Stand und Trend der Braunkohleförderung unter dem Vorzeichen der Energiewende

Mit freundlicher Genehmigung von Julius Ecke, enervis

Aktuell rückt die Braunkohlebranche immer stärker in den Fokus der öffentlichen Diskussion. Dabei geht es neben der energiepolitischen Debatte rund um Klimabeitrag, Sicherheitsbereitschaft und die langfristige Dekarbonisierung auch direkt um einzelwirtschaftliche Fragestellungen, wie zum Beispiel den anstehenden Verkauf der Vattenfall Braunkohlesparte. Anlass genug, sich die Braunkohleförderung in Deutschland genauer anzusehen: Um Antworten auf braunkohlebezogene Fragestellungen zu geben, hat enervis ein neues Modell („enerviews“) entwickelt, das die Analyse technischer und ökonomischer Fragestellungen rund um die Förderung und den Verbrauch von Braunkohle in Deutschland ermöglicht. Diese enerviews geben eine kurze Einführung in Entwicklung und Struktur der Braunkohleförderung in Deutschland und zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Trendprojektion. weiterlesen…

Die Stromversorgung der Zukunft

ESYS: Akademien veröffentlichen Stellungnahme mit 130 Systemkonstellationen

2050 soll die Stromversorgung in Deutschland überwiegend auf Erneuerbare Energien umgestellt sein. Die Einspeisung aus Windkraft- und PV-Anlagen schwankt je nach Wetter und Tageszeit. Zahlreiche Flexibilitätstechnologien können die Stromversorgung im Zeitalter der Erneuerbaren Energien stabilisieren: von flexiblen Kraftwerken über Speicher bis hin zum Demand-Side-Management, das den Verbrauch mit dem Angebot in Einklang bringt. Fast keine Technologie ist alternativlos, fast jede lässt sich zu überschaubaren Mehrkosten ersetzen. Eine Ausnahme sind flexibel befeuerbare Gaskraftwerke. Sie sind das Rückgrat jedes stabilen Energiesystems der Zukunft. Doch welche Kombinationen verbinden Stabilität mit Nachhaltigkeit, Kosteneffizienz und gesellschaftlicher Akzeptanz? Eine Arbeitsgruppe des Akademienprojekts Energiesysteme der Zukunft (ESYS) von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, hat mithilfe eines eigens entwickelten Rechenmodells rund 130 Systemkonstellationen verglichen und die Stellungnahme „Flexibilitätskonzepte für die Stromversorgung 2050“ am 10.12.2015 veröffentlicht. weiterlesen…

EEG-„Reformen“ hebeln Energiewende aus

BEE: EEG wird zum Erneuerbare-Energien-Begrenzungsgesetz

Der Vorschlag des Bundeswirtschaftsministeriums macht aus dem Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien ein Gesetz, das den Ausbau de facto begrenzt.“ Mit diesen Worten kommentiert Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), das aktuell überarbeitete Eckpunktepapier des BMWi zur EEG-Novelle 2016. weiterlesen…

CCS ist am Ende…

 …wird trotzdem noch von Klimaschützern gefordert – von Hans-Josef Fell

Die Abscheidung von Kohlendioxid aus den Rauchgasen von Kohlekraftwerken mit anschließender Deponierung in aufgelassenen Bergwerken (Carbon-Capture-Sequestration, bzw. Carbon Capture & Storage – CCS) war vor mehr als 15 Jahren die wichtigste Antwort der fossilen Wirtschaft auf den fortschreitenden Klimawandel. Oftmals wurde damit auch suggeriert, dass die Kohlenutzung sauber werden könnte, so entstand die Propagandalüge der Clean Coal, der sauberen Kohle. weiterlesen…

Das Paris-Paradoxon

Mit freundlicher Genehmigung von Jessica Cheam, eco-business

Ein neues Projekt der Guerilla-Kunstgruppe Brandalism in Paris enthüllt einige unbequeme Wahrheiten und ein Paradoxon, das im Herzen der Pariser Gespräche liegt – dass nämlich Unternehmen und Regierungen beides gleichzeitig sind: Problem und Lösung. Besuchern und Delegierten, die in der vergangenen Woche für die Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen in Paris abgestiegen sind, könnten einige Anzeigen mit Denkanstößen auf Werbeflächen in der französischen Hauptstadt aufgefallen sein. Auf den ersten Blick sehen einige von ihnen ganz normal aus, mit Firmenlogos und kurzen, flotten Sprüchen. Bei näherem Hinschauen sind sie alles andere als das. weiterlesen…

Atommüll: Bayern lenkt ein

Sieben Castoren kommen ins AKW Isar – Ärger in Ahaus

Als sei nichts gewesen: Bayern hat seinen Widerstand  aufgegeben und nimmt nun doch (eigenen) Atommüll zurück. Sieben Castoren mit radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufbereitung im Ausland sollen jetzt ins AKW ISAR bei Landshut kommen dürfen. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) hervor. weiterlesen…

Ernst Haage-Preis für Wissenschaftlerinnen…

…und einen Azubi
Erstmals im Rahmen einer Energieforschungskonferenz

Das Mülheimer Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) zeichnete am 04.12. 2015 zwei herausragende Wissenschaftlerinnen für wichtige Fortschritte im Bereich der chemischen Energiespeicherung mit dem Ernst Haage-Preis aus. Die Preisverleihung war zum ersten Mal in eine internationale Tagung zum Thema Energieforschung eingebettet. weiterlesen…

Milliarden für Klimaschutz in Afrika

Neues Instrument der Klimafinanzierung soll Milliarden-Investition in saubere Energie für Afrika mobilisieren

Das Bundesumweltministerium will in Afrika mit einem neuen Instrument der Klimafinanzierung Investitionen in saubere Energien anstoßen. Dafür setzt das Ministerium eine Anschubfinanzierung von 30 Millionen Euro aus der Internationalen Klimaschutzinitiative ein. Diese soll dann über eine Absicherung von Währungsrisiken deutlich größere Investitionen – in Höhe von bis zu 1,3 Milliarden US-Dollar – mobilisieren. weiterlesen…

CO2-Emissionen müssen dreimal schneller sinken

Neuer Report zeigt: Europa braucht raschen Kohleausstieg

Nach einem aktuellen Report von Greenpeace und dem europäischen Climate Action Network (CAN) müssen Europas CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken dreimal schneller sinken als bisher, um die globale Erwärmung noch unter der wichtigen Marke von zwei Grad Celsius zu halten. Die 280 alternden EU-Kohlekraftwerke stießen im Jahr 2014 insgesamt 762 Millionen Tonnen CO2 aus, rund ein Fünftel (18 Prozent) der gesamten Treibhausgasemissionen. „Europa muss jetzt den schrittweisen Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle beschleunigen – hin zu 100 Prozent Erneuerbare Energien“, sagt Niklas Schinerl, Greenpeace-Energieexperte. „Die schädlichen Folgen für Klima und Gesundheit sind unübersehbar – während die sauberen Alternativen wie Wind und Sonne längst bereitstehen.“ weiterlesen…