Klimaschutz planlos – „Horrorkatalog für die Industrie“ oder viel zu lasch?

Klimaschutzplan 2050 hoch umstritten – Umweltverbände kritisieren ihn als zu lax – Union hält ihn für zu scharf – Agrar- und Verkehrsministerium korrigieren derweil fleißig weiter

Das Bundesumweltministerium (BMUB) hat den Entwurf des Klimaschutzplans 2050 vorgestellt. Der CDU- Wirtschaftsrat hat den Plan auf der Titelseite seines Verbandsblattes als „Horrorkatalog für die Industrie“ bezeichnet. Industrieverbände wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) beklagten, sie seien bei der Anhörung zum Klimaschutzplan nicht angemessen berücksichtigt worden. Aus dem BMUB verlautete dagegen, dass sich 136 Teilener aus Verbänden, Ressorts, aus dem Bundestag und der Wissenschaft an der Debatte beteiligt hätten. (Website: Bürgerdialog zum Klimaschutzplan2050 – BMUB) weiterlesen…

Mensch und Maschine – in bester Gesellschaft?

 acatech-Festveranstaltung mit Bundespräsident Gauck

Künstliche Intelligenz verwandelt Werkzeuge und Maschinen in selbstständige Helfer der Menschen, die lernen und eigene Entscheidungen treffen. Wie sich damit das Verhältnis von Mensch und Maschine verändert, war das Thema der acatech-Festveranstaltung am 12.10.2016 in Berlin. Die Festrede hielt Bundespräsident Joachim Gauck. weiterlesen…

dena und e2m erweitern erstes virtuelles Kraftwerk Polens

Beispielgebende Biogasanlage in europaweit aufgestelltes VKW eingebunden

Mit Unterstützung der Deutschen Energie-Agentur (dena) hat der Leipziger Stromvermarkter und VKW-Betreiber Energy2market (e2m) eine weitere Erneuerbare Energien-Anlage in sein virtuelles Kraftwerk (VKW) in Polen eingebunden. Die Biogasanlage mit einer installierten Leistung von 1,6 MW befindet sich auf halber Strecke zwischen Stettin und Danzig und steht beispielhaft für die zunehmende Integration von dezentralen Erzeugungsanlagen in den europäischen Strommarkt. weiterlesen…

Eigenverbrauch führt nicht zur Entsolidarisierung

Agora/Prognos: PV-Eigenstromversorgung „bleibt überschaubar“ – kein Erosionsrisiko

Agora-Prognos-Studie Eigenversorgung aus Solaranlagen - Titel © PrognosSinkende Preise für Solaranlagen und Stromspeicher lassen Eigenversorgungslösungen absehbar zunehmend attraktiver werden. Immer wieder wird behauptet, dass sich in der Folge mehr und mehr Privathaushalte mit PV-Dachanlagen wegen der Rendite aus dem Stromsystem verabschieden würden und damit eine Kostenverlagerung hin zu Haushalten ohne PV-Anlagen stattfinde, Stichwort Entsolidarisierung. Das zerpflückt jetzt eine Prognos-Analyse im Auftrag von Agora Energiewende: Gemessen am bundesweiten Stromverbrauch werde demnach der Eigenverbrauch von Solarstrom auch mittelfristig nur eine untergeordnete Rolle spielen. (Titel: Agora-Prognos-Studie Eigenversorgung aus Solaranlagen – © Agora Energiewende, Prognos, RAP)

weiterlesen…

EEG-Umlage steigt 2017 erneut auf Rekordhoch

Fast 7 ct/kWh

Ende der 41. Woche wollten die ÜNB die EEG-Umlage – korrekt „Sonderabgabe zur Förderung erneuerbarer Energien“- für das kommende Jahr und (erstmalig) die EEG-Mittelfristprognose bekannt geben. Doch bereits am Montag, dem 10.10.2016, sickerte durch: Die EEG-Umlage steigt von 6,35 auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde – das meldete die FAZ exklusiv unter Berufung auf die vier Netzbetreiber. Der Anstieg von 8,35 Prozent entspricht laut Strom-Report 0,53 ct/kWh. Der neue EEG-Umlagesatz gilt ab 01.01.2017. weiterlesen…

10,8 Ct/kWh „Konventionelle-Energien-Umlage“

Zur Diskussion um Energiewendekosten und EE-Umlage

Im Gegensatz zu den Behauptungen der INSM-Studie sind die erneuerbaren Energien nicht die „Preistreiber“ der Stromversorgung, sondern sie ersetzen Energieträger mit viel höheren Folgekosten für Steuerzahler und Gesellschaft: Stromkunden müssten nämlich einer Untersuchung des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) zufolge 2017 auf jede verbrauchte Kilowattstunde bis 10,8 Ct „Konventionelle-Energien-Umlage“ zahlen, wenn die versteckten Kosten für Kohle, Atom und Gas in den Strompreis eingerechnet würden. Die Studie entstand im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy.
weiterlesen…

Regierung aktualisiert Klimaschutz-Projektion für EU

Kritische Reaktion von Germanwatch

Die Bundesregierung hat aktualisierte Szenarien für die Treibhausgasemissionen in Deutschland in den nächsten zwanzig Jahren an die EU-Kommission übermittelt. Darin werden erstmals die Ende 2014 mit dem Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 beschlossenen Maßnahmen berücksichtigt. Die Zahlen zeigen laut BMUB: Bei zügiger und anspruchsvoller Umsetzung der mehr als 100 beschlossenen Maßnahmen sei bis 2020 eine Treibhausgasminderung von 37,0 bis 40,4 Prozent im Vergleich zu 1990 erreichbar.
weiterlesen…

bne: Änderung der EEG-Umlagebasis bringt Sektorkopplung voran


IÖW-Studie: Verbreiterung auf fossile Energieträger wie Heizöl, Benzin und Diesel oder Erdgas

„Die Belastung des Strompreises mit Abgaben und Umlagen ist ein wesentliches Hemmnis für die Ausweitung der Energiewende auf den Wärme- und Verkehrssektor, sagt ein Gutachten des Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag des bne-logo-energie-fuer-die-maerkte-von-morgenBundesverbandes Neue Energiewirtschaft e.V. (bne), dem zufolge die EEG-Umlage auf den Strompreis deutlich sinken könnte, wenn der Ausbau der Erneuerbaren auch über den Verbrauch fossiler Energieträger mitfinanziert würde. (Titel: Umgestaltung der EEG-Umlagepraxis – © IÖW) weiterlesen…

INSM-Studie zum EEG und den Energiewendekosten – Falk: „Unseriös!“

„Zwölf Stellen und ein Währungszeichen“ – „EEG & Co. treiben“ Energiewendekosten bis 2025 auf 520 Milliarden Euro – Fossile vernachlässigt

„Nicht einmal die eingefleischtesten Fans von EEG und Co. würden behaupten, dass es bei der Energiewende marktwirtschaftlich zuginge“ – ohne jede Süffisanz beginnt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ihre Pressemitteilung über eine neue Studie zum EEG und den Energiewendekosten. Die mangelhafte Marktwirtschaftlichkeit sei jedoch „nicht nur für überzeugte Marktwirtschaftier, wie die INSM ein Problem. Der Grund hat zwölf Stellen und ein Währungszeichen“. BEE-Falk widerspricht mit guten Argumenten: „Die INSM-Rechnung geht nicht auf“. weiterlesen…

Vattenfall ./. Bundesrepublik Deutschland

Schiedsgerichtsbarkeit wie in TTIP vorgesehen – Schwedisches EVU sieht sich durch Atomausstieg enteignet – Verhandlung wird im Internet übertragen

Am 10.10.2016 begann in den USA die mündliche Verhandlung „Vattenfall versus deutsche Bundesregierung“. TTIP- und CETA-Kritiker sehen den Fall als Beispiel, wie sich Konzerne mithilfe von Schiedsgerichten, deren Sprüche nicht angefochten werden können, über Regierungen und Parlamente hinwegsetzen. Eine lesenswerte Darstellung von Michael Bauchmüller und Claus Hulverscheidt in der Süddeutschen Zeitung. weiterlesen…