunhofer IISB in Erlangen aufgebaut und in ein modernes Gleichstromnetz integriert. Wie das IISB am 09.08.2017 mitteilte, werde damit im Rahmen des Leistungszentrums Elektroniksysteme (LZE) erforscht, wie ein solcher Energiespeicher zur sicheren und sauberen Energieversorgung von Industriebetrieben und größeren Gebäudekomplexen beitragen kann. weiterlesen…

8,3 Milliarden Tonnen Plastik


Forscher errechneten, wie viel Plastik jemals produziert wurde – Science Advances-Artikel über Produktion, Gebrauch und Schicksal aller Kunststoffe, die je hergestellt wurden

Eine Welt ohne Kunststoffe oder synthetische organische Polymere scheint heute unvorstellbar, doch ihre Großproduktion und ihr Gebrauch begann erst 1950. Obwohl die ersten synthetischen Kunststoffe, wie Bakelit, im frühen 20. Jahrhundert aufkamen, kam es erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer weit verbreiteten Verwendung von Kunststoffen außerhalb des Militärs. 1953 schuf die Polymerisation von Ethylen unter niedrigem Druck die Voraussetzung für die industrielle Herstellung von Polyethylen. Bis heute sind 8,3 Mrd t produziert worden – 80 Prozent davon landeten im Müll oder der Umwelt. Das haben US-Forscher jetzt in Science Advances veröffentlicht. weiterlesen…