Braunkohletagebau bedroht 700 Jahre altes Dorf

Mibrag will Pödelwitz trotz Klimaerhitzung zerstören – Greenpeace-Aktivisten bewahren denkmalgeschützte Häuser vor Verfall

Dem 700 Jahre alten Bauerndorf Pödelwitz (Ortsteil von Groitzsch) 22 Kilometer südlich von Leipzig droht der Abriss, weil der Kohlekonzern Mibrag die darunter liegende Braunkohle abbaggern will. Der Ort liegt im geplanten Abbaugebiet des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain im Südosten und südlich des gestundeten Tagebaus Peres, dem der Ortsteil Leipen schon im Jahr 1966 zum Opfer fiel. Greenpeace-Aktivisten reparierten jetzt drei vom Braunkohlekonzern Mibrag beschädigte und unter Denkmalschutz stehende Häuser in Pödelwitz. weiterlesen…

Laden von Elektrofahrzeugen wird benutzerfreundlicher

BDEW zur neuen Ladesäulenverordnung: E-Auto laden ohne Vertragsbindung / Verschiedene Bezahloptionen

Die Bundesregierung hat am 29.03.2017 Änderungen an der Ladesäulenverordnung beschlossen. „Die Neuregelungen werden das Laden von Elektrofahrzeugen deutlich benutzerfreundlicher machen. E-Autos lassen sich künftig genauso flexibel laden wie Benziner. Das wird zusätzliche Nutzergruppen von der E-Mobilität überzeugen“, sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung laut BDEW-Pressemitteilung vom selben Tag. weiterlesen…

EEG-Finanzierung aus Steuermitteln könnte Verbraucher entlasten

enervis Studie für den vzbv analysiert Effekte

Durch die steigende EEG-Umlage werden Haushalte zunehmend belastet. Die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. hat daher durch die auf Energie spezialisierte Unternehmensberatung enervis energy advisors GmbH die Effekte einer EEG-Finanzierung aus Steuermitteln („Energiewendefonds“) analysieren lassen. In der Studie werden das notwendige Volumen des Fonds, Optionen zur steuerlichen Gegenfinanzierung und ihre Verteilungseffekte analysiert. Dabei zeigt sich, dass rund 70 Millionen Verbraucher um bis zu 250 Euro im Jahr entlastet werden könnten. weiterlesen…

Kein Atom-Export-Verbot

Deutsche Brennstäbe für belgisches Pannen-Kraftwerk

Einerseits drängt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die belgische Regierung, das Schrott-AKW Tihange aus Sicherheitsgründen zu schließen – andererseits sind aus Deutschland trotz aller Bedenken neue Brennelemente für den nur 65 km von Aachen entfernten Reaktor geliefert worden, wie zahlreiche Medien meldeten.

Insgesamt hat die Bundesregierung 50 Transporte für die belgischen Atomkraftwerke Doel bei Antwerpen und Tihange genehmigt, wie aus einer Liste des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit hervorgeht. 17 Transporte von der Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen nach Belgien haben bereits stattgefunden. weiterlesen…

Trumps Angriff aufs Klima

Energie soll „bezahlbar und sauber“ werden

US-Präsident Trump setzt endgültig zum Frontalangriff auf die Klimaschutzpolitik Barack Obamas an: Er unterschrieb bei einem Besuch der Umweltbehörde EPA das „Dekret über die Energie-Unabhängigkeit“, mit dem er die von seinem Vorgänger festgesetzten Treibhausgas-Reduktionsziele kippen und stattdessen wieder fossile Energieträger wie Kohle fördern will. Ein Trump-Getreuer im Weißen Haus behauptete allen Ernstes, mit dem Erlass werde Energie „bezahlbar und sauber“ und im Energiesektor würden neue Jobs geschaffen. Zweifler meldeten sich bereits. weiterlesen…

Die Zeit: Trump beginnt mit Zerstörung von Obamas Klimaschutzerbe

Entscheidende Schwächung der Umweltbehörde EPA

„Lange angedroht, macht der US-Präsident ernst: Trump will den Klimaschutzetat streichen und lockert Grenzwerte für Abgase und CO2. Wird er das Pariser Abkommen brechen?“ fragt Toralf Staud in der Wochenzeitung Die Zeit. Dass sein Artikel auf großes Interesse stieß, belegen . weiterlesen…

Energiewende als Karrieresprungbrett

Erneuerbare Energien wichtiger Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

Energiewende-schaffen-logo-©-WiLaBonnDer gerade beginnende Frühling ist für viele Schüler und Studenten die Zeit zur Entscheidung über den künftigen Ausbildungs- bzw. Berufsweg. Die Erneuerbaren Energien bieten dabei vielen jungen Menschen interessante Karrierechancen. Sowohl im Ausbildungsbereich als auch bei den Studienangeboten gibt es inzwischen viele spezialisierte Bildungsmöglichkeiten. Auch wenn die Gesamtbeschäftigung in dem Sektor zuletzt leicht gesunken ist, bietet die Branche laut Angaben der Agentur für Erneuerbare Energien nach wie vor sehr gute Zukunftsperspektiven. weiterlesen…

Mehr Regen im Winter, mehr Dürren im Sommer

Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserkreislauf in Deutschland

Der-Einfluss-des-Klimawandels-auf-die-terrestrischen-Wassersysteme-in-Deutschland-Titel-©-GERICS-MPGDurch den Klimawandel steigen nicht nur die Temperaturen – auch der Wasserhaushalt verändert sich. Niederschlag, Verdunstung und Grundwasserneubildung werden in Zukunft einem neuen Rhythmus gehorchen. Welche Folgen diese Veränderungen für Wasserstände, Ökosysteme, aber auch für Nutzer wie etwa die Landwirtschaft haben, haben Forscher des Climate Service Center Germany (GERICS) in einem am 27.02.2017 publizierten Bericht zusammengestellt. Unter den Autoren ist Stefan Hagemann vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. weiterlesen…

Künstliche Nordseeinsel

Mega-Offshore-Windpark auf der Doggerbank geplant

Satellitenaufnahme-der-Nordsee-rot-umrandet-die-Doggerbank-©-Gemeinfrei-commons.wikimedia.org.pngNetzbetreiber planen eine künstliche Insel in der Nordsee zur Verbindung riesiger Offshore-Wind-Farmen: Neu-Doggerland auf der Doggerbank. Denn Strom aus Offshore-Wind wird zwar immer kostengünstiger, aber wenn die küstennahen Gebiete knapp werden, bleibt nur das offene Meer. Der holländische Stromnetzbetreiber Tennet TSO B.V., die dänische Energinet und TenneT TSO GmbH (Deutschland) haben dazu am 23.03.2017 in Brüssel eine trilaterale Vereinbarung zur Entwicklung eines großen europäischen Systems zu Anbindung und Verteilung Erneuerbarer Energie in der Nordsee unterzeichnet. Bis zum Jahr 2050 könnten über dieses Windenergie-Verteilkreuz 70 bis 100 Millionen Einwohner Europas an die Versorgung mit Erneuerbarer Energie angebunden werden. Dafür soll das „Atlantis der Nordsee“ – wenigstens zum Teil – wieder auferstehen und auf der Doggerbank eine oder mehrere künstliche Inseln aufgeschüttet werden. (Foto: Satellitenaufnahme-der-Nordsee-rot-umrandet-die-Doggerbank – © Gemeinfrei-commons.wikimedia.org) weiterlesen…