Studie: „Klimaschutzaktivitäten bis 2020“

Öko-Institut stellt Studie zu internationalen Klimaschutzanstrengungen bei COP21 vor

Das Öko-Institut präsentiert zusammen mit Ecofys und Fraunhofer ISI im Rahmen der UN-Klimakonferenz COP21 in Paris eine aktualisierte Studie zu Klimaschutzaktivitäten bis 2020. Die Studie zeigt zugenommene Klimaschutzaktivitäten auf nationaler Ebene in den vergangenen Jahren, obwohl die Verhandlungen um ein internationales Klimaschutzabkommen stagnierten. Um die Zwei-Grad-Grenze nicht zu überschreiten, müssen die weltweiten Anstrengungen zur Verringerung von Treibhausgasemissionen deutlich verstärkt werden. Dazu müssten die Industrieländer ihre bisherigen Reduktionsziele für das Jahr 2020 erhöhen, Entwicklungsländer zusätzliche oder neue Minderungszusagen für das Jahr 2020 vorlegen und gleichzeitig weitergehende Klimaschutzmaßnahmen vor 2020 umgesetzt werden. weiterlesen…

Bodenlos

Immer weniger fruchtbare Böden: Weltweit gehen jährlich 10 Millionen Hektar Ackerfläche verloren

Das Internationale Jahr des Bodens ist vorbei – der Bodenschutz aber längst nicht am Ziel: Weltweit geht jährlich eine Fläche von rund 14 Millionen Fußballfeldern verloren. Ein Viertel der globalen Bodenfläche enthält heute schon deutlich weniger Humus und Nährstoffe als vor 25 Jahren oder lässt sich gar nicht mehr als Ackerland nutzen – darauf weist eine gemeinsame Pressemitteilung von Umweltbundesamt und BMZ hin. weiterlesen…

Klageverfahren um Hinkley Point C

Ungarn und die Slowakei wollen vor Gericht für britische Atomsubventionen streiten

Der Ökostromanbieter Greenpeace Energy sieht sich darin bestätigt, dass auch andere EU-Staaten Atomsubventionen nach dem Vorbild des umstrittenen AKW-Projektes Hinkley Point C nutzen wollen. Dies lässt sich aus der neuen Nachricht schließen, dass neben Großbritannien auch die Slowakei und Ungarn die EU-Kommission im Klageverfahren um milliardenschwere britische Atombeihilfen unterstützen wollen. Alle drei Staaten haben in den vergangenen Tagen Anträge gestellt, als Streithelfer in das Verfahren aufgenommen zu werden, wie das zuständige Gericht der Europäischen Union mitteilte. Vor dem Gericht in Luxemburg klagt Greenpeace Energy zusammen mit 145 Unternehmen und Verbänden gegen die von der EU-Kommission genehmigten Subventionen für das geplante AKW in Südwestengland – Österreich und Luxemburg in einem gesonderten Verfahren. weiterlesen…

Regierung reist klimaneutral

Hendricks kompensiert mit Emissionsgutschriften

Tu Gutes und rede darüber – Selbstlob aus dem BMUB: Auf Initiative von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks wird die Bundesregierung die Treibhausgasemissionen ihrer Dienstreisen durch Investitionen in wirksame Klimaschutzprojekte ausgleichen. Hendricks beauftragte die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) beim Umweltbundesamt, für diese Kompensation Emissionsgutschriften aus neuen und hochwertigen Klimaschutzprojekten anzukaufen. Die Klimawirkungen von Dienstreisen werden so durch Emissionseinsparungen an anderer Stelle neutralisiert. weiterlesen…

Netzausbau, KWK und EEG-Novelle

Verkabelung kostet 8 Milliarden, erhöht aber Akzeptanz

Energiepolitiker der Großen Koalition haben nach langen Sitzungen Beschlüsse gefasst und sie am 02.12.2015 im Rahmen eines Pressegesprächs mit den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Michael Fuchs und Georg Nüßlein sowie der SPD-Bundestagsfraktion Hubertus Heil in großer Einmütigkeit veründet: Es geht um abschaltbare Lasten, den Netzausbau und KWK samt EEG. weiterlesen…

Oxfam: Ein Zehntel verantwortet die Hälfte der weltweiten Treibhausgase

Emissionen in den Schwellenländern dienen oft dem Konsum der Menschen in den reichen Ländern

Es sind weltweit vor allem die reichen Menschen, die durch ihren extremen Konsum zum Klimawandel beitragen. Das geht aus dem am 02.12.2015 veröffentlichten Bericht „Extreme Carbon Inequality“ der Entwicklungsorganisation Oxfam hervor, der die konsumbedingten Emissionen der Menschen in armen und reichen Ländern vergleicht. Zwar wächst der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase vor allem in den Schwellenländern, dient dabei aber großenteils der Produktion von Waren, die in reichen Ländern konsumiert werden. weiterlesen…

1 Billion für Solar

Indien schiebt internationale Solarrevolution an

Getreu dem Ausspruch Achmed Yamanis, in der 70er Jahren Ölminister Saudi-Arabiens, die Steinzeit sei nicht aus Mangel an Steinen zu Ende gegangen, sondern weil neue Techniken und Verfahren erfunden worden seien, entstand beim Klimagipfel COP21 auf Anregung von Bill Gates eine neue Solarbewegung – die Agentur für Solartechnologie und Anwendungen« INSTA (International Agency for Solar Technologies and Applications): 20 Staaten werden zusammen mit 30 Superreichen Milliarden in saubere Energie für Entwicklungsländer investieren. weiterlesen…

Mehr als 50.000 Seiten Forschung frei im Netz

Sieg für Open Access: WZB macht 1.500 wissenschaftliche Texte zugänglich

Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) stellt rund 1.500 Verlagspublikationen und damit mehr als 50.000 Seiten Text von WZB-Forscherinnen und -Forschern im Open Access zur Verfügung. Die Publikationen werden erstmals als Volltext im Internet unentgeltlich und dauerhaft zugänglich gemacht. Damit übernimmt das WZB eine Vorreiterrolle in der deutschen Sozialwissenschaft. weiterlesen…

Weiger zu Merkel-Rede – Leinen und Fischedick optinistisch

„Ambivalent“

BUND-Vorsitzender Hubert Weiger sah in Merkels Rede beim Weltklimagipfel in Paris lauter Ambivalenzen. „Die von Merkel wiederholte Vision einer Dekarbonisierung der Weltwirtschaft im Laufe dieses Jahrhunderts bleibt hinter den Forderungen von Klimawissenschaftlern zurück. Bis 2050 müssen wir in einer Welt mit 100 Prozent erneuerbaren Energien leben, damit wir den Temperaturanstieg mindestens unter 2 Grad halten können. Gut ist, dass die Kanzlerin die besondere Verantwortung der Industriestaaten beim Klimaschutz betont. Die Klimaschutzpläne der meisten Staaten hält sie zu Recht für unzureichend und befürwortet deren regelmäßige Nachbesserung. Aber auch Deutschland muss mehr tun, um sein Klimaziel einer 40-prozentigen Verringerung der CO2-Emissionen bis 2020 zu schaffen“, so Weiger, der die Glaubwürdigkeit Deutschlands in der Klimapolitik für angeschlagen hält. „Nicht nur, dass die Bundesregierung der deutschen Autoindustrie jedes Mal beispringt, wenn diese eine Aufweichung der CO2-Grenzwerte verlangt. Ein Fehler der Kanzlerin war auch ihre Weigerung, die klimaschädlichsten Braunkohlekraftwerke in Deutschland abzuschalten. Diese Chance, Deutschland wieder auf Klimakurs zu bringen, hat sie verpasst“, kritisierte Weiger. weiterlesen…