Mehr Klimaschutz im Seeverkehr

Schiffs-Emissionen wachsen kontinuierlich und unreguliert

Der Schiffsverkehr ist bisher nicht in das EU-Emissionsziel eingebunden. Obwohl dessen Emissionen ständig wachsen, gibt es kein System, das die Höhe ihrer Treibhausgasemissionen reguliert. Das Öko-Institut beschäftigt sich seit Jahren damit, Klimaschutzmaßnahmen im Seeverkehr zu analysieren und forderte deshalb schon 2009 zum Weltklimagipfel COP15 in Kopenhagen, den Seeverkehr in internationale Abkommen einzubeziehen. Schon damals wurde in einer Studie gezeigt, dass Effizienzsteigerungen die Emissionen um 25 Prozent senken und gleichzeitig Kosten sparen können. weiterlesen…

COP21: Erster Vertragsentwurf steht

Aber noch 939*) eckige Klammern

Bei den Pariser Klimaverhandlungen COP21 haben sich die Delegierten aus 195 Ländern am Abend des 05.12.2015 auf einen ersten Entwurf für ein weltweites Klimaabkommen geeinigt. Frankreichs Vertreterin Laurence Tubiana sagte, damit gebe es eine „neue Grundlage“ für die am 07.12.2015 beginnenden Verhandlungen auf Ministerebene. Die noch offenen Punkte in 939 eckigen Klammern sollen bis zum 11.12.2015 die Umwelt- und Außenminister klären. weiterlesen…

Hintergrund vom Öko-Institut: Internationale Klimapolitik

Klimawandel – Politische Lösungen für globale Herausforderungen

Die Begrenzung des anthropogenen Klimawandels ist eine der, wenn nicht die größte, Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Tiefgreifende Änderungen in allen Ländern und wirtschaftlichen Sektoren sind nötig, wenn die schlimmsten Folgen vermieden werden sollen. Dazu muss sich die Staatengemeinschaft international auf ambitionierte Reduktionsziele einigt. Das Öko-Institut unterstützt Regierungen und Zivilgesellschaft bei der Entwicklung eines Klimaregimes. weiterlesen…

Hessen und Baden-Württemberg zeigen wie’s geht

Neuer Themencluster „Effizienz“ im AEE-Länderportal Föderal Erneuerbar macht Energieverbrauch in Ländern transparent

Die Verringerung des Energieverbrauchs und deren effiziente Verwendung sind zwei entscheidende Punkte der Energiewende. Ein sparsamer Energieeinsatz vereinfacht nicht nur das Einhalten der Klimagrenze, sondern sorgt auch für höhere Erneuerbare-Energien-Anteile. Um die Entwicklungen der Bundesländer in diesem Bereich transparenter zu machen, zeigt die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) daher in ihrem Bundesländerportal Föderal Erneuerbar in einem neuen Themencluster verschiedene Datensätze zur Energieeffizienz. Insbesondere Hessen und Baden-Württemberg zeigen eine vorbildliche Entwicklung beim Energieverbrauch, sowohl absolut als auch relativ zur Wirtschaftsleistung. weiterlesen…

Klimawandel: Überschwemmungen in Indien – El Niño?

DLR-Radarsatellit liefert Bilder für Katastrophenhilfe

„Pünktlich“ zur COP21 haben die stärksten Regenfälle seit Jahrzehnten die schon vier Wochen dauernden Überschwemmungen im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu weiter verschärft. Die Seen haben bereits einen hohen Wasserstand und können kein weiteres Wasser aufnehmen. Aus diesem Grund hat die Indische Weltraumagentur ISRO (Indian Space Research Organisation) die sogenannte Aktivierung der International Charter on Space and Major Disasters ausgelöst und um Hilfe gebeten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt nach diesem Hilferuf der indischen Regierung die Rettungskräfte vor Ort mit Bildern des deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X. weiterlesen…

Vermeidung von Lachgas-Emissionen

Deutschland startet Initiative zur weltweiten Vermeidung von Lachgas-Emissionen

Mit einer neuen Initiative will Deutschland die bei der Gewinnung von Salpetersäure anfallenden Lachgas-Emissionen bis 2020 weltweit stoppen. Salpetersäure ist eine Stickstoffverbindung, die auf der ganzen Welt zur Produktion von Düngemitteln verwendet wird. Die Initiative wird am Rande der Weltklimakonferenz vorgestellt und ist offen für weitere Mitstreiter. weiterlesen…

Wuppertal Institut zum Klimagipfel

Eine Übersicht zu Beiträgen zu COP 21

In einem Positionspapier des Wuppertal Instituts fordert der deutsche Think Tank die Staaten der Welt nachdrücklich auf, vier zentrale Elemente im Pariser Abkommen zu integrieren:

  • Eine starke Verpflichtung zum Wandel statt Emissionsrechte-Basar;
  • ein neues Paradigma: Vollständiger Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis Mitte des Jahrhunderts;
  • Transparenz in Form eines robusten Berichts- und Überprüfungsverfahren, und
  • ambitioniertere Anstrengungen – Verpflichtungsbeiträge müssen als minimales, nicht als maximales Niveau festgeschrieben werden und maximal fünf Jahre abdecken.

Darüber hinaus empfiehlt das Wuppertal Institut, dass die ambitionierten Länder dem globalen Konvoi vorweg fahren und einen kleineren ehrgeizigen Klima-Club bilden sollten. weiterlesen…

Vorrang für Erdkabel

Akzeptanz erhöhen

Bei neuen Gleichstrom-Höchstspannungs-Übertragungsleitungen (HGÜ) bekommt die Erdverkabelung Vorrang. In der Nähe von Wohngebieten sind Freileitungen dann sogar unzulässig. Damit soll die Akzeptanz für neue Leitungen möglichst erhöht werden. Der Bundestagwirtschaftssausschuss fügte diese Änderungen am 25.11.2015 in den von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzesentwurf zur Änderung von Bestimmungen des Rechts des Energieleitungsbaus (18/4655,18/5581) ein. weiterlesen…

1,5 Grad-Grenze umstritten

Widerstand aus Saudi-Arabien

Die deutsche Delegation beim Weltklimagipfel will ihr Profil als Klima-Vorreiter wieder schärfen: Am 03.12.2015 sagte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth, Deutschland favorisiere die Aufnahme der 1,5-Grad-Grenze in den geplanten Weltklimavertrag; im Text solle diese Zahl stehen. Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger nannte es ein „ermutigendes Signal, dass sich Deutschland neben Frankreich dafür einsetzt, die globale Erderwärmung auf unter 1,5 Grad zu begrenzen“. Laut Weiger erkennen beide Regierungen damit an, dass schon 1,5 Grad Erwärmung katastrophale, die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen zerstörende Folgen haben werde. Allerdings weigerte sich laut Tagesspiegel Saudi-Arabien schon, den Weltklimarat (IPCC) zu beauftragen, die Auswirkungen einer globalen Erwärmung über 1,5 Grad hinaus zu untersuchen. weiterlesen…

BSW kritisiert KWKG-Novelle

KWKG-Novelle: Verpasste Chance für Energiewende und Klimaschutz – Ganzjährige Förderung fossiler Kraft-Wärme-Kopplung erschwert Energiewende im Fernwärmesektor

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) übte Kritik an der Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes, die am 03.12.2015 im Deutschen Bundestag verabschiedet wurde. BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig: „Subventionen fossiler Energie dürfen die Energiewende nicht länger blockieren! Das ist eine verpasste Chance für den Klimaschutz!“ weiterlesen…